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So reagierte Pep Guardiola auf die VAR-Entscheidung in der Nachspielzeit. bild: screenshot youtube

Guardiolas Leere und Kanes TV-Jubel – der VAR-Wahnsinn von Manchester liess keinen kalt

Manchester City ist im Champions-League-Viertelfinal an Tottenham Hotspur und ein bisschen am Fussball-Gott gescheitert. Beim 4:3-Sieg, der am Ende doch nicht reichte, entschied der VAR zweimal dramatsich gegen die «Citizens». Die besten Reaktionen auf das Wahnsinnsspiel.



Was für ein Spiel! Manchester City scheitert im Champions-League-Viertelfinal nach doppeltem VAR-Drama. Zwar gewannen die favorisierten «Citizens» nach dem 0:1 vor zwei Wochen das Heimspiel 4:3, doch wegen der Auswärtsregel setzte sich Tottenham durch. Vier Tore in den ersten 11 Minuten, ein ständiges Hin und her und am Ende das grosse VAR-Drama.

In der Nachspielzeit jubelten zunächst die Himmelblauen: Raheem Sterling hatte in der 93. Minute zum vermeintlichen 5:3 für City getroffen. Trainer Pep Guardiola hüpfte der Seitenlinie entlang wie ein Verrückter. Doch plötzlich schritt der VAR ein und das Tor wurde wegen eines Abseits von Sergio Agüero zu Recht aberkannt.

«No Goal» prangte in dicken weissen Lettern auf der Videowand. Zuvor hatte der Video-Schiedsrichter entschieden, Fernando Llorente Tor zum 3:4 zu geben, obwohl der Ball den Arm des Spurs-Stürmers leicht touchiert hatte.

Das VAR-Drama in 2 Akten:

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Sterlings 5:3 wird aberkannt. Video: streamable

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Der Linienbeweis: Agüero stand beim Ablenker von Silva knapp im Abseits. bild: screenshot reddit

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Llorente 3:4 zählt. Video: streamable

Nach der VAR-Entscheidung: Tottenham im Freudentaumel, die ManCity-Spieler dagegen sanken kraftlos auf den Rasen des Etihads, Guardiola schlug ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen. Der Katalane konnte es nicht fassen: «Wieder nicht», schien man ihn klagen zu hören.

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Guardiola im Wechelbad der Gefühle. Video: streamable

Denn der «Pep-Fluch» hält weiter an: International kann Guardiola einfach nicht mehr gewinnen. Der Star-Trainer gewann die Champions League zwar 2009 und 2011, seither scheitert er aber immer wieder seinen neuen Arbeitgebern den grossen Traum zu erfüllen. Mit Bayern war dreimal im Halbfinal Endstation, mit City einmal im Achtelfinal und zweimal im Viertelfinal.

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Hier gibt's alle Tore. Video: YouTube/SRF Sport

Guardiola zeigte nach dem Spiel in einer seiner schwersten Stunden aber Grösse und verzichtete darauf, sich über den VAR zu beschweren. Die grosse Leere in seinem Blick verriet aber viel über seine Gefühlswelt. Seine und weitere Reaktionen zum Wahnsinnsspiel in Manchester, das VAR-lich niemanden kalt liess.

Die Stimmen der Beteiligten

Pep Guardiola (Trainer ManCity):

«Es ist hart, es ist grausam. Wir waren nahe dran. Aber wir müssen das akzeptieren. Es war ein super Spiel, enorm viel drin, die ganzen Tore. Wir haben Fehler begangen, die auf diesem Niveau sofort bestraft werden. In der zweiten Halbzeit haben wir dafür alles getan, um viele Chancen zu kreieren, was nicht einfach war. Wir haben eigentlich auch die Tore geschossen, die wir brauchten. So aber war es ein böses Ende für uns.

Ich unterstütze den VAR. Aus der einen Perspektive ist es bei Llorente Hand, aus der Perspektive des Schiedsrichters vielleicht nicht.»

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Guardiola kann im Interview schon wieder lachen – zumindest ein bisschen. Video: YouTube/BT Sport

Vincent Kompany (Captain ManCity):

«Wir sind natürlich unfassbar enttäuscht, aber wir haben gut gespielt und viele Tore geschossen. Letztlich haben Kleinigkeiten den Unterschied gemacht: im Hinspiel der verschossene Elfmeter, heute die VAR-Entscheidungen. Wir haben gekämpft, wir haben alles gegeben und so viele klare Torchancen kreiert. Am Ende aber hat sich der Fussball-Gott gegen uns entschieden.»

Christian Eriksen (Tottenham):

«Ich bin wahrscheinlich der glücklichste Mensch auf dem Planeten gerade. Für einen Moment war alles vorbei. Es war ein komisches Spiel, eine Achterbahnfahrt, seltsam. Jetzt atmen wir erstmal tief durch. Für mich ist es wie ein Märchen, gegen Ajax zu spielen und nach Amsterdam zurückzukehren.»

Mauricio Pochettino (Trainer Tottenham):

«Es war unglaublich – vor allem das Ende. Ich bin so glücklich, so stolz. Meine Spieler sind Helden. Es freut mich so sehr für sie, für die Fans. In dem letzten Moment passieren viele Dinge in deinem Kopf, die Enttäuschung war riesig, aber sie haben das Tor aberkannt. Wir haben heute grossen Charakter gezeigt, es war ein unbeschreibliches Spiel. Dafür lieben wir Fussball.»

Heung-min Son (Tottenham):

«Es war total verrückt. Wir haben sie wieder ins Spiel kommen lassen, dann aber grossartig gekämpft und wir sind verdient weitergekommen. Manchmal bist du sauer auf den VAR, aber heute sind wir dankbar. Ich wusste nicht, dass ich gesperrt bin im Hinspiel des Halbfinals. Das ist sehr, sehr schade. Aber so ist Fussball.»

Reaktionen aus der Fussball-Welt

Die Pressestimmen

Mirror:

«Oh my Quad! ManCitys Quadruple-Träume sind in einer unglaublichen Nacht in Etihad in Stücke zerrissen worden, während Tottenham einen dramatischen Weg in den Halbfinal der Champions League nimmt.

Sieben Tore, unglaubliches Drama, dieses Spiel hatte alles und wurde schliesslich durch den VAR entschieden. Bei ManCity wurde Freude zur Verzweiflung und Tottenham feierte eine der grössten Nächte der Klubgeschichte.»

The Sun

BBC:

«Spurs werfen ManCity in einem modernen Klassiker dank Auswärtstoren raus. In einem unbarmherzigen Drama glaubte City, sie hätten es in der Nachspielzeit geschafft, doch Raheems Sterlings Tor wurde wegen Abseits vom VAR annulliert.»

The Guardian:

«Im Ernst, wo sollen wir überhaupt anfangen? Es war eine wilde und exzentrische Nacht, voller Dramatik und irren Wendungen. ManCity dominierte, doch als die Spieler von Tottenham endlich Luft holen konnten, durften sie sich auf den Halbfinal der Champions League freuen.»

The Times:

«Spurs und VAR zerstören Citys Halbfinal-Träume»

Daily Mail:

«Llorente bringt die Spurs nach einem unfassbaren Match gegen ManCity mit SIEBEN Toren und einem doppelten VAR-Drama in den Champions-League-Halbfinal. Hüfte oder Arm? Abseits oder nicht? Am Ende steht eine Entscheidung über allem. Aber wer drei Auswärtstore gegen ManCity schiesst, der hat das Weiterkommen wahrlich verdient.»

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