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epa08778125 (FILE) - FIFA President Gianni Infantino arrives to sign a memorandum of understanding (MOU) with Ghada Waly, Executive Director of the United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) and Director-General of the United Nations Office at Vienna to jointly tackle corruption and crime in soccer, at the UNODC headquarters of the UN seat in Vienna, Austria, 14 September 2020 (re-issued on 27 October 2020). On 27 October 2020 FIFA announced that president Gianni Infantino tested positive for COVID-19 coronavirus. Infantino has mild symptoms and has placed himself in self-isolation.  EPA/CHRISTIAN BRUNA *** Local Caption *** 56341431

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist in Erklärungsnot gekommen. Bild: keystone

Privatjet benutzt: FIFA-Präsident soll sich strafbar gemacht haben



Der ausserordentliche Staatsanwalt des Bundes sieht deutliche Anzeichen für ein strafbares Verhalten von FIFA-Präsident Gianni Infantino im Zusammenhang mit der Benutzung eines Privatjets. Für Stefan Keller ist eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung angezeigt, wie er am Donnerstagabend mitteilte.

Keller stützt sich auf Befragungen und Recherchen, wie es in seiner Mitteilung heisst. Für die Eröffnung dieses Strafverfahrens ist er allerdings nicht zuständig. Das fällt in die Kompetenz der Bundesanwaltschaft.

Der Praesident des Ober- und Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden, Stefan Keller wurde von der Aufsichtsbehoerde ueber die Bundesanwaltschaft zum ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes ernannt, hier am Mittwoch, 8. Juli 2020 im Gericht in Sarnen. Stefan Keller soll die von den Ratspraesidenten der Bundesversammlung an die AB-BA ueberwiesenen Strafanzeigen gegen Bundesanwalt Michael Lauber, Gianni Infantino sowie weitere Personen pruefen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Stefan Keller glaubt, dass sich Infantino schuldig gemacht hat. Bild: keystone

Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) hatte den von ihr als Staatsanwalt des Bundes eingesetzten Stefan Keller mit der Prüfung verschiedener Strafanzeigen beauftragt, die im Zusammenhang mit der Benutzung eines Privatjets von Surinam in die Schweiz gegen Gianni Infantino eingegangen waren.

Mit seiner Wahl zum ausserordentlichen Bundesanwalt am 24. September hat die Bundesversammlung Stefan Keller mit dem Strafverfahren wegen der nicht protokollierten Treffen zwischen dem früheren Bundesanwalt Michael Lauber, FIFA-Präsident Infantino und weiteren Personen beauftragt.

Da am Flug mit dem Privatjet lediglich Infantino sowie weitere Privatpersonen beteiligt waren, nicht aber der frühere Bundesanwalt Michael Lauber, fällt dieser Sachverhaltskomplex nicht unter das Mandat der Bundesversammlung. Sie kann dieses daher auch nicht erweitern.

Michael Lauber trifft am Montag, 13. Mai 2019 zur Anhoerung der vereinigten Geschaeftspruefungskommission GPK des National- und Staenderats im Bundeshaus in Bern ein. Die GPK will nach den Geheimtreffen zwischen Lauber und Fifa Chef Gianni Infantino entscheiden, ob sie Vorbehalte gegen Laubers Wiederwahl in der Sommersession hat. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der ehemalige Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber. Bild: KEYSTONE

Keller hat das Ergebnis seiner Prüfung der Strafanzeigen deshalb der Bundesanwaltschaft übermittelt. Diese wolle sich der Sache nun mit eigenen personellen Ressourcen annehmen, heisst es im Communiqué.

Neben dem erwähnten Mandat der Bundesversammlung als ausserordentlicher Bundesanwalt wird Keller im Auftrag der AB-BA weitere Strafanzeigen zu verschiedenen Sachverhalten prüfen.

Fifa reagiert «schockiert»

Die Fifa äusserte sich am Donnerstagabend in einer Mitteilung «schockiert» über die Verlautbarung von Keller. Diese sei «böswilliger» und «diffamierender» Natur und zeige eine extreme Voreingenommenheit.

Die ungerechtfertigte Veröffentlichung von Medienmitteilungen, um zu beschuldigen und zu diffamieren, grenze an Rufmord und werde von der Fifa und ihrem Präsidenten aufs Schärfste abgelehnt.

FILE - In this Monday, Sept. 9, 2019 file photo, FIFA president Gianni Infantino speaks to members of the media on the South Lawn of the White House in Washington. Soccer governing body FIFA says its $1.5 billion coronavirus relief plan to revive the sport and help national associations stay afloat comes with “strict compliance and audit requirements.” “This relief plan is a great example of football’s solidarity and commitment in such unprecedented times,” FIFA President Gianni Infantino said Wednesday, July 29, 2020. (AP Photo/Andrew Harnik, file)
Gianni Infantino

Infantino wehrt sich. Bild: keystone

Die Fifa und ihr Präsident Gianni Infantino würden alle notwendigen rechtlichen Schritte und Rechtsmittel einleiten, «um diesen haltlosen und böswilligen Anschuldigungen ein Ende zu setzen». (pre/sda)

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