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Facebook versteckt in Testlauf in Australien Zahl der «Likes»



Wer Facebooks

Bild: AP

Facebook-Nutzer in Australien sehen bis auf weiteres nicht mehr die Zahl der «Gefällt mir»-Angaben für die Beiträge anderer Nutzer. «Wir wollen nicht, dass sich Facebook wie ein Wettbewerb anfühlt», teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Mit dem Test reagiert der US-Konzern auf Vorwürfe, wonach Online-Netzwerke der psychischen Gesundheit schaden. Die Facebook-Tochter Instagram experimentiert bereits in einer Reihe von Ländern mit der Abschaffung der Likes-Anzeige.

Durch den Klick auf den Like-Button bekundet ein Nutzer der Online-Netzwerke, dass ihm der Kommentar, das Foto oder das Video eines anderen Nutzers «gefällt». Während der Testphase sehen Facebook-Nutzer in Australien nun nur noch die Zahl der Reaktionen auf die eigenen Beiträge.

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Video: watson/Knackeboul, Emily Engkent

Nach Abschluss des Tests will Facebook nach eigenen Angaben entscheiden, ob die «Gefällt mir»-Angaben künftig auch in anderen Ländern versteckt werden sollen. Zur Laufzeit des Experiments äusserte sich das Unternehmen nicht.

Hoher sozialer Druck

Weltweit nutzt mehr als eine Milliarde Menschen Facebook. Allerdings sieht sich der Online-Dienst wachsender Kritik ausgesetzt, wonach die Reaktionen anderer auf Nutzerbeiträge einen hohen sozialen Druck erzeugen.

Nach Angaben des australischen Beauftragten für Sicherheit im Internet hat eines von fünf Kindern in Australien schon einmal Cyber-Mobbing erlebt. Für landesweites Aufsehen sorgte der Suizid eines 14-jährigen Mädchens im vergangenen Jahr, nachdem es online gemobbt worden war.

23 Firmen-Logos, aber in ehrlich

Die Bilderplattform Instagram testet derzeit bereits in mehr als einem halben Dutzend Ländern das Modell, dass nur noch der Inhaber des jeweiligen Kontos die Zahl seiner Likes sehen kann, nicht aber die anderen Nutzer. Facebook teilte mit, es gehe davon aus, dass die Testergebnisse bei beiden Netzwerken unterschiedlich ausfallen würden.

Die auf Cyber-Psychologie spezialisierte Wissenschaftlerin Jocelyn Brewer sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie nehme das Facebook-Experiment mit einer Mischung aus «Skepsis und Anerkennung» zur Kenntnis. Sie warnte allerdings davor, dass sich durch das Verstecken der «Gefällt mir»-Angaben ein neues Statussymbol in dem Online-Dienst entwickeln könne. Es sei wahrscheinlich, dass die Nutzer sich der neuen Situation anpassten und auf andere Weise digitale Anerkennung ausdrücken würden - und so wieder sozialer Wettbewerbsdruck entstehe. (aeg&sda/afp)

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