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Switzerland's Wendy Holdener celebrates after finishing second in a alpine ski, women's World Cup slalom in Kranjska Gora, Slovenia, Sunday, Feb. 16, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Zwei Podestplätze – Wendy Holdener hat die Schweiz in der Nationenwertung auf Kurs gehalten. Bild: AP

Erstmals seit 1989 wieder Skination Nummer 1? Holdener hält die Hoffnung am Leben



Obwohl die alpine Weltcup-Saison noch bis zum 22. März andauert, haben die Swiss-Ski-Fahrer zum jetzigen Zeitpunkt schon mehr Podestplätze errungen als im vergangenen Winter. Die Schweiz befindet sich auf Kurs zur Skination Nummer 1 – was sie seit 1989 nicht mehr war.

Wendy Holdener sorgte an diesem Wochenende in Kranjska Gora mit dem 3. Rang im Riesenslalom und dem 2. Rang im Slalom für die Podestplätze Nummer 37 und 38 der Saison. Das ist – bei 27 noch ausstehenden Rennen – schon einer mehr als im gesamten letzten Winter, der ebenfalls bereits zu den erfolgreicheren der jüngeren Geschichte gehört hatte. Zweitbeste Nation in der aktuellen Saison ist Italien mit 28 Top-3-Platzierungen, das lange Jahre dominierende Österreich hingegen hat erst deren 23.

Switzerland's Wendy Holdener celebrates at the finish area of an alpine ski, women's World Cup giant slalom, in Kranjska Gora, Slovenia, Saturday, Feb. 15, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Wendy Holdener hat der Schweiz schon 703 Weltcuppunkte beschert. Bild: AP

Um letztmals in einer Saison mehr Podestplätze für die Schweiz zu finden, dafür muss man in den Statistiken weit zurückgehen. Im Winter 1991/92 war es, als Vreni Schneider, Paul Accola, Franz Heinzer und Co. gar 50 Top-3-Klassierungen verzeichneten, davon nicht weniger als 20 Siege.

Gar 31 Jahre ist es her, dass Swiss-Ski letztmals den Nationencup für sich entschied. Seit 1990 ging diese Wertung – oftmals mit riesigem Vorsprung – ausschliesslich an Österreich. Noch vor sieben Jahren holte die ÖSV-Truppe mit 11'103 mehr als dreimal so viele Punkte wie die damals extrem schwächelnden «Skigenossen», denen es mit 3399 Punkten in der Nationenwertung nur zum miserablen 7. Rang reichte. Und noch im März 2015 lautete das Saison-Endergebnis zwischen Österreich und der Schweiz 11'617 zu 5362 Punkte.

670 Punkte Vorsprung für die Schweiz

Ganz anders treten die Schweizer jedoch in diesem Winter auf, mit bislang 7192 geholten Punkten, davon 4248 bei den Männern und 2944 bei den Frauen. Erzrivale Österreich sieht sich um bereits 670 Zähler distanziert. Punkten die Fahrer des aktuellen Leaders weiterhin im bisherigen Ausmass, so wird die Schweiz Ende der Saison mit über 10'000 Punkten dastehen. Was ihr seit der Umstellung auf das aktuelle Punktesystem (1991/92) erst einmal gelang: gleich in der ersten Saison mit 10'240 Punkten.

Der Stand in der Nationenwertung:

Bild

Nach 57 von 84 Rennen. bild: srf

Der Saison-Vergleich mit Österreich:

Mehr Schweizer Siege in einer Weltcup-Saison – bislang sind es neun – gab es schon nur im letzten Jahrzehnt mehrmals. So zuletzt 2015/16 mit elf Triumphen. Für deren sechs war damals die letztlich als Gesamtweltcupsiegerin dastehende Lara Gut-Behrami besorgt.

Nur dreimal zwei Siege am selben Tag

Auch im Bereich Siege gelang den Swiss-Ski-Exponenten in dieser Saison schon nicht Alltägliches. Am Sonntag vor einer Woche standen gleichentags Corinne Suter, die den Super-G in Garmisch-Partenkirchen gewann, und Loïc Meillard (Sieg im Parallel-Riesenslalom von Chamonix) zuoberst auf dem Podest.

Mehr als ein Schweizer Weltcupsieg am gleichen Tag, das hatte es im Jahrzehnt davor nur zweimal gegeben. Am 7. Februar 2016 triumphierten Gut-Behrami in Garmisch und Carlo Janka in Jeongseon jeweils im Super-G. Am 26. Januar 2014 setzten sich in der gleichen Disziplin ebenfalls Gut-Behrami in Cortina d'Ampezzo und Didier Défago in Kitzbühel durch. (pre/sda)

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