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epa08868525 A handout photo made available by the German Football Association (DFB) shows German national soccer team head coach Joachim Loew during a press conference in Frankfurt am Main, Germany, 07 December 2020.  EPA/THOMAS BOECKER / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Drei Wochen nach der epochalen Pleite gegen Spanien nahm Bundestrainer Jogi Löw Stellung. Bild: keystone

Löw lässt Tür für Müller, Hummels und Boateng offen: «Werde vor der EM entscheiden»



Drei Wochen lang schwieg er. Nun hat sich der deutsche Bundestrainer Jogi Löw an einer Medienkonferenz den Fragen der Journalisten gestellt, welche diese seit einer legendären 0:6-Niederlage in Spanien umtreiben.

«Wir waren alle wahnsinnig enttäuscht und wütend über dieses Spiel, und dass wir die Fans in diesem letzten Spiel des Jahres dermassen enttäuscht haben», sagte Löw. «Diese Wut brodelt immer noch in mir persönlich; auch weil wir wussten, dass wir keine schnelle Möglichkeit haben, das Resultat gleich zu korrigieren.» Die nächsten Länderspiele stehen erst im März an.

«Absolut überzeugt von diesem Weg»

Er habe über die Jahre immer wieder schwierige Situationen erlebt, so Löw, der die DFB-Elf nach der Heim-WM 2006 übernommen und sie zum WM-Titel 2014 geführt hatte. Die heftige Pleite in Sevilla lasse ihn keineswegs vom eingeschlagenen Weg abrücken: «Wir haben 2019 begonnen, einen Umbruch einzuleiten. Wir sind absolut überzeugt von diesem Weg. Wir wussten, dass es schwierig sein kann und es Rückschläge geben wird. Das war einkalkuliert. Aber das Vertrauen in die Spieler und ihre Leistung ist absolut vorhanden.»

Das wohl grösste öffentliche Thema rund um den vierfachen Weltmeister ist seit deren Ausbootung eine mögliche Rückkehr von Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng. Der Bundestrainer sagte nun, er wolle sich vor der EM im nächsten Sommer alle möglichen Optionen offen halten: «Es sind nicht immer nur sportliche Gründe entscheidend für den Erfolg. Wenn ich vor der EM das Gefühl habe [einer dieser Spieler mache das Team besser, d. Red.], dann werde ich im Sinne des Erfolgs und der deutschen Nationalmannschaft alles Erdenkliche tun, was nötig ist. Vor der Nominierung drehen wir nochmals jeden Stein um, so haben wir das vor jedem Turnier gemacht. Und dann müssen wir anschauen, was uns den grösstmöglichen Erfolg bringen kann.» Bislang habe er sich mit den drei Weltmeistern nicht über eine mögliche Rückkehr unterhalten, sagte Löw.

06.09.2018, Fussball, UEFA Nations League, Saison 2018 2019, 1. Spieltag, Deutschland - Frankreich 0:0, v.li., Leon Goretzka (Deutschland), Matthias Ginter (Deutschland), Thomas Mueller, Thomas M

Weltmeister, die aktuell nicht gefragt sind: Müller, Boateng und Hummels (von links). Bild: imago sportfotodienst

«Wichtig, jungen Spielern Raum und Zeit zu geben»

Grundsätzlich sei es so, dass sich das Trainerteam nach der verpatzten WM 2018 und dem Abstieg in der Nations League für einen Umbruch entschieden habe. «Und da ist es wichtig, jungen Spielern mit Potenzial Raum und Zeit zu geben, damit sie sich entwickeln können.» Momentan sehe er keine Veranlassung, den Kader gross zu verändern, viele Spieler hätten sich gut entfaltet. Aber über allem stehe, unmittelbar vor dem Turnier zu entscheiden, welche Mannschaft die bestmögliche sei.

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Was sich in unserem nördlichen Nachbarland bestimmt nie ändern wird, sind die eigenen Ansprüche. Deutschland strebt an der EM 2021 allen aktuellen Diskussionen zum Trotz nach dem Titelgewinn. Eine schwierige Aufgabe, warten doch bereits in der Vorrunde Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal sowie Ungarn auf die DFB-Elf. «Grundsätzlich befindet sich die junge Mannschaft, von dem einen Spiel gegen Spanien abgesehen, auf einem guten Weg», betonte Löw.

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