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Tottenham Hotspur forward Son Heung-Min, right, celebrates as Manchester City players react after the Champions League quarterfinal, second leg, soccer match between Manchester City and Tottenham Hotspur at the Etihad Stadium in Manchester, England, Wednesday, April 17, 2019. (AP Photo/Jon Super)

Die Spurs feiern, ManCity ist geschlagen – was war das für ein Drama! Bild: AP

Darum verpassten SRF-Zuschauer das Riesenspektakel zwischen ManCity und Tottenham



Da darf man ruhig mal Superlative herausholen. Was Manchester City und Tottenham gestern Abend im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals zeigten, war grandios, bombastisch, episch. 2:2 schon nach elf Minuten, 4:3 am Ende – und ein Treffer in der 93. Minute zum 5:3, der ManCity weitergebracht hätte, durch den VAR annulliert.

Niemand hätte wohl erwartet, dass die Partie in Manchester gleich derart spektakulär wird. Aber die Ausgangslage war vielversprechend, nachdem Tottenham das Heimspiel 1:0 gewonnen hatte und die «Citizens» deshalb siegen mussten. Sie war jedenfalls spannender als der andere Viertelfinal, wo Liverpool mit einer 2:0-Führung im Gepäck nach Porto gereist war.

Und welche Partie zeigte das SRF den Deutschschweizer Zuschauern im Free-TV? Porto gegen Liverpool.

Das sorgte für Unverständnis. Weshalb bloss entschied man sich im Leutschenbach dafür, Reporter Dani Kern ins Estádio do Dragão zu schicken anstatt ins Etihad Stadium, 1500 Kilometer weiter nördlich?

Mit Shaqiri mitfiebern

Das SRF reagierte noch während der Übertragung auf die Fragen empörter Fussballfans. Die SRG – mit Sendern in der Deutsch-, der West- und der Südschweiz – habe in der Champions League das Recht, jeweils ein Livespiel am Mittwoch auszuwählen und auszustrahlen, schrieb das SRF auf Twitter. Die drei Schweizer Sender hofften natürlich, einen Nati-Star zeigen zu können. «Für das Viertelfinal-Rückspiel zwischen Porto und Liverpool spricht unter anderem der Schweizer Bezug mit Xherdan Shaqiri», heisst es weiter.

Ärgerlich für die SRG, dass der Offensivspieler derzeit bei Liverpools Trainer Jürgen Klopp überhaupt keine Rolle spielt. Shaqiri kam auch gestern nicht zum Einsatz, obwohl das Weiterkommen Liverpools früh klar war. Am Ende siegten die «Reds» 4:1 und zogen mit dem Gesamtskore von 6:1 in die Halbfinals ein, wo Lionel Messi und der FC Barcelona warten.

Highlights kurz nach Spielschluss

Immerhin sahen die SRF-Zuschauer unmittelbar nach der Live-Partie eine ausführliche Zusammenfassung des Spiels in Manchester. Es war der Service, an den man sich zwischen Romanshorn und Genf jahrelang gewöhnt hatte – bis die SRG im Rechte-Poker nicht mehr mitmachte und gegen den Bezahlsender Teleclub den Kürzeren zog. Blöd nur, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits nach 23 Uhr war, weil die Champions-League-Spiele neuerdings ja noch später (um 21 Uhr statt wie früher um 20.45 Uhr) angepfiffen werden.

Es gibt Alternativen

Die Halbfinals – im anderen trifft Tottenham Hotspur auf Ajax Amsterdam – sind von der UEFA noch nicht terminiert worden. Es ist anzunehmen, dass von beiden Begegnungen je eine Partie an einem Dienstag und die andere an einem Mittwoch stattfindet. So können SRF-Zuschauer von beiden Halbfinals jeweils ein Spiel sehen – und müssen darauf hoffen, dass das Rückspiel, das ihnen gezeigt wird, noch spannend ist.

Ansonsten hilft der Griff zum Portemonnaie, wie ihn sich dieser watson-User gestern im Liveticker des 4:3-Wahnsinns in Manchester überlegte:

Bild

Wer das Geld für den Teleclub lieber anderswo ausgeben möchte, der kann sich künftig an Champions-League-Abenden durch die Sender zappen. Gestern übertrug die italienische Rai 1 nämlich Manchester City gegen Tottenham. Und dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit, im Internet nach einem illegalen Piraten-Stream zu suchen.

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