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epa09147789 Chelsea fans stage a demonstration against the European Super league before the English Premier League soccer match between Chelsea FC and Brighton & Hove Albion FC in London, Britain, 20 April 2021. In the early hours of 19 April 2021 twelve European soccer clubs, AC Milan, Arsenal FC, Atletico de Madrid, Chelsea FC, FC Barcelona, FC Internazionale Milano, Juventus FC, Liverpool FC, Manchester City, Manchester United, Real Madrid CF and Tottenham Hotspur have announced the creation of a Super League which would rival the excisting UEFA club competitions and has been strongly condemned by the UEFA.  EPA/NEIL HALL

Chelsea-Fans protestieren vor dem Premier-League-Spiel gegen Brighton gegen die Super League – offenbar mit Erfolg. Bild: keystone

Die Super League löst sich in Luft auf – alle Premier League Teams steigen aus



Kaum ist die neue Super League beschlossene Sache, zerbricht sie bereits wieder in ihre Einzelteile. Wie die englische BBC berichtete, plante Chelsea keine zwei Tage nach der Verkündung des neuen Fussball-Megaprojekts als erster Klub den Ausstieg. Die Verantwortlichen der «Blues» hätten am frühen Dienstagabend entsprechende Unterlagen vorbereitet, um den äusserst umstrittenen Zusammenschluss europäischer Spitzenklubs zu verlassen.

Und Chelsea war mit dieser Absicht nicht allein: Nach zahlreichen Gerüchten machte Manchester City am späten Dienstagabend schliesslich ernst und verkündete den endgültigen Ausstieg. In einem kurzen Statement auf der Vereinswebsite distanzierte sich der designierte Champion der Premier League von einer Teilnahme an der Super League.

Auch Arsenal kündigte am Dienstagabend an, sich aus der Super-League zurückziehen zu wollen. Auf Twitter schrieb der Club: «Wir haben einen Fehler gemacht und bitten um Verzeihung.»

Wenige Minuten später kündigten auch die restlichen Premier-League-Klubs an, nicht mehr mitmachen zu wollen.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin begrüsste den City-Rückzug umgehend: «Ich freue mich sehr, City wieder in der europäischen Fussballfamilie begrüssen zu dürfen», liess er sich in einem Statement zitieren. «Sie haben grosse Intelligenz gezeigt, indem sie auf die vielen Stimmen – insbesondere auf ihre Fans – gehört haben. [...] Wie ich auf dem UEFA-Kongress sagte, braucht es Mut, einen Fehler zuzugeben, aber ich habe nie daran gezweifelt, dass sie die Fähigkeit und den gesunden Menschenverstand hatten, dies einzugestehen.»

Doch nicht nur englische, sondern auch andere Gründungsmitglieder planen offenbar den Ausstieg. Wie spanische Medien berichten, wollen sich auch Atlético Madrid und der FC Barcelona aus der Super League zurückziehen.

Da freut sich einer:

Später kamen auch noch Meldungen über einen geplanten Rückzug von Arsenal und Manchester United hinzu. Dort sollen die Fan-Proteste auch zum Rücktritt Geschäftsführer Ed Woodward geführt haben. Zwar bestätigten die «Red Devils» Woodwards Abgang auf Ende Jahr, liessen im Communiqué aber offen, ob die Proteste zum Rücktritt führten. Berichte über einen Abgang von Juve-Präsident Andrea Agnelli erwiesen sich als Falschmeldung.

Wie das Portal «talkSPORT» meldet, wollen sich die Verantwortlichen der zwölf Super-League-Klubs am Dienstagabend ab 23.30 Uhr besprechen und die «Exit-Strategie» festlegen. Barça-Präsident Joan Laporta äusserte sich gegenüber dem TV-Sender «TV3» am frühen Abend wie folgt: «Barça wird der Super League nicht beitreten, solange nicht die Fans dafür gestimmt haben. Es ist deren Klub, also ist es auch deren Entscheidung.»

Cech muss Chelsea-Fans beruhigen

Vor der Ausstiegswelle protestierten rund 1000 Chelsea-Fans vor dem Premier-League-Spiel gegen Brighton & Hove Albion vor der Stamford Bridge gegen die Super-League-Pläne ihres Klubs. Sie zündeten Feuerwerkskörper, zeigten selbstgebastelte Protestschilder und skandierten Sprüche gegen die neue, zwölfköpfige Superliga und deren Initiator Florentino Perez. Ausserdem wurde verhindert, dass der Teambus zum Stadion fahren konnte.

Klubberater Peter Cech, der jahrelang als Keeper zwischen den Chelsea-Pfosten stand, versuchte die erhitzten Gemüter zu beruhigen und sprach zu den aufgebrachten Fans: «Gebt allen Zeit, die Dinge zu klären», rief der Tscheche den Fans zu.

Als dann die Meldung die Runde machte, dass sich Chelsea wohl aus der Super League zurückziehen werde, feierten die Fans das, als hätten die «Blues» gerade einen grossen Titel gewonnen. Wenig später zog der Mob schliesslich weiter. (pre)

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Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

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