Wirtschaft
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Kartenmissbrauch

Kartenmissbrauch im Internet verursacht mehr Schaden



Eine Karte in einem Bancomat, aufgenommen in Zuerich am Donnerstag, 23. Januar 2014. Im Schweizer Zahlungsverkehr ist es am vergangenen Dienstag, 21. Januar 2014 zu einer grossen Panne gekommen: Alle Transaktionen mit Debitkarten sind doppelt verbucht worden. Der Finanzinfrastrukturanbieter SIX bestaetigte heute entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur sda. Betroffen seien lediglich Debitkarten wie Maestro. Kreditkarten und Bankkarten hingegen nicht. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Bild: Keystone

Der schnelle Einkauf im Internet lockt auch Kriminelle: Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor Datenklau. Erstmals seit 4 Jahren stieg 2012 die Schadenssumme durch den Missbrauch von Kredit- und EC-Karten. Die Gefahr, Opfer von Datendieben zu werden, ist insgesamt gesehen aber relativ gering.

Hauptursache: Immer häufiger greifen Kriminelle Kartendaten und Geheimnummern (PIN) bei Zahlungen ab, die online, per E-Mail oder am Telefon abgewickelt werden. Inzwischen gehen 60 Prozent der Schadenssumme auf diesen Kanal zurück - Tendenz seit Jahren steigend. Den Gesamtschaden durch Kartenmissbrauch für das Jahr 2012 bezifferten die Währungshüter auf 1,33 Mrd. Euro. Das waren 14,8 Prozent mehr als 2011. Statistisch gesehen ist die Gefahr, beim Bezahlen mit Plastikgeld Opfer von Datendieben zu werden, insgesamt relativ gering. Von 2635 Euro, die per Kredit- und Debitkarte ausgegeben wurden, fiel einer Betrügern in die Hände.

Die Daten beziehen sich auf den Zahlungsraum Sepa, der 32 Staaten umfasst: alle 27 damaligen EU-Mitglieder sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Die höchsten Schäden durch Kartenmissbrauch gab es im Schnitt bei Karten, die in Frankreich, Grossbritannien und Luxemburg ausgegeben wurden. (tvr/sda)

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