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IMAGE DISTRIBUTED FOR QATAR TOURISM AUTHORITY - Patrice Evra, left, with his teammates from Italian Super Cup finalists Juventus F.C., enjoy some authentic Qatari hospitality while training for their decisive match against A.C. Milan scheduled to take place in Qatar’s capital city Doha later this week, Wednesday, Dec. 21, 2016, in Doha, Qatar. (Alexandra Panagiotidou/AP Images for Qatar Tourism Authority)

Patrice Evra posiert im Jahr 2016 mit einem Scheich in Doha. Heute kritisiert er Scheich-Klub PSG. Bild: Alexandra Panagiotidou/AP Images for Qatar Tourism Authority/AP Images

Patrice Evra droht TV-Experte: «Wenn wir uns sehen, schlage ich dir ins Gesicht»

Das Champions-League-Duell zwischen PSG und Manchester United wirft auch Tage später noch grosse Wellen. Mittendrin: Ein französischer Star, der sich zu fest gefreut hat und nun mit Prügel droht.



In Frankreich wird das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Manchester United immer noch heiss diskutiert. Zu reden gibt beim dramatischen Sieg der Engländer allerdings nicht der Sieg dank einem umstrittenen Penalty-Entscheid in der Nachspielzeit, sondern eine Szene, die sich auf der Tribüne abgespielt hat.

Frankreich stört sich ab dem Jubel von Patrice Evra. Der 37-Jährige absolvierte 81 Länderspiele für die «Grande Nation», stand aber auch acht Jahre bei Manchester United unter Vertrag.

Als die Red Devils sich in letzter Sekunde das Weiterkommen sicherten, jubelte Evra gemeinsam mit Landsmann Paul Pogba ausgelassen. Vor der Präsidenten-Box im Parc des Princes, umgeben von PSG-Fans, skandierten die beiden: «Ici c'est Manchester!».

Eiskalter Konter

Bereits vor dem Hinspiel war Evra in die Kritik geraten, weil er die «Red Devils» mit einem Video für den Knüller motivierte. Der heute vereinslose Verteidiger konterte die Kritik eiskalt, in dem er ein Bild von sich mit der Champions-League-Trophäe auf Instagram stellte und schrieb: «Liebe PSG-Fans, wir reden wieder, wenn ihr dieses Ding auch mal gewonnen habt.»

Der Jubel auf der Tribüne in Paris hat dann aber das Fass zum überlaufen gebracht. Jérôme Rothen, einst Evras Teamkollege bei der AS Monaco und heutiger TV-Experte, meinte: «Wie kannst du es wagen, vor der Präsidenten-Box so zu feiern? Mach das gefälligst in der United-Garderobe. Das ist respektlos gegenüber den Zuschauern, die bezahlen, um diese Spiele zu sehen.»

«Hör auf, Mist und Lügen zu erzählen»

Wieder reagierte Evra auf die Vorwürfe, dieses Mal allerdings deutlich weniger souverän. In einem Video teilte er heftig gegen Rothen aus. «Ich habe gehört, dass Jérôme üble Dinge über mich erzählt. Ich habe es nicht geglaubt, bis ich das Video gesehen habe», beginnt der 37-Jährige seine Tirade und fährt weiter:

«Du bist das Produkt eines kaputten Kondoms. Schau, was ich wegen dir tun muss. Du bist wirklich wütend, nicht wahr mein kleiner Blondschopf? Deine Belohnung: Das nächste Mal, wenn ich dich sehe, schlage ich dir ins Gesicht. Das sind keine leeren Drohungen, du weisst, dass wir uns irgendwann wieder sehen.»

Patrice Evras Tirade gegen Jérôme Rothen.

Evra fährt fort und stellt Rothens fussballerische Qualitäten in Frage: «Ich musste jeden Gegner ausdribbeln, sogar den Goalie, damit du mal eine Flanke schlagen konntest, die ankam. Und jetzt sprichst du so über mich?».

Rothen sei schon immer ein «neidischer Scheisskerl» gewesen. Er habe jeweils die Journalisten angerufen und sich beschwert, wenn er eine schlechtere Bewertung erhalten habe, als seine Mitspieler. Evra steigert sich immer weiter in die Sache herein und schliesst mit einer weiteren Drohung ab: «Du Stück Scheisse! Hör auf, Mist und Lügen zu erzählen. Unsere Wege werden sich wieder kreuzen. Da bin ich mir sicher.»

Hat sich PSG bei der UEFA beschwert?

Mittlerweile behauptet Evra sogar, Paris Saint-Germain habe bei der UEFA offiziell Beschwerde gegen seinen Jubel eingereicht. Diese Aussage ist bisweilen aber nicht bestätigt. Das Video des Franzosen, in dem er sich darüber lustig macht ist aber beste Unterhaltung.​

Zuerst singt er Edith Piaf's «Non, je ne regrette rien» – ich bereue nichts. Danach beginnt er, sich über PSG lustig zu machen. Er spricht Präsident Nasser Al-Khelaifi direkt an und rät ihm, «den Typen, der den Beschwerdebrief gegen mich geschrieben hat» zu entlassen. Man müsse nicht mehr nach Hollywood gehen, um Stars zu sehen. Leonardo DiCaprio und Jay-Z seien alle dort.

«Währenddessen gehen alte PSG-Legenden nicht mehr ins Stadion. Das ist eine Schande. Hör mit dem Mist auf Nasser und räume deinen Klub auf. Ich bin Pariser, ich liebe PSG. Aber werden sie denn von Affen geführt? Dieser Klub verkommt zu einem Witz.»

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Das Video der Woche:

Video: watson/Lya Saxer, Angelina Graf

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