DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06944630 Real Madrid´s Welsh forward Gareth Bale (C) celebrates with Brazilian Casemiro (L) after scoring against Milan during the Santiago Bernabeu trophy match against Milan played at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 11 August 2018.  EPA/FERNANDO ALVARADO

Bei Real ruhen alle Hoffnungen auf Gareth Bale. Bild: EPA/EFE

Die erste Chance für den CR7-Nachfolger – tritt Bale heute aus Ronaldos Schatten?

Erstmals in der Geschichte des europäischen Supercups treffen zwei Teams aus derselben Stadt aufeinander. Das Madrider Derby in Tallinn zwischen Champions-League-Sieger Real und Europa-League-Gewinner Atlético Madrid steht im Zeichen eines Abwesenden.



Im Rahmen des UEFA Super Cup trifft Real Madrid heute Abend um 21 Uhr in Tallinn auf Stadtrivale Atlético Madrid. Es ist der erste Ernstkampf für Real Madrid einer neuen Ära – der Ära seit dem Abgang von Cristiano Ronaldo.

Was löste sie aus, diese Meldung der Königlichen, in der just am Tag des WM-Halbfinals zwischen Frankreich und Belgien vor einem guten Monat der Transfer des portugiesischen Superstars Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin bekannt gemacht wurde? Während ganz Turin sich nach der Nachricht im Freudentaumel befand, herrschten in der spanischen Hauptstadt komplett unterschiedliche Stimmungslagen. Schockstarre und Trauer im reichen Norden, bei den Fans von Real Madrid, Freude und Erleichterung in den Arbeitervierteln im Süden, dem Herkunftsort von Atlético Madrid.

Bale ist fokussiert ...

Denn mit dem 33-Jährigen verliess im Juli so was wie der Angstgegner der Rojiblancos die Stadt. In 31 Spielen gegen den Stadtrivalen war Ronaldo an 30 Toren beteiligt – 22 schoss er selber, acht bereitete er vor. Gerade deshalb wird das erste Aufeinandertreffen der beiden Madrider Stadtklubs nach dem Abgang des fünffachen Weltfussballers im europäischen Supercup viel mit der Personalie Ronaldo zu tun haben.

Bild

Darum geht's, um den UEFA Super Cup. bild: UEfa

Atlético-Coach Diego Simeone konnte sein Stammpersonal grösstenteils halten, einzig der Abgang von Captain Gabi war beim Gewinner der Europa League zu kompensieren. Grösser war dagegen der Umbruch bei Champions-League-Sieger Real Madrid. Neben dem gewichtigen Abgang Ronaldos waren die Königlichen vom plötzlichen Rücktritt ihres Erfolgstrainers Zinédine Zidane überrascht worden.

Bale unter Zugzwang

Zidanes Nachfolger Julen Lopetegui, der vor seinem Engagement bei Real die spanische Nationalmannschaft trainiert hatte, sieht im Abgang Ronaldos kein Problem. Auch dass bislang kein Ersatz für den Portugiesen gefunden wurde, belastet den bald 52-Jährigen nicht. «Es ist eine spannende Aufgabe, das Team ohne Cristiano neu zu erfinden, um ein wettbewerbsfähiges Team zu schaffen», sagte Lopetegui. Aber es droht noch weiteres Ungemach: Luka Modric droht zu Inter Mailand abzuwandern. Der Transfer müsste allerdings schnell über die Bühne gehen, in Italien schliesst der Mercato diesen Freitag.

Bild

Hier wird gespielt: Im Tallinner Lilleküla Staadion mit 9692 Plätzen. bild: Wikipedia

Auf der anderen Seite haben die Königlichen erst zwei nennenswerte Neuzugänge vermeldet, den von Torhüter Thibaut Courtois und den von Sturm-Talent Vinicius Junior. Nachdem weder Robert Lewandowski noch Eden Hazard oder Neymar als Ersatz für Ronaldo verpflichtet werden konnten, setzt Lopetegui nun zwangsläufig auf schon vorhandenes Personal, vor allem auf den Waliser Gareth Bale. Der 29-jährige Waliser soll der neue Ronaldo werden.

Mit 70 Toren aus 126 Ligaspielen weist auch Bale für Real eine Topquote aus. Bei den Fans ist der wieselflinke Alleskönner dennoch weniger beliebt als sein Vorgänger. Dies liegt einerseits an seiner Verletzungsanfälligkeit, andererseits auch an seiner bisher schwachen Ausbeute in den Prestigeduellen mit dem Stadtrivalen.

In 16 Spielen gegen Atlético glückte Bale erst ein Treffer. Mit Toren und Vorlagen in Tallinn gegen die robuste Atlético-Verteidigung könnte nun ausgerechnet Bale dafür sorgen, dass die Stimmungslage der Fans in der spanischen Hauptstadt wieder umschlägt. Bale ist also unter Zugzwang, denn Real-Präsident Florentino Perez gilt als Mann mit kurzer Zündschnur. Liefert der Waliser nicht, wird ihm wohl doch noch ein neuer Hoffnungsträger vor die Nase gesetzt. (pre/sda)

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

1 / 31
Alle Champions-League-Sieger seit 1993
quelle: keystone / susana vera
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Champions-League-Geschichten

21.05.2008: John Terrys fataler Ausrutscher: Im ersten rein englischen CL-Final stösst er Chelsea ins Tal der Tränen

Link zum Artikel

12.11.2002: Basel spielt 3:3 gegen Liverpool und Beni Thurnheer schwärmt: «Das müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

Link zum Artikel

26.05.1999: Sheringham und Solskjaer – zwei Namen und du weisst sofort, worum es hier geht

Link zum Artikel

28.05.1997: Lars Ricken kommt, schiesst und macht Borussia Dortmund zum Champions-League-Sieger

Link zum Artikel

18.04.2001: Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt wird geknipst – wie sich ein ehemaliger Boxer als 12. Mann unsterblich macht

Link zum Artikel

25.05.2005: Liverpool schafft gegen Milan dank «sechs Minuten des Wahnsinns» und Hampelmann Jerzy Dudek die unglaublichste Wende aller Zeiten

Link zum Artikel

23.05.2001: Oli Kahn hält im CL-Final gegen Valencia drei Elfmeter und wird endgültig zum Titan

Link zum Artikel

25.09.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

Link zum Artikel

28.05.1980: Underdog Nottingham überrascht Europa erneut und sorgt für eine kuriose Bestmarke

Link zum Artikel

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

Link zum Artikel

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

Link zum Artikel

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

Link zum Artikel

18.03.2003: Der FC Basel schafft gegen Juve nur die «kleine» Sensation – für die grosse fehlen dann doch vier Tore

Link zum Artikel

01.04.1998: Jauch und Reif lassen beim Torfall von Madrid jeden Aprilscherz alt aussehen

Link zum Artikel

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

Link zum Artikel

04.11.1992: Sion träumt von der Champions-League-Gruppenphase, kassiert trotz ansprechender Ausgangslage in Porto jedoch eine 0:4-Klatsche

Link zum Artikel

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel