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Curdin Orlik jubelt im 6. Gang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Sonntag, 25. August 2019. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Curdin Orlik am Eidgenössischen 2019 in Zug. Bild: KEYSTONE

Curdin Orlik und sein Coming-out – na und?

Homosexualität in Zwilchhosen – geht nicht? Geht doch. Kein Problem. Ein Blick in die Kultur der «Bösen» erklärt, warum die Aufregung um das Coming-out von Curdin Orlik trotzdem so gross ist.



Sagen wir es zur Einleitung salopp (was man mir verzeihen möge): Schwingen und schwul geht nicht. Oder doch?

Wenn sich die Sägemehlwolke der Aufregung erst einmal gelegt hat, wird das aufsehenerregende Coming-out von Curdin Orlik im Magazin des «Tages Anzeiger» niemanden mehr aufregen. Ja, sein Coming-out ist ein Segen für die starken Männer in den Zwilchhosen. Wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurfte, dass Schwingen in der Welt von heute angekommen ist, dass Schwingen rein gar nichts mit rückständiger Gesinnung oder Intoleranz zu tun hat – dann ist er jetzt erbracht.

Die Aufregung ist verständlich. Das Volk der Schwinger hat halt schon immer den Strömungen der Zeit ein bisschen länger getrotzt. Die Kultur der Schwinger wirkt nach wie vor ein wenig wie das «Gallische Dorf» aus Asterix und Obelix im Weltreich der Römer. Als eine Insel in der Zeit.

Ein Blick zurück hilft uns zu verstehen, warum jetzt Erstaunen, Aufregung und das Rauschen im Medienwald so gross sind.

Schwingen und Spitzensport? Sicher nicht. Schwinger üben im Schwingkeller. Das reicht. Schwingen ist Brauchtum und sicher nicht Sport. Satan des ungesunden sportlichen Ehrgeizes weiche von uns!

Das gilt noch bis tief in die 1970er Jahre hinein. Bis Ernst Schläpfer kommt, keck erklärt, er wolle König werden, Trainingsmethoden- und Lehren aus anderen Sportarten übernimmt – und 1983 und 1986 König wird.

Und was haben wir heute? Schwinger sind längst Spitzensportler. Soeben ist Christian Stucki Sportler des Jahres geworden. Der Nonkonformist Ernst Schläpfer hat übrigens für die SP politisiert, hat doktoriert und ist als erster und einziger König auch Obmann des Verbandes geworden. Die Schwinger können also sehr wohl mit Rebellen und anderen Meinungen und Einstellungen umgehen.

Bis in die 1990er Jahre heisst es: Werbung und Schwingen? Satan des Geldverdienens und der Hoffart und der Eitelkeit weiche aus dem Sägemehl! Verderbe uns nicht den Charakter! Geht gar nicht!

Unvergessen ist der epische Machtkampf zwischen Ernst Marti, dem erzkonservativen Obmann des Verbandes und Rudolf Hunsperger, dem nach Christian Stucki wohl populärsten Schwinger der Geschichte. Nur weil es «Rüedu» wagt, Werbung für Anzüge zu machen, im Zirkus mit einem Bären zu ringen, Interview zu geben und populär zu sein wie andere Spitzensportler seiner Zeit trifft ihn der Bannstrahl der Gralshüter der Schwinger.

Eine Delegation des naechsten Austragungsort des ESAF 2022, Pratteln praesentiert sich mit kulturellen beitraegen an der Abschlussfeier am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Sonntag, 25. August 2019. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Schwingen, längst ein Sport für die breite Masse. Bild: KEYSTONE

Und was haben wir heute? Schwinger dürfen Werbung machen und der Verband profitiert gar davon. Die Werbeindustrie hat letztes Jahr knapp 2,5 Millionen in die «Bösen» investiert. Zehn Prozent der persönlichen Werbeeinnahmen muss jeder als «Reichtumssteuer» an den Verband abführen. Fast eine Viertelmillion fliesst in die Verbandskasse.

Schwingen und Doping? Geht gar nicht! Ist völlig unmöglich! Noch in den 1990er Jahren gilt: Schwinger sind zwar Sportler und stählen ihre Muskeln nach modernen Trainingsmethoden im Kraftraum. Aber sie stärken sich mit «Chäs u Brot» und einem Stück Fleisch. Aber sicher nicht mit Chemie!

Inzwischen haben wir längst auch im Schwingen Doping-Fälle und die sorgen nicht für eine grössere öffentliche Aufregung als unerlaubte Leistungshilfen in anderen Sportarten.

Spitzensport, Werbegelder, Dopingfälle – eigentlich ist Schwingen längst ein Sport wie jeder andere auch. Aber die Aussenwahrnehmung ist eben noch immer eine patriotisch-romantische. Schwingen als heile Welt.

Gerade das letzte «Eidgenössische» in Zug war viel mehr als ein Sportanlass. Es war auch politisch aufgeladen. Als machtvolle Demonstration unseres Brauchtums und unserer Unabhängigkeit.

Wenn denn Homosexualität in einer Sportkultur ein Tabu war – dann wohl doch im Schwingen mit seiner «Macho-Kultur». Die Helden sind männlich, hart, mutig, unerschrocken und entsprechen dem jahrhundertelangen Bild des Mannes wie die «Bösen». Die Titanen des Sägemehls knien nach dem Wettkampf vor ausgewählten, jungen «Ehrendamen» (so ist die offizielle Bezeichnung) nieder um sich bekränzen zu lassen. Um noch einmal ein wenig salopp zu sein: Wer anregen würde, die Kränze von «Ehrenjungen» auf die Häupter der Bösen legen zu lassen, könnte nicht mit Beifall rechnen.

ARCHIV ? ZUM

Christian Stucki, amtierender Schwingerkönig. Bild: KEYSTONE

Mit dem Coming-out von Curdin Orlik ist das Schwingen nun definitiv und für alle sichtbar in der Welt, in der Gesellschaft von heute, in der Kultur des 21. Jahrhunderts angelangt. Und dieses Bekenntnis wird ihm nicht schaden. Er wird keine dummen Sprüche zu hören bekommen. Ganz im Gegenteil. Seine Offenheit wird ihm Respekt von allen Seiten einbringen. Die Toleranz und Weltoffenheit der Schwinger wird nach wie vor unterschätzt.

Und da ist noch etwas: Warum ist eigentlich ein Coming-out eines Schwingers ein Medienereignis? Was ist die tiefere Ursache der Aufregung? Der Diskussionen? Ja, warum? Weil wir nach wie vor nicht so tolerant mit anderen Lebenseinstellungen und Minderheiten umgehen, wie es eigentlich im 21. Jahrhundert in einer modernen Gesellschaft selbstverständlich sein sollte.

Diese Toleranz ist erst erreicht, wenn ein Coming-out in Zwilchhosen bloss ein «na und?» auslöst.

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119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zurichda 09.03.2020 07:21
    Highlight Highlight schwuler Sportler ist erst normal, wenn auch die Presse nicht darüber berichtet. Das wäre was wahre „na und“. Genauso, wie keiner in der Zeitung darüber schreiben würde, dass heute die Sonne aufgegangen ist.
  • runthehuber 08.03.2020 10:56
    Highlight Highlight Ich weiss, ich bin gsnz und gar kein Zauggfan. Aber was er hier schreibt - Chapeau! Wünschte mir mehr solche Beiträge von Zaugg.
  • Sir Lanzelot 08.03.2020 10:30
    Highlight Highlight Solange solche “Coming Outs” gemacht werden und es dann auch noch in die Medien schaffen muss niemand erstaunt sein, dass Homosexualität nicht als “normal”’angesehen wird. Wozu führt diese Omnipräsenz dieses Themas?
    Auf der einen Seite zu noch mehr Ablehnung. Aber auf der anderen Seite dazu, dass Teeanger die ganz normale Probleme haben plötzlich denken, ja wenn es mit dem anderen Geschlecht nicht klappt bin ich vielleicht auch “Homo”. - Bitte, hört doch damit auf dieses Them zu “hypen”! Reines Clickbaiting...
    • ChlyklassSFI 08.03.2020 17:22
      Highlight Highlight Sir Lanzelot: Woher nimmst du dein Wissen? Die sexuelle Ausrichtung ist angeboren.
    • Sir Lanzelot 08.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Klar! Das stimmt sicher, und stelle ich auch nicht in Frage. Ich bemerke nur wie dieses Thema eher zur Verunsicherung beitragen kann.
    • ChlyklassSFI 08.03.2020 17:39
      Highlight Highlight Verunsicherung gibt es, wenn man nicht darüber spricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 08.03.2020 09:08
    Highlight Highlight Solange wir immer noch nicht die Ehe für alle haben, ist und bleibt es eben doch ein Thema.
  • Toerpe Zwerg 08.03.2020 07:50
    Highlight Highlight Ich habe bislang keinerlei Aufregung mitbekommen.
  • hockeyplayer 08.03.2020 07:40
    Highlight Highlight Ganz starker Schritt - ich weiss welchen Mut dies nur schon bei Freunden und Familie braucht.
    Seine Idee, dies mal einfach so in einem Nebensatz während eines 'normalen' Interviews zu erwähnen, hätte ich noch etwas sympathischer gefunden, da er sich so halt selbst mit einem 'na und?' geoutet hätte.
    Obwohl das viele anders sehen und den Schwingsport als noch schwieriger als Fussball oder Eishockey einschätzen, sehe ich das etwas anders. Gerade die Fankultur im Fussball wie im Eishockey schätze ich leider als eher homophob ein. Wieso nicht eine schweizweite Choreo gegen Homophobie?
  • Triple A 08.03.2020 01:18
    Highlight Highlight Mutig, einfach mutig. Die Nagelprobe für Toleranz wird allerdings erst an den nächsten Schwingfesten konmen!
  • Mark Schindler 08.03.2020 00:11
    Highlight Highlight Ja nur der Fussball ist noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen! Also bei den Männern auf jeden Fall.
    ...und Eishockey?
  • Der Kritiker 07.03.2020 18:04
    Highlight Highlight Solange die Gesellschaft noch über Coming Outs spricht, ist sie noch nicht so weit, Homosexualität als etwas normales zu betrachten.
    • SJ_California 07.03.2020 23:01
      Highlight Highlight Genau meine Meinung. Und das, was ich an diesem Artikel gar nicht mag: in gefühlt jedem zweiten Satz kommt der Begriff „coming out“ vor. Wozu, Hr. Zaugg??
    • Lllll 08.03.2020 00:42
      Highlight Highlight Warum denn nicht SJ_California? Es ist nun mal ein coming out. Nicht mehr und nicht weniger!
  • poga 07.03.2020 17:42
    Highlight Highlight eine simple Frage: kann ein schwuler Schwinger einen hetero Schwinger in den Sand setzen? Ja Nein? Ich würde auf ja tendieren... Damit würde ich das Thema eigentlich beenden. Aber hey an dem Punkt wenn du deinen Gegner in den Sand setzt. Bist du kein schwuler Schwinger. Du bist der Sieger. So einfach ist das.......
    • Lllll 08.03.2020 00:44
      Highlight Highlight Ja, völlig deiner Meinung. Nur leider sind wir da noch nicht lieber poga!
    • Der Kritiker 08.03.2020 10:29
      Highlight Highlight Poga, es geht um Schwingen, ob der Schwinger homosexuell ist oder nicht, spielt doch keine Rolle. Beim Schwingen kommt's einzig darauf an, wer am Ende dem andern das Sägemehl vom Rücken putzt.
  • Lucignolo 07.03.2020 17:06
    Highlight Highlight Meines Erachtens ist die Art des Sports beim Rummel um Curdin Orlik zweitrangig. Wer mir da widerspricht und der Meinung ist, im Schwingsport brauche ein Coming-Out noch mehr Mut, möge Recht haben – tut es womöglich, vielleicht aber auch nicht. Für mich die viel gewichtigere Geschichte ist, dass sich Orlik als erster Schweizer Spitzensportler überhaupt während der aktiven Zeit geoutet hat. Bleibt zu hoffen, dass er mit diesem Schritt den Weg für viele weitere Coming-Outs geebnet hat – damit ein solches bald nicht mal mehr Thema sein muss. Weil Liebe bekanntlich Liebe ist.
  • honesty_is_the_key 07.03.2020 16:57
    Highlight Highlight Wenn ich zaubern könnte, würde ich mir unter ganz vielen anderen Sachen eine Welt wünschen, wo alle Menschen gleich akzeptiert werden und nicht diskriminiert werden. Egal ob Frau, Mann, Transexuell, Bi oder was auch immer. Niemand sollte wegen seiner Sexualität verurteilt werden.

    Ich freue mich für Cordin dass er sich geoutet hat. Das war bestimmt nicht einfach.
  • Baguette 07.03.2020 16:12
    Highlight Highlight Wozu die Aufregung? Ein Mann outet sich als schwul, na und? Erstens geht das eigentlich niemanden etwas an und zweitens ist das sowas von egal! Lassen wir doch Menschen einfach Menschen sein. Ob sie uns nun die Haare schneiden, die Versicherung verkaufen, einen Fussball herumkicken oder Ballett tanzen. Ob sie nun gross oder klein, weiss oder braun, dick oder dünn sind. Wir sollten schlicht und einfach den Mitmenschen sehen. Punkt.
    • ursus3000 07.03.2020 16:45
      Highlight Highlight Pass auf , hier sind neutrale Meinungen und " na und " nicht gefragt obwohl schon im Titel steht
    • Ich hol jetzt das Schwein 07.03.2020 17:26
      Highlight Highlight @Baguette: Grundsätzlich sehe ich es auch so wie du. Lies aber mal den Artikel im Magazin, dann verstehst du die Beweggründe von Curdin und damit auch, wieso es leider dennoch eine grosse Sache ist.
    • Marex1950 08.03.2020 07:30
      Highlight Highlight Baguette, ich finde Deine Meinung absolut ok. Es ist beschämend, wie sich die Medien auf derart nebensächliche Themen stürzen. Der ganze Hype ist nur durch die Medien verursacht. Aber achtung, es wird noch schlimmer. Die mediale Präsenz wird immer unerträglicher. Leider gehört auch Watson und 20min. zu diesen lästigen Zeitgenossen.
  • Eiswalzer 07.03.2020 15:20
    Highlight Highlight Es wäre sehr zu wünschen, dass viele Leute, die Outings immer wieder kritisieren oder latent homophob sind, das heutige Magazin lesen würden. (Wohl ein frommer Wunsch, meist lesen Leute solche Artikel, die ohnehin schon recht tolerant sind). Der Bericht zeigt nämlich sehr schön auf, warum einerseits ein Outing meist immer noch notwendig ist (und nicht ein “Bedürfnis” nach Aufmerksamkeit) und warum es gleichzeitig so schwierig sein kann. Tolle Reportage!!!
  • pierolefou 07.03.2020 15:03
    Highlight Highlight Bravo Herr Zaugg,
    Super geschrieben und analysiert. Weiter so und danke
    für diesen Artikel.
  • Locutus70 07.03.2020 14:23
    Highlight Highlight Die "Aufregung" darüber spielt sich doch hauptsächlich medial und in der LGBT-Community ab. Mir persönlich (und wohl dem überwiegenden Teil der Bevölkerung) ist es völlig wurscht, ob einer Hetero-, Homo- oder Bisexuell ist.
    • Ueli der Knecht 07.03.2020 14:38
      Highlight Highlight Ignoranz ist nicht Toleranz.

      Die Frage ist doch nicht, ob es dir wurscht ist, sondern wie du dich verhalten würdest, wenn sich zB. zwei Schwule in deiner Umgebung liebkosen und küssen würden, so wie das Heti-Pärchen in aller Öffentlichkeit ständig tun.

      Denn in der Schweiz haben viele Leute nichts gegen Schwule, solange sie einfach nicht schwul tun. Das ist auch ein Ausdruck von latenter Homophobie.
    • Locutus70 07.03.2020 15:06
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht - Hab ich selbst schon öfter gemacht - übrigens muss man dafür nicht homosexuell sein ^^
    • Eiswalzer 07.03.2020 15:17
      Highlight Highlight Ueli der Knecht:
      Damit triffst du den Nagel auf den Kopf! Denn genau das ist das Problem: Viele behaupten, es sei ihnen egal. Ist es aber nur solange, wie sie nicht mit dem Thema konfrontiert werden. Verhält man sich als homosexuelles Pärchen gleich wie jedes heterosexuelle, erfährt man in der Öffentlichkeit schnell, wie weit die “Toleranz” geht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vollkornzwieback 07.03.2020 13:57
    Highlight Highlight Kenne ein paar Schwinger. Ich würde sagen, die meisten von denen finden die Kommerzialisierung und auch Doping durchaus negative Entwicklungen, egal ob Zaugg das so super findet. Was einer ihrer Kollegen so für ein Sexualleben pflegt, dürfte ihnen hingegen vollkommen egal sein, weil es eben auch eine Tradition ist, anderen nicht in ihr Leben reinzureden.
  • Snowy 07.03.2020 13:50
    Highlight Highlight Super Sache - und dann erst noch ein Schwinger! 😃👍

    Einfach grossartig und so wichtig auf dem Weg dahin, dass dereinst ein Coming Out eines Schwingers oder Fussballers wirklich nur noch ein „na und?“ bewirkt.
  • Offi 07.03.2020 13:34
    Highlight Highlight Finde ich super das Coning-out und der Artikel ist sehr gut geschrieben, gratulation 👏
    Und apropos gallisches Dorf ... wer weiss, vielleicht wird sich Asterix auch bald outen?
  • Bacchus75 07.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Spannend finde ich dass eines der ersten Coming-Outs im Schweizer Sport in der ziemlich konservativsten Sportart (nicht wertend gemeint) geschieht.

    Schön kann Orlik jetzt einfach sich selber sein, aber schade braucht es auch heute noch so viel Mut. Ich hoffe dass es irgendwann keine Medienberichte mehr braucht weil es einfach normal ist.

  • Madison Pierce 07.03.2020 12:37
    Highlight Highlight "Na und?" habe ich auch gedacht und den ersten Artikel zum Thema nicht gelesen. Weil mich die sexuelle Orientierung eines Sportlers genau so wenig interessiert wie sein Lieblingsjoghurt.

    Jetzt kam der zweite Artikel und den habe ich gelesen. Er hat also sozusagen das "ja und?" kaputt gemacht. Durch die grosse Berichterstattung in den Medien wird eine kleine Sache aufgebauscht.

    Gleichberechtigung ist nicht, wenn man gegenüber Homosexuellen "tolerant" ist. Gleichberechtigung ist, wenn man solche Sachen beiläufig erfährt, weil er mal mit seinem Partner an einem Schwingfest auftaucht oder so.
  • Duscholux 07.03.2020 12:33
    Highlight Highlight Ich programmiere gerade eine Kommentarfunktion und möchte schauen was ihr schreibt sobald der Kommentar abgeschickt wird.
  • Barracuda 07.03.2020 12:04
    Highlight Highlight Ich sage auch "Na und?". Aber nur wegen einem einzelnen Coming Out wird sich die Einstellung von der ultrakonservativen ländlichen Bevölkerung, die dem Schwingsport nahe steht, ja nicht von heute auf morgen grundlegend ändern. Vielleicht wird es keine direkten Sprüche geben, aber hinten rum auf jeden Fall. Das Gleiche sieht man beim Frauenschwingsport. Die allergrösste Mehrheit sträubt sich immer noch dagegen, das ist Fakt.
    • ursus3000 07.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Ich gehöre auch zu der ländlichen Bevölkerung über Du Dich ganz aufgeklärt auslässt . Soviel zu Toleranz und Vorurteile . Na und hast auch Du verdient
    • Locutus70 07.03.2020 14:27
      Highlight Highlight @Barracuda - Stell dir vor. Ich bin ein wertkonservativer Mensch, bisexuell und habe viele homosexuelle Bekannte und Freunde. Na und?
      Vielleicht getraust du dich einfach mal aus deiner Filterblase raus. Glaub mir, das ist ein wunderbares Erlebnis.
  • neutrino 07.03.2020 11:45
    Highlight Highlight "Er wird keine dummen Sprüche zu hören bekommen"

    Stimmt nicht, die wird es geben. Jeder, der schon mal an einem Schwingfest (auch als Zuschauer dabei war), weiss das. Das Schwingfest-Publikum ist im Allgemeinen friedfertig, aber auch relativ konservativ.
  • Zeit_Genosse 07.03.2020 11:43
    Highlight Highlight Warum ist die sexuelle Orientierung eines Menschen in unserem Alltagsleben heute überhaupt so wichtig? Wo ist der Impact in der Öffentlichkeit, ausser beim Küssen und Händchenhalten? Wir wollen doch auch bei den Heteros nicht wissen was sie treiben, speziell hinter geschlossenen Türen. Ich muss also nicht wissen ob der Busfahrer schwul oder die Buchhalterin lesbisch ist. Und beide müssen auch kein Coming-Out machen, weil es uns nichts angeht. Beim Schwinger auch. Und die scheinheiligen Medien müssen auch nicht darüber Berichten. na, und. Von diesem Zustand sind wir noch weit entfernt.
    • Ueli der Knecht 07.03.2020 14:46
      Highlight Highlight "Wo ist der Impact in der Öffentlichkeit, ausser beim Küssen und Händchenhalten?"

      Viele Leute glauben daran, dass das ansteckend sei, und haben darum zwar nichts gegen Schwule, solange sie einfach in der Öffentlichkeit nicht schwul tun. Wer denkt denn an die Kinder?

      Andere sind von den biblischen Geschichten aus Sodom und Gomorraa verängstigt.
    • Ueli der Knecht 07.03.2020 15:53
      Highlight Highlight Ich schon, Uretsukitoshi Ruebario. Das sind genau diejenige, die da sagen, sie haben nichts gegen Schwule, solange sie einfach nicht schwul tun.

      Die regen sich dann auch auf, wenn einer all seinen Mut zusammen kratzt, und sich dann als Schwuler outet.

      Hast du die Kommentarspalten gelesen zu diesen Berichten von Orlik? Da gibts viele, welche die Berichterstattung kritisieren, sich davon vor den Kopf gestossen fühlen. Das sind diejenigen, die befürchten, sie könnten angesteckt werden.

      Homophobie ist nicht nur Angst vor Schwulen, sondern auch Angst vor den eigenen homoerotischen Gefühlen.
  • Auric 07.03.2020 11:41
    Highlight Highlight OK.

    WENN es "na und" ist.....

    WARUM ist es dann HIER in den Medien??

    Es als "na und" zu behandeln würde am einfachsten gehen wenn man es als lapalie behandeln würde und NICHT darüber berichtet.
    • ChlyklassSFI 07.03.2020 12:13
      Highlight Highlight Wegen Leuten wie dir muss es Thema sein.
    • Platon 07.03.2020 19:49
      Highlight Highlight @Auric
      Du hast den Artikel wohl nicht gelesen. Klar wäre es schön, wenn die Nachricht nicht einmal einen Artikel wert wäre. Dem ist aber einfach nicht so. Sonst würde auch nicht so ein Medienrummel darum gemacht. Orlik ist der erste Schwinger überhaupt der sich geoutet hat.
  • Lolita 07.03.2020 11:34
    Highlight Highlight Was hat bitte sehr Schwingen mit schweizer Brauchtum zu tun? Das ist auch nationales Brauchtum in Japan, Mongolei, Zentralasien oder eh bei allen Völkern.
    Ev. ist es Brauchtum, weil es ein fast reiner Männersport ist archaisch bis in die Steinzeit zu verfolgen ist, wo Stärke noch wichtiger war? Heisst das dann, Brauchtum Schweiz ist wenn Männer noch das sagen haben und Frauen noch gesetzlich benachteiligt und es offiziell keine LGBT gibt?
    Ich hoffe Mal, dass die meisten in diesem Sport nicht so ticken...
    • skisandtrail 07.03.2020 12:05
      Highlight Highlight Ich hoffe du hast sonst keine Probleme. Was Brauchtum ist findest du übrigens im Duden
    • Bruno Wüthrich 07.03.2020 18:24
      Highlight Highlight Was Lolita uns sagen will ist, dass Schwingen ungefähr so viel mit Schweizer Brauchtum zu tun hat wie der Feminismus mit Frauen.
  • Franz Muheim (1) 07.03.2020 11:31
    Highlight Highlight Curdin Orlik ist sehr mutig und ich wünsche ihm Glück im weiteren Leben

    Klaus Zaugg's Ausführungen über das Schwingen kann ich nachvollziehen. Was er jedoch nicht erwähnt, ist, dass es so viel ich weiss, (fast) keine aktiven männliche Spitzensportler weltweit gibt, welche sich als homosexuell bekennen. Hitzlperger, Gareth Jones, Ian Thorpe ... haben sich erst Es gibt Millionen von Fussballern und keiner traut, sich zu outen. Deshalb ist es leider immer noch nicht "Na und". Dass ein Schwinger jetzt voran geht, ist super.
  • Tobias (1) 07.03.2020 11:31
    Highlight Highlight Wenn es Na Und? wäre, warum schreibt ihr den darüber?
  • Prometheuspur 07.03.2020 11:28
    Highlight Highlight Ey! Mut - Schwul - Cool.
    Curdins einzigartiges öffentliche Outing noch dazu in einem, in seinem Umfeld wie einer Sportart die vor Testosteron nur so strotzt und schwules Tabu herrscht, dieses höchstens noch der Fussballsport zu toppen vermag ist sowas von. Und gerade für junge welch mit ihrer Homosexualität hadern u. a. DIE Hilfe schlechthin. Weil es gibt dessentwegen nach wie vor und immer noch zu viele Suizide ganz junger Mitmenschen, dass muss nicht.
    Nochmals - Chapeau Curdin Orlik!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 07.03.2020 11:48
      Highlight Highlight Fussballsport? Was ist mit Eishockey, Boxen oder Schiessvereine?
    • Prometheuspur 07.03.2020 12:55
      Highlight Highlight Ach was, die machen alle nur auf beinhart ;)

      Boxen?
      Benutzer Bildabspielen
  • TanookiStormtrooper 07.03.2020 11:23
    Highlight Highlight Ich bin da etwas pessimistischer. Natürlich wird man Curdin Orlik nicht offen anfeinden oder ihn gleich auf den Scheiterhaufen stellen (grüsse nach Doha), aber die Menschen haben andere Wege einen spüren zu lassen, was sie von einem halten. Vom "Na und?" sind wir leider noch ein gutes Stück entfernt, und das gilt leider nicht nur für die Landbevölkerung.
  • Bernoulli 07.03.2020 11:05
    Highlight Highlight Gibt es nun Ehrenmänner?
  • Ironiker 07.03.2020 11:02
    Highlight Highlight Ich denke, da hat es gerade so manch "konservativ" eingestelltem sein Weltbild auf den Kopf gestellt. Der Schwinger (nicht zu verwecheln mit dem Swinger), der Inbegriff von einem Mann - nein, der darf und kann gar nicht schwul sein...

    Wie gerne hätte ich deren Gesichter beim lesen der Schlagzeile gesehen!

    Übrigens:
    Spitzensport, Werbegelder, Dopingfälle – eigentlich ist Schwingen längst ein Sport wie jeder andere auch.

    Fast. Im Schwingsport reicht bei 30'000 Fans ein Dorfpolizist um für Ruhe zu sorgen. Dafür beneide ich diesen Sport.
  • Denk-mal 07.03.2020 10:56
    Highlight Highlight :-) Aiaiai! Nun sind uns die Amerikaner voraus, sonst sind sie immer hintendrein:-) Die Schwulen Cowboys:

    Play Icon


    50% der Menschheit empfindet glieschgeschlechtlich, aber nicht alle praktizieren. Das wussten schon die Griechen. Die Christenheit mit ihren kruden Vorstellungen, machten alles kaputt. Auch die Christlichen Seefahrer nötigten die Naturvölker von der Hundestellung zu Face zu Face zu wechseln, wobei der Lustgewinn für die Frau umgekehrt, besser ist.
    • Mia_san_mia 08.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Das mit den 50% stimmt sicher nicht.
  • der nubische Prinz 07.03.2020 10:44
    Highlight Highlight Es ist eben nicht "na und?"
    Wenn es so kein Thema wär, warum hat er denn so Mühe mit dem coming out und muss sich rechtfertigen? Er hat ein Leben lang mit sich selber gekämpft und versucht als jemand zu leben der er nicht ist.
    Na und ist einfach nur hönisch...
  • DailyGuy 07.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Leider sind wir von diesem „Na und?“ Zustand noch lange entfernt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich Leute outen. Gerade für die jüngeren Generationen, welche noch in der Selbstfindungsphase sind. Jugendliche und Kinder brauchen starke Vorbilder, die ihnen zeigen, dass dies nichts zu bedeuten hat. Leute die ihnen zeigen, dass es eben kein Problem ist schwul zu sein. Das es mehr ist als ein Schimpfwort auf dem Pausenhof (Dies gilt für Bi, Lesbisch usw. genau so, rede jetzt einfach von schwul wegen dem Artikel).
  • landre 07.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, aber ein gesellschaftlich pauschales "na und?" wird es niemals geben (Utopie), da Homophobie eben eine Phobie ist, ob "pathologisch" individuell oder "kulturell" kollektiv gelebt/ ausgeübt...

    Viel wichtiger ist die Aufgabe für uns Heteros den versteckten und/ oder unterdrückten homosexuellen Mitmenschen angemessene Grundlagen durch Solidarität usw für ein befreiendes "Coming out" zu gewährleisten.
    • nur Ich 07.03.2020 11:39
      Highlight Highlight Gerade das "na und" sollte und kann es geben. Wieso soll etwas eine Utopie sein, dass bereits vor 2500 Jahren in einer Gesellschaft gelebt wurde? Die guten alten Griechen hätten dafür wirklich nur ein "na und" übrig gehabt. Kultur ist kein in Stein gemeisselter Zustand, sondern ein Prozess, der sich laufend ändert und anpasst. Es liegt also auch an uns kulturelle Normen zu setzen.
  • Fertig_lustig 07.03.2020 10:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Lllll 07.03.2020 10:15
    Highlight Highlight Nur Mut liebe Sportler, outet euch! Ein grosser Schritt in die Normalität der Zukunft wurde hier getan. Danke Curdin Orlik! Homosexuelle sind gleichzustellen mit Heterosexuellen! Gleiche Rechte und Pflichten für alle!
  • Bruno Wüthrich 07.03.2020 10:13
    Highlight Highlight Der Artikel zeigt genau auf, wie das Schwingen in der neuen Zeit angekommen ist. Im ganzen, sehr gut geschriebenen Kommentar stört mich nur ein einziges Wort. Es steht im letzten Satz.
    Es geht um das Wort "Toleranz". Denn dieses Wort impliziert ja gerade, dass etwas nicht normal, oder nicht gewünscht etc. ist. Deshalb braucht es ja die Toleranz. Heterosexualität braucht keine Toleranz. Brauchte sie nie. Aber Homosexualität braucht sie (noch).
    Homosexualität ist erst dann da, wo sie sein sollte, wenn es keine Toleranz mehr braucht.
    Derzeit sind wir einfach nur - ach so tolerant...
  • Boatsboatsboats 07.03.2020 10:07
    Highlight Highlight es nervt mich wenn heteros (auffällig oft der verhasste „straight white man“) ganz gross ankündigen, es brauche doch keine coming outs mehr, es sei doch alles ganz normal.
    das könnt ihr nunmal einfach nicht beurteilen! genauso wie weisse nicht beurteilen können, ob es den rassismus „noch gibt“, reiche nicht beurteilen können, ob es armut gibt und männer nicht beurteilen können, ob frauen „heutzutage doch gleichberechtigt sind“.

    eine schöne zusammenfassung der entwicklungen im schwingersport für laien wie mich, danke.
    • Denk nach 07.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Aber all den nicht-Schwingern (inklusive Journalist) hier ist es erlaubt ein Urteil zu bilden wie konservativ die Schwinger sein sollen und diese kurz in die Ecke stellen... Das geht dann... Na bravo!
  • bokl 07.03.2020 10:06
    Highlight Highlight Klaus Zaugg (Chronist): "Er wird keine dummen Sprüche zu hören bekommen. Ganz im Gegenteil."

    Arnold Furrer (Schwingerkönig): "Es wird Sprüche geben, da bin ich mir sicher. Curdin muss damit umgehen können!"

    Schauen wir mal, wer die Schwingerszene besser kennt. Ich würde mein Geld eher auf den König setzen. Intollerante Individuen gibt es überall. Entscheidend ist, wie der Rest auf homophobe Entgleisungen reagiert.
    • FrancoL 07.03.2020 11:49
      Highlight Highlight Ich würde auch zu 100% auf die Annahme von Furore setzen.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 07.03.2020 17:16
      Highlight Highlight Ach was. Reine Hysterie.
      Homos gehören bei uns schon länger zum Inventar.
      Wenn es in letzter Zeit Angriffe auf Schwule gegeben hat, so kommen die Täter aus anderen Kulturen.

      Im Interview mit der NZZ nervt sich übrigens der Promi, KURT Äschbacher darüber, dass man dies nicht beim Namen nennt.
  • Denk nach 07.03.2020 09:57
    Highlight Highlight "Wenn sich die Sägemehlwolke der Aufregung erst einmal gelegt hat, wird das aufsehenerregende Coming-out von Curdin Orlik im Magazin des «Tages Anzeiger» niemanden mehr aufregen."

    Wer bitte hat sich aufgeregt? Zitate? Also auf was bitte stützt sich der Autor, dass diese Aussage unterlegt? Irgendwie machen einfach die Medien ein riesen Tamtam daraus....

    Und der normale Bürger so... "Who cares?"... Oder hat sich Irgend jemand vom Schwingsport (ausser sein Bruder) dazu geäussert? Hier wird einfach von den Medien mal suggeriert, dass das konservative verknorzte Kerle sind.... Wie beschämend!
    • Natürlich 07.03.2020 13:07
      Highlight Highlight Dachte ich mir auch.
      Habe in den sozialen Medien keine negativen Kommentare dazu gefunden...
  • dudette 07.03.2020 09:54
    Highlight Highlight Ich habe grossen Respekt vor Curdin Orlik, der diesen Schritt gewagt hat. Natürlich sollte es keine Rolle mehr spielen welche Sexualität jemand hat, aber ich bin noch nicht restlos davon überzeugt, dass das auch so ist.
    Es ist doch in der Szene bspw immer noch etwas verpönt, resp. wird belächelt, wenn eine Frau schwingt. Wieso ist das wenn diese Sportart und deren Publikum doch so fortschrittlich sind? In jede Sportart gehören für mich auch alle Geschlechter und Sexualitäten.
    Curdin wünsche ich viele tolle Rückmeldungen und dass er die anderen (welche evtl nicht öffentlich sind) überhört. ❤
  • Thomas Ramseier 07.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Ich bin richtig stolz auf Curdin !
    DAS ist Power !
  • 044 508 39 39 het sie gseit 07.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Bei mir löst es schon lange ein „na und“ auch.
    Bin ich nun so fortschrittlich, oder ist einfach die Berichterstattung über diesen Vorfall selbst schon spiessig?
    🤷🏾‍♂️
    • ursus3000 07.03.2020 11:36
      Highlight Highlight Dir und mir ist es "na und?" Aber den Kommentarschreibern und Blitz/Herz Verteilern nicht . Wer ist jetzt toleranter ?
  • Natürlich 07.03.2020 09:39
    Highlight Highlight Aufregung?
    Ganz ehrlich: Ich habe eigentlich in allen Kommentarspalten, die ich gesichtet habe, praktisch ausschliesslich positives gelesen.
    Was mich enorm positiv überrascht hat!

    Was mich am meisten überrascht am Ganzen: Nicht ein Fussballer, Turner oder Tennisspieler war der erste Schweizer Profisportler Überhaupt der sich geoutet hat, sondern ein Schwinger.
    Von denen bzw deren Fans man ja oft behauptet sie seien rückständig, da Bauern, SVP, konservativ usw.
    Da haben sie mit der Reaktion auf das Coming Out von Curdin definitiv das Gegenteil bewiesen.
    Chapeau! 🎩
    • wilhelmsson 07.03.2020 11:58
      Highlight Highlight Homophobie findet oft im Verborgenen statt. Kaum jemand wird sich in Kommentarspalten diesbezüglich exponieren.
    • Natürlich 07.03.2020 13:10
      Highlight Highlight @wilhelmsson:
      Naja, zumindest bis vor kurzem war das noch ganz anders.
      Da haben die Wutbürger mit Profilbild! locker drauflos „gehated“.
      Über Flüchtlinge, Ausländer, Homosexuelle usw.
      Daher war ich doch sehr erstaunt ausschliesslich positives zu lesen.
    • ursus3000 07.03.2020 14:36
      Highlight Highlight Wo drauflosgehatet ? 20 min oder Blick ?
  • ursus3000 07.03.2020 09:33
    Highlight Highlight Wieso schreibt man einen Artikel wenn es "na und" ist ?
    Mir ist es übrigens egal , das muss jeder für sich selbst wissen
    • ChlyklassSFI 07.03.2020 12:14
      Highlight Highlight Dass es dir egal ist, nehme ich dir nicht ab.
    • ursus3000 07.03.2020 13:22
      Highlight Highlight @ ChlyklassSFI Wieso meinst Du ? Und wieso sollte mich das stören was der macht ? Ich schreibe gerne Kommentare auch wenn es mich nicht berührt
    • ChlyklassSFI 07.03.2020 14:24
      Highlight Highlight Weil es bei dir so tönt, als wäre es eine Entscheidung. Niemand entscheidet sich dazu. Siehst du das auch so?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Who Cares 07.03.2020 09:21
    Highlight Highlight Ich bin hetero und habe daher - ich gebe es offen zu - Mühe mir vorzustellen warum Mann ein Mann lieben kann. Aber zum Teufel, warum sollte das meine Einstellung zu einem Sportler und seiner Leistung beeinflussen. Ich mag auch Menschen auf Grund Ihrer Art oder Persönlichkeit und nicht was bei denen im Schlafzimmer passiert. Eigentlich sollte sowas nicht einmal Schlagzeilen machen. Dann wären wir echt einen Schritt weiter.
  • Phil Wild 07.03.2020 09:06
    Highlight Highlight Danke Klaus Zaugg! Super geschrieben!
    Mein Sohn (5) wollte bei der Geburt meines zweiten Sohnes dabei sein. Ich sagte ihm er könne ja dann bei der Geburt seines eigenen Kindes dabei sein. Seine Reaktion: "Ja, aber wenn ich mal einen Mann heiraten sollte, dann geht das nicht!" 😊 Meine Frau und ich freuten uns extrem über seine Art des "na und?" 😊
    • ursus3000 07.03.2020 09:36
      Highlight Highlight Wenn ein 5jähriger sich solche Gedanken macht , würde ich mir Gedanken machen
    • Nausicaä 07.03.2020 10:40
      Highlight Highlight Haha! So ein cooles und cleveres Kind!
    • T@Bern 07.03.2020 10:48
      Highlight Highlight Wow, eindrücklich, wie euer kleiner Junge denkt. Das spricht d für eine liebevolle Erziehung und dafür, dass er nicht von fremden Moralvorstellungen beeinflusst ist. <3
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 07.03.2020 08:58
    Highlight Highlight "...wie es eigentlich im 21. Jahrhundert in einer modernen Gesellschaft selbstverständlich sein sollte."

    Ja Klaus, aber so ist das nun hier mal noch nicht! Wenn Homosexualität "normal" wäre, bräuchte es solche coming outs nicht, dann müsste er nicht darüber reden bzw. "sich erklären".
    Und wie in eurem früherem Artikel steht steht, war seine Angst allein (oder zumindest wohl zum grössten Teil) damit begründet, dass er in einer Gesellschaft aufwuchs, in dem es halt getreu der Linie unnormal war homosexuell zu sein.

    Also tus nicht ab als nicht der Rede Wert. Im Moment brauchts das noch.
    • Bruno Wüthrich 07.03.2020 10:16
      Highlight Highlight Hier hat wohl jemand etwas völlig falsch verstanden. Und die vielen Herzchengeber ebenfalls. Es steht doch nirgends, dass es die Coming outs nicht braucht.
    • Lllll 07.03.2020 10:23
      Highlight Highlight Homosexuelle Menschen sind normal, auch Heterosexuelle sind normal! Obschon man die Begrifflichkeit von „normal„ als Definition in ihrem Text nicht in diesem Zusammenhang nennen kann, sorry. Ich hoffe sehr, dass sich dank diesem grossartigen outing von Curdin Orlik noch viele weitere Männer und Frauen anschliessen werdern! Nur Mut, denn es ist „normal“ ;-)
  • code-e 07.03.2020 08:43
    Highlight Highlight Curdin Orliks coming out hat mich überrascht und sehr gefreut. Es braucht auch heute leider immer noch Mut dazu zu stehen, wer man ist. Curdin, du bist ein richtiger Mann, egal wie deine sexuelle Orientierung ist. Mit diesem Schritt hast du etwas wunderbares vollbracht. Nicht nur dür dich, sondern für ganz viele andere Männer, die deinem Beispiel hoffentlich folgen werden. Hut ab für deine Leistung
  • Samuelsson 07.03.2020 08:33
    Highlight Highlight Genau Deiner Meinung Klaus! Gut und vorbildlich für alle Sportlerinnen und Sportler.
  • Bernoulli 07.03.2020 08:30
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • SpiPat 07.03.2020 09:41
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Heb dä Latz! 07.03.2020 08:27
    Highlight Highlight Diejenigen die wegen irgendetwas bei anderen die Nase rümpfen werden nie von der Bildfläche verschwinden, dabei wäre es prima einfach: Leben und Leben lassen.
    • ursus3000 07.03.2020 09:38
      Highlight Highlight Genau meine Meinung , aber was soll der Artikel ? Geht mich ja nichts an

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