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Fiorentina's Franck Ribery waves to fans prior to the Italian Serie A soccer match between Fiorentina and Udinese, at the Artemio Franchi stadium in Florence, Italy, Sunday, Oct. 6 2019. (Claudio Giovannini/Ansa via AP)

Läuft in Florenz: Franck Ribéry wurde zum Serie-A-Spieler des Monats gekürt. Bild: AP

Ribéry beklagt sich darüber, wie er im neuen FIFA-Game aussieht



Ein Jahrzehnt war der Franzose Franck Ribéry beim FC Bayern München. Bei seinem aktuellen Klub Fiorentina erlebt er gerade seinen zweiten Frühling. Erst vier Spiele und schon zwei Tore. Auch neben dem Feld fühlt sich der Franzose in seiner neuen Wahlheimat pudelwohl. Gegenüber der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera» schwärmte er: «Als ich mich zum Wechsel nach Florenz entschlossen habe, wusste ich nicht, dass es Liebe auf den ersten Blick sein würde.»

Sportlich wie privat läuft es für den weltberühmten Fussballer also famos. Dafür tut sich woanders eine Baustelle auf, denn einen Schrecken bekommt jeder, der bei «FIFA 20» auf Ribéry setzt.

Wie sieht denn Ribéry aus?

Der Mann mit der Trikotnummer sieben ist bei «FIFA 20» nicht wiederzuerkennen. Noch 2019 flitzte Ribéry in guter Grafik und mit seinen unverkennbaren Gesichtszügen über die Aussenbahnen des Bildschirms. So gut hatte FIFA-Hersteller EA Sports den Franzosen noch nie getroffen, er sah täuschend echt aus.

Nur ein Jahr später sieht es aus, als würde ein gänzlich anderer Spieler in dem Trikot des Linksaussen stecken: Ein alter Mann mit Halbglatze, der nicht mal als Ribérys Bruder durchgehen würde.

Das fiel Dutzenden Fans auf, die sich beschwerten. Der Tenor: Das hat König Franck nicht verdient. Ein Gamer twitterte: «Bin jetzt kein Fan von Ribéry, aber das ist ja mal einfach peinlich und echt schlecht ... Absolutes Dislike und No-Go.» Andere reagierten amüsiert, wie dieser Twitter-User: «Wer auch immer Ribéry in ‹FIFA 20› designt hat, die Person ist mein Held.»

Jetzt hat sich auch Franck Ribéry persönlich gemeldet. Auf Twitter schreibt er:

«Hey, wer ist dieser Kerl?»

Er hat sich wohl nicht wiedererkannt. Tja, wer kann es ihm verübeln? Aber er scheint es gelassen zu nehmen. Seinen Tweet versieht er sowohl mit einem grübelnden Smiley als auch mit einem, der vor Lachen weinen muss.

Was ist das Problem bei den FIFA-Spielern?

Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Problem bei FIFA auftaucht. Erst letztes Jahr wunderte sich BVB-Spieler Axel Witsel bei Twitter über sein FIFA-Gesicht. Damals erklärte Hersteller EA Sports, dass sie lediglich für die Top-Spieler vollkommen identisch aussehende Avatare bauen würden. Die Gesichter weniger bekannter Kicker werden durch vorgefertigte Bausteine gebastelt.

Wieso?

An mangelnder Bekanntheit liege es im Fall von Ribéry nicht, bestätigt EA Sports gegenüber watson. Hintergrund sei der Zeitpunkt von Ribérys Transfer nach Florenz, es sei eine Timingfrage gewesen, so berichtet der Gaming-Hersteller auf Nachfrage. Ribérys «Starhead», also die 360 Grad abfotografierte Version des Spielers, soll jedoch schon bald nachgereicht werden.

Weiterhin bestätigt EA Sports, dass es diese detaillierte Darstellungsform nicht für alle 17'000 lizenzierten Spieler geben werde, denn Starheads seien extrem kostspielig, zeitintensiv und aufwändig. Das Unternehmen bekräftigte, dass es grundsätzlich immer das Bestreben gebe, den Fussball so authentisch wie möglich abzubilden. Deswegen habe es für die Bundesliga ein grosses Authentizitäts-Update gegeben und alleine im deutschen Oberhaus seien über 180 neue Starheads produziert worden.

Dass zumindest Ribéry ein solcher Starhead zusteht, ist unumstritten. Da sind sich auch die Fans einig. (kre)

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