Terrorismus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IS-nahe Terroristen wollen Lösegeld

Philippinische Dschihadisten drohen mit Tötung deutscher Geiseln 



Dschihadisten auf den Philippinen haben nach Angaben des US-Unternehmens Site mit der Ermordung zweier deutscher Geiseln in ihrer Gewalt gedroht. Die auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Firma veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, die der Extremistengruppe Abu Sayyaf zugeschrieben wurde.

Darin fordert die Gruppe ein Lösegeld von umgerechnet 5,3 Millionen Franken sowie, dass Deutschland seine Unterstützung des Kampfes gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) beendet.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte dazu am Mittwoch in Berlin, das Ministerium habe Kenntnis von dieser Meldung. Allerdings seien Drohungen «kein geeignetes Mittel, um Einfluss auf unsere Syrien- und Irak-Politik zu nehmen». 

Diese werde sich deshalb nicht ändern. Der im Aussenministerium eingerichtete Krisenstab befasse sich mit dem Fall; die Bemühungen um die Freilassung der Deutschen würden fortgesetzt, sagte die Sprecherin.

Laut Site drohten die Extremisten weiter, Deutschland habe nun 15 Tage Zeit, um auf die Forderungen einzugehen, andernfalls werde eine der beiden Geiseln ermordet.

Abu Sayyaf hatte zuletzt mehrere Videos im Internet veröffentlicht, in denen die Gruppe ihre Unterstützung für den IS bekundet hatte. Die IS-Dschihadisten haben weite Teile des Nordiraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und mehrere westliche Geiseln ermordet. Die deutsche Regierung unterstützt die kurdischen Kämpfer im Irak, die gegen die IS-Milizen vorgehen, mit Waffen. (aeg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel