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epa08286775 View of empty stands during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and 1. FC Koeln in Moenchengladbach, Germany, 11 March 2020.  he match takes place behind closed doors due to the coronavirus (COVID-19) outbreak.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Das letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März in Mönchengladbach vor leeren Rängen statt. Bild: EPA

«Mehr Zeit für die Vorbereitung» – Entscheid über Bundesliga-Fortsetzung vertagt

Der Entscheid, ob Geisterspiele in der deutschen Bundesliga stattfinden können, ist von der Politik abhängig. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fussball-Liga findet erst nächste Woche statt.



Der Profifussball in Deutschland verschafft sich etwas Luft in der schwierigen Frage, ob und wie es in der 1. und 2. Bundesliga weiter geht. Die Deutsche Fussball-Liga (DFL) hat die für den Freitag geplante ausserordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Massnahmen in der Corona-Krise auf den Donnerstag, 23. April, verlegt. «Ziel der Verschiebung ist es, den Klubs und der DFL zusätzliche Zeit zur weiteren intensiven Vorbereitung bevorstehender Entscheide zu geben», heisst es in der Erklärung.

Über das weitere Vorgehen werden die 36 Vereine «auf Basis der dann aktuellen politischen Beschlusslage in Bund und Ländern in der kommenden Woche entscheiden». Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die nächsten Schritte beraten. «Wir werden bereit sein. Wir haben es aber nicht in der Hand», hatte DFL-Chef Christian Seifert zuletzt zu Geisterspiel-Szenarien gesagt. Das klare Ziel sei weiter eine Beendigung der Saison bis 30. Juni.

Bis Ende Juni laufen im Profifussball auch die Verträge. Die FIFA hatte zuletzt unter anderem mit neuen Transfer-Richtlinien den Weg für eine Verlängerung der Saison frei gemacht. Dabei will der Weltverband allen Anträgen, das Enddatum der Saison nach hinten zu verschieben, stattgeben.

Der Spielbetrieb in den obersten zwei deutschen Ligen ist bis mindestens 30. April ausgesetzt. Ein Szenario sieht Geisterspiele im Mai vor, um die fehlenden neun Spieltage durchzubringen.

epaselect epa08287041 Cologne's Mark Uth (L) in action during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and 1. FC Koeln in Moenchengladbach, Germany, 11 March 2020.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Wird im Mai vor leeren Rängen weitergespielt? Bild: EPA

Bei Geisterspielen würden zahlreiche Tests und Massnahmen für die Spieler nötig sein. Nur so könnte das Risiko von neuen Infektionsketten im wöchentlichen Spielbetrieb minimiert werden. «Dieses Szenario ist natürlich nur in völliger Übereinstimmung mit den Vorgaben der Gesundheitsbehörden vorstellbar», hatte Fritz Keller als Präsident des Deutschen Fussball-Bundes betont.

Auch UEFA-Exekutive berät wieder

Auch das Exekutiv-Komitee der UEFA wird ebenfalls am Donnerstag nächster Woche bei einer Video-Konferenz das weitere Vorgehen besprechen. Zuvor dürften Beratungen mit den 55 Mitgliedsverbänden und Vertretern des Vereinsfussballs anstehen.

Der Abschluss der nationalen Liga- und Cup-Wettbewerbe hat für die UEFA Vorrang. Ein Notfallplan sieht vor, dass der Spielbetrieb bis Juli oder August dauern könnte. Die Spiele in der Champions League und in der Europa League könnten in dieser Saison wieder aufgenommen werden, sobald die nationalen Meisterschaften entschieden sind.

UEFA's Interim General Secretary Theodore Theodoridis, left, and President Aleksander Ceferin, right, answer questions on the virus outbreak following a meeting of European soccer leaders at the congress of the UEFA governing body in Amsterdam's Beurs van Berlage, Netherlands, Tuesday, March 3, 2020. (AP Photo/Peter Dejong)

Auch die UEFA geht noch einmal über die Bücher. Bild: AP

Ausserdem wird ein grosser Teil der geplanten Länderspiele möglicherweise erst 2021 ausgetragen werden können. Diese Meinung vertritt FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani, weil damit zu rechnen sei, dass die Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie länger aufrecht erhalten werden. Betroffen davon wären auch die vom 3. September 2020 an geplanten Spiele der Nations League. (pre/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Auric 14.04.2020 22:10
    Highlight Highlight Es gab früher tausende die Ihren Lebensunterhalt damit verdient haben Bahnschranken von Hand auf und zu zu machen. Deren Geschäftsmodel hat sich Aufgrund externer Umstände in Luft aufgelöst.
    Das Geschäftsmodel der Spitzensport-Industrie erlebt gerade das gleiche, also sollten die betroffenen endlich einen wertschöpfenden Job ausüben den wie die meisten hier hoffentlich mal gelernt haben.
    Wenn sie aber ausser z.B. Kicken und sich Tatoos stechen lassen nix können...dann ist es dumm und evtl. spendet jemand mal ein paar Almosen.

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