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Liverpool's Xherdan Shaqiri, right, and Midtjylland's Frank Onyeka vie for the ball during the Champions League Group D soccer match between Liverpool and FC Midtjylland at Anfield stadium, in Liverpool, England, Tuesday, Oct. 27, 2020. (Phil Noble/Pool via AP)

Xherdan Shaqiri durfte mal wieder über 90 Minuten ran. Bild: keystone

Xherdan Shaqiris starker Auftritt und 5 weitere Highlights des CL-Abends

Der Champions-League-Abend bot mal wieder viele Highlights. Wir haben die besten Szenen und Momente vom Dienstag zusammengefasst.



Shaqiris starker Auftritt

Zum ersten Mal im Kalenderjahr 2020 durfte Xherdan Shaqiri gestern ein Pflichtspiel über 90 Minuten absolvieren. Gegen die Dänen aus Midtjylland durfte der Schweizer Nationalspieler im zentralen Mittelfeld ran und machte seine Sache gut. Mit seinem herrlichen Pass in die Tiefe leitete er das 1:0 durch Diogo Jota ein.

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Das 1:0 durch Jota. Video: streamable

Für Liverpool war der Treffer ein Jubiläum– es war das 10'000. Tor der Klubgeschichte.

Für seinen starken Auftritt erntete Shaqiri viel Lob. In den meisten englischen Gazetten erhielt er eine gute Benotung und gehörte zu den besten Spielern der Liverpooler.

«Eine ermutigende Leistung. Es sieht so aus, als könnte er über rechts oder als Mittelfeldspieler im weiteren Verlauf der Saison eine nützliche Option sein.»

thisisanfield.com bewertet Shaqiri mit einer 7/10.

«Eine starke Option und fähig, in wichtigen Momenten Qualität abzuliefern. Zeigte schnelle Füsse und arbeitete hart, man könnte nicht viel mehr verlangen.»

«Shaqiri konnte heute Abend glänzen. Er ist immer gefährlich mit seinen Füssen und seiner Übersicht um den Strafraum.»

«Man muss einen Mann schätzen, der ins Team kommt, und sich entscheidet, der beste Spieler der Welt zu sein.»

Immerhin 13,9% stimmten für Shaqiri als Mann des Spiels.

Das Duell der Herzensklubs

In der Liverpooler Gruppe kämpfen mit Ajax Amsterdam und Atalanta Bergamo zwei weitere Teams um den Einzug in den Achtelfinal, die für attraktiven, offensiven Fussball stehen. Ajax erspielte sich am Wochenende gegen VVV-Venlo mal eben einen 13:0-Rekordsieg, Atalanta hat in der neuen Saison mit 19 Toren aus 6 Spielen offensiv ebenfalls dort angeknüpft, wo es letzte Saison aufgehört hat.

Beide Klubs waren in den vergangenen Saisons sowas wie die Champions-League-Sieger der Herzen.

Nun wurde das Duell der beiden Mannschaften, die voraussichtlich hinter dem FC Liverpool um Rang 2 in der Gruppe kämpfen, heiss erwartet – und es hielt, was es versprach. Ajax dominierte die erste Halbzeit und erspielte sich eine 2:0-Führung – Atalanta steckte jedoch nicht auf und konnte durch zwei Tore von Duvan Zapata noch ausgleichen.

Ein Schmankerl der Partie:

Die Spielzusammenfassung:

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Video: YouTube/Swisscom blue Sport

Joao Felix stellt seine Klasse unter Beweis

Im Sommer 2019 wechselte Joao Felix für 127.20 Mio. Euro von Benfica Lissabon zu Atlético Madrid – er sollte dort den zu Barcelona abgewanderten Antoine Griezmann ersetzen. Dies gelang dem Portugiesen in der letzten Saison mit 9 Treffern in 36 Partien nur so mässig.

Gegen Salzburg zeigte der 20-Jährige aber seine Klasse bereits in der Startphase, als er mit einem herrlichen Seitfallzieher nur die Latte traf.

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Felix' Kabinettstückchen bleibt ohne Belohnung. Video: streamable

Es sollte aber doch noch der Abend des Joao Felix werden. So traf der Offensivmann in der 52. Minute zum 2:2-Ausgleich und in der 85. Minute zum wichtigen Siegtreffer. Nach der 0:4-Schmach gegen die Bayern ist Atlético dank dem Sieg auf Rang 2 der Gruppe A vorgestossen.

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Felix trifft zum 2:2. Video: streamja

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Der Siegtreffer von Felix. Video: streamja

Kimmich spielt im falschen Shirt

Bayern's Leon Goretzka, left, celebrates with team mate David Alaba after scoring his side's opening goal during the Champions League group A soccer match between Lokomotiv Moscow and Bayern Munich in Moscow, Russia, Tuesday, Oct. 27, 2020. (AP Photo/Maxim Shemetov, pool)

Bild: keystone

Na, fällt dir beim Trikot von Joshua Kimmich-Trikot etwas auf? Genau, das Telekom-Logo auf seiner Brust hat eine andere Farbe als bei seinen Teamkollegen. Da haben die Bayern-Verantwortlichen ihren Mittelfeldspieler in der ersten Halbzeit doch tatsächlich falsch eingekleidet. In der Pause bemerkten sie den Faux-Pas und tauschten sein Leibchen aus.

Ob es das Trikot war, welches Kimmich in der zweiten Halbzeit beflügelte? Wohl kaum. Da schreiben wir seinen 2:1-Siegtreffer in der 79. Minute lieber seiner stupenden Technik zu.

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Kimmich trifft zum Sieg für die Bayern. Video: streamja

Gladbach verdaddelt auch das zweite Spiel

Borussia Mönchengladbach kassiert auch im zweiten Spiel der Champions League den späten, bitteren Ausgleich. Gegen Inter Mailand traf Romelu Lukaku in der 90. Minute zum 2:2, gegen Real Madrid war es für die Borussia noch härter: Nachdem Marcus Thuram die Fohlen mit einem Doppelpack in Führung schoss, glichen die Madrilenen mit zwei späten Toren durch Benzema (87.) und Casemiro (93.) doch noch aus.

Eine Spielzusammenfassung kann man sich entweder bei den Kollegen von Bluesport gönnen oder die hämische Twitter-Timeline des Fums-Magazin nachlesen.

«Haha, Real ist so schlecht!»

«Wir sind die Geilsten!»

«Real hat keine Chance!»

«Weicheier sind sie auch noch!»

KarmaDer Fussballgott is a bitch

Die «Benzema-Taktik»

Karim Benzema erzielte den wichtigen Anschlusstreffer gegen Gladbach, dies nach starker Vorlage von Casemiro, der den Ball per Kopf schön zurücklegte.

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Der Anschlusstreffer von Benzema. Video: streamja

Hat das Benzema gefordert? Gut möglich. Bilder aus den Katakomben zeigen den Franzosen nämlich, wie er in der Halbzeit mit Teamkollege Ferland Mendy spricht: «Spiel zu mir, beim Leben meiner Mutter. Er (gemeint ist Vinicius, der direkt daneben steht) spielt gegen uns.»

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Der fiese Spruch gegen Vinicius. Video: streamable

Ob Benzema das tatsächlich so gesagt hat, oder ob es Mendy war, ist auf den Bildern schwer zu erkennen. In einem etwas längeren Video ist auch zu sehen, wie Benzema auf dem Platz noch Taktiken mit Vinicius bespricht.

Erfreuen wird es die PR-Abteilung von Real Madrid aber dennoch nicht. Bereits am vergangenen Wochenende wurde Isco dabei aufgenommen, wie er sich über Trainer Zidane beschwerte, weil ihm dieser zu wenig Spielzeit gebe.

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