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epa07618969 Liverpool players celebrate after the UEFA Champions League final between Tottenham Hotspur and Liverpool FC at the Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, 01 June 2019.  EPA/Rodrigo Jimenez

Die Liverpool-Spieler realisieren, dass sie die Champions League gewonnen haben. Bild: EPA/EFE

Liverpool auf dem Thron Europas – und Xherdan Shaqiri ist (beim Feiern) mittendrin

Liverpool mit dem Schweizer Xherdan Shaqiri hat zum sechsten Mal den wichtigsten Klubwettbewerb Europas gewonnen. Die von Jürgen Klopp trainierten «Reds» setzten sich im Champions-League-Final in Madrid gegen Tottenham Hotspur 2:0 durch.



Liverpool mit dem Schweizer Xherdan Shaqiri hat zum sechsten Mal den wichtigsten Klubwettbewerb Europas gewonnen. Die von Jürgen Klopp trainierten «Reds» setzten sich im Champions-League-Final in Madrid gegen Tottenham Hotspur 2:0 durch.

Am Ende konnten die rund 30'000 Liverpool-Fans den Sieg doch noch in vollen Zügen geniessen. In der Nachspielzeit stimmten sie ihr «You'll never walk alone» an, nachdem sie zuvor 87 Minuten gehofft und gebangt hatten, ehe sie Origi erlöste. Der Belgier hatte bereits beim spektakulären 4:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona zwei Treffer erzielt.

Das Handspiel von Sissoko und der Penalty-Treffer durch Salah

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Handspiel von Sissoko – Penalty oder nicht?

Das 2:0 durch Origi:

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Die Partie im Estadio Metropolitano hatte erst in der Schlussphase so richtig Fahrt aufgenommen. Mit der Niederlage vor Augen begann Tottenham in seinem ersten Final in der Königsklasse mehr zu riskieren. Und prompt erspielten sich die Londoner auch Torchancen, nachdem Liverpools Keeper Alisson 75 Minuten kaum einzugreifen hatte.

Den Anfang der Schlussoffensive der Spurs machte Dele Alli mit einem Kopfball (79.), eine Minute später bot sich Son Heung-Min und Lucas Moura eine Doppelchance. Der Brasilianer Moura avancierte aber nicht noch einmal zum Held der Spurs, nachdem er im Halbfinal mit dem Hattrick beim 3:2 in Amsterdam das Team von Mauricio Pochettino fast im Alleingang in den Final geschossen hatte.

Immerhin 8 Paraden musste Liverpool-Goalie Alisson zeigen.

Die rasante Schlussphase entschädigte für vieles in einer Partie, die den Erwartungen lange Zeit nicht gerecht worden war. Schon nach gut 100 Sekunden hatte Liverpool den Vorteil auf seiner Seite. Noch nicht einmal 25 Sekunden waren gespielt, als eine Flanke von Sadio Mané im Strafraum den ausgestreckten Arm von Moussa Sissoko berührte und Schiedsrichter Damir Skomina auf den Penaltypunkt zeigte.

Mohamed Salah liess sich die Chance nicht entgehen und brachte den Favoriten souverän in Führung. Vor einem Jahr war der Ägypter noch der tragische Held des Finals gewesen, als er nach einem harten Tackling von Sergio Ramos das Feld nach einer halben Stunde verletzt verlassen musste. Nun erzielte er nach Paolo Maldini 2005 das zweitschnellste Tor in einem Final.

Liverpool's Mohamed Salah, right, celebrates after scoring his side's opening goal during the Champions League final soccer match between Tottenham Hotspur and Liverpool at the Wanda Metropolitano Stadium in Madrid, Saturday, June 1, 2019. (AP Photo/Felipe Dana)

Salah jubelt über seinen Führungsterffer. Bild: AP/AP

So verheissungsvoll die Partie begonnen hatte, so wenig Unterhaltung boten die folgenden gut 60 Minuten. Die Rasanz und das Tempo aus dem Premier-League-Alltag fehlte über weite Strecken, es war zu spüren, dass es für beide Teams um sehr viel ging. Vor allem Liverpool agierte ungewohnt passiv und überliess die Initiative mehrheitlich dem Gegner. Das aggressive Pressing wurde nur punktuell praktiziert, dass die beiden lange Zeit einzigen gefährlichen Abschlussversuche von den Aussenverteidigern Alexander-Arnold (20.) und Robertson (38.) kamen, war sinnbildlich. Noch weniger brachte Tottenham zu Stande, der letzte Pass kam praktisch kaum an.

Der gefährlichste Akteur auf Seiten der Spurs war Son Heung-Min, der vor allem im Viertelfinal gegen Manchester City massgeblichen Anteil am Weiterkommen hatte. Kaum sich in Szene setzen konnte sich Harry Kane. Für den Captain der englischen Nationalmannschaft war es der erste Einsatz seit dem 9. April und dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester City, als er sich eine Knöchelverletzung zuzog. Ein Kopfball nach knapp einer Stunde, der weit über das Tor flog, war die auffälligste Aktion des Mittelstürmers.

Klopps Premiere, Shaqiris zweiter Titel

Baumeister des Liverpooler Erfolgs ist Jürgen Klopp. Der 51-jährige Deutsche gewann erstmals den wichtigsten Titel im Klubfussball, nachdem er mit Borussia Dortmund 2013 im Wembley Bayern München und im letzten Jahr mit Liverpool in Kiew Real Madrid unterlegen war. Für Klopp war es auch die erste Trophäe in knapp vier Saisons als Trainer von Liverpool, womit er eine persönliche Negativserie von sechs Finalniederlagen in Folge beendete.

Liverpool coach Juergen Klopp gestures at the end of the Champions League final soccer match between Tottenham Hotspur and Liverpool at the Wanda Metropolitano Stadium in Madrid, Saturday, June 1, 2019. (AP Photo/Armando Franca)

Ein gerührter Jürgen Klopp. Bild: AP/AP

Ein Novum schaffte Xherdan Shaqiri, der nicht eingesetzt wurde. Als erster Schweizer gewann der 27-jährige im Kosovo geborene Basler den wichtigsten Klubwettbewerb zum zweiten Mal. 2013 bei Bayern München war er allerdings ebenfalls nicht zum Einsatz gekommen. Neben Shaqiri gewannen nur Stéphane Chapuisat und Ciriaco Sforza den Titel in der Königsklasse. (zap/sda)

Das Telegramm

Tottenham Hotspur - Liverpool 0:2 (0:1)
Metropolitano, Madrid. - 67'000 Zuschauer. - SR Skomina (SLO). -
Tore: 2. Salah (Handspenalty) 0:1. 87. Origi 0:2.
Tottenham: Lloris; Trippier, Alderweireld, Vertonghen, Rose; Sissoko (74. Dier), Winks (66. Lucas Moura); Eriksen, Alli (82. Llorente), Son; Kane.
Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold, Matip, Van Dijk, Robertson; Henderson, Fabinho, Wijnaldum (62. Milner); Salah, Firmino (58. Origi), Mané (90. Gomez).
Bemerkungen: Tottenham komplett, Liverpool ohne Keïta (verletzt) und Shaqiri (Ersatz). Keine Verwarnung. (sda)

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Die Fans von Liverpool und Tottenham vor dem CL-Finale

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Die Fans von Liverpool und Tottenham vor dem CL-Finale
quelle: epa/efe / eduardo oyana
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Kommentar

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