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WM-Kombination der Frauen

1. Mikaela Shiffrin (USA) 2:07.22
2. Petra Vlhova (SVK) +0.86
3. Michelle Gisin (SUI) +0.89

Out: Holdener, Suter, Nufer (alle SUI)

Michelle Gisin of Switzerland reacts in the finish area during the women's Slalom race of the Alpine Combined at the 2021 FIS Alpine Skiing World Championships in Cortina d'Ampezzo, Italy, Monday, February 15, 2021. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bei der Zieleinfahrt weiss Gisin noch nicht, dass sie die Bronzemedaille gewinnen wird. Bild: keystone

Gisin freut sich über WM-Bronze: «Eine Medaille ist eine Medaille» – Holdener hadert



Michelle Gisin gewinnt in der WM-Kombination die Bronzemedaille und damit die zweite WM-Medaille ihrer Karriere. Die Amerikanerin Mikaela Shiffrin sichert sich auf der flachen, aber extrem eisigen Piste, die viele Ausfälle forderte, überlegen den Titel. Für Shiffrin ist es das sechste WM-Gold, das erste in der Kombination.

United States' Mikaela Shiffrin celebrates at the finish area of the slalom portion of the women's combined race, at the alpine ski World Championships, in Cortina d'Ampezzo, Italy, Monday, Feb. 15, 2021. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Siegerin Shiffrin winkt zufrieden in die Kamera. Bild: keystone

Gisin büsst auf Shiffrin in der Endabrechnung 89 Hundertstel ein, auf die zweitplatzierte Slowakin Petra Vlhova allerdings nur drei Hundertstel. Für die Obwaldnerin war es die zweite WM-Medaille nach Silber vor vier Jahren in St. Moritz in der Kombination.

Michelle Gisin:

«Ich bin absolut zufrieden. Leider machte ich in beiden Läufen einen Fehler zu viel. Aber so startet es sich natürlich wunderbar in die technische Woche. Die drei Hundertstel auf Silber sind knapp, aber eine Medaille ist eine Medaille – nur der WM-Titel würde noch einen Unterschied ausmachen. Ich hoffe, dass ich im Slalom dann etwas näher an Mikaela dran bin. Aber wenn sie wieder zwei perfekte Läufe hinlegt, müssen wir wohl hinten anstehen.»

Bild

Gisin im SRF-Interview. bild: screenshot srf

In jenem Rennen im Engadin hatte Wendy Holdener gewonnen. In Cortina d'Ampezzo schied die Schwyzerin, die den Titel vor zwei Jahren in Are in Schweden erfolgreich verteidigt hatte, im Slalom aus. Sie kam auf der eisigen Piste nur unwesentlich weiter als die nach dem Super-G führende Italienerin Federica Brignone.

Wendy Holdener:

«Ich würde behaupten, ich hätte eigentlich keine Mühe mit der schwierigen Piste gehabt. Aber ich habe es beim Start etwas übertrieben und deshalb nahm ich mir die Chance auf eine Medaille gleich selber. Ich wollte mein bestes Skifahren zeigen, dann hätte ich eine Chance gehabt. Aber leider hat das nicht geklappt. Natürlich bin ich enttäuscht, aber zum Glück kommt morgen bereits die nächste Chance.»

Wendy Holdener of Switzerland reacts in the finish area during the women's Slalom race of the Alpine Combined at the 2021 FIS Alpine Skiing World Championships in Cortina d'Ampezzo, Italy, Monday, February 15, 2021. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Entthront: Die Enttäuschung bei Holdener ist riesig. Bild: keystone

Nach dem ersten Wettkampf-Teil, dem Super-G, war eine enge Ausmarchung um den Kombinations-Titel erwartet worden. Die bestklassierten vier Anwärterinnen auf Edelmetall lagen lediglich vier Zehntelsekunden auseinander.

Im Slalom aber war Shiffrin eine Klasse für sich. Die Amerikanerin, die erstmals überhaupt eine WM-Kombination bestritt, sicherte sich ihren bereits sechsten WM-Titel. An den letzten vier Weltmeisterschaften hatte sie Gold im Slalom und dazu vor zwei Jahren in Are auch Gold im Super-G gewonnen.

Shiffrin hatte schon mit ihrem Auftritt und dem dritten Rang im Super-G angedeutet, dass sie endgültig zu alter Stärke zurückgefunden hat. Die Trauer um den vor einem Jahr tödlich verunfallten Vater ist selbstredend noch immer allgegenwärtig. Doch Mikaela Shiffrin hat sich gefangen. Sie vermag in den entscheidenden Momenten ihren Fokus wieder auf das Wesentliche zu legen und die Gedanken an die Tragödie auszublenden.

Der Hunger nach Titeln und Siegen ist wieder geweckt. Weitere Titel könnten für Shiffrin in dieser Woche dazukommen. In der wiedererlangten Verfassung scheint für sie, die während Jahren die Szene dominiert hat, wieder alles möglich zu sein. (pre/sda)

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