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epa07811709 Inter's Romelu Lukaku (L) scores the 2-1 lead from the penalty spot during the Italian Serie A soccer match between Cagliari Calcio and Inter Milan at Sardegna Arena Stadium in Cagliari, Italy, 01 September 2019.  EPA/FABIO MURRU

Lukau sichert Inter den Auswärtssieg bei Cagliari. Die Heimfans decken ihn beim Penalty mit Affenlauten ein. Bild: EPA

Schon wieder Rassismus in der Serie A – Lukaku in Cagliari mit Affenlauten eingedeckt



Kaum in die Serie A gewechselt, hat Romelu Lukaku die dunkelste Seite des italienischen Fussballs zu spüren bekommen. Beim 1:2-Auswärtssieg gegen Cagliari erzielt der neue Inter-Stürmer den entscheidenden Treffer per Penalty. Während der Ausführung und insbesondere nach dem Tor wird der dunkelhäutige Belgier von den Cagliari-Anhängern aber mit Affenlauten eingedeckt.

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Also schon wieder ein rassistischer Vorfall in der Serie A und wieder ist es Cagliari, das negativ auffällt. Im April dieses Jahres wurde das damalige Juventus-Juwel Moise Kean im gleichen Stadion ebenfalls rassistisch beleidigt. Zuvor waren auch Blaise Matuidi, Sulley Muntari und Samuel Eto'o schon Opfer von rassistischen Beleidigungen geworden. Aber auch andere Klubs in der Serie A haben ein Rassismus-Problem.

Wie tief das Problem in Italien verwurzelt ist, zeigt sich an Leonardo Bonuccis Reaktion auf den damaligen Vorfall mit Kean. Er gab seinem Teamkollegen eine Mitschuld: «Ich denke, die Schuld ist 50:50 verteilt. Moise hätte nicht so jubeln sollen und die Curva hätte nicht so reagieren sollen. Wir sind Profis, wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und niemanden provozieren.»

Rund einen Monat nach dem Kean-Vorfall gab die Serie A bekannt, dass die Affenlaute keine Konsequenzen haben. Die Vorfälle seien zwar «zweifellos kritisierbar» und «verwerflich», sie hätten aber eine «objektiv begrenzte Relevanz», begründete die Liga. (abu)

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