Wirtschaft
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Elf weitere chinesische Unternehmen auf schwarzer Liste der USA



Das US-Handelsministerium hat elf weitere chinesische Unternehmen wegen Unterdrückung muslimischer Minderheiten auf die schwarze Liste gesetzt. Die Unternehmen seien an Menschenrechtsverletzungen an Uiguren und andere muslimische Minderheiten beteiligt, erklärte das Ministerium am Montag (Ortszeit).

Zwei der Konzerne hätten nach Angaben der US-Regierung genetische Analysen durchgeführt, um die Unterdrückung von Uiguren und anderen muslimischen Minderheiten voranzutreiben. «Peking fördert aktiv die verwerfliche Praxis von Zwangsarbeit und missbräuchlichen DNA-Sammel- und Analysesystemen, um seine Bürger zu unterdrücken», sagte Handelsminister Wilbur Ross. Die chinesische Botschaft in Washington lehnte eine Stellungnahme ab.

Unternehmen auf der schwarzen Liste können ohne Genehmigung der US-Regierung keine Komponenten von amerikanischen Unternehmen beziehen. Auf der schwarzen Liste stehen nun auch Nanchang O-Film Tech, ein Lieferant für Apples iPhone. Laut einem Brief an den US-Kongress vom April beliefert das Unternehmen auch Amazon und Microsoft. Die US-Firmen äusserten sich nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungsnahme. Ebenso betroffen ist die KTK Group, die mehr als 2000 Produkte für den Bau von Hochgeschwindigkeitszügen produziert, von der Elektronik bis zu den Sitzen.

40 weitere Firmen betroffen

Die Liste enthalte zudem zwei Tochtergesellschaften des Beijing Genomics Institute (BGI), ein Gen-Spezialist mit Verbindungen zur chinesischen Regierung, fügte Senator Marco Rubio hinzu. Er sagte, die Ergänzungen würden «sicherstellen, dass die US-Technologie die Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas gegen die Menschlichkeit und die ungeheuren Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren und andere Minderheiten in Xinjiang, einschliesslich der erzwungenen Sammlung von DNA, nicht unterstützt.»

Seit dem in Kraft treten des sogenannten Uiguren-Gesetzes hatte das Handelsministerium bereits knapp 40 Unternehmen auf die Liste gesetzt, darunter das Videoüberwachungsunternehmen Hikvision sowie führende Unternehmen in der Gesichtserkennungstechnologie wie SenseTime Group und Megvii Technology. (viw/sda/reu)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Do not lie to mE 21.07.2020 22:23
    Highlight Highlight 2) Das linke politische Spektrum das sonst ach so bemüht ist jedes Unrecht zu verurteil ist auffällig schweigsam. Auch der Artikel von der NYT wo Uiguren gezwungen werden in Maskenfabriken zu arbeiten fand keine mediale Beachtung. "Es gibt diese Zwangsquoten, die dazu führen, dass Menschen in Fabrikarbeit geschickt werden, wenn sie nicht wollen", sagte Amy K. Lehr, die Direktorin der Menschenrechtsinitiative. "Und das könnte nach internationalem Recht als Zwangsarbeit angesehen werden."
    https://www.nytimes.com/2020/07/19/world/asia/china-mask-forced-labor.html
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  • Do not lie to mE 21.07.2020 22:14
    Highlight Highlight 1) Das schäbige Schweigen über HK. Schön das auch die "watson" schon HK im Rückspiegel gelassen hat. China hat dort unter Bruch des Übergabe-Abkommens, das der Stadt 50 Jahre lang eine Teilautonomie garantierte, die Macht bereits völlig übernommen. Dazu schweigen die Medien, dass den HKern die Freiheiten und Rechte, die sie bis vor kurzem noch genossen, von Peking genommen wurden kein Thema.
  • Peter Vogel 21.07.2020 14:34
    Highlight Highlight Dem autoritären China eine reinzuwürgen ist schon richtig, auch wenn die Begründung scheinheilig ist. Die Europäer machen schliesslich gar nichts.
    • Coringa 21.07.2020 15:30
      Highlight Highlight Word!
  • Keller Baron 21.07.2020 12:33
    Highlight Highlight Amerika ist mit Abstand die lächerlichste Nation der Welt, so viel Scheinheiligkeit und Doppelmoral legen nicht mal die Saudis oder Israelis an den Tag.
  • Hoebd Gsbd 21.07.2020 11:48
    Highlight Highlight Dies ist aber ironie, oder? Das Land, dass in den letzten 20 Jahren am meisten Muslime Getötet, gefoltert, und unterdrückt hat. Sanktioniert China für die Unterdrückung der Muslime?

    Wo sind eigentlich die Sanktionen gegen die USA, wieso sind die letzten 3 Präsidenten nicht im Gefängnis, sind Sie doch die grössten Kriegsverbrecher der Nachkriegszeit.
    • Hierundjetzt 21.07.2020 16:17
      Highlight Highlight Soso. Nicht Irak, Saudi Arabien, Pakistan, Sudan, Jemen, Nigeria sondern die USA töten am meisten Muslime.

      Klar.
  • Dani S 21.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Wenn ehrenhafte Motive dahinterstehen, ist das unterstützenswert.
    Da die USA aber selber Minderheiten in aller Welt schikanieren und sanktionieren um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, hat die Aktion einen schalen Beigeschmack.
    • BVB 21.07.2020 19:36
      Highlight Highlight Nichtsdestotrotz ist die Aktion unterstützenswert. Die mit ehrenhaften Motiven (z.B. wir) machen nämlich rein gar nichts und das hat in meinen Augen einen noch viel faderen Beigeschmack. Keine Sanktionen, gar nichts. Wir verkaufen unsere Werte.
    • Dani S 22.07.2020 19:49
      Highlight Highlight @BVB: Natürlich geht es den USA ums business, sonst nichts. Sieht man aktuell bei der Nordstream-Affäre, z. B.

      Und die Durchschlagskraft der Schweiz bei Sanktionen dürfte vergleichbar mit einem Wattebäuschen sein. Man sollte schon realistisch sein beim Einsatz von Sanktionen...
  • Lustiger Baum 21.07.2020 10:17
    Highlight Highlight Da sollten wir uns eine Scheibe von abschneiden. Genozid muss nicht auch noch wirtschaftlich belohnt werden.
  • HansliZüri 21.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Man kann sagen über die USA was man will. Aber in diesem Punkt (Uiguren) sind die Heuchler wir Schweizer und Europäer.
  • Tschowanni 21.07.2020 08:58
    Highlight Highlight "Wegen Muslimischer Unterdrückung auf die Liste gesetzt" In den USA werden Tagtäglich Menschen unterdrückt, angefangen bei den Indios. Selbst der Präsident wettert gegen Muslime und wollte diese gar nicht mehr einreisen lassen. Das ist Scheinheiligkeit vom feinsten und wird missbraucht um einen Handelskrieg gegen China zu führen.
    • Thomas Oetjen 21.07.2020 09:33
      Highlight Highlight Zumindest stecken die Amerikaner die Unterdrückten nicht in Umerziehungslager. Halt, was ist eigentlich Guantanamo?
    • Coffeetime ☕ 21.07.2020 09:42
      Highlight Highlight Na ja, wo sind die Arbeitslager für die Indigenen in den USA? Ich sage nicht, dass alles paletti ennet dem Ozean läuft, aber ganz so krass wie China sind die USA schon nicht.
    • davej 21.07.2020 10:11
      Highlight Highlight Leider wahr.
      Hier geht es wie immer um die eigenen Wirtschaftlichen Interessen und darum Chinas Wirtschaft zu schaden.
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