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epa08797882 Young Boys' Michel Aebischer (C) and teammate  Gianluca Gaudino (R) fight for a ball during a training session one day prior to the UEFA Europa League group stage group A soccer match between Switzerland's BSC Young Boys Bern and Bulgaria's CSKA Sofia, at the Wankdorf stadium in Berne, Switzerland, 04 November 2020.  EPA/PETER KLAUNZER

Die Young Boys während dem Training vor der Partie gegen CSKA Sofia. Bild: keystone

Hoffnung oder Ernüchterung? Für YB steht das wegweisende Heimspiel gegen CSKA Sofia an



Mit einem Heimspiel gegen CSKA Sofia beschliessen die Young Boys am Donnerstagabend das halbe Pensum der Europa-League-Gruppenphase. Der Ausgang des Spiels wird auch darüber entscheiden, was die ersten zwei Auftritte wert waren.

Wer nach einem griffigen Fazit für den Start der Young Boys in diese Europacup-Kampagne sucht, wird in einer Aussage von Christian Fassnacht fündig. «Ein Punkt ist besser als nichts», sagte der YB-Angreifer nach dem 1:1 beim rumänischen Meister Cluj am letzten Donnerstag. Dabei sind nicht Fassnachts Worte das eigentlich Bemerkenswerte, sondern das, was der 26-Jährige nicht sagte. Was ist von den beiden Gruppenspielen des Schweizer Double-Gewinners in der Europa League geblieben ausser dem einen Punkt? Ein bisschen Hoffnung und etwas Ernüchterung.

Die Berner haben aus einem happigen Startprogramm mit dem Heimspiel gegen Gruppenfavorit Roma und der Auswärtspartie im Norden Rumäniens einen Punkt mitgenommen. Darauf lässt sich aufbauen. Mut schöpfen kann Trainer Gerardo Seoane aus der Tatsache, dass sich sein Team beim Auftakt im Wankdorf während über einer Stunde mit einem Serie-A-Klub auf Augenhöhe befand, ehe es 1:2 verlor. Und ein bisschen auch aus diesem 1:1 in Cluj-Napoca, bei dem YB nicht überzeugte, aber doch punktete.

Young Boys' Fabian Lustenberger, center, left, shakes hands with CFR's Mateo Susic at the end of the Europa League, Group A, soccer match between CFR Cluj and Young Boys at the Constantin Radulescu Stadium in Cluj, Romania, Thursday, Oct. 29, 2020. (AP Photo/Raed Krishan)

Glänzen konnte YB gegen Cluj nicht, punkten schon. Bild: keystone

Vor ihrem dritten Einsatz in der Europa League erleben die Berner Gemüter Ähnliches wie die Gaumen der Gäste zuweilen in der Haute Cuisine: Sie erfahren ein Potpourri an Gefühlswelten, die im ersten Moment nicht richtig zueinander passen wollen, sich aber doch ergänzen. Ein bisschen Hoffnung und etwas Ernüchterung eben, so verhält es sich mit diesem 1:1. Der Wert des Resultats wird sich weisen. Eine Tendenz liefert das dritte Gruppenspiel gegen CSKA Sofia. Denn nur mit einem Sieg gegen die Bulgaren verschaffen sich die Young Boys für die zweite Hälfte des Pensums in der Gruppe eine günstige Ausgangslage.

Von den drei Gruppengegnern ist CSKA Sofia zwar tatsächlich das einfachste, aber auch trügerischste Los. Dies musste in den Playoffs der FC Basel erfahren, der mit 1:3 an den Bulgaren scheiterte, oder am vergangenen Donnerstag die AS Roma, die 0:0 spielte. In der Meisterschaft befindet sich CSKA aber auf Abwegen, die fünf Punkte Rückstand auf Leader Ludogorez Rasgrad trotz einem Spiel mehr führten am Montag vor einer Woche zur Entlassung von Trainer Stamen Belchev. YB-Coach Seoane sprach im Vorfeld der Partie darum von einem Gegner mit Qualität, den die Young Boys aber «zuhause mit unseren Waffen schlagen können».

Die Berner konnten sich auf das vielleicht wichtigste Heimspiel der Gruppenphase ausgiebig vorbereiten. Das Meisterschaftsspiel gegen Lugano vom Wochenende musste wegen Corona verschoben werden, weshalb die Spieler und der Staff zu einem unverhofften Freitag kamen. «Das hat jedem gut getan», sagte Seoane. Er habe gespürt, dass am Sonntag und Montag dann sehr gut und konzentriert gearbeitet wurde.

epa08798138 Young Boys' headcoach Gerry Seoane attends a press conference one day prior to the UEFA Europa League group stage group A soccer match between BSC Young Boys Bern and CSKA Sofia, at the Wankdorf stadium in Bern, Switzerland, 04 November 2020.  EPA/PETER KLAUNZER

Für YB-Trainer Gerardo Seoane zählt gegen Sofia nur der Sieg. Bild: keystone

Auf die Ausgangslage vor dem Spiel angesprochen antwortete der 42-Jährige: «Unter Druck stehen wir immer. Den machen wir uns selber.» Abgerechnet werde aber am Schluss, weshalb er auf eine Zwischenbilanz verzichte. Mit Interpretationen will Seoane zumindest so lange warten, bis YB gegen jeden Gegner einmal gespielt hat. Am späten Donnerstag wird es soweit sein. Dann wird Seoane wissen, ob die Europacup-Kampagne ein bisschen nach Hoffnung oder doch etwas nach Ernüchterung schmeckt. (zap/sda)

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