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epa08300426 (FILE) - UEFA president Aleksander Ceferin (R) and London mayor Sadiq Khan (L) during the unveiling of the UEFA EURO 2020 tournament and the host city logo in the City Hall in London, Britain, 21 September 2016 (re-issued on 17 March 2020). The UEFA EURO 2020 has been postponed to 2021 amid the coronavirus COVID-19 pandemic, the Norwegian Football Association (NFF) announced on 17 March 2020.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA *** Local Caption *** 53029913

Das Ziel ist klar: Der Weg soll an die EURO 2020 führen. Bild: EPA

Letzte vier EM-Tickets zu vergeben – wer erfüllt sich den grossen Traum?



Rund 20 Monate nach dem ersten Qualifikationsspiel für die ins kommende Jahr verschobene EM 2020 werden heute die letzten vier Tickets für das Turnier vergeben. In den vier Finals der Nations-League-Playoffs wird in nur einem Spiel über Sein oder Nichtsein entschieden. Debütanten, Langzeit-Abwesende und Überraschungsteams der Vergangenheit – das grosse Finale der EM-Qualifikation hat so einiges zu bieten.

Weg D

Georgien – Nordmazedonien (in Tiflis)

Sowohl Nordmazedonien mit dem 37-jährigen Altstar Goran Pandev und dem Ex-Luganese Ezgjan Alioski als auch Georgien profitieren von der neu geschaffenen Möglichkeit, sich über die Nations League für die auf 32 Mannschaften aufgestockte EM-Endrunde zu qualifizieren. Beide wären erstmals an einem grossen Turnier dabei.

Die beiden Teams kennen sich bereits gut. Sie belegten in der Gruppe 2 der Liga C punktgleich die Ränge 1 (Nordmazedonien) und 2. Beide Direktduelle gingen 1:1 aus. Der Sieger des Duells wird an der Endrunde die Gruppe mit den Niederlanden, der Ukraine und Österreich komplettieren.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams hat auch heute noch Auswirkungen, da Mazedoniens Stammtorhüter Stole Dimitrievski vom spanischen Zweitligisten Rayo Vallecano wegen einer im Oktober eingehandelten Roten Karte für das Entscheidungsspiel gegen Georgien gesperrt ist. Doch auch bei Georgien wird ein wichtiger Mann fehlen: Khvicha Kvaratskhelia. Der 19-jährige Mittelfeldspieler von Rubin Kazan wurde wie Nationalmannschaftskollege Levan Shengelia positiv auf das Coronavirus getestet. Der Russland-Legionär erzielte im Oktober den Führungstreffer gegen Nordmazedonien.

Weg C

Serbien – Schottland (in Belgrad)

Schottland hat gegen Serbien die Chance, ein langjähriges Trauma zu beenden. Die «Bravehearts» nahmen zuletzt 1998 an einer Endrunde teil, in der Zwischenzeit stehen zehn misslungene Qualifikationen zu Buche. Immerhin stimmen die letzten Ergebnisse der Schotten optimistisch. Die Mannschaft von Steve Clark hat die letzten acht Länderspiele nicht verloren, sechs davon gewonnen.

Während das schottische Kader nicht mit Stars gespickt ist, stehen im Kader der Serben neben FCB-Goalie Djordje Nikolic gleich sechs Italien-Legionäre. Diese mussten wegen den Reisebeschränkungen aber fluchtartig das Land verlassen, um beim Playoff-Final dabei sein zu können. Inter Mailands Aleksandar Kolarov und Lazios Sergej Milinkovic-Savic sind mit Privatjets ausgeflogen, kurz bevor der von lokalen Behörden verordnete Lockdown griff.

Sollte sich Serbien für die EM qualifizieren, erwartet im kommenden Jahr ausgerechnet Glasgow die Gastgeberrolle für ein höchst brisantes Spiel: Serbien und Kroatien, in den 1990er-Jahren Kriegsgegner, würden am letzten EM-Gruppenspieltag in Schottland aufeinandertreffen. Mehrere politisch brisante Spiele hat die UEFA in der Vergangenheit ausgeschlossen, Serbien gegen Kroatien gehört nicht dazu. Die weiteren Gruppengegner wären England und Tschechien.

Serbia's Aleksandar Mitrovic reacts after missing a chance to score during the UEFA Nations League soccer match between Turkey and Serbia in Istanbul Wednesday, Oct. 14, 2020. The match ended 2-2 draw.(AP Photo)

Die serbischen Hoffnungen ruhen auf Aleksandar Mitrovic, der in seinen letzten 18 Länderspielen 19 Tore erzielt hat. Bild: keystone

Weg B

Nordirland – Slowakei (in Belfast)

Zweimal hat sich die Slowakei schon für ein grosses Turnier qualifizieren können (WM 2010 und EM 2016), gegen Nordirland will man sich nun die dritte Teilnahme sichern. Doch die Vorzeichen stehen nicht gerade gut: Zwar gewann das Team um Captain Marek Hamsik den Halbfinal gegen Irland im Elfmeterschiessen, zuletzt holte man aus neun Spielen aber nur einen Sieg. Deshalb trennte sich der Verband von Trainer Pavel Hapal, nun soll es Interimscoach Stefan Tarkovic richten.

Sollte Nordirland die Qualifikation schaffen, wäre die Mannschaft bei der EM für zwei Spiele das «Heimteam» im benachbarten Dublin. Kurze Wege also. Die Nordiren, die der Nati in den WM-Playoffs 2017 alles abverlangten, sind allerdings auch nicht gerade in Topform. Im Playoff-Halbfinal gewann man gegen Bosnien erst im Elfmeterschiessen. Betrachtet man dieses Spiel als Unentschieden, ist Nordirland seit sieben Spielen sieglos. Die Gegner an der EM würden Spanien, Schweden und Polen heissen.

Weg A

Ungarn – Island (in Budapest)

Beide Teams konnten an der letzten EM in Frankreich positiv überraschen. Ungarn marschierte bei der ersten Teilnahme seit 1972 bis in den Achtelfinal, Island schaffte es dank eines Überraschungserfolgs gegen England gar bis in den Viertelfinal. Doch von der Euphorie von damals ist nicht mehr viel übrig. In der Nations League haben die «Wikinger» in vier Spielen noch keinen Punkt geholt.

Ungarn dagegen zeigte zuletzt starke Leistungen: Im Playoff-Halbfinal gab es ein klares 3:1 gegen Bulgarien, in der Nations League feierten die «Magyaren» Auswärtssiege in Serbien und der Türkei. Bei den Ungarn fehlt Trainer Marco Rossi wegen eines positiven Corona-Tests, dafür steht mit Akos Kecskes vom FC Lugano ein Super-League-Spieler im Kader. Für ihn und seine Ungarn wären bei der EM in der Hammgruppe mit Deutschland, Frankreich und Portugal zwei Heimspiele in Budapest möglich. (pre/sda)

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