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Super G der Frauen in Garmisch

1. Corinne Suter (SUI) 1:19,46
2. Nicole Schmidhofer (AUT) +0,43
3. Wendy Holdener (SUI) +0,90

...
7. Michelle Gisin (SUI) +1,01
11. Joana Hählen (SUI) +1,53
15. Lara Gut-Behrami (SUI) +1,96
19. Priska Nufer (SUI) +2,37​

Switzerland's Corinne Suter reacts in the finish area of an alpine ski, women's World Cup super G, in Garmish Partenkirchen, Germany, Sunday, Feb. 9, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Verhaltener Jubel im Ziel: Corinne Suter feiert ihren zweiten Weltcupsieg. Bild: AP

Super-Schweizerinnen beim Super-G von Garmisch: Corinne Suter gewinnt, Wendy Holdener 3.



Den Schweizerinnen glückte in Garmisch eine nahezu perfekte Reaktion auf die Enttäuschung vom Vortag. Corinne Suter feierte ihren ersten Sieg im Super-G, Wendy Holdener schaffte es zum zweiten Mal auf das Speed-Podest. Auch Michelle Gisin (7.) strahlte wieder.

Welch ein Kontrast zum Samstag. Hatte das Schweizer Frauen-Team am Samstag im Zielraum von Garmisch Trübsal geblasen, trugen diesmal mehrere Athletinnen von Swiss-Ski ein breites Grinsen im Gesicht. Corinne Suter siegte 43 Hundertstel vor Nicole Schmidhofer, Wendy Holdener schaffte als Dritte ihr zweites Super-G-Podest, und Michelle Gisin meldete sich nach dem Dämpfer in der Abfahrt (24. Platz) mit einem 7. Rang im Kreis der Schnellsten zurück.

Die Siegesfahrt von Corinne Suter. Video: SRF

Sie sei überwältigt, meinte Suter. Und auch überrascht. Dass ihr die Premiere im Super-G 24 Stunden nach der durchwachsen verlaufenen Abfahrt gelang, zeigte noch einmal, was für eine Wandlung die Schwyzerin seit ihrem doppelten Befreiungsschlag an der letzten WM in Are vollzogen hat. Seit Suter an den Titelkämpfen in Schweden sowohl im Super-G (3.) als auch in der Abfahrt (2.) aufs Podest raste, ist sie im Kopf wie verwandelt. «Vor einem Jahr wäre mir so eine Reaktion kaum gelungen», sagte die 25-Jährige.

Die Podestfahrt von Wendy Holdener. Video: SRF

«Sie ist voll im Flow», sagt Michelle Gisin über ihre schnelle Teamkollegin. Suter selbst hat dafür eine simple Erklärung: «Der Druck, den ich mir so lange selbst gemacht habe, ist komplett weg. Ich falle auch nicht mehr in alte Muster zurück.» Tatsächlich ärgert sich Suter nach durchwachsenen Auftritten zwar nach wie vor über Massen, es gelingt ihr aber nun, die Enttäuschungen noch am gleichen Tag abzuhaken und sich nicht verunsichern zu lassen. Kurz gesagt: Sie verkopft nicht mehr. So hatten es die Trainer jeweils genannt, wenn Suter ihre Trainingsleistungen nicht in die Rennen umsetzen konnte.

Suters Wandlung ging so weit, dass sie in dieser Saison in beiden schnellen Disziplinen die Konstanteste ist. Die einstige Schwäche mutierte fast schon zu einer Stärke. Sechsmal fuhr Suter seit dem Durchbruch an der WM aufs Weltcup-Podest. Nach dem ersten Sieg in der Abfahrt vor einem Monat triumphierte sie nun auch in ihrer zweiten starken Disziplin. In Abwesenheit von Mikaela Shiffrin schob sich die Führende in der Abfahrtswertung auch im Super-G in die Pole-Position. Bei zwei ausstehenden Super-G liegt Suter 39 Punkte vor der Italienerin Federica Brignone, die sich am Sonntag mit Platz 5 begnügen musste. Nicole Schmidhofer liegt als Dritte bereits 94 Punkte zurück.

Holdeners Lust

Während die Deutsche Viktoria Rebensburg am Tag nach ihrem Heimsieg in der Abfahrt ausschied und sich eine Prellung zuzog, glänzte neben Suter auch Holdener. Zum zweiten Mal nach Crans-Montana vor zwei Jahren schaffte es die Technikerin als Dritte auf ein Super-G-Podest. Eine Hundertstel war sie schneller als die Französin Tiffany Gauthier, die sie mit Startnummer 24 auf der mit fortlaufender Renndauer immer ruppigeren Kandahar noch einmal gehörig ins Zittern brachte. Sie bekomme immer mehr Lust darauf, mehr Super-G zu fahren«, meinte Holdener.

Auch Michelle Gisin strahlte wieder. Ihre Tränen vom Vortag waren dank Platz 7 getrocknet. Das Abschneiden kann als Versöhnung mit der Kandahar interpretiert werden. Im Vorjahr hatte ein Schlag aufs Knie im Super-G ihre Saison beendet, am Samstag hatte sie als 24. fast drei Sekunden auf die Siegerin Rebensburg verloren. »Garmisch war doch noch der erhoffte Schritt in die richtige Richtung", bilanzierte Gisin. Joana Hählen als Elfte, Lara Gut-Behrami im 15. und Priska Nufer im 19. Rang sowie acht von neun Schweizerinnen in den Punkterängen rundeten das starke Team-Ergebnis ab. (abu/sda)

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