Wirtschaft
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Frankenstärke

Weniger Lohn wegen starkem Franken: Gesamte Belegschaft einer Tessiner Firma streikt



Beim Plastikhersteller Exten SA in Mendrisio TI haben alle hundert Beschäftigten am Donnerstagmorgen die Arbeit niedergelegt. Sie reagierten damit auf die Lohnkürzungen, welche das Unternehmen mit der Begründung der Frankenstärke durchsetzen will.

Die Gehälter der Beschäftigten sollen gemäss der Gewerkschaft Unia um 16 Prozent für Einheimische und um 26 Prozent für Grenzgänger gekürzt werden. Laut den Berechnungen der Gewerkschaft würde damit ein einheimischer Dreher, der bisher 3200 Franken verdiente neu nur noch mit 2688 Franken auf der Gehaltsliste stehen.

Die Belegschaft fordere, dass die Lohnsenkungen zurückgenommen werden und verlange gleichzeitig einen Einblick in die Geschäftszahlen der Firma, schrieb die Unia am Donnerstag in einer Mitteilung.

Lohnkürzungen auch an anderer Stelle

Erst am Dienstag hatte das Tessiner Metallbauunternehmen Ferriere Cattaneo bekanntgeben, die Produktion von Güterwagen vollständig in die Slowakei auszulagern.

Um die Frankenstärke aufzufangen, wollte das Unternehmen den Lohn der italienischen Grenzgänger im Werk Giubiasco TI um 7 Prozent reduzieren. Die Belegschaft habe diese Massnahme an einer Personalversammlung am Montagabend jedoch abgelehnt. Daraufhin teilte das Unternehmen am Dienstag mit, die Güterwagen künftig ausschliesslich im slowakischen Werk von Poprad herstellen zu lassen. (whr/sda)

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