Wirtschaft
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In this Wednesday, May 13, 2020, photo, a child sits on the ground selling onions at a market stall in Tougan, Burkina Faso. Violence linked to Islamic extremists has spread to Burkina Faso's breadbasket region, pushing thousands of people toward hunger and threatening to cut off food aid for millions more. (AP Photo/Sam Mednick)

Ein Kind verkauft Zwiebeln auf einem Markt in Tougan (Burkino Faso). Bild: keystone

Analyse

Kann Gratis-Geld eine globale Depression verhindern?

Die Zentralbanken fluten das Finanzsystem mit Geld. Zu spät, fürchten namhafte Ökonomen.



In der Ökonomie macht ein neuer Begriff die Runde: «Free Money». Unter dem Gratis-Geld verstehen die Volkswirte die Tatsache, dass die Zentralbanken Geld zu Nullzinsen ins Finanzsystem pumpen. Damit ermöglichen sie den Staaten, im grossen Stil aufwändige Hilfsprogramme gegen die Coronakrise zu finanzieren. Investoren können derweil gefahrlos spekulieren, denn die Notenbanker kaufen auch Schulden und Wertpapiere von Unternehmen auf.

Dieses Gratis-Geld wird auch dringend benötigt. «Der IWF sagt voraus, dass allein die reichen Länder im laufenden Jahr 17 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts (BIP) borgen werden, um die 4,2 Billionen Dollar zu finanzieren, die sie für ihre Hilfsprogramme und Steuererleichterungen ausgeben», meldet der «Economist».

Das Free Money ist auch keine Eintagsfliege. Nochmals der «Economist»: «Defizite und das Gelddrucken könnten die Standard-Instrumente der Geldpolitik für Jahrzehnte werden.»

FILE - In this Oct. 9, 1930 file photo, thousands of unemployed people gather outside City Hall in Cleveland during the Great Depression, after some 2,000 jobs were made available for park improvements and repairs. (AP Photo/File)

Arbeitslose in Cleveland während der Grossen Depression. Bild: keystone

Realistisch gesehen ist das Gratis-Geld der Zentralbank die einzige Möglichkeit, eine Depression wie in den 30er-Jahren zu verhindern. Doch möglicherweise ist es bereits zu spät. Das zumindest glaubt das Ökonomen-Ehepaar Carmen und Vincent Reinhart. Die beiden haben im Magazin «Foreign Affairs» ein Essay publiziert, in dem sie vor einer globale Depression warnen.

Die Reinharts sind ein volkswirtschaftliches Power-Couple. Sie lehrt an der Harvard-University und ist für die Weltbank tätig. Er war bei der US-Notenbank und ist heute Chefökonom bei der Investmentbank BNY Mellon.

Die Pandemie habe die reale Weltwirtschaft bereits gewaltig schrumpfen lassen. Weil viele Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen können, werde dies bald auch zu einer Finanzkrise führen. «Die Situation ist so schlimm, dass man sie eine ‹Depression› nennen muss – eine pandemische Depression», so die Reinharts.

Die Makrodaten sind in der Tat gruslig. Die Weltbank prophezeit, dass das globale BIP im laufenden Jahr um 5,2 Prozent schrumpfen wird. Vereinzelte Erfolgsmeldungen – beispielsweise die Anzahl neu geschaffener Jobs – dürfen daher nicht überbewertet werden. «Ein Aufflackern der Wirtschaft sollten nicht mit einer Erholung verwechselt werden», warnen die Reinharts. «Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat es in allen schlimmen Finanzkrisen durchschnittlich acht Jahre gedauert, bis sich das BIP wieder erholt hat.»

epa07976380 A truck drives through Keelung Harbor in Keelung City, Taiwan, 06 November 2019. According to a United Nations (UN) Conference on Trade and Development (UNCTAD) study released on 05 November 2019, Taiwan has been the largest beneficiary of the ongoing trade war between China and the United States. The trade war managed to hurt the economy of both countries, but also helped others by diverting production to their markets. In the first half of 2019, China's export to the USA fell by nearly 35 billion US dollar, while Taiwan's export to the USA rose by 4.2 billion US dollar year on year.  EPA/DAVID CHANG

Hafen in Keelung City (Taiwan). Der internationale Handel leidet. Bild: EPA

Verschiedene Gründe sind für das aktuelle Elend der Weltwirtschaft verantwortlich. Weil rund um den Globus die Zollschranken fallen, sind die Exporte eingebrochen. Der immer heftiger werden Handelskrieg zwischen den USA und China verschärft diesen Trend noch.

Die schwächelnde Weltwirtschaft hat auch die Rohstoffpreise in den Keller rasseln lassen. Vor allem der nach wie vor wichtige Preis für Erdöl befindet sich auf einer Achterbahn. Das hat nicht nur die OPEC-Länder geschwächt. Auch die amerikanische Schieferöl-Industrie wurde hart getroffen, zudem einzelne Entwicklungsländer wie Ecuador, das vom Öl abhängig ist.

Während andere Krisen jeweils nur Teile der Welt erfasst hatten – Südamerika in den 80er, Asien in den 90er Jahren – sind von der Coronakrise alle betroffen. «Das ist zum letzten Mal während der Grossen Depression der Fall gewesen» so die Reinharts.

Rund um den Globus steigen daher die Arbeitslosenzahlen. Viele Gewerbe- und Kleinbetriebe sind geschlossen, manche für immer. Gerade die KMU sind jedoch auch in den Industrieländer für die Mehrheit der Jobs zuständig. Besonders hart hat es die Tourismus-Industrie erwischt. In der Karibik beispielsweise sind neun von zehn Arbeitsplätze im Tourismus angesiedelt, die Wirtschaft liegt am Boden.

From left, Roberto, holding Henry the family dog, Janeth, and their daughter Allison, 5, pose for a portrait with Janeth's sister Arely, and her children Roberto, 5, Dora, 11, and Sirus, 14, Tuesday, April 14, 2020, outside Arely's rented apartment in Baltimore. She has not been able to pay the rent and is worried they will get evicted. Both families will limit their meals to once a day in order to save the little food they can find. Job loss, language barriers, unfamiliarity with the charity network, and a lack of access to technology can keep some immigrants from accessing food aid. Since this image was taken Janeth and her husband Roberto, as well as her sister Arely, have been diagnosed with COVID-19. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Hunger im reichsten Land der Welt: eine amerikanische Familie vor ihrem Haus in Baltimore (Bundesstaat Maryland). Bild: AP

Am meisten leiden die Ärmsten unter der Coronakrise. Die Uno hat kürzlich vor der schlimmsten Hungerkatastrophe der letzten 50 Jahre gewarnt. In der «Financial Times» schlägt daher Tony Blair alarmierende Töne an: «Es besteht ein grosses Risiko, dass sich die Todesfälle von Covid-19 mit anderen vermischen» so der ehemalige britische Premierminister. «Wirtschafts- und Ernährungskrise können sich gegenseitig hochschaukeln.»

Dank Free Money sind zumindest die reichen Industriestaaten bisher relativ ungeschoren über die Runden gekommen. Das könnte sich jedoch bald ändern. In ärmeren Ländern wie dem Libanon oder in Weissrussland gehen die Menschen bereits auf die Strasse. In den USA ist derzeit unklar, wie weit Millionen von Arbeitslosen weiterhin Unterstützung erhalten.

Die Pandemie sorgt weltweit für ein gereiztes politisches Klima. Die Reinharts kommen daher zu einem Besorgnis erregenden Fazit:

«Wenn die Wirtschaft einbricht, kommt es oft zu einer populistischen Welle. Das Misstrauen innerhalb der globalen Gemeinschaft wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zunehmen. Das wird den Niedergang des Multilateralismus beschleunigen und könnte eine Verelendungsspirale in Gang setzen, welche die wirtschaftlichen Aussichten weiter verschlechtert. Genau das ist während den beiden Weltkriegen der Fall gewesen, als Nationalismus und Beggar-thy-neighbor-Politik (seinen Nachbarn zum Bettler machen) in voller Blüte standen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Privilecheese 14.08.2020 08:49
    Highlight Highlight Gratisgeld gibt es schon seit 2008 für die 1%er.
    Daher brauchen die Leute in der 3. Welt auch keine Brunnen, Schulen oder Angelruten. Die brauchen alle nur ein Swissquote-Konto mit 100$ drauf als Startkapital.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 14.08.2020 01:34
    Highlight Highlight In Zeiten der rasant voranschreitenden Umweltverschmutzung und damit einhergehender Klimaerwärmung den Konsum anzukurbeln ist in etwa so, wie wenn sich ein Junkie den Goldenen Schuss ansetzt.

    Lasst mal die Wirtschaftshysterie beiseite. Es gibt gravierendere Probleme auf diesem Planeten.
    • octusfussuskopfus 14.08.2020 13:17
      Highlight Highlight genau, weil du und deine famile und freunde euch ja von luft und liebe ernähren könnte und kein dach über dem kopf braucht.
      und den strom und das internet zum stumpfsinnig komentieren von dir braucht es auch nicht ;)

      klimaschutz in allen ehren, aber unsere kugel ist schon mit weit schrecklicheren dingen fertiggeworden. waspassiert im schlimmsten fall? wir erleben eine neue eiszeit und ein massen sterben der arten (nicht das erste mal). klar mag das für unser egoistisches leben shcrecklich sein, andererseits gibt es der evolution eine neue chance und platz sich zu entfalten.
  • Rogu75 13.08.2020 20:28
    Highlight Highlight ...Luxussteuer einführen, Pauschalbesteuerung verbieten... Das wären mal Fortschritte!!!
  • Do not lie to mE 13.08.2020 19:46
    Highlight Highlight "Das BEG ist eine brillante Idee". Und das ist der Grund Yanis Varoufakis.
    Play Icon
  • iPlan 13.08.2020 19:10
    Highlight Highlight Was sicher zu diskutieren ist unsere Nationalbank ist inzwischen ein sehr grosser Aktienbesitzer in der USA. Die haben frisch gedruckte Franken genommen und in real assets umgetauscht. Wem gehören nun diese Sachwerte es ist doch unsere Währung, welche dafür verwendet worden ist.
  • iPlan 13.08.2020 18:58
    Highlight Highlight Was sicher zu diskutieren ist wenn die Europäische Zentralbank weiterhin so viele Staatsanleihen kauft warum soll man innerhalb der EU überhaupt noch Steuern bezahlen.
  • iPlan 13.08.2020 18:52
    Highlight Highlight Es gibt Kredite zu Null Zinsen aber irgendwann müssen auch diese zurückbezahlt werden. Das billig Geld geht leider nur an die Börse oder in Immobilien wo man bereits eine Inflation sehen kann. Die Gewinner sind die wo viele Aktien haben oder Grundeigentümer.
    Die Realwirtschaft und der Mann von der Strasse hat davon nichts.

  • d10 13.08.2020 17:46
    Highlight Highlight Viel Gratisgeld führt früher oder später in die Hyperinflation. Werden wir erst dann in Richtung BGE und Abkehr vom unendlichen Wachstums umdenken, wenn wir das überstanden haben?
  • Mijasma 13.08.2020 16:47
    Highlight Highlight Eigentlich braucht es nur etwas, gerechte Steuern. Das Geld dass sich an der Spitze sammelt abschöpfen und unten wieder in den Kreislauf bringen. Solange wir das nicht tun ist die Wirtschaft dem Untergang geweiht.
    • octusfussuskopfus 14.08.2020 13:29
      Highlight Highlight genau zwangsenteignug jedem der mehr als ich hat. das ist rechtsstatlichkeit und antrieb für jemanden arbeitsplätze zu schaffen, da er ja wenn er gewinn macht diese enteignet werden.
      so versprührt jeder lust darauf geschäfte zu machen oder sich weiterzubilden ... erfolgreich zu sein...

      enrsthaft glaubst du ein superreicher der schon 500 oder 1000 häuser auf der welt hat baut ein weiteres um noch eines zu haben das er nie nutzt? die bauen die millionen tempel/villen um arbeitsplätze zu schaffen, und nicht um darin zu wohnen.
  • Todesstern 13.08.2020 16:45
    Highlight Highlight Gut, Gratis Geld gibt's für die welche ja schon mehr als genug haben.
  • Tschowanni 13.08.2020 16:32
    Highlight Highlight Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu Leid.
  • Lowend 13.08.2020 16:26
    Highlight Highlight Im Grunde erleben wir ja schon eine gewaltige Inflation durch die Flutung der Märkte mit gedrucktem Geld. Es sind einfach nicht die Preise in der Realwirtschaft, die in's Unermessliche steigen, sondern der Preise für Aktien, was zu einer gigantischen Vermehrung von privaten und institutionellen Vermögen führt.

    Das Problem ist, dass die Börsen komplett von der realen Wirtschaft entkoppelt sind und zu einer Geldmaschine für Besitzende wurden, während die Mittellosen immer tiefer in's Elend stürzen, weil durch die Geldschwemme die Zinsen unter Null gerieten und Börsengewinne keine Jobs kreieren.
  • Randalf 13.08.2020 16:17
    Highlight Highlight
    Herr Löpfe
    Was hat das Kind, auf dem Markt in Burkina Faso, mit dem Artikel zu tun?
    Ist die Idee vorhanden auch da Geld zu verteilen?
    Bitte erklären Sie das mir, danke.
  • Matti_St 13.08.2020 15:05
    Highlight Highlight Ach ja, Free Money. Renten wurden gesenkt. Löhne stagnieren. Wenn man schon nur die 700'000 Armutsbetroffene in der Schweiz etwas mehr hätten, würde der Wirtschaftsmotor besser laufen, da der Konsum steigen würde. Damit auch die Steuereinnahmen. Langfristig setzt uns die Politik auf Sand. Free Money muss auch dort ankommen wo es etwas bringt.

    Besser wäre es auf ein bedingungsloses Grundeinkommen umzuschwenken. Mikrotransaktionssteuer einzuführen und schauen, welche Teile der Wirtschaft ist nicht mehr zukunftsfähig sind und diese auslaufen lassen. Die Arbeitnehmer gezielt umschulen.
  • ostpol76 13.08.2020 14:20
    Highlight Highlight Leider ist die Flut noch nicht bei mir angekommen. Oder stehe ich vielleicht am falschen Ort?
    • Mijasma 13.08.2020 16:34
      Highlight Highlight Das Geld bekommen sie nur wenn sie ganz oben stehen und es ganz sicher nicht brauchen. Also Ja.
  • THINKdifferent 13.08.2020 14:10
    Highlight Highlight Das ganze Geldsystem ist eine Einbahnstrasse und somit dem Tode geweiht.

    Nicht falsch verstehen: Die "Tauschmethode" mit einem neutralen Gegenstand (Geld) ist sinnvoll, funktioniert aber nur so lange, so lange es in Bewegung bleibt. D. H. Gibt es welche die (milliarden) horten, anstatt es in Umlauf zu geben, bricht das System darunter zusammen.
    Wird das horten durch unendlichen Nachschub (neu Druck) kompensiert, (um eine Bewegung zu "simulieren", bricht das System wieder zusammen, da neue Symptome auftreten.
    Privatpersonen als Milliardäre gehören abgeschafft. Das ist Gesellschaftsverachtend!
    • Superreicher 13.08.2020 15:56
      Highlight Highlight 1. Milliarden werden nicht gehortet (= unter dem Bett aufbewahrt), sondern investiert.
      2. Der "Nachschub" wird durch Nachfrage generiert. Geld wird hauptsächlich durch Vergabe von Krediten und nur marginal durch Drucken von Banknoten geschöpft.
      3. Der einzige Unterschied zwischen privaten und staatlichen Investoren besteht in der (minimalen) demokratischen Kontrolle über letztere. Aber nicht alle staatlichen Investoren sind Demokratien.

      Das Problem von Milliarden schweren privaten Investoren besteht in der wirtschaftlichen und politischen Macht, die ihnen durch ihren Reichtum zufällt.
  • Superreicher 13.08.2020 13:53
    Highlight Highlight Ja klar kann Gratis-Geld eine globale Depression verhindern. Nur her damit!
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 13.08.2020 13:52
    Highlight Highlight Bildunterschrift...Hunger im reichsten Land der Welt....für Hundefutter scheint es trotzdem noch zu reichen .
  • Bert der Geologe 13.08.2020 13:36
    Highlight Highlight Den Markt mit Geld zu überschwemmen würde nur dann Sinn machen, wenn das Geld auch am richtigen Ort ankäme. D.h. dort, wo damit Investitionen getätigt werden, die nachhaltig sinnvolle Arbeitsplätze schaffen. So wie es jetzt läuft, dient das Geld der Spekulation, der starren Strukturerhaltung und der Verschwendung. Oder es sickert dorthin, wo man es sicher nicht will (z.B. zu Oligarchen und der Mafia).
  • freeLCT 13.08.2020 12:53
    Highlight Highlight Why?
    Benutzer Bild
  • Platon 13.08.2020 12:42
    Highlight Highlight Bin mir auch nicht sicher, was jetzt die beste Geldpolitik sein soll. Eines haben uns die letzten 15 Jahre sowie die Debatten unter den Ökonomen gelehrt. Wir müssen unser Nationalbankengesetz anpassen! Und zwar überall auf der Welt. Wir können nicht weiterhin so tun, als ginge uns Bürger und sogar Politikern die Geldpolitik nichts an. Geldpolitik ist Politik, sonst hiesse sie nicht Geldpolitik. Thomas Jordan und Cò werden weiterhin das tun, was ihnen das Gesetz vorschreibt, aber diese Gesetze sind aus dem letzten Jahrhundert! Wir leben heute geldpolitisch in einer komplett anderen Welt!
  • Share 13.08.2020 12:22
    Highlight Highlight Das ist doch der Gipfel der Heuchelei. Industrie bzw Wirtschaft 4.0 ist die Herausforderung. Dreissig bis Vierzig Prozent der Aufgaben werden automatisiert. Das auf Pandemien, Grenzzäune und Klima abzuschieben ist einfach und bedient alte Klischees, die im Streben nach dem perfekten Menschen gründen. Pfui.
    • Share 14.08.2020 20:03
      Highlight Highlight Das ist doch kein funktionsfähiges System. Die Risiken, die hier eingegangen werden, wie die Experten schlussfolgern, um weitere Risiken zu verhindern, die vielen Menschen, die noch etwas besitzen, und damit meine ich nicht das vergängliche Papiergeld, das auch noch zu nehmen. Eine Vergottung der Schuldenwirtschaft, die jene treffen wird, die kaum etwas haben. Bspw NoMansLand vs Bergbauer vs Grossgrundbesitzer. Vivienne Westwood teilt ihre Gedanken dazu jeweils freitags auf IG. Die Kiste BGE ist grösser, als jemand tragen kann und dennoch der bestmögliche Anfang der zur Verfügung steht.
  • Forest 13.08.2020 11:56
    Highlight Highlight Interessant, vor der Krise wurde man als Grundeinkommen Befürworter noch geblitzt und ausgelacht.
    • murrayB 13.08.2020 12:34
      Highlight Highlight Keine Sorge - wirst du ausserhalb der Linken Welt immer noch...
    • Bert der Geologe 13.08.2020 13:40
      Highlight Highlight @Forest: Das Grundeinkommen - die Verlockung fauler Säcke - ist immer zum Auslachen, mit und ohne Krise. Was soll das Grundeinkommen zur Krisenbewältigung beitragen, ausser dass noch mehr Leute vom Staat abhängig werden?
    • NotWhatYouExpect 13.08.2020 15:21
      Highlight Highlight @Bert der Geologe: Zurzeit sind es ~8.57 Millionen die vom Staat abhängig sind und danach wären es immer noch ~8.57 Millionen ;)

    Weitere Antworten anzeigen
  • KING FELIX 13.08.2020 11:39
    Highlight Highlight Eigentlich geht es darum der oligarchie die gewinne zu sichern.
    Ich würde mal behaupten das eigentlich immer noch genug erwirtschaftet wird um köbi und heinz den lohn zu zahlen, nur nicht genug um sich noch die sahne abzuschöpfen.
    In den usa ist der weahlt-gap grösser als vor der französischen revolution. In frankreich sind köpfe gerollt, das zeitalter des proletariats wurde eingeläutet.
    • Swen Goldpreis 13.08.2020 16:00
      Highlight Highlight Das "Zeitalter des Proletatiats" wurde ein paar Jahre später bei der Russischen Revolution eingeläutet. In der frz. Revolution ging es um die Machtergreifung des Bürgertums. Aber ansonsten richtig: Wir sollten bald einen Weg finden für eine gerechte und friedvolle Umverteilung, um so gewaltsamen Auseinandersetzungen vorzubeugen.
  • Andre Buchheim 13.08.2020 11:36
    Highlight Highlight Teil 2: Aber meine Erfahrung: Hat der Mensch die Wahl zwischen eigenem Gewinn und Zerstörung oder Nutzen für Alle und Erhaltung, er wählt den eigenen Gewinn und verdrängt die Zerstörung, bis es zu spät ist. Zumindest handeln wir bisher kollektiv so und erschaffen damit die Not und das Elend, über die wir uns dann beschweren.
    Ich fürchte ohne einen grundlegenden Bewusstseinswandel, in dem das WIR, die Gemeinschaft des Lebens, im Leben des Einzelnen die erste Priorität hat und das ICH und HABEN zurückgestellt werden, ist das nicht zu machen.
    Wir brauchen eine starke Gemeinschaft Liebender.
  • Andre Buchheim 13.08.2020 11:32
    Highlight Highlight Sehe ich ähnlich, "Gratis-Geld" wird die Welt nicht retten. Auch ein einfaches wieder befeuern der Wirtschaft wird es nicht tun. Unser Egoismus hat sich Systeme ausgedacht, damit Wenige viel und Viele wenig bis nichts haben. Gleichzeitig üben wir Raubbau an uns, den Ressourcen, dem Lebenssystem. DAS muss sich ändern, WIR müssen uns ändern.
    Seit Jahren versuche ich für ein Umdenken, eine neue Geisteshaltung, mit der wir den Planeten retten können, zu werben. Ende Teil 1
  • Der Kritiker 13.08.2020 11:24
    Highlight Highlight Die Nationalbanken fluten die Systeme schon lange mit Gratisgeld. Und wer erhält's? Diejenigen, die ohnehin schon genug davon haben. Die Nationalbanken sind verantwortlich dafür, dass sich die Schere weiter und weiter öffnet. Die Lasten daraus werden die zukünftigen Generationen tragen. Wo sind die grossen Volkswirtschafter, die davor warnen?
  • Super8 13.08.2020 11:21
    Highlight Highlight Arbeit für jeden statt unermessliche Gewinne für wenige kann eine globale Depression verhindern.
  • Eiswalzer 13.08.2020 11:19
    Highlight Highlight Tja, genau DARUM geht es. All das war und ist vorhersehbar. Aber ich wurde ja immer ausgelacht von den Virus-Panikmachern. Eine ausgewogene Antwort auf dieses Virus ist GENAU DESHALB so wichtig, um MITTELFRISTIG das Leid nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Und damit dem Populismus Vorschub zu leisten. Hungerleidende, Slumbewohner, Arbeitslose, ökonomisch ohnehin schlecht stehende Länder, sich verschärfende Krisen... Aber klar, die mahnenden Stimmen seit Beginn der Krise als „Unmenschen“ oder „Wirtschaftshörige“ bezeichnen...
    • IZO 13.08.2020 12:53
      Highlight Highlight Das Gratis Geld ist sicher nicht die Lösung sondern verschlimmbessert die Situation langfristig! Und was hast du oder ein Slum Bewohner davon wenn du(dasGeld kassieren eh die Banken aber was solls) nicht mehr Arbeitsfähig bist weil ein Virus dich so F..... dass du dich nicht einmal mehr 8 Stunden auf den Beinen halten kannst. Spreche leider aus Erfahrung. Bin (weiblich,35 J, keine Vorerkrankung)seit März krank geschrieben! Wenn du für ein Weltweites Grundeinkommen bist, Hurra, dann hast du es Verstanden, aber davon steht in deinen Posts nix! Allso bist du weiterhin nur ein ne Wirtschaftsb....!
    • Eiswalzer 13.08.2020 15:18
      Highlight Highlight IZO:
      Nicht unbedingt das Gratisgeld, darauf bezog ich mich weniger. Aber die Analyse der Situation und der Gefahren ist zutreffend und richtig.
    • IZO 13.08.2020 15:47
      Highlight Highlight Da geb ich dir sogar Recht. Die Inflation wird kommen(müssen). Wegen Corona halt früher als gedacht. Ich finde es halt nicht schlimm dass die Blase platzt bevor sie sich noch weiter Aufbläht.
  • Hier Name einfügen 13.08.2020 11:13
    Highlight Highlight Wenn Geld gratis ist, ist es wertlos und damit per Definition kein Geld mehr.
  • Privilecheese 13.08.2020 10:58
    Highlight Highlight Global gesehen wurden in der Corona-Krise zuallerst die Profite staatlich gesichert, dann erst die Einkommem und am Schluss noch etwas für die Grundsicherungen.
  • Sauäschnörrli 13.08.2020 10:52
    Highlight Highlight „Der Cantillon-Effekt bezeichnet in der Ökonomie den Effekt, dass sich eine Erhöhung der Geldmenge nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt oder gar nicht von der Geldschöpfung profitiert. Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen.“

    Wo landet das Geld? An der Börse. Printer go brrr, line go up.
    Benutzer Bildabspielen
  • Black Cat in a Sink 13.08.2020 10:40
    Highlight Highlight Das Geld geht ins Finanzsystem und kommt eher nicht bei den Menschen an! Ein Grundeinkommen anstelle von Bank-getriebenen Krediten könnte in der Tat helfen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 13.08.2020 10:33
    Highlight Highlight Der springende Punkt ist, dass die Zentralbanken das Finanzsystem mit Geld fluten (Dollar, Euro, aber nicht Boliviano) und solange es dort bleibt, werden die Preise für Alltagsgegenstände, Lebensmittel, usw. auch weiterhin einigermassen stabil bleiben. Grössere Geldmenge bedeutet nicht zwingend Inflation.
    • Now 13.08.2020 11:30
      Highlight Highlight Wir haben schon lange eine Inflation. Nur zeigt sich diese in einer wohlhabenden Gesellschaft bei den Immobilien, bei Aktienkurse und damit bei der Partizipation an leistungsfreiem Einkommen und bei den Gesundheitskosten.

      Warum sollte der Preis von Reis sich erhöhen, wenn die Geldmenge erhöht wird, hier in der Schweiz kann sowieso jeder seinen Bedarf an Reis decken. Die Nachfrage verändert sich nicht.

      Die Nachfrage nach Gesundheit und leistungsfreiem Einkommen ist jedoch wohl grenzenlos.
  • geissenpetrov 13.08.2020 10:30
    Highlight Highlight Wie Marx es sagte, ist die Profitrate die Determinante kapitalistischen Handelns.
    Betrachtet man die letzten 40 Jahre, stagnieren die Löhne bereits bei moderatem Wachstum. Bei Null-Wachstum oder rezessiver Tendenz, können Kapitalrenditen nur noch bedient werden, wenn die Einkommen aus Erwerb sinken. Die damit verbundenen sozioökonomischen Verwerfungen werden den Niedergang in jeder Hinsicht beschleunigen.

    Zwei Möglichkeiten, dieses Szenario abzuwenden:
    Die erprobte Variante ist die progressive Vermögenssteuer mit Sätzen von 90% an der Spitze.
    Die nicht erprobte, wäre das Grundeinkommen.
  • paule 13.08.2020 10:29
    Highlight Highlight Das Gratisgeld wird dann durch höhere Preise und Horten der Reichen sofort wieder aus dem Umlauf gezogen.
    Das Problem ist das Horten, Geld wäre genug da, aber nicht gut genug Verteilt.
    Ich kenne Spitzenverdiener die sind derart Geizig, dass sie lieber ungesund essen und Leiden als sich mal etwas anständiges zu gönnen, das ist eine Krankheit die leider weit verbreitet ist.
    Was die alle nicht bedenken, am Ende des Lebens müssen sie den ganzen Geld Haufen hier lassen, Bingo!
  • Notabik 13.08.2020 10:25
    Highlight Highlight Ich fordere Helikoptergeld für alle Helikoptereltern! Corona führt uns deutlich vor Augen, wie kaputt unser kapitalistisches Denken und Handeln in dieser überhitzten Gesellschaft eigentlich ist. # Zuvielisation.
    • freeLCT 13.08.2020 16:09
      Highlight Highlight @Notabik:

      Ich fordere Helikopter für jeden.
      Warum, lasse ich so stehen.

      Aber damit kann man den Kapitalismus versenken, oder so. ;)
  • Hans Jürg 13.08.2020 10:24
    Highlight Highlight Gratis-Geld ist bestimmt eine gute Sache.
    Wenn es dort ankommt, wo es gebraucht wird.
    Z.B. als bedingungsloses Grundeinkommen.
    Das Geld in Konzerne und in die Finanzindustrie pumpen bringt nicht viel. Das macht nur die Reichen noch reicher.
  • Chalbsbratwurst 13.08.2020 09:59
    Highlight Highlight Naja... "Free Money" gab unsere Nationalbank ja bereits vor der Kriese heraus... aber nur an die Banken. Die Banken ihrerseits geben das Geld aber nicht gratis weiter. Ich habe gerade die Hypothek für meine Geschäftsliegenschaft neu verhandelt: Unter 1% bekommt man für Geschäftsliegenschaften keine Hyptohek! Was ich aber noch viel Schlimemr finde ist, dass die SUVA die Prämie um 0,5% erhöht in einer Zeit in der eigentlich den KMU's geholfen werden sollte! Der Staat erwartet Kullanz von den Betrieben für Quarantänepflichtige usw. und brummt den KMU's gleichzeitig Mehrkosten auf... Schweinerei!
    • Chalbsbratwurst 13.08.2020 10:21
      Highlight Highlight @Watson: Das wäre doch mal einen Bericht wert: "SUVA schröpft gebeutelte KMU's mit Prämienerhöhungen ab 2021"
    • Fairness 13.08.2020 12:22
      Highlight Highlight Suva: Eigentlich müssten alle die Risikosportarten betreiben dafür eine eigene Verscherung haben. Solidarität in allen Ehren, aber wenn ich zB wie ein Hirnverbrannter die Berge runter donnere und stürze, sollten dafür nicht alle bezahlen müssen.
    • maricana 13.08.2020 13:45
      Highlight Highlight @Chalbsbratwurst: Wenn bereits Krise mit *ie* geschrieben wird diese wohl besonders nachhaltig sein (Ironie off).
      Eine Ungerechtigkeit als "Schweinerei" zu bezeichnen ist ungerecht den armen Schweinen (=Nutztiere) gegenüber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BlauerPulli 13.08.2020 09:58
    Highlight Highlight Mal sehen wie lange es geht, bis wir eine neue "französische Revolution" haben. Damals war die Einkommensschere auch viel zu weit auseinandergegangen. Irgendwann reicht es den normalen Leuten und sie werden auf den Staat und Monopolisten wütend.
    • Antigone 13.08.2020 11:06
      Highlight Highlight Ich hoffe es sehr, dass es eine „französische Revolution“ geben wird. Es wird wirklich langsam Zeit, dass wir die momentanen Strukturen überdenken und auch ändern!
    • Shabbazz 13.08.2020 12:21
      Highlight Highlight No Chance! Dafür geht es uns allen noch viel zu gut!! Vorallem wir in der Schweiz sind meilenweit von einer Revolution entfernt...
    • Firefly 13.08.2020 12:56
      Highlight Highlight Wenn, dann wird sie bei uns zuletzt ankommen. Uns gehts im Schnitt noch zu gut und die Schere ist bei uns noch nicht so weit offen. Aber in den USA brennst schon an einigen Ecken... wird GB folgen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 13.08.2020 09:53
    Highlight Highlight Ich denke ein „maximalvermögen“ könnte das verhindern.

    Alles über betrag xy MUSS ausgegeben (egal wofür) werden oder wird sonst konfisziert und den ärmsten verteilt.

    Dumpinglöhne werden sinnlos, arbeit gäbe es genug, schöne und teure berufe wie schuhmacher, kunstschlosser, buchbinder, schneider hätten wieder kundschaft, „investitionen“-werden irrrellevant. Und das definierte erlaubte vermögen wird so hoch gehalten das man trotzdem „reich“ sein kann...

    Ich weiss. Utopisch. Aber ein schöner gedanke!
    • Aerohead 13.08.2020 12:35
      Highlight Highlight So etwas Sinnvolles & offensichtlich Mehrheitsfähiges (zumindest in der Watson-Blase) dürfte eigentlich nicht utopisch sein, sondern müsste weiterverfolgt werden!
    • no-Name 13.08.2020 15:19
      Highlight Highlight ...in der Watsonblase befinden sich die 10 reichsten Menschen der Welt NICHT...

      Die haben aber deutlich mehr (Entscheidungs)Macht als die restlichen 7,7 mia. Menschen.
  • mbr72 13.08.2020 09:47
    Highlight Highlight Wir sehen ja live, was das Free Money macht:
    - Ein paar Zombie Unternehmen werden am Leben gehalten, eine Marktbereinigung wird verunmöglicht
    - Die Aktienmärkte werden auf absurd hohen Ständen gehalten, während 20-30% Arbeitslosigkeit (Kurzarbeiter zähle ich AUCH dazu) die Regel sind und Umsatzeinbrüche in den letzten 6 Monaten nur als gigantisch bezeichnet werden können.

    Wir zögern nun seit 12 Jahren das Unvermeidliche hinaus und werden das vielleicht noch weitere 12 Jahre hinkriegen. Am Ende erwartet uns ein Kollaps - dagegen wird die Grosse Depression der 30er Jahre „Nasenwasser“ sein.
    • Filz 13.08.2020 14:48
      Highlight Highlight Du liegst sicher richtig, aber Krisen sind auch Chancen. Es ist ja nicht so, dass man bevorstehende Veränderungen nicht auch positiv beeinflussen kann.
  • Fretless Guy 13.08.2020 09:46
    Highlight Highlight "In ärmeren Ländern wie dem Libanon oder in Weissrussland gehen die Menschen bereits auf die Strasse"

    Wieso werden diese zwei Ereignisse im Zusammenhang mit der Pandemie bzw. Rezession erwähnt? Ist etwas weit hergeholt und nicht gerade professionell finde ich. In beiden Ländern herrscht eine korrupte Klasse seit vielen Jahren und die Ereignisse sind ebenfalls bekannt welche zu den Protesten geführt haben.
    • Rainbow Pony 13.08.2020 10:31
      Highlight Highlight Das empfinde ich auch so. Es ist davon auszugehen, dass die Coronasache die Umstände beschleunigt. Der tatsächliche Auslöser dürfte sie vermutlich aber nicht sein. Übrigens auch in den USA als prominentes Paradebeispiel nicht. Das Land läuft ja bereits seit rund 30 Jahren auf zwei völlig entkoppelten Geschwindigkeiten - die Einen und die Anderen.
  • mrmikech 13.08.2020 09:43
    Highlight Highlight Das system braucht permanente lösungen, weil es seit spätestens 2000 schon längst nicht mehr funktioniert. Wir riskieren ohne lösungen einen totalen absturz, in 2007 kamen wir schon viel zu nah dran. Grundeinkommen soll sofort eingeführt werden.
    • Autokorrektur 13.08.2020 11:04
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass das Grundeinkommen uns da heraus hilft. Eher im Gegenteil. Was aber dringend getan werden muss ist die Abkehr von "ewigem Wachstum" als Idee. Das funktioniert auf begrenztem Platz nicht. Wir müssen dringend wieder lernen, mit weniger auszukommen, statt von mehr zu träumen.
    • Share 13.08.2020 12:03
      Highlight Highlight @ mrmikech
      Ganz deiner Meinung, obwohl die Verteilgerechtigkeit sich seit 1974 in Schieflage befindet. Und immer aufs Neue wurden die Schwächsten und Kleinsten ausgebeutet.
      @ Autokorrektur
      Die Erde ist rund und da stehen die Probleme nun an der eigenen Grenze. Mit Grenzbalken wird‘s nicht zu lösen sein. Die schleichende Anpassung an das Lohnniveau wird dem Wohlfahrtsstaat nicht gerecht. Man bedenke, dass D das Niveaueinzig durch ein Tieflohnsegment und die NL Steuerpolitik halten können. In D auf Kosten der Ärmsten, der Rente und der Infrastruktur.
  • Georgia Byrd 13.08.2020 09:36
    Highlight Highlight Empfehle sich auch die Gegenansicht des Ökonomen + ehem. Weltbank Mitarbeiter Peter König (Spez. für Wasserreserven+ Umwelt, Buddy von Jean Ziegler) anzuhören. Auf die Frage was der Nutzen der milliardenschweren Unterstützung des IWF für die Empfängerländer sei antwortete er „Nichts, überhaupt nichts, nur Schulden.“ Statt sich den Monopolisten auszuliefern, rät er zum innehalten, sich wieder vermehrt auf das eigene zu besinnen d.h. versuchen möglichst viel wieder lokal zu produzieren, lokal beschäftigen, regionale statt globale Banken zu berücksichtigen. Kurz all das wovon hier abgeraten wird.
  • chicadeltren 13.08.2020 09:33
    Highlight Highlight Es gibt kein gratis Geld 🙄
    • Ueli der Knecht 13.08.2020 10:00
      Highlight Highlight Doch, Das gibt es schon. Allerdings lässt sich mit Gratis-Geld auf die Dauer nur Gratis-Zeugs bezahlen. Wenigstens symbolisch.
    • Chalbsbratwurst 13.08.2020 10:27
      Highlight Highlight Für die Banken gibt es gratis Geld... aber nicht für dich und mich... und schon gar nicht für die welche es dringend brauchen würden. Geld bekommt nur wer Geld hat... denn wer kein Geld hat kann auch keinen Kredit zurück zahlen. Klingt logisch, hilft aber in einer Kriese nicht!
  • Antichrist 13.08.2020 09:29
    Highlight Highlight Helikoptergeld ist der Traum der Sozialisten. Er weitet die Geldmenge aus und gibt es den Unproduktiven. Der Wert des Geldes sinkt und die Produkte müssen teuerer werden. Dann muss der Staat wieder mehr Geld verschenken und so weiter. Die Renten und Pensionsgelder werden wertlos. Hyperinflation bis zum Zusammenbruch. Diejenigen, die das kapiert haben, kaufen jetzt Geld und Crypto. Der Rest wird verarmen.
    • lesenderr 13.08.2020 11:47
      Highlight Highlight Ich nehme an Du meinst eigentlich Gold, nicht Geld?
    • Philipp Löpfe 13.08.2020 12:22
      Highlight Highlight #Antichrist: Helikoptergeld ist eine Erfindung von Milton Friedman. Ihn als Sozialisten zu bezeichen, ist ziemlich forsch....
    • IZO 13.08.2020 13:05
      Highlight Highlight Gut gesicherter Grundbesitz und Edelmetalle gehört meiner Meinung nach zu den sicheren Investitionen. Aber die Cyberwährungen werden auch Verpuffen, alles nur Illusion 👻
    Weitere Antworten anzeigen
  • ma vaff... 13.08.2020 09:19
    Highlight Highlight Buchtipp zu dem Thema:
    Utopien für Realisten von Rutger Bregman.
    Sehr empfehlenswert.
  • Fairness 13.08.2020 09:18
    Highlight Highlight Ich teile diese Befürchtungen. Ex-SNB Hiltebrand hat schon vor Monaten zu Helikoptergeld geraten.
  • Raphael Stein 13.08.2020 09:14
    Highlight Highlight Wäre es nicht an der Zeit sich über Alternative zu dieser endlosen Spirale auf einem endlichen Planeten nachzudenken?
    • Levi Vodica 13.08.2020 09:28
      Highlight Highlight Der Kapitalismus ist alternativlos. ☺️
    • mystiker 13.08.2020 09:40
      Highlight Highlight ein umdenken muss stattfinden. aber wie? eine stiftung gründen, die werbung dafür macht?
    • Ueli der Knecht 13.08.2020 10:03
      Highlight Highlight Höchste Zeit!

      Wir sollten nicht nur über Alternativen nachzudenken (Vorschläge gibt es schon reichlich), sondern auch wie man das bestehende System, welches starke Selbsterhaltungskräfte entwickelt hat, in ein neues nachhaltigeres System transformiert, ohne dabei Blutvergiessen und Zerstörung anzurichten. Da liegt meines Erachtens die Schwierigkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 13.08.2020 09:10
    Highlight Highlight Also wenn Gratisgeld drucken im grossen Stil, dann bitte auch das bedingungslose Grundeinkommen einführen und so finanzieren.

    Dies würde gewärleisten, dass das Geld gut verteilt in Umlauf kommt. Ansonsten bekommen die welche nichts haben wieder nichts und die welche schon haben wieder alles.

    • Statler 13.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Das BGE würde auch sehr direkt die Wirtschaft ankurbeln, weil die Leute dann auch Geld zum Ausgeben haben.
      Statt also die Firmen zu «retten», wäre es schlauer, die Konsumenten zu retten.
    • mystiker 13.08.2020 09:38
      Highlight Highlight Investoren können derweil gefahrlos spekulieren, denn die Notenbanker kaufen auch Schulden und Wertpapiere von Unternehmen auf.

      gehts eigentlich noch?

      statt das geld wenigen mächtigen in die hand zu legen lieber allen!

      BDGE für alle.
    • Yunnan 13.08.2020 10:28
      Highlight Highlight Für die Schweiz stimmt das nicht. Es wurden ja eben Milliarden in die AV gepumpt, dazu kommen noch Kurzarbeit und schliesslich die Sozialhilfe.
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Kommentar

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