Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Schiedsrichter Tschudi hat besten Blick auf die Szene und gibt Penalty für St.Gallen, den er dann zurücknimmt. bild: srf

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Luzern wird in St.Gallen über den Videoschiedsrichter gehadert. Der verweigerte den Ostschweizern einen Penalty. Eine Tatsache, welche die Liga rückblickend als Fehler einstuft.



Eine gute Viertelstunde ist im Auftaktspiel der neuen Saison zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Luzern gespielt, als Axel Bakayoko im Luzerner Strafraum nach einem Zweikampf mit Lazar Cirkovic zu Boden geht. Der perfekt positionierte Schiedsrichter Lionel Tschudi gibt Penalty für die St.Galler.

abspielen

Die umstrittene Szene ab 0:47 Minuten. Video: YouTube/SRF Sport

Doch dann nimmt er seinen Entscheid zurück, nachdem ihm der Videoschiedsrichter (VAR) empfohlen hat, sich die Szene nochmals am Bildschirm anzuschauen. Es sei die für die Schiedsrichter schwierigste des Wochenendes gewesen, schreibt die Swiss Football League.

Dass der VAR den Schiedsrichter zur Betrachtung der TV-Bilder aufgefordert habe, sei nicht im Sinne des VAR-Projekts. «Denn einerseits lassen die Bilder zwar keinen Kontakt erkennen – was mehr für eine Simulation/Schwalbe spricht. Andererseits ist aber auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Fernsehbilder auch nicht völlig auszuschliessen, dass Bakayoko von seinem Gegenspieler, der mit hohem Risiko zum Ball ging, getroffen wurde.»

Im Klartext: Es ist eine 50:50-Entscheidung, den Penalty zu geben oder eben nicht. Deshalb hält die Liga fest:

«Es handelt sich nicht um einen klaren und spielentscheidenden Fehler. Die Intervention des VAR hätte unterbleiben müssen.»

Denn der Videoschiedsrichter in einem Bürogebäude in Volketswil darf nur bei klaren, offensichtlichen Fehlentscheiden des Refs einschreiten.

Insgesamt bilanziert Dani Wermelinger, der Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter, jedoch: «Sehr vieles klappte bereits in der ersten Runde sehr gut.» Liga und Verband freuen sich auch darüber, dass aus technischer Sicht alles einwandfrei geklappt hat am Startwochenende. (ram)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die letzte Woche der Tour de France 2019

Was uns das Flugpersonal EIGENTLICH sagen will

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

27 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Meitlibei
23.07.2019 07:51registriert March 2015
Ganz ehrlich, wenn durch das VAR die sterbenden Schwäne aussterben bzw.
zukünftig verhindert werden, dann darf noch viel öfters eingegriffen werden.
17639
Melden
Zum Kommentar
neutrino
23.07.2019 07:52registriert May 2017
Eher kein Penalty, aber auch nicht zwingend Schwalbe. Der Luzerner geht ja mit beiden Beinen gestreckt voran in den Zweikampf - wenn Bakayoko nichts macht, ist er schlichtweg verletzt. Jeder Fussballer antizipiert da den Kontakt und springt ab.
Klar soll man Schwalben bestrafen - aber wo es um leichte Zupfer oder leichte Kontakte geht und dann theatralisch gefallen wird.
11214
Melden
Zum Kommentar
felixJongleur
23.07.2019 07:54registriert December 2014
Gut kommuniziert von der Liga, kann nun wohl endlich abgehakt werden - bis zur nächsten Runde. Naja, die Medien freuts. Als Zuschauer unglaublich mühsam, bei jeder knappen Szene muss man damit rechnen, dass dieses Theater wieder losgeht.
9216
Melden
Zum Kommentar
27

Kanton Bern rüffelt YB wegen Chaos vor Stadion: «Da gibt es keinen Spielraum»

Abstand halten unmöglich: Am ersten Spieltag mit viel Publikum drängten sich YB-Fans am Sonntag zu Hunderten dicht an dicht vor den Eingängen. Der Kanton pocht auf die Umsetzung des Schutzkonzeptes. Die Young Boys gehen über die Bücher.

Von der Bratwurst-Ausgabe bis zum Toilettengang: Bis ins letzte Detail haben Fussball- und Hockeyclubs Corona-Schutzkonzepte ausgearbeitet, um nach acht Monaten Zwangspause wieder Spiele vor vielen Zuschauern zu ermöglichen.

Die Szenen, die sich am Sonntagnachmittag in Bern vor dem Stadion Wankdorf abspielten, dürften Gesundheitsminister Alain Berset nicht gefallen haben. Rund 40 Minuten vor Anpfiff des Superleague-Spiels Young Boys gegen Vaduz drängten sich bei den Sektoren C/D hunderte …

Artikel lesen
Link zum Artikel