DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Beat Feuz of Switzerland poses with the crystal globe of the overall men's Downhill competition after the podium ceremony at the FIS Alpine Skiing World Cup finals, in Parpan-Lenzerheide, Switzerland, Wednesday, March 17, 2021. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Beat Feuz holt zum vierten Mal in Serie die kleine Abfahrtskugel. Bild: keystone

Feuz über seine vierte Abfahrtskugel: «Hätte nie gedacht, dass so etwas möglich ist»



Des einen Leid, des andern Freud: Während Marco Odermatt und Lara Gut-Behrami durch die Absagen der beiden Abfahrten beim Weltcupfinal in Lenzerheide im Kampf um die grosse Kugel einen Rückschlag erlitten haben, gewinnt Beat Feuz die Disziplinen-Wertung in der Abfahrt kampflos.

Der 34-jährige Emmentaler weist beim vorzeitigen Saisonende der Abfahrer 68 Punkte mehr aus als der Österreicher Matthias Mayer. Für den «Kugelblitz» ist es der vierte Disziplinensieg in der Abfahrt in Folge – das hat vor ihm nur der legendäre Franz Klammer geschafft.

Dabei hatte die Saison für Feuz nicht unbedingt wunschgemäss begonnen. Nach den ersten drei Rennen stand erst ein Podestplatz (Dritter in Gröden) zu Buche – ungewöhnlich für den erfolgsverwöhnten Schangnauer. Dass seine grössten Konkurrenten teilweise ausgebremst wurden, war sicher auch kein Nachteil für Feuz: Dominik Paris brauchte nach seiner Verletzung eine lange Anlaufzeit und Aleksander Aamodt Kilde musste seine Saison zu Jahresbeginn mit einem Kreuzbandriss vorzeitig beenden.

Winner Beat Feuz of Switzerland and team celebrate with the crystal globe of the overall men's downhill competition during the podium at the FIS Alpine Skiing World Cup finals, in Parpan-Lenzerheide, Switzerland, Wednesday, March 17, 2021. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Feuz wird in der Lenzerheide auf Händen getragen. Bild: keystone

Doch auch Feuz musste Rückschläge verkraften: Mit Beaver Creek, Wengen und Kvitfjell fielen gleich mehrere seiner Lieblingsrennen aus. Deshalb hat die vierte kleine Kugel für ihn einen ganz besonderen Wert, wie er im Interview mit dem SRF schildert.

Feuz über ...

... die vierte Kugel:

«Es ist schon etwas Schönes, so etwas am Ende der Saison in den Händen zu halten. Die Kugel zeichnet den Besten der Saison aus. Vor vier Jahren hätte ich nie gedacht, dass so etwas möglich ist. Es fühlt sich nicht ganz realistisch, aber doch wunderbar an.»

Feuz im Interview mit dem SRF. Video: SRF

... die Corona-Saison 2020/21:

«Es war ein sehr spezielles Jahr. Ich bin in die Saison gestartet und wusste nicht genau, was auf mich zukommt. Am Anfang stimmte nicht alles zusammen, dann fielen viele Rennen aus, die ich gerne habe und die für mich Punktelieferanten waren. Deshalb ist es schon speziell, dass ich nun diese Kugel in den Händen halten darf.»

... den Klammer-Rekord:

«Das ist nicht wirklich wichtig, aber doch schön zu hören. Dass es zuvor erst einer geschafft hat, zeigt auf, wie schwer es ist, viermal in Serie die kleine Kugel zu gewinnen. Du musst zwar nicht jedes Rennen gewinnen, aber du musst stets Richtung Podest unterwegs sein. Wichtig ist, dass du keine Abschiffer hast. Am Schluss macht es die Konstanz aus.»

Feuz und seine vier Abfahrtskugeln. Video: SRF

... den Grund für seine Konstanz:

«Ich habe in den letzten Jahren mein System gefunden, wie ich schnell Ski fahren kann. Dazu gehört sicher das Umfeld – Freundin, Trainerteam, Trainingsintensität. Ich habe das Gefühl, dass ich weiss, was ich mache. Und was ich mache, passt für mich. Egal, ob es viel oder wenig ist. Es hat einfach immer funktioniert. Ein 10. Platz in Bormio ist mein schlechtestes Resultat in den letzten vier Jahren.»

... das Highlight der Saison:

«Klar war für mich Kitzbühel ein grosses Ziel. Ich habe dort alles probiert und wohl so viel Risiko auf mich genommen wie selten zuvor. Zum guten Glück ist es aufgegangen.»

epa08962491 Beat Feuz of Switzerland poses for photographs with his Gams trophies after winning the two men's Downhill races of the FIS Alpine Skiing World Cup event in Kitzbuehel, Austria, 24 January 2021.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Hurra, die Gams: Gleich zweimal ergatterte sie Beat Feuz in diesem Jahr in Gold. Bild: keystone

... die Zukunft:

«Ich habe einfach Freude am Rennen fahren. Solang ich Rennen fahre, will ich vorne mitmischen können. Das ist das, was mich antreibt. Der Konkurrenz zeigen zu können: ‹He, ich bin auch noch da!› Das will ich sicher auch in der nächsten Saison tun.»

(pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schweizer Kristallkugel-Gewinner im Skiweltcup seit 1990

1 / 43
Schweizer Kristallkugel-Gewinner im Skiweltcup seit 1990
quelle: keystone / gian ehrenzeller
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Ihr macht mein Snowboard kaputt!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Würfel scheinen gefallen – das hat die FIS mit Kombis und Parallel-Events vor

Der Internationale Skiverband (FIS) räumt im alpinen Ski-Weltcup auf. Im nächsten Winter sollen nur noch in vier Disziplinen Rennen ausgetragen werden: in Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom. Den Kombinationen und den Parallelrennen soll es an den Kragen gehen. Abgesegnet werden muss dieser Weltcupkalender, vom dem der österreichische «Kurier» Kenntnis hat, im Juni beim FIS-Kongress.

Kombinationen und Parallel-Events stehen seit Jahren in der Kritik. Besonders an der WM in Cortina d'Ampezzo …

Artikel lesen
Link zum Artikel