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Manuel Scheidegger am Hartlisberg in Steffisburg. bild: youtube/ls behind the camera gmbh

Berner Lehrer fährt mit dem Wheelie auf den Mount Everest



In Ermangelung von Velorennen erfreut sich in der Corona-Zeit ein anderes Format immer grösserer Beliebtheit. Beim sogenannten Everesting geht es darum, auf einem Velo 8848 Höhenmeter zu bezwingen – die Höhe des Mount Everest, des höchsten Bergs der Welt. Am Wochenende verbesserte der australische Radprofi Lachlan Morton den Rekord in der Höhenluft des US-Bundesstaats Colorado auf 7:29:57 Stunden.

Auch einem Schweizer gelang an diesem Wochenende ein historisches Everesting. Manuel Scheidegger, ein 40-jähriger Berufsschullehrer aus dem Kanton Bern, bewältigte die Aufgabe nur auf dem Hinterrad fahrend:

In kleinen Schritten denken

Scheidegger sass rund 21 Stunden lang im Sattel. 127 Mal fuhr er am Hartlisberg in Steffisburg eine 850 Meter lange Strecke mit 70 Höhenmetern hoch. Die Dunkelheit in der Nacht – er begann um 21 Uhr – sei besonders schwierig gewesen, erzählte er der «Jungfrau Zeitung». Deshalb sei er froh gewesen, dass ihn Kollegen abwechslungsweise begleiteten. «Als die Sonne aufging, habe ich mich sofort wieder sehr viel besser gefühlt.»

Ohnehin entscheide vor allem der Kopf über das Gelingen eines solchen Vorhabens, so Scheidegger. «Untrainiert kann man sowas natürlich nicht machen. Aber je länger so ein ‹Wettkampf› dauert, desto wichtiger wird die Kopfarbeit. Wenn ich anfangs an die 8848 Höhenmeter vom Mount Everest gedacht hätte, wäre ich vermutlich gar nicht erst aufs Rad gestiegen.» Er habe sich deshalb nicht den ganzen Berg vorgestellt, sondern sich immer nur einzelne Abschnitte als Ziel gesteckt, so der Ex-Inhaber des Wheelie-Stunden-Weltrekords (2015 schaffte er 25,72 Kilometer).

Scheideggers Ehefrau stammt aus Nepal – er hat also einen besonderen Bezug zum Himalaya und zum Mount Everest. Sein Everesting verband er deshalb mit einer Spendenaktion für sein Projekt «Wheels 4 Nepal». Er sammelt Geld, damit ein Waisenheim eine Velo-Werkstatt aufbauen kann. Dazu werden Gebäude benötigt, Werkzeuge, weitere Einrichtungen und es müssen auch diverse Bewilligungen eingeholt werden. Scheidegger rechnet mit Kosten von etwa 20'000 Franken. Etwa einen Drittel des nötigen Betrags habe er mittlerweile beisammen. (ram)

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