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Dortmund's head coach Lucien Favre talks to his team during a training session prior to their Group F Champions League soccer match between Borussia Dortmund and FC Barcelona in Dortmund, Germany, Monday Sept. 16, 2019. (AP Photo/Martin Meissner)

BVB-Trainer Lucien Favre (mit Dächli-Kappe) spricht vor dem Hit gegen Barcelona zum Team. Bild: AP

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Endlich wieder Champions League! Aber eine Superliga wäre noch besser

108 Tage nach dem Finalsieg von Liverpool gegen Tottenham beginnt heute Abend die neue Saison der Champions League. Zum Auftakt hält sie gleich einen Knüller bereit – und viele Spiele, auf die wir verzichten könnten.



Borussia DortmundFC Barcelona! Sancho und Alcácer, Bürki und Akanji gegen Messi und Suárez, Griezmann und Rakitic. Das ist eine Partie, die Spektakel verspricht. Ein Auftakt, wie man ihn sich nur wünschen kann in der Königsklasse des Klubfussballs. Mit dem Duell zwischen Napoli und Titelverteidiger Liverpool steht noch ein anderes Spiel zweier Topteams auf dem Programm.

Aber sonst? Die Champions-League-Premiere von Red Bull Salzburg gegen Genk interessiert höchstens in Österreich und in Belgien. Es ist ein Spiel zweier Teams, auf die niemand gewartet hat. Was auch auf die Schweizer Klubs zutraf, die sich für die Champions League qualifiziert hatten.

Die Leute wollen: Ronaldo. Messi. Lewandowski. Sancho.

Es ist schon merkwürdig: Wohl fast alle Fussballfans regen sich darüber auf, dass die grossen Klubs immer noch grösser werden. Viele fordern, dass auch die kleineren Platz haben. Aber sie fiebern dann trotzdem nur den Spielen der Grossen entgegen. Weil sie die Allerbesten sehen wollen in den allergrössten Klubs und nicht die zweit- und drittbesten Fussballer auf ihrem Weg ganz nach oben.

Nur die Wenigsten wissen, dass Salzburgs 19-jähriger Mittelstürmer Erling Haland aus Norwegen in sieben Bundesliga-Spielen beeindruckende elf Tore geschossen hat. Und nur Freaks kennen bereits seinen 21-jährigen Landsmann Sander Berge, der in Genks Mittelfeld die Fäden zieht und das vielleicht bald in der Premier League macht. Könnte eine interessante Partie werden. Aber die allermeisten Leute wollen: Ronaldo. Messi. Lewandowski. Sancho. 1A statt 1B.

Norway's Erling Braut Haland is interviewed, the day after the team won the U20 World Cup Soccer match against Honduras, in Lublin, Poland, Friday, May 31, 2019. (AP Photo)

Ein Gesicht, das man sich merken kann: Erling Haland. Bild: AP

Die Zeit ist reif für eine Superliga

Viele fürchten sich vor einer europäischen Superliga. Dabei existiert die unter dem Deckmantel Champions League bereits. Das war bei der Auslosung augenfällig, wo die 16 Teams in den Lostöpfen 1 und 2 wesentlich attraktiver waren als jene in den Töpfen 3 und 4. Es ist davon auszugehen, dass höchstens zwei oder drei tiefer eingestufte Teams den Einzug in die Achtelfinals schaffen.

Die 16 Spiele einer Champions-League-Runde finden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt, was zwölf Abende ergibt, an denen die Königsklasse bis Ende Jahr ausgetragen wird. An jedem Abend gibt es ein Topspiel:

An jedem Abend gibt es aber auch Partien, nach denen kein Hahn kräht. Oder nenne mir den Fussballfan ausserhalb Kroatiens und der Ukraine, der für Dinamo Zagreb – Schachtar Donezk den Fernseher einschaltet.

Und darum ist die Zeit doch reif für die europäische Superliga. In der wirklich die 16 oder 20 besten und populärsten Klubs Europas vereint sind. Die dann von mir aus auf drei Abende in der Woche verteilt ihre Spiele austragen, an jedem Abend zwei Matches, einer um 19 und einer um 21 Uhr.

Jedes Spiel wäre ein potenzieller Hit. Ich würde einschalten. Und mein Gefühl sagt mir, dass diese Superliga fast jeden Fussballfan zwischen Tromsö und Kapstadt, in New York, Rio, Tokio und in den Riesenreichen China und Indien interessieren würde.

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