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Alle gehören zu unseren Lieblingen – aber wer schwingt obenaus? bild: keystone/Watson

Unsere ewigen Ski-Helden ohne Schweizer Kreuz – und wen wir gar nicht mögen

  Sportredaktion
Sportredaktion



Die Schweiz ist drauf und dran, erstmals nach 30 Saisons österreichischer Dominanz die Nationenwertung im Ski-Weltcup zu gewinnen. Auch wenn draussen so gut wie nie Schnee liegt, winkt ein historischer Winter.

Doch natürlich drücken wir auch anderen die Daumen. Das sind, ganz subjektiv, unsere «Lieblinge ohne Schweizer Kreuz» – und jene Athletinnen und Athleten, bei denen es ziemlich «wurscht» ist, wenn sie einfädeln oder verwachst haben:

Die Lieblingsfahrerinnen

Sie sind oder waren ausgezeichnet, sie haben keinen Schweizer Pass und wir mögen sie trotzdem:

Platz 10: Isolde Kostner 🇮🇹

Italian Isolde Kostner celebrates on the podium after winning the downhill World Cup race on the Krummholz piste in Haus / Ennstal on Saturday, 31 January 2004. Isolde Kostner of Italy claimed her first ski racing World Cup win since November 2001 on Saturday in a downhill race. The local heroine Goetschl came second in 1:39.66 minutes and Swiss Frenz Aufdenblatten was third on the podium in 1:39.90 minutes. (KEYSTONE/EPA/Robert Jaeger)

2x Weltmeisterin, 6 Medaillen an Grossanlässen, 15 Weltcupsiege, 51 Podestplätze. Bild: EPA

«Womöglich die beste Gleiterin in der Geschichte des Weltcups – zwei Drittel ihrer Rennen gewann sie in Cortina d'Ampezzo und Lake Louise. Kostner war aber auch dann schnell, wenn die Strecke anspruchsvoll war. Heute führt sie gemeinsam mit ihrem Mann, Ex-Speedfahrer Werner Perathoner (zwei Weltcupsiege), ein Hotel in Val Gardena.»

Platz 9: Carole Merle 🇫🇷

Katharina Gutensohn, gewinnt bei den Ski Alpin Weltcup-Rennen in Veysonnaz die erste von zwei Abfahrten Carole Merle, links, und Michela Figini, rechts, aufgenommen am 3. Februar 1990. (KEYSTONE/Str)

Weltmeisterin, 4 Medaillen an Grossanlässen, 22 Weltcupsiege, 44 Podestplätze. Bild: KEYSTONE

«Sie war ‹Miss Super-G›. Vier Winter in Folge holte die Französin die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin. Nach der Karriere geriet Merle in die Schlagzeilen, weil sie ihr Vermögen von mehreren Millionen Franken verloren hatte. Ihr Onkel hatte sie schlecht beraten.»

Platz 8: Mikaela Shiffrin 🇺🇸

epa08165949 Winner Mikaela Shiffrin of the USA celebrates on the podium for the Women's Super G race of the Alpine Skiing World Cup in Bansko, Bulgaria, 26 January 2020.  EPA/VASSIL DONEV

2x Olympiasiegerin, 5x Weltmeisterin, 10 Medaillen an Grossanlässen, 3x Gesamtweltcupsiegerin, 66 Weltcupsiege, Siege in jeder Disziplin. Bild: EPA

«Das Wunderkind stand noch vor dem 17. Geburtstag zum ersten Mal auf dem Weltcup-Podest und den 19. Geburtstag durfte Shiffrin bereits als Olympiasiegerin und Weltmeisterin feiern. Sie ist drauf und dran, die erfolgreichste Skirennfahrerin der Geschichte zu werden.»

Platz 7: Sofia Goggia 🇮🇹

epa08070441 Sofia Goggia of Italy celebrates in the finish area after winning the Women's Super-G race at the FIS Alpine Ski World Cup in St. Moritz, Switzerland, 14 December 2019.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Olympiasiegerin, 3 Medaillen an Grossanlässen, 7 Weltcupsiege, 27 Podestplätze. Bild: EPA

«Eine Draufgängerin, die sich am legendären Motto des Schweizer Slalomfahrers Didier Plaschy orientiert: ‹Sieg oder Sarg.› Wenn es aufgeht, steht Goggia fast immer auf dem Podest. Aber zu oft geht es eben nicht auf, sie stürzt und fällt regelmässig mit schweren Verletzungen aus.»

Platz 6: Anna Veith 🇦🇹

Die frisch gebackene Olympia-Siegerin Anna Fenninger bei einem Empfang  auf dem Dorfplatz in ihrer Heimatgemeinde Adnet (Tennengau) am Freitag, 21. Februar 2014. KEYSTONE/APA-FOTO: BARBARA GINDL

Olympiasiegerin, 3x Weltmeisterin, 9 Medaillen an Grossanlässen, 2x Gesamtweltcupsiegerin, 15 Weltcupsiege. Bild: APA

«Als Anna Fenninger räumte die Salzburgerin in jungen Jahren schon ab und wurde als gute Freundin von Lara Gut-Behrami auch von vielen Schweizer Skifans ‹adoptiert›. Nach vielen Verletzungen musste sich Anna Veith 1001 Tage gedulden, ehe sie wieder im Weltcup siegen konnte. Nach einer weiteren Zwangspause zeigte die Formkurve zuletzt nach oben. Sie hat noch nicht genug.»

Platz 5: Anja Pärson 🇸🇪

Picture 4 of 4 - Anja Paerson of Sweden runs to do her traditional victory jump and slide in the finish area after winning the women's World Cup Super-G during the Alpine Ski World Cup finals, in Parpan - Lenzerheide, Switzerland, Thursday, March 15, 2007. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Olympiasiegerin, 7x Weltmeisterin, 19 Medaillen an Grossanlässen, 2x Gesamtweltcupsiegerin, 42 Weltcupsiege, Siege in jeder Disziplin. Bild: KEYSTONE

«Wir fieberten nur schon deshalb mit ihr mit, um im Ziel ihren ‹Diver› zu sehen. Das Naturtalent aus Tärnaby, wo auch Ingemar Stenmark herkommt, errang WM-Gold in jeder Disziplin – was für eine Leistung! Nach ihrem Rücktritt verriet Pärson, seit fünf Jahren mit einer Frau zu leben, mittlerweile ist das Paar verheiratet und hat zwei Söhne.»

Platz 4: Tina Weirather 🇱🇮

Liechtenstein's Tina Weirather celebrates her victory in the women's World Cup super-G ski race at Lake Louise, Alta., Sunday, Dec. 3, 2017. (Jeff McIntosh/The Canadian Press via AP)

Olympia-Bronze, WM-Silber, 2x Disziplinenweltcup Super-G, 9 Weltcupsiege, 41 Podestplätze. Bild: AP/The Canadian Press

«Als Liechtensteinerin, die mit dem Schweizer Team trainiert, gehört sie ‹zu uns›. Wir freuen uns mit der charmanten Weirather, wenn sie Erfolg hat und wir zählen sie gerne zum Schweizer Resultat, um dieses falls nötig aufzupolieren.»

Platz 3: Julia Mancuso 🇺🇸

FILE- In this Monday, Sept. 25, 2017 file photo, United States Olympic Winter Games alpine skier Julia Mancuso poses for a portrait at the 2017 Team USA Media Summit, in Park City, Utah. Slowed by persistent hip problems, four-time Olympic medalist Julia Mancuso has announced she will retire after a goodbye run in a World Cup downhill Friday,  Jan. 19, 2018. (AP Photo/Rick Bowmer, file)

Olympiasiegerin, 9 Medaillen an Grossanlässen, 7 Weltcupsiege, 36 Podestplätze. Bild: AP

«Extrovertiert, schrill, laut – Mancuso war mit ihrer erfrischenden Art in jeder Hinsicht ein Gewinn für den Ski-Weltcup. Die Amerikanerin, die beim Abschied als ‹Wonder Woman› verkleidet antrat, war zugleich Teamkollegin von Lindsey Vonn wie auch Rivalin. Zu unterschiedlich waren die beiden, als dass sie dicke Freundinnen hätten werden können. Unser Herz schlug nicht für die verbissene Vonn, die dafür wesentlich erfolgreicher war.»

Platz 2: Pernilla Wiberg 🇸🇪

Womens Downhill World Cup Race, December 18, 1999, at St. Moritz (Switzerland). The Winner of Todays Race , Pernilla Wiberg from Sweden on the Podium. (KEYSTONE/Karl Mathis) === ELECTRONIC IMAGE ===

2x Olympiasiegerin, 4x Weltmeisterin, 9 Medaillen an Grossanlässen, Gesamtweltcupsiegerin, 24 Weltcupsiege, Siege in jeder Disziplin. Bild: KEYSTONE

«Als sie 1996/97 den Gesamtweltcup gewann, bestritt sie sämtliche 32 Rennen des Winters, stand 18 Mal auf dem Podest und kam 24 Mal in die Top 5. Wiberg war ein Musterbeispiel an Ausgeglichenheit und Konstanz, schwere Knieprobleme – sie musste zwölf Operationen über sich ergehen lassen – verhinderten eine noch grössere Karriere der heutigen Sportfunktionärin und Hotelbesitzerin.»

Platz 1: Deborah Compagnoni 🇮🇹

Italy's ski ace Deborah Compagnoni poses with her olympic medals, from left, Nagano 1998 silver in special slalom, Lillehammer 1994 gold in giant slalom, Albertville 92 gold in Super G, Nagano 1998 gold in giant slalom, at her house in Santa Caterina di Valfurva, in northern Italy, Saturday, March 14, 1998. Compagnoni is enjoying a short vacation in her alpine hometown. (AP Photo/Armando Trovati)

3x Olympiasiegerin, 3x Weltmeisterin, 7 Medaillen an Grossanlässen, 16 Weltcupsiege, 44 Podestplätze. Bild: AP

«In der Regel stossen Athleten via Slalom in den Weltcup, bei Compagnoni war es genau umgekehrt. Sie feierte zunächst Erfolge im Super-G, dann im Riesenslalom und schliesslich im Slalom. Dem Star aus Bormio wurde eine Liaison mit Alberto Tomba angedichtet, Compagnoni entwarf Renndresses und lief auf dem Catwalk. Mit der Mode ist sie nach wie vor verbunden: Als Ehefrau von Alessandro Benetton, Sohn des Benetton-Gründers und einst Teamchef in der Formel 1, als Michael Schumacher Weltmeister wurde.»

Die Lieblingsfahrer

Sie sind oder waren ausgezeichnet, sie haben keinen Schweizer Pass und wir mögen sie trotzdem:

Platz 10: Dominik Paris 🇮🇹

Second placed Italy's Dominik Paris celebrates at the end of an alpine ski, World Cup men's downhill in Wengen, Switzerland, Saturday, Jan. 18, 2020. (AP Photo/Marco Tacca)

1x Weltmeister, 1x WM-Silber, 18 Weltcupsiege, Sieger Super-G-Weltcup 2019. Bild: AP

«Selbst für einen Südtiroler hat Paris, der aus dem Ultental kommt, einen krassen Dialekt. Mit ein Grund dafür, dass der Lebemann bei uns so populär ist, obwohl er Beat Feuz' härtester Gegner ist. Ein anderer Grund ist, dass Paris und Feuz trotz ihrer Rivalität auf der Piste daneben befreundet sind. Und Feuz' Freunde sind auch unsere Freunde.»

Platz 9: Benjamin Raich 🇦🇹

Austria's Benjamin Raich, third placed, celebrates on the podium at the end of an alpine ski, men's World Cup giant slalom competition in Garmish Partenkirchen, Germany, Sunday, March 1, 2015. (AP Photo/Alessandro Trovati)

2x Olympiasieger, 3x Weltmeister, 14 Medaillen an Grossanlässen, Gesamtweltcupsieger, 36 Weltcupsiege. Bild: Ap

«Wir tun uns ja oft schwer, österreichische Skirennfahrer zu mögen. Der so sympathische Raich machte es uns aber leicht, dass wir unseren Erzrivalen zumindest ein bisschen den Sieg gönnten.»

Platz 8: Marco Büchel 🇱🇮

TV ski expert and former ski racer Marco Buechel of Liechtenstein poses in the finish area, after the Downhill race of the FIS Alpine Ski World Cup season at the Lauberhorn, in Wengen, Switzerland, Saturday, January 16, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

1x WM-Silber, 4 Weltcupsiege, 18 Podestplätze. Bild: KEYSTONE

«Kein Schweizer, aber fast und deshalb ‹einer von uns›, wenn es gegen die Österreicher ging. Und einer, der nie um einen guten Spruch verlegen war. Keine Überraschung, dass aus Büchel ein TV-Experte wurde – eine Überraschung, dass sich das SRF ihn nicht geschnappt hat.»

Platz 7: Felix Neureuther 🇩🇪

Felix Neureuther, of Germany, celebrates at the finish area after taking the first place of an alpine ski, men's World Cup slalom in Madonna di Campiglio, Italy, Monday, Dec. 22, 2014. Felix Neureuther took advantage of soft snow conditions to win a World Cup slalom race Monday night and take the lead in the discipline standings from Austrian rival Marcel Hirscher, who was only seventh. (AP Photo/Marco Trovati)

Weltmeister 2005, fünf WM-Medaillen, 14 Weltcupsiege, 50 Podestplätze. Bild: AP

«Unsere Eltern schwärmten schon für seine Eltern, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Und wir für ihn, denn Felix Neureuther fand das richtige Mass zwischen sportlicher Seriosität und Unterhaltung.»

Platz 6: Kristian Ghedina 🇮🇹

Italian ski racer Kristian Ghedina reacts after the downhill training on the

2x WM-Silber, 1x WM-Bronze, 13 Weltcupsiege, 43 Podestplätze. Bild: KEYSTONE

«Wenn die italienische Ulknudel am Start einer Abfahrt stand, drückten auch wir ihr die Daumen. Kaum einer, der so mutig schien wie der verwegene Ghedina.»

Platz 5: Kjetil Andre Aamodt 🇳🇴

Kjetil Andre Aamodt of Norway celebrates with the gold medal he won in today's Alpine Skiing Super-G, in the mixed zone of the medal ceremony in Turin, Italy, Saturday, February 18, 2006, during the XX. Turin 2006 Olympic Winter Games. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

4x Olympiasieger, 5x Weltmeister, 20 Medaillen an Grossanlässen, Gesamtweltcupsieger, 21 Weltcupsiege. Bild: KEYSTONE

«Er war gemeinsam mit seinem ‹Ski-Zwilling› Lasse Kjus in erster Linie deshalb so beliebt, weil er in einer düsteren Schweizer Phase dafür sorgte, dass die Österreicher nicht alles gewannen. Er siegte in jeder Disziplin und konnte bis auf die Abfahrt auch in jeder Disziplin eine kleine Kristallkugel erringen.»

Platz 4: Hermann Maier 🇦🇹

Hermann Maier from Austria speeds down to the course to take first place in the men's  Ski World Cup giant slalom race in Val d'Isere, France, Sunday Dec. 10, 2000. (KEYSTONE/AP Photo/Alessandro Trovati) === ELECTRONIC IMAGE ===

2x Olympiasieger, 3x Weltmeister, 10 Medaillen an Grossanlässen, 4x Gesamtweltcupsieger, 54 Weltcupsiege. Bild: AP

«Jahrelang vom Verband übergangen, liess der ‹Herminator› seine Wut an den Gegnern aus. Er liess sich weder vom ‹Jahrhundertsturz› in Nagano aufhalten noch von einem Töffunfall, der ihn beinahe ein Bein kostete. Der Ausserirdische wurde demütig, zeigte nun auch eine andere Seite. Rennen, Medaillen und Gesamtweltcup gewann Maier auch nach dem Unfall nochmals – unfassbar!»

Platz 3: Aksel Lund Svindal 🇳🇴

FILE - In this Saturday, March 10, 2018 file photo, Norway's Aksel Lund Svindal celebrates after taking third place in an alpine ski, men's World Cup downhill, in Kvitfjell, Norway. Aksel Lund Svindal’s chronically injured knee felt so terrible after last season that retirement seemed his only option. But the Olympic downhill champion refused to give in. He didn’t join his Norwegian teammates for summer training but he’s now giving himself “a 50-50 chance” of hitting the slopes again in the new season, which starts Sunday, Oct. 28. (AP Photo/Alessandro Trovati, file)

2x Olympiasieger, 5x Weltmeister, 13 Medaillen an Grossanlässen, 2x Gesamtweltcupsieger, 36 Weltcupsiege. Bild: AP

«Der ‹Super-Elch› war in den Interviews immer freundlich, auf der Piste immer unerbittlich. Ein Jahrzehnt lang war Svindal der beste Speedfahrer der Welt. Einige Jahre lang bildete er mit der US-Amerikanerin Julia Mancuso das Traumpaar der Ski-Welt.»

Platz 2: Alberto Tomba 🇮🇹

Former Italian ski racer Alberto Tomba reacts during the second run of the women's World Cup Slalom race at the Alpine Ski World Cup finals, in Schladming, Austria, Saturday, March 17, 2012. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

3x Olympiasieger, 2x Weltmeister, Gesamtweltcupsieger, 50 Weltcupsiege. Bild: KEYSTONE

«Tomba la Bomba fuhr wie auf Schienen und gewann noch mehr Slaloms als Marcel Hirscher. Der Sunnyboy war mit der Miss Italia zusammen und so über den Sport hinaus eine populäre Figur.»

Platz 1: Bode Miller 🇺🇸

Bode Miller of USA arrives for the start number draw for the Super Combined race at the FIS Ski World Cup at the Lauberhorn in Wengen, Switzerland, Thursday, January 13, 2011. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

1x Olympiasieger, 4x Weltmeister, 2x Gesamtweltcupsieger, 33 Weltcupsiege. Bild: KEYSTONE

«Der einzige mit mindestens fünf Weltcupsiegen in jeder Disziplin – und einfach eine coole Rennfahrer-Sau, bei der es nur Sieg oder Sturz gab. Miller war Synonym für ‹Showtime› und einer, der dem Skisport extrem gut tat.»

Die Lieblings-Österreicher

Wer bereits oben erwähnt wurde, kommt nicht noch einmal vor.

Hans Knauss 🇦🇹

Austrian skier Hans Knauss answers questions of a tv crew of the Austrian Television ORF after a hearing at the Court of Arbitration for Sport, CAS, in Lausanne, Switzerland, Monday, June 27, 2005. Knauss was tested positive on the banned steroid nandrolone following a men's World Cup downhill at the end of November 2004 in Lake Louise, Canada. He asked for a hearing hoping that his 18 month ban imposed by the International Ski Federation FIS could be reduced to 12 months. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

3 Medaillen an Grossanlässen, 7 Weltcupsiege, 27 Podestplätze. Bild: KEYSTONE

Ralf Meile:

«Skirennen schaue ich seit Jahrzehnten fast immer im ORF. Ex-Rennfahrer Hans Knauss unterhält mich dabei bestens als Co-Kommentator, der zugleich kompetent und (manchmal wohl auch unfreiwillig) komisch ist. Ein bäriger Typ.»

Fritz Strobl 🇦🇹

Austria's Fritz Strobl speeds down the course during an Alpine Ski Men's Super-G, at the World Cup finals in Lenzerheide, Switzerland, Thursday, March 15, 2007. Fritz Strobl, the 2002 Olympic downhill champion, ended his career by skiing down the slope in a Mozart costume complete with wig. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Olympiasieger, Weltmeister, 9 Weltcupsiege, 31 Podestplätze. Bild: AP

Philipp Reich:

«Wegen seines schleichenden Fahrstils wurde Fritz Strobl nur ‹The Cat› genannt, trotzdem hält er noch immer den Streckenrekord auf der Streif. Mit seinem sympatisch trockenen Humor sorgte er immer wieder für lustige Interview-Perlen. Ewig in Erinnerung bleibt aber sein Gassenhauer ‹Genie auf Ski›, den er 2007 für einen Teamsponsor aufnahm und der danach die Hitparade stürmte.»

Da ist der Ohrwurm!

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«Ich bin der Mozart der Mausefalle ...» Video: YouTube/Josi Glaser

Alexandra Meissnitzer 🇦🇹

Austrian Alexandra Meissnitzer celebrates after winning the women's super-G in Altenmarkt/Zauchensee on Saturday, 11 December 2004. (KEYSTONE/EPA/Robert Jaeger)

2x Weltmeisterin, 6 Medaillen an Grossanlässen, Gesamtweltcupsiegerin, 14 Weltcupsiege, 44 Podestplätze. Bild: EPA

Sandro Zappella:

«Alexandra Meissnitzer mochte ich schon immer. Seit ihrem Karrierenede 2008 ist sie bei ORF als Kommentatorin im Einsatz und macht das so gut, dass ich die Skirennen – oder zumindest die Vorberichterstattung – regelmässig bei den Österreichern verfolge.»

Marcel Hirscher 🇦🇹

1 / 13
Die einzigartige Karriere von Skirennfahrer Marcel Hirscher
quelle: epa/epa / antonio bat
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Adrian Bürgler:

«Hirscher hat zwar für den Erzrivalen Österreich so manchen Punkt geholt, aber ich habe ihn immer respektiert. Jedes Mal, wenn ich ihn habe fahren sehen, staunte ich und dachte: ‹Verdammt, ist das ein brillanter Skifahrer.› Wie oft er sich in Extremsituationen noch retten konnte, war unvergleichlich. Und sind wir ehrlich: Mit dem verhältnismässig frühen Rücktritt hat er uns dieses Jahr die Führung in der Nationenwertung ermöglicht.»

Rainer Schönfelder 🇦🇹

APA15319442 - 27102013 - SÖLDEN - ÖSTERREICH: Der zurückgetretene österreichische Skirennläufer Rainer Schönfelder am Sonntag, 27.Oktober 2013, als Vorläufer vor dem 2. Durchgang des Riesentorlaufs der Herren am Rettenbachferner in Sölden. APA-FOTO: ROBERT JAEGER

4 Medaillen an Grossanlässen, 5 Weltcupsiege, 22 Podestplätze. Bild: APA

Reto Fehr:

«Was für ein Paradiesvogel. Wäre er ein Fussballer, wäre er ein nigerianischer Ballkünstler: Alle wollen ihn sehen, aber er gewinnt nur selten etwas. Leider hat er zu wenig aus seinem Potenzial gemacht.»

Marc Girardelli 🇱🇺

Marc Girardelli jubelt im Ziel nach seinem Sieg im Riesenslalom am Chuenisbaergli, aufgenommen im Januar 1989 in Adelboden. (KEYSTONE/Str)

4x Weltmeister, 13 Medaillen an Grossanlässen, 5x Gesamtweltcupsieger, 46 Weltcupsiege, Siege in jeder Disziplin. Bild: KEYSTONE

Alle:

«Natürlich deshalb unser Lieblings-Österreicher, weil er nach einem Krach mit dem Verband alle seine Erfolge als Luxemburger einfuhr.»

Harti Weirather 🇦🇹

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Weltmeister, 6 Weltcupsiege, 17 Podestplätze. Video: YouTube/Knöppel TV

Jack Stoiker:

«Franz Klammer. Sepp Walcher. Bartl Gensbichler. Bartl Gensbichler! Erwin Resch. Toni Steiner. Gerhard Pfaffenbichler. Gerhard Pfaffenbichler! Harti Weirather! Harti Weirather! Harti Weirather! Harti Weirather, ehr Wichser!»

Underdogs und vergessene Helden

AJ Kitt 🇺🇸 und Chad Fleischer 🇺🇸

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Fleischers Crash am Hahnenkamm. Er wurde einmal Zweiter im Weltcup. Kitt gewann eine Abfahrt und stand in sechs Rennen auf dem Podest. Video: YouTube/In Search of Speed

Ralf Meile:

«Primär wegen der geilen Namen. Kitt – wie das Auto vom Knight Rider! – behauptete, das AJ stehe für Alpine Jet. Eigentlich heisst er Alvar Ross. Und Chad Fleischer, come on! Der Name klingt doch erfunden. Unvergessen, wie es ihn in Kitzbühel beim Zielsprung hingeschmissen hat und welch unverschämtes Glück er dabei gehabt hat.»

Manuela Mölgg 🇮🇹

Manuela Moelgg, of Italy, celebrates on the podium after finishing third place in the women's FIS Alpine Skiing World Cup giant slalom race, Saturday, Nov. 25, 2017, in Killington, Vt. (AP Photo/Charles Krupa)

6x Zweite, 8x Dritte im Weltcup – aber weder Sieg noch Medaille an einem Grossanlass. Bild: Ap

Sandro Zappella:

«So oft hatte sie den Sieg auf dem Silbertablett serviert, immer wieder scheiterte sie, meist hauchdünn. Kaum eine Skifahrerin schaffte es mit so grossen Qualitäten, so gut wie nichts zu gewinnen. Immerhin hat Bruder Manfred 4 Weltcupsiege, 3 WM-Medaillen und einmal den Slalomweltcup geholt. Zusammen führen die Geschwister nun ein Hotel in St. Vigil.»

Tommy Moe 🇺🇸

Tommy Moe 1994 Lillehammer

Olympiasieger, Olympia-Silber, 1 Weltcupsieg, 7 Podestplätze. Bild: AP

Philipp Reich:

«Seine zu kurze Karriere endete tragisch: Beim Feiern in Kitzbühel wollte er spätabends über die Theke klettern und schnitt sich an einer kaputten Flasche die Sehnen beim Daumen durch. Tommy Moe mochte ich aber vor allem wegen seines Namens und weil er 1994 in Lillehammer die Speed-Rennen dominierte.»

Albert Popov 🇧🇬

epa08073298 Albert Popov of Bulgaria in action during the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Val d'Isere, France, 15 December 2019.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

2x in den Top Ten des Weltcups. Bild: EPA

Adrian Bürgler:

«Der 22-Jährige bietet eine tragische Story: Sein einstiger Trainer Drago Grubelnik starb bei einem Verkehrsunfall nach dem Riesenslalom in Sölden 2015, als der Minibus des bulgarischen Teams 250 Meter in ein Tal stürzte. Auch der damals 18-jährige Popov wurde verletzt. Er kämpfte sich aber körperlich und mental an die Weltspitze zurück. Sein Fahrstil wirkt aufgrund seiner geringen Körpergrösse so anders als der der Konkurrenz, das macht ihn doppelt sympathisch.»

Picabo Street 🇺🇸

Picabo Street of Sun Valley, Idaho, passes a gate on her way to winning the gold medal in the Women's Super-G at the XVIII Olympic Winter Games in Hakuba Wednesday Feb. 11, 1998. (AP Photo/Diether Endlicher)

Olympiasiegerin, Weltmeisterin, 9 Weltcupsiege, 17 Podestplätze. Bild: AP NY

Ralf Meile:

«Ihre Eltern waren Hippies und der Vorname bedeutet in Indianersprache ‹glänzendes Wasser›. Eine nach ihr benannte Skipiste heisst ‹Picabo's Street›. Was für ein gelungener Wortwitz!»

Dave Ryding 🇬🇧

Britain's Dave Ryding reacts after completing an alpine ski, men's World Cup slalom, in Zagreb, Croatia, Thursday, Jan. 4, 2018. (AP Photo/Giovanni Auletta)

2x Zweiter im Weltcup. Bild: AP

Reto Fehr:

«Man kann als Brite doch alles werden: Fussballer, Rugbyspieler, Cricketspieler, Dartspieler, Snookerspieler – aber doch nicht Skifahrer. Eigentlich weiss Ryding selbst, dass er im Weltcup nicht wirklich Chancen hat. Aber irgendwie kämpft er seit Jahren doch immer wieder vorne mit. Ich würde ihm den ersten Slalomsieg noch mehr gönnen als Wendy Holdener.»

Wen wir nicht mögen

Hansjörg Tauscher 🇩🇪

DOWNHILL MEDALIST: Downhill Gold medalist Hansjoerg Tauscher, of West Germany, rides the shoulders Switzerlands second place finisher Peter Mueller (left) and Karl Alpinger at the World Alpine Championships medal presentation ceremony in Vail (Colorado), Beaver Creek on Februar 06, 1989. (AP-Photo/stf/Rudi Blaha)

Abfahrts-Weltmeister 1989. Drei Jahre später einmal Dritter im Weltcup. Das war's. Bild: AP

Ralf Meile:

«Obwohl meinem Idol Pirmin Zurbriggen die WM-Abfahrt von Vail 1989 misslingt, könnte das Schweizer Team einen historischen Vierfachsieg feiern. Doch Tauscher, diese Eintagsfliege, die im Weltcup weder vorher noch nachher jemals gewinnt, setzt sich völlig überraschend vor Titelverteidiger Peter Müller, Karl Alpiger, Dani Mahrer und William Besse durch. Was war ich traurig und hässig auf diesen Tauscher!»

Kathrin Zettel 🇦🇹

Kathrin Zettel of Austria celebrates in the finish area after taking second place in an alpine ski, women's World Cup slalom in Sljeme, Zagreb, Croatia, Sunday, Jan. 4, 2015. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Weltmeisterin, 4 Medaillen an Grossanlässen, 9 Weltcupsiege, 52 Podestplätze. Bild: AP

Sandro Zappella:

Vor rund zehn Jahren dominierten die Österreicherinnen die Slaloms dank Marlies Schild, Nicole Hosp und Kathrin Zettel. Ich konnte sie alle nicht leiden, aber letztere war mir am unsympathischsten. 2009 schnappte Zettel der damals 17-jährigen Lara Gut dann noch WM-Gold in der Kombi weg. Von da an hatte ich sie auf dem Zettel.

Henrik Kristoffersen 🇳🇴

Norway's Henrik Kristoffersen celebrates winning an alpine ski, men's World Cup slalom, in Schladming, Austria, Tuesday, Jan. 28, 2020. (AP Photo/Pier Marco Tacca)

Weltmeister, 3 Medaillen an Grossanlässen, 21 Weltcupsiege, 61 Podestplätze. Bild: AP

Adrian Bürgler:

«Er ist bei mir seit 2016 unten durch. Statt sich mit Hirscher ein packendes Duell um die Slalomkugel zu liefern, ‹trötzelte› der damalige Youngster. Weil er Red Bull als Helmsponsor wollte und der norwegische Verband das nicht zuliess, verpasste er Teile der Saisonvorbereitung und den Slalom von Levi. Geht gar nicht.»

Michael Walchhofer 🇦🇹

epa01198768 Austrian skier Michael Walchhofer during a training session of the men's World Cup alpine skiing downhill race in Val Gardena, Italy, 12 December 2007. EPA/ETTORE FERRARI

Weltmeister, 5 Medaillen an Grossanlässen, 19 Weltcupsiege, 49 Podestplätze. Bild: EPA

Philipp Reich:

«Natürlich mochte ich Walchhofer primär nicht, weil er als österreichischer Abfahrer schlicht zu oft gewann. Aber er wirkte auch immer etwas steif, verbissen und überehrgeizig. Er war mir wohl einfach zu bieder. Gross war bei mir 2006 die Freude, als bei den Olympischen Spielen in Turin der Franzose Antoine Dénériaz dem Walchhofer mit Startnummer 30 noch Abfahrtsgold vor der Nase wegschnappte. Schaut euch das ORF-Video dazu an! 😂»

abspielen

Experte Armin Assinger und Reporter Robert Seeger können es nicht fassen. 😂 Video: YouTube/skischus

Patrick Ortlieb 🇦🇹

9 FEB 1992:  PATRICK ORTLIEB OF AUSTRIA RECEIVES HIS GOLD MEDAL FOR HIS WIN IN THE MENS DOWNHILL AT THE 1992 ALBERTVILLE WINTER OLYMPICS. ORTLIEB WINS WITH A TIME OF 1:50.37.

Olympiasieger, Weltmeister, 4 Weltcupsiege, 20 Podestplätze.

Reto Fehr:

«Wäre er Fussballer, er wäre Vorstopper gewesen: Ein Haudegen, wenig Gefühl, viel Wille und wenn du denkst, endlich ist er zurückgetreten, geht's ein paar Jahre und er zaubert eine Tochter hervor.»

Maria Höfl-Riesch 🇩🇪

epa04133481 (FILE) A file picture dated 13 March 2008 shows Germany's Maria Riesch posing with her crystal globe trophies on the podium after winning the women's overall Super-G and the Super Combined World Cup titles at the Alpine Skiing World Cup finals in Bormio, northern Italy. Three-time Olympic champion Maria Hoefl-Riesch of Germany said on 20 March 2014 that she is ending her skiing career with immediate effect. The all-rounder Hoefl-Riesch was the most successful German skier in recent years as she won super-combined and slalom gold at the 2010 Olympics in Vancouver, super-combined gold at the 2014 Olympics in Sochi, two world championship titles and the 2011 overall World Cup.  EPA/ETTORE FERRARI

3x Olympiasiegerin, 2x Weltmeisterin, 10 Medaillen an Grossanlässen, Gesamtweltcupsiegerin, 27 Weltcupsiege. Bild: EPA/ANSA FILE

Alle:

«Die hätten wir wahrscheinlich auch dann nicht gemocht, wenn sie ihre Siege für die Schweiz geholt hätte.»

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quelle: epa/keystone / gian ehrenzeller
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Wie viele Medaillen holt die Schweiz bei den Olympischen Spielen in Tokio? watson hat sich mit Schweizer Datenspezialisten zusammengetan, um diese Frage zu beantworten und eine Prognose abzugeben.

Es sind die zwei zentralen Fragen, die sich immer vor Olympischen Spielen stellen: Welche Nationen schneiden im Medaillenspiegel am besten ab? Und wie oft darf sich die Schweiz über Edelmetall freuen? Eine Möglichkeit, um eine geschätzte Antwort auf diese Fragen zu erhalten, ist eine Analyse mit Simulationselementen.

Darum hat sich watson vor den Medaillenentscheidungen in Tokio wie schon vor der Eishockey-WM und der Fussball-EM mit den Spezialisten von Datahouse zusammengetan. Das …

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