DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berns Cory Conacher, Torschuetze zum 1:2 jubelt waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Mittwoch, 17. Februar 2021, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Vier Punkte in den ersten zwei Spielen: Cory Conacher trumpft im SCB-Dress bislang wieder auf. Bild: keystone

Eismeister Zaugg

Cory Conachers Rückkehr nach Bern – ein guter Deal?

Der kanadische Stürmer konnte sich in Lausanne nicht durchsetzen und stürmt ab sofort für den SC Bern – ein umstrittener Transfer.



Trainer Mario Kogler hat sein ausländisches Personal im Derby in einer Linie zusammengefasst (Dustin Jeffrey, Jesper Olofsson, Cory Conacher). Das Trio erzielte beim 4:2 in Langnau drei Treffer.

Cory Conacher war bei seinem SCB-Debüt mit einem Tor und zwei Assists der Mann des Abends. Auch das zweite Spiel mit der kanadischen Neuerwerbung hat der SCB gewonnen (6:5 n. V. gegen Lausanne). Seine formidable Bilanz nach zwei Einsätzen: 2 Spiele, 1 Tor und 3 Assists, mit 2 Punkten pro Partie mit Abstand der effizienteste SCB-Skorer.

Beim «Nostalgie-Transfer» des Kanadiers – er stürmte bereits in der Meistersaison 2015/16 für den SCB – geht es allerdings nicht nur um sportliche, sondern auch um finanzielle Fragen. Daher die Diskussionen: Macht es Sinn, mit den Bundesgeldern einen bereits 31-jährigen Spieler bis zum Ende der übernächsten Saison (bis 2023) zu verpflichten, den Lausanne wegen ungenügender Leistung nicht mehr haben wollte? Was kostet dieser Deal?

Billig-Transfer oder lukrativer Vertrag?

Der Pulverdampf hat sich inzwischen etwas verzogen und wir sehen klarer: Cory Conacher akzeptierte Lausannes Bedingungen für eine sofortige Auflösung seines bis 2023 laufenden Vertrages erst, nachdem ihm der SCB einen neuen Vertrag bis 2023 zugesagt hatte. Also muss die SCB-Offerte lukrativ sein.

SCB-Obersportchef Raeto Raffainer, der den ganzen Transfer orchestriert hat, ist sich der politisch-finanziellen Brisanz sehr wohl bewusst. Er behauptet, der SCB habe ein sehr gutes Geschäft gemacht. «Wir haben nun bis 2023 einen ausländischen Spieler bekommen, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Es wäre unmöglich, einen Spieler dieser Klasse unter normalen Umständen auch nur annähernd zum gleichen Salär zu bekommen, das wir nun aushandeln konnten.»

Berns Raeto Raffainer, Chief Sport Officer, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Mittwoch, 17. Februar 2021, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Raeto Raffainer ist überzeugt, mit Cory Conacher einen guten Deal ausgehandelt zu haben. Bild: keystone

Cory Conacher also ein «Billig-Ausländer»? Tatsächlich bestätigen Erkundigungen, dass der SCB dem Kanadier fast 30 Prozent weniger Salär bezahlt als damals in der Meistersaison 2015/16. Aber: billig – oder höflicher: günstiger – ist nicht gleich besser. Entscheidend wird sein, ob Cory Conacher in den nächsten zwei Jahren den hohen sportlichen Ansprüchen tatsächlich genügen kann, die beim «Bayern München des Hockeys» ans ausländische Personal gestellt werden.

Wenn nicht, wenn er vor Vertragsablauf ausgetauscht werden muss, dann wird aus dem vermeintlich guten Deal unverhofft ein weniger gutes Geschäft. Denn anders als jetzt Lausanne wird der SCB für Cory Conacher keinen Abnehmer mehr finden.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die grössten Sport-Rivalitäten aller Zeiten

1 / 22
Das sind die grössten Sport-Rivalitäten aller Zeiten
quelle: x90031 / stringer/spain
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Du bist ein echter Eishockey-Fan? So kriegst du das Stadion-Feeling zuhause hin.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schelling nicht mehr Sportchefin des SC Bern – Lundskog als neuer Trainer fix

Nach rund einem Jahr endet die Zeit von Florence Schelling beim SC Bern. Die frühere Torhüterin des Schweizer Nationalteams war im April 2020 vom National-League-Schwergewicht als Sportchefin verpflichtet worden.

Schelling sorgte mit der Verpflichtung des hierzulande weitgehend unbekannten und schliesslich noch vor Weihnachten gefeuerten Trainers Don Nachbaur für Verwunderung. Schliesslich verpasste der SCB die direkte Playoff-Qualifikation. Nach überstandenen Pre-Playoffs schied man in den …

Artikel lesen
Link zum Artikel