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Champions. League, Playoff-Rückspiele

Dinamo Zagreb – Young Boys 1:2 (1:0); HS: 1:1

AEK Athen – Vidi 1:1 (0:0); HS: 2:1

Dynamo Kiew – Ajax Amsterdam 0:0; HS: 1:3

YB's Guillaume Hoarau shoots a penalty and scores the equalizer to 1:1, during the UEFA Champions League football 2nd leg playoff match between GNK Dinamo Zagreb from Croatia and BSC Young Boys from Switzerland, in the Stadion Maksimir, in Zagreb Croatia, on Tuesday, August 28, 2018. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Guillaume Hoarau schiesst YB mit zwei Treffern erstmals in die Königsklasse. Bild: KEYSTONE

Sternstunde! YB qualifiziert sich dank Hoarau-Doppelpack für die Champions League 

Schweizer Meister Young Boys erreicht erstmals die Gruppenphase der Champions League. Guillaume Hoarau wendet in Zagreb mit zwei Toren in 137 Sekunden einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg.



Nach einer Stunde sah es für die Young Boys im Zagreber Maksimir-Stadion ganz düster aus. Das überaus unangenehme Dinamo Zagreb, das erstmals seit 2013 vor ausverkauften Rängen spielte, führte dank eines frühen Treffers mit 1:0 und hatte, so schien es, alles unter Kontrolle.

Keine nennenswerte Chance, mit etwas Wohlwollen eine Halbchance liess Kroatiens Meister bis dahin zu. Kam hinzu, dass YB nach 55 Minuten Miralem Sulejmani verlor. Der blass gebliebene Flügelspieler stürzte nach einem unglücklichen Rencontre ohnmächtig zu Boden.

epa06979561 YB's Miralem Sulejmani is carried away on a stretcher during the UEFA Champions League 2nd leg playoff match between Dinamo Zagreb and BSC Young Boys (YB), in Zagreb, Croatia, 28 August 2018.  EPA/THOMAS HODEL

Sulejmani wird vom Platz gefahren. Bild: EPA/KEYSTONE

Wenig bis nichts deutete zu diesem Zeitpunkt auf eine YB-Wende hin. Doch sie kam. Ausgerechnet Sulejmanis Knockout, der das Team kurzzeitig schockte, stellte sich für YB als Glücksfall heraus.

Stimme zum Spiel

Gerardo Seoane (Trainer YB):

«Wir haben immer daran geglaubt. Es ist ein grosser Traum, der in Erfüllung geht. Die Reaktion nach der Pause war grossartig. Der Klub hat in den letzten Jahren gut auf dieses Ziel hingearbeitet. Wir sind nicht so gut in die Partie gestartet. Wir hatten Mühe, den Ball zu halten. Das haben wir in der Pause angesprochen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit mutiger und flexibler spielen.»

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Der für Sulejmani gekommene Roger Assalé, der sich erst am Wochenende von einer Verletzung zurückmeldete, belebte die zuvor fast inexistente YB-Offensive spürbar und auf Anhieb. In der 63. Minute dribbelte sich der wuselige Ivorer auf der Seite in den Strafraum und stellte seinen Körper im Duell mit Marin Leovac geschickt zwischen Ball und Gegner.

Hoarau versenkte den aus Sicht von Zagreb strengen Penalty sicher. Kurz darauf drückte der Franzose nach einem Corner einen Kopfball von Gregory Wüthrich, der beim 0:1 nicht gut ausgesehen hatte, zum siegbringenden 2:1 über die Linie.

137 Sekunden reichen

Innert 2:17 Minuten stellten die Young Boys das Geschehen auf den Kopf und zapften sie dank dem erstmaligen Vorstoss in die Gruppenphase der Champions League den schwindelerregenden Millionen-Jackpot an. 15,25 Millionen Euro Antrittsgage sind ihnen damit gewiss, dazu werden Anteile aus der klubspezifischen Koeffizientenrangliste und dem TV-Marktpool sowie Sieg- und Punktprämien kommen. Rund 30 Millionen Franken dürfte YB damit generieren.

Die Tore

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Die frühe Dinamo-Führung durch Hajrovic. Video: streamable

Der Hoarau-Doppelschlag:

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Das Foul an Assalé und der Penalty von Hoarau zum 1:1. Video: streamable

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Zwei Minuten später doppelt Hoarau nach einem Eckball zum 2:1 nach.  Video: streamable

YB glänzt nicht

Gegen den gefestigten kroatischen Meister mit dem Schweizer Nationalstürmer Mario Gavranovic und dem Ex-GC-Junior Izet Hajrovic erreichten die Berner ihr übliches Rendement eigentlich nicht. So einfallsreich und stabil der neue Schweizer Meister in den letzten Monaten wirkte, so ratlos präsentierte er sich im Rückspiel während einer Stunde. Ein missglückter Klärversuch von Gregory Wüthrich brachte YB in der 7. Minute zusätzlich in Bedrängnis. Der an der Strafraumgrenze lauernde Hajrovic konnte mit Anlauf und freier Schussbahn aus elf Metern zum 1:0 für Dinamo einschiessen.

Zugegebenermassen unterstrich Dinamo Zagreb seine Playoff-Qualitäten eindrücklich. Die Kroaten waren trotz eines grösseren Umbruchs im Sommer und Abgängen mehrerer Leistungsträger der unbequeme Gegner, den sie, wenn nicht auf den ersten, dann auf den zweiten Blick zu sein versprachen.Sie trotzten YB auswärts ein 1:1 ab und gestanden dem offensivstarken Gegner, der letztmals im November des Vorjahres in einem Spiel ohne Torerfolg geblieben war, zuhause eine Stunde lang kaum etwas zu.

Hochgerechnet über die 180 Minuten ist YBs Weiterkommen schmeichelhaft. Einzig in der Anfangsphase des Hinspiels waren die Berner klar die bessere Mannschaft, im Rückspiel konnte YB seine Offensivqualitäten lange nicht entfalten. Die gefährlichste Szene, die sich bis zum unerwarteten Doppelschlag von Hoarau vor dem Tor von Danijel Zagorac abspielte, war ein Kopfball von Nicolas Moumi Ngamaleu in die Arme des lange kaum geprüften Goalies in der sechsten Minute. Doch es passt eben zu diesem neuen YB, dass sich die Mannschaft auch aus solchen Situationen zu befreien weiss.

Die Auslosung zur Gruppenphase findet am Donnerstag um 18 Uhr in Monaco statt.

Die Szenen nach Spielende:

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YB-Zagreb Jubelschau
quelle: screenshot twitter/bsc_yb
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Telegramm:

Dinamo Zagreb - Young Boys 1:2 (1:0)
24'000 Zuschauer. - SR Kuipers (NED).
Tore: 7. Hajrovic 1:0. 64. Hoarau (Foulpenalty) 1:1. 66. Hoarau (Wüthrich) 1:2.
Dinamo Zagreb: Zagorac; Stojanovic, Théophile-Catherine, Dilaver, Leovac (74. Budimir); Ademi (32. Sunjic); Hajrovic, Olmo, Gojak, Orsic (83. Kadzior); Gavranovic.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Wüthrich, Von Bergen, Benito; Fassnacht (84. Bertone), Sow, Sanogo, Sulejmani (55. Assalé); Moumi Ngamaleu (93. Aebischer), Hoarau.
Bemerkungen: Young Boys ohne Lauper und Lotomba (beide verletzt), Dinamo Zagreb komplett. 55. Sulejmani verletzt ausgeschieden. 71. Lattenschuss von Hajrovic. Verwarnungen: 38. Leovac. 58. Sanogo (beide Foul). 93. Moumi Ngamaleu. 93. Stojanovic (beide Unsportlichkeit). (pre/sda)

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