Wirtschaft
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CS kürzt Ex-Chef Thiam nach Beschattungsaffäre Lohn



epa08199737 (FILE) Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse, speaks during a press conference in Zurich, Switzerland, 21 October 2015 (reissued 07 February 2020). Credit Suisse's chief executive Tidjane Thiam has resigned amid a power struggle which followed a spying scandal at the bank, according to media reports 07 February 2020.  EPA/WALTER BIERI

Tidjane Thiam – Abgang mit Nebentönen. Bild: EPA

Der frühere Chef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, hat in seinem letzten Jahr bei der Grossbank 10.7 Millionen Franken erhalten. Das waren allerdings weniger als im Vorjahr, was auch mit der Beschattungsaffäre zusammenhängt, die am Schluss zu seinem Abgang führte.

2018 war Thiam noch auf eine Gesamtentschädigung von 12.7 Millionen Franken gekommen. In diesem Jahr seien es damit 15 Prozent weniger, schrieb die Grossbank im am Mittwoch veröffentlichten Vergütungsbericht. Von den 10.7 Millionen macht die fixe Vergütung 3.5 Millionen aus, 7.2 Millionen sind variable Bestandteilte.

Der Rückgang sei unter anderem auf eine tiefere «nicht-finanzielle» Bewertung – wie die Grossbank es nennt – zurückzuführen, hiess es. Diese sei wegen der «Observierungsereignisse» auf 50 Prozent reduziert worden im Vergleich zu 2018. Nichtsdestotrotz: Thiam sei für die Lohnberechnung als ein «guter Abgänger» (good leaver) behandelt worden, nachdem er die Gruppe erfolgreich restrukturiert und es keinen Beweis gegeben habe, dass er an der Beschattung direkt beteiligt war.

Rohner mit gleich viel Lohn

Mit seinem Lohn liegt Thiam hinter seinem Konkurrenten bei der UBS zurück: Sergio Ermotti als CEO der grössten Schweizer Bank erhielt für das vergangene Jahr 12.5 Millionen Franken, wie bereits seit etwa einem Monat bekannt ist.

Die Gesamtentschädigung der CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr zwölf Mitglieder gehörten, belief sich auf 77.4 Millionen nach 93.5 Millionen im Vorjahr. Bei der UBS verdiente das Top-Management 2019 insgesamt 102.1 Millionen.

Seit Mitte Februar ist der frühere Schweiz-Chef Thomas Gottstein Gruppenchef der CS.

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhält für die Zeit von der GV 2019 bis zur GV 2020 eine Totalkompensation von 4.7 Millionen Franken und damit gleich viel wie im Vorjahr. Der gesamte VR erhielt 11.3 Millionen nach 11.7 Millionen im Vorjahr. (sda/awp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • azoui 25.03.2020 12:18
    Highlight Highlight Evtl. könnte die Glückskette hier einspringen.....
  • Der Rückbauer 25.03.2020 10:44
    Highlight Highlight Was heisst hier Lohn, Verdienen?
    Das Aktienrecht, die Aktionärsdemokratie vor allem, ist dringendst revisionsbedürftig.
    Rückbauen heisst kontrolliert abreissen und neu bauen, sprengen heisst Revolution, zerstören.
    Aber bei einem Rückbau habe ich Bedenken. Minder und letztlich das Schweizer Volk sind gescheitert, die Grenzen der Demokratie. Vielleicht bleibt doch nur die Revolution.
  • Henri Lapin 25.03.2020 09:26
    Highlight Highlight der Arme.
  • Honestly 25.03.2020 09:20
    Highlight Highlight Hoffentlich verhungern die beiden nicht!
  • Drunken Master 25.03.2020 09:15
    Highlight Highlight Oh nein, jetzt muss der Arme Mann den Gürtel enger schnallen 🙄
  • koknarr 25.03.2020 09:13
    Highlight Highlight Der Arme kriegt nur 10.7 Millionen? Hab fast ein bisschen Mitleid...
  • Glenn Quagmire 25.03.2020 09:03
    Highlight Highlight Dem sollte der Lohn komplett gestrichen werden. Solche Dekadenz, während etliche KMUs ums überleben kämpfen, ist....zum kotzen!!!

    Shame on you Mr Thiam!
  • teha drey 25.03.2020 08:39
    Highlight Highlight Also das finde ich frech! Mitten in der Corona-Krise! Das ist unsozial. Wie soll der arme Kerl denn nun sein WC-Papier bezahlen? He, CS?

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