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Das Fussballstadion des FC Luzern ist kurz vor dem  geplanten Spielbeginn geschlossen. Wegen der Zunahme des Coronavirus in der Schweiz wurden saemtliche Super League Spiele verschoben, wie das Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel vom Sonntag, 1. Maerz 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

In der Luzerner Swissporarena läuft derzeit nichts. Bild: KEYSTONE

Hoffnung für Hockey und Fussball – Kurzarbeit wird bald möglich sein

Das grosse Problem für die Fussball- und Hockeyclubs in den beiden höchsten Ligen sind die Löhne. Ein grosser Teil der Trainer und Spieler haben Zeitverträge und können nicht auf Kurzarbeit gesetzt werden. In den nächsten Tagen wird sich das ändern.



Bei einem normalen Arbeitsvertrag besteht die Möglichkeit, in Krisen auf Kurzarbeit umzustellen. Bei Zeitverträgen – also Arbeitsverträgen, die für eine bestimmte Dauer ohne Kündigungsmöglichkeit abgeschlossen werden, ist Kurzarbeit nicht möglich. Zeitverträge sind für die Trainer und Spieler in den beiden höchsten Ligen im Fussball und im Hockey die Regel. Normale Arbeitsverträge haben die Angestellten im Sekretariat.

Der Bundesrat wird in den nächsten Tagen eine Gesetzesänderung beschliessen, die Kurzarbeit auch auf diesen Zeitverträgen möglich macht. Die praktischen Auswirkungen:

ZU DEN LEICHTATHLETIK-EUROPAMEISTERSCHAFTEN, VOM 12. BIS 17. AUGUST 2014 IN ZUERICH, SCHWEIZ, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM STADION LETZIGRUND ZUR VERFUEGUNG - Tribuenen, ein Teil der 400m Bahn und das Spielfeld im Fussball-Stadion Letzigrund in Zuerich, aufgenommen am 20. September 2007. Das Stadion mit einer Kapazitaet von 30'000 Sitzen wird als eines der acht Stadien an der UEFA EURO 2008 gebraucht werden, welche im Juni 2008 in der Schweiz und in Oesterreich stattfinden wird. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

View of the stands, a part of the 400 m tracks and the pitch of the football and track and field stadium Letzigrund in Zurich, Switzerland, pictured on September 20, 2007. The stadium with a capacity of 30'000 spectators is one of the eight stadiums of the UEFA EURO 2008 taking place in Switzerland and Austria in June 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Gähnende Leere auch im Zürcher Stadion Letzigrund. Bild: KEYSTONE

Bis zu einer Lohnsumme von ziemlich genau 148'000 Franken im Jahr (das ist die Obergrenze) kann Kurzarbeit beantragt werden. Das bedeutet, dass von der Arbeitslosenkasse 80 Prozent dieser Summe bezahlt werden. Auf die restlichen 20 Prozent muss der Spieler oder Trainer verzichten.

Wichtig dabei: die Kurzarbeit kann nur mit Einverständnis des betroffenen Arbeitnehmers eingeführt werden. Weigert sich ein Trainer oder Spieler das entsprechende Formular zu unterschreiben, kann der Klub nicht Kurzarbeit für diesen Trainer oder Spieler beantragen. Es wird nicht damit gerechnet, dass der Bundesrat die Obergrenze von 148'000 Franken mit Rücksicht auf die zum Teil exorbitanten Saläre im Fussball und Hockey erhöhen wird.

Diese Regelung bedeutet, dass die Klubs ihre Lohnzahlungen für eine Dauer, die der Bundesrat festlegen wird, auch für ihre Angestellten mit Zeitverträgen auf Kurzarbeit setzen können. Die Klubs können damit rechnen, dass diese Regelung ihre Lohnbuchhaltung mindestens so lange entlastet wie die Coronakrise andauert.

Nun ist es so, dass sehr viele Trainer und Spieler mehr, einige sehr viel mehr und noch ein paar sehr, sehr, sehr viel mehr als 148'000 Franken pro Jahr verdienen. Bei ihren Grossverdienern haben die Klubs Pech: Die Lohnsumme, die 148'000 Franken übersteigt, muss weiterhin bezahlt werden – es sei denn, ein Trainer oder Spieler ist zu einem freiwilligen Verzicht bereit.

Die Möglichkeit, die Kurzarbeits-Regelung auch auf Zeitverträge anzuwenden hat nichts mit den 50 Millionen zu tun, die für die Krisenhilfe des Spitzensportes bereitgestellt werden. Die Kurzarbeits-Regelung läuft übers Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die 50-Millionen-Hilfe über das Bundesamt für Sport (BASPO).

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    Alle Leser-Kommentare
  • Super8 20.03.2020 09:34
    Highlight Highlight Kurzarbeit nur für Staff und Spieler mit einem normalen Lohn wie jeder Büezer auch. Der Rest hat bis jetzt genug verdient.
  • RiniRinchen 20.03.2020 08:52
    Highlight Highlight Und was ist mit KMUS? All den Selbstständigerwerbenden? Allein in meinem Umfeld sind sicher 40% davon betroffen.
  • JonnyB 20.03.2020 06:05
    Highlight Highlight 148000 ist eine hübsche Summe. Einem Büetzer direkt ab Lehre wird erzählt, dass mit 4500.- (=54000) man eine 4-köpfige Familie ernähren kann... Ich würde die Lohnsumme deutlich verkleinern...
  • Elpampa 19.03.2020 23:46
    Highlight Highlight Ein Monatslohn von über 12000 ist auch für Schweizer Fussballer zu 85-90% utopisch, da werden deutlich tiefere Beträge gezahlt als Lohn...

  • triangular 19.03.2020 23:33
    Highlight Highlight Ehrlich jetzt? Sollen diese Personen doch erstmal ihre Millionen aufbrauchen, die Sie auf ihren Konten in irgendwelchen Steueroasen hinterlegt haben.

    Hilfe ist bei den KMUs notwendig und nicht bei den Multimilliardären.

    Meine Meinung!
    • Adrian Buergler 20.03.2020 06:01
      Highlight Highlight @triangular: Im Schweizer Eishockey und Fussball hat es keine Multimilliardäre unter den Spielern. In den zweiten Ligen ist der Lohn bei vielen Spielern vergleichbar mit anderen Arbeitern.
    • FaLa02 20.03.2020 06:22
      Highlight Highlight Der größte Teil der Sportler in den den zweiten Liegen verdienen nicht mehr als Handwerker, haben zum Teil auch Familie und suchen im Schnitt alle zwei /drei Jahre einen neuen Arbeitgeber, machen ev. Nebenbei noch Weiterbildungen wie andere auch ( es gibt ein Leben nach dem Sport!).......

      Die haben diese Hilfe auch nötig aber in de Köpfen der Bevölkerung ist Sportler ja kein Beruf....

      Über die Millionarios, an welche sie denken, müssen wir nicht diskutieren, da gebe ich ihnen recht, auch die zum Teil sehr gut verdienenden der obersten Profiligen sind nun nicht akut in Existenznot.....
  • Chnebeler 19.03.2020 23:00
    Highlight Highlight Würde eine Gesetzesanpassung im Sinne von "während der Ausserordentlichen Lage sind nur Saläre bis zur Obergrenze geschuldet" den den Vereinen nicht mehr helfen? Gleiches gilt für alle anderen Bereiche.
  • Chnebeler 19.03.2020 22:55
    Highlight Highlight Lieber Eismeister mit solchen Artikeln wird weder die Solidarität noch sonst etwas gefördert. So sehr ich deinen Stil zu schreiben liebe muss ich nun doch sagen es gibt wichtigere Baustellen für finanzielle unterstützung als den Spitzensport. Die Nothilfe sollte sich darauf beschränken, dass bisher gesunde und tüchtige Unternehmen überleben und die Geringverdiener möglichst ohne Einbusse durchkommen.

    So ist dem Sport am besten geholfen, da die wichtigsten Einnahmequellen (Sponsoren und Fans) a gesichert sind.
    • Hühne Bueber 20.03.2020 00:23
      Highlight Highlight Sehr viele Spieler in den Klubs mit kleinem Budget verdienen weniger als ihre Fans und arbeiten nebenbei bis zu 50%. Diese Geringverdiener sind genauso zu untertützen wie jeder andere Steuerzahler auch. Ich kenne diese Löhne aus verlässlicher Quelle....
    • Chnebeler 20.03.2020 07:01
      Highlight Highlight @Hüne Bueber
      Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Ich kenne die Vergütungen in den oberen Ligen auch sehr gut und weiss auch, dass das gefälle riesig ist. Es darf aber nicht sein, dass sich die Politik für Sportler einsetzt welche monatlich weit über 10'000 verdienen damit diese ohne Abstriche durchkommen während Angestellten im Detailhandel oder Kosmetik/Coiffeur oder Gastgewerbe welche für unter 4'000/Monat arbeiten einbussen bis 30% befürchten müssen.
    • Warumnicht 20.03.2020 15:09
      Highlight Highlight Meine Worte zu Deinem ersten und zweiten Beitrag Chnebeler. Sehr gute Haltung. merci
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whaaaat?_Son 19.03.2020 22:25
    Highlight Highlight Wieso muss die Obergrenze angepasst werden?
    • Zappenduster 19.03.2020 23:03
      Highlight Highlight " Es wird nicht damit gerechnet, " ;)
  • John Steam in the snail hole 19.03.2020 22:24
    Highlight Highlight Ich finde, man sollte die Hilfe auf Leute konzentrieren, welche sie auch wirklich benötigen. Da gehören natürlich auch Sportler dazu, keine Diskussion, aber wenn der alleinerziehenden Coiffeuse gekündet wird und der Fussballprofi nur noch 70% der 20.000 fr. erhält, dann stimmt was nicht. Ich hoffe, das wird einigermassen fair von statten gehen.
    • mikel 19.03.2020 22:59
      Highlight Highlight Finde auch, da Sportler bekanntermassen überbezahlt sind, sollten sie in solchen Situationen wie diese freiwillig auf einen Teil ihres Lohnes verzichten, und für einmal nicht auf die Berater hören. Sie würden sich damit auch Sympathien schaffen.
    • poltergeist 19.03.2020 23:17
      Highlight Highlight Es werden leider die am meisten erhalten die am lautesten jammern. Insbesondere Fussball scheint es da am Härtesten zu treffen, dabei ist das ja eigentlich nur ein Spiel. Ich hoffe einfach dass die Kleingewerbler nicht zu kurz kommen.
    • Hühne Bueber 20.03.2020 00:26
      Highlight Highlight Auf jeden Grossverdiener kommen im Spitzensport drei Spieler die einen normalen Arbeiterlohn verdienen. Das Spiel ist nur für die Fans nur ein Spiel, für die Profisportler ihr tägliches Brot!!
  • xXWILDXx 19.03.2020 22:10
    Highlight Highlight „Gähnende Leere auch im Zürcher Stadion Letzigrund“

    🤣
    • greeZH 20.03.2020 08:58
      Highlight Highlight Der FCZ hat 10'000 Zuschauer im Schnitt.
  • SeboZh 19.03.2020 22:02
    Highlight Highlight Diese armen Sportler.... Hab fast mitleid
    • Hühne Bueber 20.03.2020 00:18
      Highlight Highlight Wiso machst du dich hier lustig? Die meisten Spieler in der Swiss League arbeiten nebenbei 50% und verdienen im Sport wie ein normaler Durchschnittsarbeiter. Hier ist der Lohnausfall existenziell!
    • SeboZh 20.03.2020 06:05
      Highlight Highlight Nach dem Bericht über den FC Sion hält sich mein Mitleid in Grenzen. Zuerst sollte für die gesorgt werden, welche wirklich Hilfe brauchen

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