DE | FR
Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Konflikt in der Ostukraine

USA fordern von Russland Abzug aller Truppen aus Ukraine



Die USA haben die Regierung in Moskau erneut zu einem vollständigen Abzug aller russischen Truppen aus der Ukraine aufgefordert. Andernfalls könnten die Sanktionen nicht gelockert werden, sagte die für Europa zuständige US-Spitzendiplomatin Victoria Nuland.

An einer Konferenz in Berlin forderte sie Russland am Donnerstag auch auf, militärische Ausrüstung aus der früheren Sowjetrepublik abzuziehen und Geiseln freizulassen. Es gebe zwar die am 5. September in Minsk getroffenen Abmachungen für die Ukraine. Diese würden aber in wichtigen Bereichen gebrochen, sagte Nuland.

Trotzdem wollen Russland und die USA ihre Gespräche nach längerer Pause fortsetzen. Die Aussenminister Sergej Lawrow und John Kerry treffen sich am 14. Oktober in Paris, wie das russische Aussenministerium in Moskau mitteilte.

Gesprächsmöglichkeiten

Nach Angaben aus dem Kreml könnte es nächste Woche auch zu einem Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kommen. Ein solches Gespräch sei am Rande des europäisch-asiatischen Forums Asem am 16./17. Oktober in Mailand «nicht ausgeschlossen», sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow. Denkbar sei eine Zusammenkunft der beiden Staatschefs mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande.

In der weissrussischen Hauptstadt Minsk beraten an diesem Freitag zahlreiche Präsidenten früherer Sowjetrepubliken über die Ukraine-Krise. Auch Putin nimmt an dem Treffen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten teil. Der ukrainische Präsident Poroschenko lässt sich von seinem Botschafter in Weissrussland vertreten.

Weitere Kämpfe

Im von den prorussischen Separatisten beherrschten Krisengebiet lieferten sich Regierungstruppen und Aufständische auch am Donnerstag erneut Gefechte. Bei Artilleriebeschuss in Donezk wurden in den vergangenen 24 Stunden mindestens 5 Zivilisten getötet und 24 weitere verletzt, wie der Stadtrat mitteilte.

Militär und Separatisten berichteten von weiteren Kämpfen, unter anderem bei Debalzewo und Stschastje. Beide Seiten warfen sich Dutzende Angriffe in der Region vor. Der Sicherheitsrat in Kiew berichtete von einem getöteten und vier verwundeten Soldaten.

Bedingungen aus Berlin

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel macht die deutsche Beteiligung an einer OSZE-Überwachungsmission im Osten der Ukraine von einer dauerhaften Waffenruhe abhängig. Bei einem Treffen mit Polens neuer Ministerpräsidentin Ewa Kopacz verwies Merkel auf die laufenden Gespräche mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über den Einsatz von Drohnen.

Diese könnten «Element einer besseren Überwachung sein». Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Waffenruhe tatsächlich eingehalten werde. Bislang sei die Lage aber «nach wie vor brüchig».

Poroschenko hatte kürzlich deutlich mehr Personal zur Überwachung der Waffenruhe verlangt. Die OSZE-Botschafter rief er auf, mindestens 1500 Mitarbeiter ins Konfliktgebiet zu schicken. Noch sind es erste etwa 200 Beobachter. 29 Drohnen sollen - so Poroschenko - bis Mitte Oktober bereitstehen, um Beobachtungen aus der Luft zu liefern. (sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Tag der Schande»: Trump wird freigesprochen – und kündigt Grosses an

Dass Trump nicht verurteilt wird, war absehbar. Die Empörung ist aber trotzdem gross. Alles was du zum Ende von Trumps zweitem Impeachment-Verfahren wissen musst.

Knapp sechs Wochen nach der Erstürmung des Kapitols durch wütende Anhänger Donald Trumps hat der US-Senat den Ex-Präsidenten im Amtsenthebungsverfahren vom Vorwurf der «Anstiftung zum Aufruhr» freigesprochen. Eine Mehrheit von 57 Senatoren stimmte am Samstag nach nur fünf Tagen der Verhandlungen zwar für eine Verurteilung des Republikaners, sie verfehlten damit aber die für eine Verurteilung im Senat nötige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen. 50 Demokraten und sieben Republikaner …

Artikel lesen
Link zum Artikel