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Federer Nadal Djokovic

Nadal, Djokovic und Federer – nur einer kann als «GOAT» in die Geschichte eingehen. Bild: Shutterstock

«GOAT»-Debatte: Murray sieht Nadal und Djokovic am Ende vor Federer



Das «GOAT»-Rennen schien im Januar 2018 für immer entschieden zu sein. Roger Federer hatte beim Australian Open gerade den Titel verteidigt und seine 20. Grand-Slam-Trophäe gewonnen. Damit baute der heute 39-jährige Schweizer der seinen Vorsprung auf Nadal und Djokovic auf vier bzw. acht Titel aus. Doch längst hat sich das Blatt wieder gewendet: Während Federer seit damals leer ausgegangen ist, haben Nadal und Djokovic mit vier bzw. fünf Major-Titeln mächtig zugelegt und die Debatte um den «Grössten aller Zeiten» neu lanciert.

Nadal ist am Sonntag mit seinem 13. French-Open-Triumph in Sachen Grand-Slam-Titel mit Federers magischer 20er-Marke gleichgezogen. Djokovic, der den «Maestro» bald bei den meisten Wochen als Weltnummer 1 als Rekordhalter ablösen wird, liegt momentan zwar erst bei 17 Major-Titeln, bei seinem jetzigen Formstand lautet die Frage aber nicht ob, sondern wann er zu Federer aufschliessen wird.

Einer, der die «GOAT»-Frage am ehesten beantworten kann, will sich momentan nicht festlegen, wer dereinst die Nase vorn haben wird. «. Es ist unmöglich, diese Frage zu beantworten», erklärte Andy Murray gestern am Rande des ATP-Turniers in Köln. «Jemand kann sich verletzen. Oder es passiert ihnen so etwas wie mir. Das verändert deine gesamte Karriere.» Dennoch wagt er eine Prognose, welche die Schweizer Tennis-Fans nicht gerne hören werden: «Wenn sie alle fit bleiben und im selben Alter ihre Karriere beenden, glaube ich, dass es sich zwischen Rafa und Novak entscheidet.»

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

Besonders beeindruckt ist Murray derzeit von Nadal: «Er braucht nur noch einen Sieg in Paris, dann hat er an einem einzigen Turnier gleich viele Titel gewonnen wie Pete Sampras bei allen Grand Slams. Das ist einer der grössten Rekorde im Sport, wenn nicht sogar der grösste», so die ehemalige Weltnummer 1 weiter. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Zukunft wiederholt werden kann oder einer auch nur in diese Nähe kommen wird.»

Für Boris Becker wird Federer aber selbst der «GOAT» bleiben, wenn Nadal ihn bei der Anzahl Grand-Slam-Titel überflügeln sollten. Der 52-jährige Deutsche verglich die beiden Rivalen in seiner «Daily Mail»-Kolumne in den Kategorien Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag, Beinarbeit, Allrounder, Killerinstinkt, Langlebigkeit und Popularität – und kam zum Schluss, dass Federer knapp vor Nadal liegt. Vor allem wegen der unglaublichen Beliebtheit Federers: «Man kann ihn auf eine Stufe mit Muhammad Ali und Michael Jordan stellen.»

Doch im «GOAT»-Rennen hat auch Beckers ehemaliger Schützling Djokovic noch ein Wörtchen mitzureden. Ihn hat der Eurosport-Expete auch noch nicht abgeschrieben: «Novak dürfen wir nicht vergessen. Es wäre sehr dumm, ihn abzuschreiben. Zumal er mindestens noch fünf Jahre lang wettbewerbsfähig bleiben könnte», so Becker.

Federer, der nach einer erneuten Knie-Operation beim kommenden Australian Open auf die Tour zurückkehren wird, ist also gut beraten, in Melbourne so zurückzukehren wie 2017, als er nach siebenmonatiger Verletzungspause beim Comeback gleich den Titel gewann. Denn langsam aber sicher gehen dem «Maestro» und den Schweizer Tennis-Fans in der «GOAT»-Debatte die Argumente aus. (pre)

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