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Bayern Munich's Philipp Lahm (L) slips as he takes a penalty after extra time and misses, during their German Cup (DFB Pokal) semi-final soccer match against Borussia Dortmund in Munich, Germany April 28, 2015.             REUTERS/Michael Dalder (GERMANY  - Tags: SPORT SOCCER) DFB RULES PROHIBIT USE IN MMS SERVICES VIA HANDHELD DEVICES UNTIL TWO HOURS AFTER A MATCH AND ANY USAGE ON INTERNET OR ONLINE MEDIA SIMULATING VIDEO FOOTAGE DURING THE MATCH.

Der Anfang vom Ende: Philipp Lahm rutscht beim ersten Elfmeter aus und verschiesst. Bild: MICHAEL DALDER/REUTERS

Unglaublicher Penalty-Krimi bei Bayern gegen Dortmund: «Es kann ja passieren, dass man einmal ausrutscht ...»

Was für ein Spiel, was für eine Ende! Bayern München verliert den DFB-Pokal-Halbfinal gegen Borussia Dortmund, weil sie im Elfmeterschiessen total versagen. Das sagen die Beteiligten. 



Philipp Lahm steht die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben, als er kurz nach Spielende bei der ARD zum Interview antraben muss. «Es kann ja passieren, dass man einmal ausrutscht, aber so etwas in einem Halbfinale ist extrem bitter. Ich rutsche aus, Xabi rutscht aus. Es gibt sicher bessere Momente auszurutschen als im Elfmeterschiessen», sagt der Bayern-Captain.

So etwas hat auch er noch nicht erlebt. 1:3 verlieren die Bayern nach Elfmeterschiessen, obwohl sie die Partie bis in die 75. Minute dominiert hatten, 1:0 führten und dann doch verloren. Weil sie keinen einzigen ihrer vier Versuche im tragikomischen Elfmeterschiessen im Tor von BVB-Keeper Mitchell Langerak unterbringen können.

Eingreifen muss dieser nur einmal – beim Schuss auf Torhüter-Höhe von Mario Götze. Lahm und Xabi Alonso rutschen beide mit dem Standbein weg und setzen den Ball am Tor vorbei. Auch Manuel Neuer scheitert kläglich.

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Lahm macht den Auftakt und rutscht aus.  gif: ard

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Alonso passiert das nächste Missgeschick, nachdem Gündogan für den BVB getroffen hat. gif: ard

 «Wenn die Bayern kein Elfmeterschiessen können, dann müssen sie es mehr üben.»

BVB-Spieler Sebastian Kehl nach der Partie.

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Nach Kehls Treffer steht Götze unter Druck. Auch er scheitert. gif: ARd

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Weil Neuer den Versuch von Hummels hält, darf er selbst ran und hämmert den Ball an die Latte. gif:ard

Für BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt es nach dem letzten Elfmeter von Neuer kein Halten mehr. Wie von der Tarantel gestochen sprintet er aufs Feld, vorbei am verdutzten Bayern-Trainer Pep Guardiola, auf seine Jungs zu. Erstmal richtig feiern!

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Klopps Lauf über den halben Platz. gif: ard

«Das war ein Höllenspiel», sagt er, als er wieder Luft kriegt. «Beide Mannschaften haben alles gegeben. Bayern war in der ersten Halbzeit sicherlich überlegen, aber wir haben uns den Ausgleich in der zweiten Halbzeit mehr als verdient. Es sollte heute sein! Jetzt sind wir weiter und fertig.»

Guardiola ist nach der Partie sichtlich verstimmt. Mit den Händen in den Hosentaschen steht er nach Spielschluss einfach nur da. Schaut dem sprintenden Klopp nach. Trotzig versucht er danach im Interview das Positive herauszustreichen: «Wir haben alles getan, ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben das System gewechselt, hatten dann kurz einige Probleme. Beim Elfmeterschiessen waren wir ein bisschen müde.»

Zufrieden sieht Guardiola aber vor allem in der Schlussviertelstunde der regulären Spielzeit nicht aus. Den Bayern wird kurz nach Robert Lewandowskis Lattenknaller ein Hand-Elfmeter verwehrt, dann fällt aus dem Nichts der Ausgleich durch Pierre-Emerick Aubameyang. Der sonst so besonnene Bayern-Trainer durchlebt dabei die ganze Bandbreite der Emotionen. 

Der wütende und der liebende Guardiola. video: vine

Der spanische Coach haderte auch mit Schiedsrichter Peter Gagelmann, der ihnen vor dem Penaltyschiessen zwei Elfmeter verwehrt hatte. «Mit den Elfmetern haben wir heute kein Glück gehabt, insofern hätte das eh nicht funktioniert», bemerkte Neuer mit Galgenhumor. 

Als fatal stellt sich heraus, dass Guardiola den sicheren Elfmeterschützen Thomas Müller kurz nach dem Dortmunder Ausgleich vom Feld nimmt. Es erinnert ein wenig an Köbi Kuhns Auswechslung von Alex Frei im WM-Achtelfinal gegen die Ukraine, als die Schweiz danach im Penaltyschiessen ebenfalls keinen Treffer landen konnte. 

Müller macht seinem Trainer allerdings keinen Vorwurf. «Wir haben für eine Viertelstunde die Struktur verloren, Dortmund hat ein paar gefährliche Situationen und macht daraus das Tor», analysiert er sachlich. «Ein katastrophaler Abend für uns. Wir gehen als Verlierer nach Hause und das kotzt mich an. Wenn man bei den ersten beiden Elfmetern ausrutscht, was willste dann machen?»

Die Antwort ist simpel: Guardiola hatte unlängst gesagt, dass für einen Verein wie die Bayern nur das Triple zählt. Um ihre Saison trotz Meistertitel zu retten, müssen die Münchner nun die Champions League gewinnen. 

Woher die Bayern-Spieler stammen (seit 1963)

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