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Leonid Breschnew Donald Trump

Wird Donald Trump zum Leonid Breschnew? bild: shutterstock/watson

Analyse

Droht den USA das gleiche Schicksal wie der Sowjetunion?

Namhafte amerikanische Wissenschaftler befürchten, dass die Tage der Supermacht gezählt sind.



Harold James ist einer der bekanntesten Wirtschaftshistoriker der Gegenwart. Er ist ein Gelehrter alter Schule: Gentleman, tendenziell konservativ und Professor an der traditionellen Universität Princeton. Leute wie James bilden das Rückgrat der angelsächsischen Elite der Nachkriegszeit. Daher lässt es aufhorchen, wenn James den aktuellen Zustand der USA in einem Essay für Project Syndicate wie folgt beschreibt:

«Viele Aspekte Amerikas im aktuellen annus horribilis (Katastrophenjahr) erinnern an die Sowjetunion, angefangen mit der Zuspitzung der sozialen und politischen Konflikte. Im Fall der Sowjetunion traten lange unterdrückte ethnische Repressionen zutage, die schliesslich das gesamte Land in Richtung Gewalt, Sezession und Desintegration trieben. In den USA hat Trumps Reaktion gegen die nationalen Proteste gegen Rassismus, Polizeigewalt und Ungleichheit die bestehende Rassentrennung noch verstärkt.»

James geht jedoch über die aktuellen Ereignisse hinaus. Er vergleicht die Wall Street mit Gosplan, der ehemaligen staatlichen Planungskommission der UdSSR. Beide sind gemäss James nicht mehr in der Lage, das Kapital so zu verteilen, dass es die reale Wirtschaft unterstützt.

Harold James, Wirtschaftshistoriker an der Universität von Princeton
https://www.youtube.com/watch?v=Qz2Fk5Nbxkk

Gelehrter alter Schule: Harold James. Screenshot: Youtube

Weil die Trump-Regierung den Dollar für politische Zwecke missbraucht, sieht James auch die Rolle des Greenbacks als globale Leitwährung in Gefahr. «Jetzt, da die Dysfunktionen des US -Systems offen zutage treten, könnte der Rest der Welt seine Kompetenz und die Effektivität des Staates in Frage stellen», so James.

Schliesslich beginnt auch in den Vereinigten Staaten der Fisch vom Kopf her zu stinken. «Unter Präsident Donald Trump ist Amerika eine internationale Peinlichkeit geworden», stellt James lapidar fest.

Harold James ist nicht der einzige «Eierkopf», der sich Sorgen um sein Land macht. Im renommierten Magazin «Foreign Affairs» kommen Alexander Cooley und Daniel H. Nexon zu einem ähnlichen Befund. Die beiden Professoren sind ebenfalls an besten Adressen tätig. Cooley an der Columbia University in New York, Nexon an der Georgetown University in Washington.

Der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton schreibt in seinem jüngst veröffentlichten Buch, dass die Chinesen es gerne sehen würden, wenn Trump die Wahlen gewänne. Kein Wunder, kein amerikanischer Präsident hat die von den USA geprägte liberale Weltordnung stärker beschädigt als Trump.

epa08493532 (FILE) - US National Security Advisor John Bolton speaks to media at the Palace of Independence in Minsk, Belaru, 29 August 2019 (reissued 18 June 2020). According to media reports, the US government wants to prevent publication of a book by former National Security advisor Bolton, arguing that national security was at risk.  EPA/TATYANA ZENKOVICH *** Local Caption *** 55457707

Erklärt, warum Peking auf Trump setzt: John Bolton. Bild: keystone

Zwar ist es nicht das erste Mal, dass die USA sich in einem Formtief befinden. Doch bisher haben sie immer wieder zu alter Stärke gefunden. «Aber diesmal ist es anders», so Cooley/Nexon. «Die gleichen Kräfte, welche die amerikanische Hegemonie so dauerhaft gemacht haben, treiben nun ihre Auflösung voran.»

Nach dem Zerfall der Sowjetunion waren die USA die alleinige Supermacht. Politologen sprachen von einem «unipolaren Moment». Der Politologe Francis Fukuyama schrieb sein legendäres – und oft missverstandenes Essay – über das «Ende der Geschichte». Davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. «Der amerikanische Führungsanspruch ist nicht nur im Rückzug», stellen Cooley/Nexon fest. «Er löst sich auf. Und der Niedergang ist nicht zyklisch, er ist permanent.»

China und Russland haben sich in der amerikanisch beherrschten, liberalen Weltordnung nie wohl gefühlt. In den letzten Jahren haben die beiden ihre Differenzen bereinigt und sich gegen die USA verbündet. Cooley/Nexon schreiben:

«China und Russland stellen nun die liberalen Aspekte der internationalen Weltordnung und ihre Institutionen direkt in Frage. Gleichzeitig bauen sie eine alternative Ordnung mit neuen Institutionen auf, in denen sie grösseren Einfluss besitzen und mit denen sie Menschenrechte und zivile Freiheiten in den Hintergrund drücken können.»

Zu den wichtigsten dieser Institutionen gehört etwa die BRICS-Gruppe, ein loser Zusammenschluss der Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Ihr angeschlossen ist die New Development Bank, eine Konkurrenz zur Weltbank. Weiter gibt es die Asian Infrastructure Bank, die Eurasian Economic Union und die leicht geheimnisumwobene Shanghai Cooperation Organization.

Russia's President Vladimir Putin, left, and China's President Xi Jinping shake hands during a welcome ceremony at the Xijiao State Guesthouse ahead of the fourth Conference on Interaction and Confidence Building Measures in Asia (CICA) summit, in Shanghai, China, Tuesday, May 20, 2014. (AP Photo/RIA Novosti, Alexei Druzhinin, Presidential Press Service)

Haben sich gefunden: Wladimir Putin und Xi Jinping. Bild: AP/RIA Novosti Kremlin

Zusammen mit der chinesischen Belt and Road Initiative bilden diese Institutionen ein immer stärker werdendes Gegengewicht zu UN, IWF, Weltbank, etc. Es sind dabei mehr als Schwatzbuden. China leistet inzwischen mehr Entwicklungshilfe als die USA und gewinnt selbst dort Einfluss, wo der Westen unbestritten schien. «Die Red Cross Society of China, die älteste chinesische NGO, hat als Teil einer sorgsam orchestrierten PR-Kampagne während der Covid-19-Epidemie Hilfe in Europa verteilt», so Cooley/Nexon.

Russland greift derweil die liberale Weltordnung von innen an. Putin unterstützt rechtsextreme Organisationen, um so Demokratie und Rechtsstaat zu unterwandern. «Solche Bewegungen tragen dazu bei, die Politik in den entwickelten Industriestaaten zu polarisieren und die Institutionen zu schwächen», stellen Cooley/Nexon fest.

Präsident Trump hat mit seinem unbedachten Handeln die westliche Weltordnung geschwächt. Doch selbst wenn er im kommenden November verliert, wird der Niedergang der USA weitergehen. Cooley/Nexon kommen zu einem niederschmetternden Fazit:

«Es gibt keine rasche Lösung. Kein Ausmass an Militärausgaben kann die Auflösung der US-Hegemonie aufhalten. Selbst wenn Joe Biden Trump besiegt oder sich die Republikaner vom Trumpismus abwenden, wird die Desintegration weitergehen.»

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132Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tripod 12.07.2020 23:22
    Highlight Highlight http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/verelendungstheorie/verelendungstheorie.htm

    danke für den spannenden Artikel! In diesem Kontext wünsche ich mir eine Reihe von Beiträgen seitens Watson, die globalpolitische, -gesellschafltiche und -wirtschaftliche Dynamiken thematisiert. Mein Anliegen richtet sich als Anstoss primär an euer "Genie", den Hubi. Als Marxist vertrete ich ja nach wie vor die These, dass z.b. Marx' Verelendungstheorie vorschnell abgeschrieben wurde. Der Sozialstaat als "dead cat bounce" bis 1990-2000. Seither wird Marx via sozioökonomischer Empirie zunehmend gestützt.
  • Hoci 12.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Die usa ist zu selbstverliebt +dekadent geworden. Hat ihre Probleme mit Rassismus gegen Schwarze +mit der Krankenversicherung/Armut nicht gelöst.
    Mehr u. mehr gerät sie mit ihrem System zum Schlusslicht, zumal sie reich genug wäre Schwache zumindest minimal zu unterstützen.
    Solche Menschen sind aus Verzweiflung Kriminell / aggressiv. Sie zu kontrollieren braucht viel Geld +Ressourcen.
    Sieht man auch in Löndern in denen Frauen wie Sklaven gehalten + kontrolliert werden müssen.
    Statt wie bei uns diese Ressourcen zu nutzen. Unter den Schwarzen und Armen der usa sowie Frauen gibts top Leute.
  • rudolf_k 12.07.2020 13:38
    Highlight Highlight Wenn ich so viel 'analysieren' müsste, hätte ich wohl kaum Zeit selbst etwas zu erleben, geschweige denn zu lernen.
  • superzonk 12.07.2020 11:33
    Highlight Highlight Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht um zu verstehen, dass keine Macht ewig dauerte. Nationen und Reiche sind immer ein Abbild der Zeit gewesen. Sie kommen und gehen. Die Gefahr kam zudem meistens von innen. Vergleichbar mit Unternehmen, welche der Gründer und Patron gross gemacht hat und die wohlbehütet aufgezogen Erben oft die ursprüngliche Idee und Identifikation nicht mehr teilen und das Umfeld sich täglich leicht verändert. Im Zeitgeist zu bewahren ist viel schwieriger als aufzubauen oder zu vernichten.
    • Hoci 12.07.2020 20:19
      Highlight Highlight Das Problem von Nationen und Firmen.ist , dass sie verharren statt sich weiter zu enrwickeln. Noch schneller geht der Verfall bwi Dekadenz. Rassismus der Usa ist so eine Dekadenz, die Unterdrückung und Rechtlosigkeit derFrau im nahen und mittleren Osten und anderen kulturen beschleunigen ie Zerstörung. Beides ist aber auch ein Extremmotor für die Entwicklung einer neuen besseren Ordnung.
      Nebenbei die Schweiz ist auch dekadent. Das zeigt sich in den.absurden Lohnvorstellung u. Geist. Trägheit der Youngster, mit Peak in der lächerlichen Forderung des Minimaleinkommens. So jemand hat 0 Ahnung.
  • flyingdutch18 12.07.2020 11:12
    Highlight Highlight Die Sowjetunion ist zerfallen, 1) weil sie von den USA in den Ruin gerüstet wurde und 2) das Kartenhaus der Staatslügen nach Tschernobyl nicht länger aufrecht erhalten werden konnte. Die USA sind in einer anderen Lage, trotz Trump und vorausgesetzt, die Bürger dort drehen das Rad am 3. November um. Dann kann vielleicht auch das riesige Problem der unter Corona weiter zunehmenden Ungleichheit in den USA und der Welt angegangen werden.
    • Nicht wichtig 12.07.2020 20:40
      Highlight Highlight Das ist eine sehr einfache Erklärung: Richtig ist, dass die Kosten des Militärs aus dem Ruder liefen. Tschernobyl hatte mit dem Finanzdesaster nur am Rande zu tun. Die Sowjetunion ist wirtschaftlich an der Planwirtschaft gescheitert. Zusätzlich trieb die UdSSR fast nur Tauschhandel mit den Vasallenstaaten. Dadurch mangelte es an Devisen. Diese kamen fast nur über die marode Rohstoff-Förderung rein. Die Sowjetunion war damals nicht weit von der Situation der bankrotten DDR entfernt. Die folgende Privatisierung der Staatsbetriebe ging dann durch gigantische Korruption leider auch in die Hose.
    • Quo Vadis 12.07.2020 21:49
      Highlight Highlight Kleiner Witz aus der UdSSR:

      Kauft sich ein Sowjet einen Zhiguli (Moskvichka).

      Sagt der Verkäufer zum Käufer: Ihr Auto wird in 7 Jahren ausgeliefert.
      Käufer: Am Morgen oder am Nachmittag?
      Verkäufer stirnrunzelnd: Was fragen sie da - es wird in 7 Jahren sein?!
      Käufer: Ja wissen sie, in 7 Jahren am Nachmittag wird der Sanitär vorbeikommen...
  • Quo Vadis 12.07.2020 11:09
    Highlight Highlight 2/2 unsere westlichen Werte einfach in der ganzen Welt installieren können, dies anhand von Weltbank, UNO und anderen Institutionen. Dabei haben wir wirtschaftlichen Druck aufgesetzt damit sich Drittweltländer an diese Menschenrechte halten und sauber wirtschaften. Dabei sind diese Menschenrechte ausser vom Westen von niemandem wirklich gewollt.

    China hat dies korrekt erkannt und baut seine Seidenstrasse mit Hilfe eigener Institutionen und gibt Kredite unter äusserst fragwürdigen Bedingungen.

    Und wir? Wir schauen verdutzt zu was nun Trump angeblich kaputt gemacht haben soll...
    • Quo Vadis 12.07.2020 21:31
      Highlight Highlight Anhang: "..ich mach mir die Welt widewidewitt wie's mir gefällt.." Liebe Genossinnen und Genossen Blitzer es ist nicht was ich mir wünsche, sondern einfach eine Tatsache.. und eure Konzernverantwortungsinitiative wird diesem Trend noch zusätzlichen Drive geben und China den Zugang zur Macht noch mehr erleichtern. Hauptsache ihr werdet gut schlafen. Denn die Arbeiter in Afrika werden es bestimmt nicht, noch weniger die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Landes die von irgendwelchen Sozialleistungen abhängig sind. Die einzigen die sich die Hände reiben sind... *hier kommt die Musik von Jeopardy*
      Benutzer Bildabspielen
  • Quo Vadis 12.07.2020 11:04
    Highlight Highlight 1/2

    "Präsident Trump hat mit seinem unbedachten Handeln die westliche Weltordnung geschwächt."

    Das greift eindeutig zu kurz!

    Da wurden die letzten 30 Jahre gepennt, man hat den Chinesen zugeschaut wie ihr totalitäres System mir nichts dir nichts so gross werden konnte. Technologie wurde aus profitgründen nach China transferiert, wohlwissend es würde ALLES kopiert werden. Aber Chinesen sind nicht doof, die produzieren jedes Jahr die Menge an Top Ingenieuren wie die gesamte restliche Welt.

    Hinzu kommt dass wir international komplett versagt haben. Wir sind davon ausgegangen dass wir die
  • Wild Turkey 101 12.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Na logisch, die USA wird in Kürze "auseinanderfallen", obwohl sie mit riesigem Abstand immer noch die Nr.1 Wirtschaftsmacht sind.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157841/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-dem-groessten-bruttoinlandsprodukt/

    Der Antiamerikanismus in diesem Portal wird langsam unerträglich.
    • Hand-Solo 12.07.2020 12:50
      Highlight Highlight Nehmen wir doch deine eigenen quellen und sehen deren prognose an: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/177590/umfrage/prognose-zu-den-laendern-mit-dem-hoechsten-bruttoinlandsprodukt-bip-im-jahr-2030/
      Während die USA eher stagniert holt vor allem China extrem auf und bald über ;-)
    • Edwin Schaltegger 12.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Endlich jemanden gefunden der noch rational denkt ohne diese teils völlig irrationalen und
      wirren Weltanschauungen. Diese "Wirrköpfe" merken nicht einmal, dass unsere demokratische, liberale Gesellschaftsordnung durch autokratische Diktaturen und Weltanschauungen wie China, Russland, den Staaten mit islamistischen Ideologien (Türkei, Iran, Saudi-Arabien etc.) am meisten bedroht sind. Dann werden nämlich Regime kritische Kommentare gar nicht mehr möglich sein!
  • Smeyers 12.07.2020 08:47
    Highlight Highlight Die Sowjetunion und Ihr System war Bankrott zudem kamen Perestroika und andere Bewegungen in den „Bruderstaaten“ welche das Ende einläuteten. Die USA haben Probleme aber sicherlich nicht vergleichbar wie die Sowjetunion vor 30 Jahren.
    • amore 12.07.2020 12:55
      Highlight Highlight Wie hoch sind die Schulden der USA?
  • Rethinking 12.07.2020 08:26
    Highlight Highlight Ich kann nur hoffen dass sich dies sehr lange hi zieht und ich dann nicht mehr auf dem Planeten weilen werde...
  • Ironiker 12.07.2020 08:12
    Highlight Highlight USA baut ab, China, Russland und andere auf. Ich bin zwar einer der nicht in die EU will, aber Europa braucht eine starke Armee. Nicht um Polizist zu spielen, sondern um den anderen klar zu machen, wo die Grenzen sind.
    • Wild Turkey 101 12.07.2020 11:01
      Highlight Highlight Blödsinn. Russland baut überhaupt nicht auf!
      Deren Wirtschaft geht immer mehr den Bach runter.

      Die wirtschaftliche Leistung der USA baut sich übrigens nicht ab. Sie wächst nur nicht so stark, wie die der Chinesischen. Hat aber auch damit zu tun, dass China immer noch ein Schwellenland ist und damit das weitaus grössere Potenzial hat. Doch deren Ausbau ist nicht nachhaltig. Auf lange Sicht wird sich das freiheitliche, demokratische System durchsetzen.
  • Ana64 12.07.2020 08:04
    Highlight Highlight Mich würde interessieren wie unsere Schweiz sich weiter prächtig entwickeln würde wenn wir hier ( auf USA Bevölkerungszahl umgerechnet) 280 000 illegale Einwanderer hätten? Wenn 5% der Erwerbstätigen , d.h. bei uns 250 000 illegal arbeiten würden? Oder wenn wir pro Jahr ! 40 000 aufgegriffene illegale Einwanderer hätten? Und wie viele die nicht aufgegriffen sind? Würde ich gerne von euch, USA– Kritiker wissen.
    • RicoH 12.07.2020 09:39
      Highlight Highlight Was genau hat das jetzt mit dem Artikel zu tun?
    • Statler 12.07.2020 09:52
      Highlight Highlight Die US-Wirtschaft ist zu einem guten Teil auf diese Illegalen angewiesen. Die arbeiten zu Hungerlöhnen, haben keinen Anspruch auf Medicare/Medicaid und auch nicht auf Arbeitslosengeld.
      Eine Masse an «deplorables», mit denen man ganz nach Bedarf umspringen kann.
      Auch in der Schweiz gibt es Schwarzarbeit, aber bei weitem nicht so schlimm wie in den USA.
      Die Situation in den beiden Ländern lässt sich nur schwer vergleichen.
    • Ana64 12.07.2020 09:59
      Highlight Highlight Tja.. wenn diese illegalen zu Hungerlöhnen arbeiten, keine soziale Absicherung haben, keine medizinische Hilfe, zusammenfassend einfach leiden wozu kommen sie in Scharren in die USA? Um zu leiden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fakten 12.07.2020 07:28
    Highlight Highlight Was hat Ihnen Trump eigentlich angetan?
    • Juliet Bravo 12.07.2020 14:11
      Highlight Highlight Es scheint dir ja zu gefallen, immer die konträre Meinung zu lesen, sonst wärst du kaum hier auf Watson sondern z.B. bei der Weltwoche. Was beklagst du dich? Du bist es, der hier ein Profil hat, der diese Texte anklickt und sie liest.
    • Peterermohn 12.07.2020 16:09
      Highlight Highlight Mir nichts, ausser, dass ich jeden diesen Namen lesen muss und dass er in seiner machtvollen Position Anteil hat an der desaströsen sozialpolitischen Entwicklung in den USA. Es ist wirklich fraglich, ob die beiden politischen Pole wieder konstruktiv zusammen arbeiten und das Land vorwärtsbringen können. Dies wäre notwendig in dieser Zeit.
    • Fakten 12.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Schüli: aha
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 12.07.2020 07:12
    Highlight Highlight "Unter Präsident Donald Trump ist Amerika eine internationale Peinlichkeit geworden"!
    Peinlichkeit ist weit untertrieben..
  • S. L. 12.07.2020 03:22
    Highlight Highlight jede Nation dieser Erde hat US-Staatsanleihen und Dollar en Masse. Kurzgesagt - hat die USA ein Problem, hat die Welt ein Problem. China z.B. könnte den USA schon lange den Stecker ziehen, wenn es die US-Treasuries verkaufen würde. Die Folge wäre das Platzen der globalen Finanzblasen, das das Ende des US-Dollars als Reservewährung mitsich bringt. Dann hätte China keine Kunden mehr. Die Schlange beisst sich so dermassen in den Schwanz, dass es nur ein weiterso geben kann.
    • Statler 12.07.2020 09:54
      Highlight Highlight Einverstanden.
      Allerdings arbeitet China gerade sehr fleissig daran, sich neue Märkte zu erschliessen.
      Stichwort Afrika und «neue Seidenstrasse».
      Sobald dieser Schritt einigermassen vollzogen ist, werden die Exporte in die USA vernachlässigbar.
  • Therealmonti 12.07.2020 02:10
    Highlight Highlight War schon lange klar, dass Amerka am Arsch ist. Trump war exakt der Richtige, um diese Tatsache zu besiegeln.
  • Militia 12.07.2020 01:25
    Highlight Highlight Die Geschichte scheint tatsächlich dieser Theorie zu folgen: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Hegemonic_stability_theory
  • Vanessa_2107 12.07.2020 00:01
    Highlight Highlight Schade Herr Löpfe, ich hatte auf einen Kommentar von sa5 geantwortet, leider wurde er inzwischen gelöscht. Er gab 2 Links an, Einer betraf einen Bericht von Ihnen aus dem Jahr 2018, wo der Auraleser Martin Zoller Trumps Tod, kurz vor Ende seiner ersten Amtszeit vorausgesagt hatte. Da hier vor allem Kopfmenschen kommentieren, waren die meisten Kommentare extrem negativ. Ich bin realistisch, trotzdem auch offen für einen Auraleser, schauen wir einmal ob er recht behalten wird.

    • Basti Spiesser 12.07.2020 11:19
      Highlight Highlight Imteressant, dass du Zoller kennst. Mal schauen ob er hier richtig liegt.
  • Swen Goldpreis 11.07.2020 23:24
    Highlight Highlight Da mag einiges zutreffen, aber man darf nicht vergessen, dass die USA noch immer keinen echten Gegner haben.

    Russland ist zu einer Regionalmacht abgestiegen und der Rückhalt der chinesischen Regierung in der Bevölkerung ist auch eher fraglich.

    Immerhin fürchtet Xi so sehr um seine Macht, dass er im Westchina einen Völkermord anordenete und im Rest des Landes eine beispiellos Massenüberwachung anordnete.
    • Nicolas Burgunder (1) 12.07.2020 00:43
      Highlight Highlight Das römische Reich hatte auch keinen echten Gegner. Zerfallen ist es trotzdem.
    • Sarkasmusdetektor 12.07.2020 10:39
      Highlight Highlight Die Frage ist halt, was die militärische Überlegenheit nützt, wenn es wirtschaftlich abwärts geht. Und die militärische Stärke nimmt ab, während die von China zunimmt.
    • Swen Goldpreis 12.07.2020 12:41
      Highlight Highlight Nicolas: Wieso Rom zerfallen ist, das ist unter Historikern sehr stark umstritten. Der britische Forscher Peter J. Heather glaubt etwa, dass Westrom vor allem ökonomisch und militärisch zu schwach wurde.

      Was aber ziemlich klar ist: Die populäre Vorstellung, „spätrömische Dekadenz“ habe zum Ende des Imperiums geführt, wird von der großen Mehrheit der Fachhistoriker schon seit Jahrzehnten nicht mehr vertreten.

      Dank dir habe ich den spannenden Wikipediaartikel gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Untergang_des_R%C3%B6mischen_Reiches Schau mal rein!
  • 45rpm 11.07.2020 22:23
    Highlight Highlight Herr Löpfe, irgendwie ist dieser Artikel noch nicht zu Ende geschrieben. Sie haben ja geschrieben, dass die USA an Einfluss verlieren.
    Was aber fehlt, ist die Schlussfolgerung: Was bedeutet das für die Welt?
    • blueberry muffin 12.07.2020 00:31
      Highlight Highlight Denkst du er hat eine Glaskugel?

      Entweder steigt Europa zu einer geeinteren Weltmacht auf um die "Westliche Ideologie" zu vertretten oder die Welt wird sich in neue Richtungen entwickeln.

      Was vermutlich Kriege beredeutet.
    • Moudi 12.07.2020 07:13
      Highlight Highlight Leider nichts gutes! Das würde nicht so leise über die Bühne gehen.. Die nehmen lieber noch ein paar mit ins Grab.. Sprich für die USA ist der einzige Ausweg Krieg..
    • Sarkasmusdetektor 12.07.2020 10:39
      Highlight Highlight Mit Sicherheit nichts gutes...
    Weitere Antworten anzeigen
  • sa5 11.07.2020 21:22
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Peter Vogel 11.07.2020 21:15
    Highlight Highlight So lange die Russen und Chinesen autokratisch regiert werden stellen sie eine Gefahr für Europa und die Schweiz dar. So einfach ist das. In den USA ist wenigstens noch ein Schein von Demokratie vorhanden. Europa täte gut daran sich endlich wieder Eier wachsen zu lassen.
    • blueberry muffin 12.07.2020 00:33
      Highlight Highlight Naja, die EU zu einem Nationalstaat machen, die als Supermacht Vorbildsfunktion beweist wäre etwas. Das bräuchte aber viele Änderungen und die Schweiz müsste wohl auch beitretten bevor sie von Eiern spricht.
    • Ueli der Knecht 12.07.2020 01:25
      Highlight Highlight "In den USA ist wenigstens noch ein Schein von Demokratie vorhanden. "

      Ein solcher Schein von Demokratie gibt es doch auch in Russland (da wurde kürzlich gerade über eine neue Verfassung abgestimmt), oder in Singapur (da wurde kürzlich der Autokrat gewählt), oder in China, Iran usw. Die Unterschiede dieser "Scheindemokratien" sind nur marginal. Auch in der Schweiz gibt es nur ein Schein von Demokratie.

      "Demokratie" dient nur zur Beruhigung und Beherrschung des Volks. Tatsächlich regiert nicht das Volk sondern Geld die Welt. Wir leben in einer feudal-plutokratischen Kleptokratie. Weltweit.
    • Peter Vogel 12.07.2020 16:02
      Highlight Highlight Die einzelnen Facetten dieser Scheindemokratien sind dann doch immer noch sehr unterschiedlich. In der Schweiz und den USA kann ich mich negativ über die Regierung äussern und habe Mittel etwas dagegen zu tun wenn mir die Regierung nicht passt. In China würden sie mich in ein Loch sperren und in Russland würde ich einen unerwarteten Gifttod erleiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 11.07.2020 21:08
    Highlight Highlight @ Philipp Löpfe :-)
    Kannst du mir den hier widerlegen? Ich schätze deine Analysen sonst sehr. Aber mir kommt's grad so vor, als gäb's nur noch diesen einen Chor in der Medienlandschaft und alle stimmen mit ein. Meinung als Virus?

    https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-warum-die-usa-trotz-krisen-supermacht-bleiben/25896190.html

    Bekanntlich bin ich kein US-Fan. Und Trump verachte ich zutiefst. Aber die totalitären Untergangsprognosen finde ich doch etwas überzogen.
    • Joe 'Barack America' Biden 12.07.2020 00:07
      Highlight Highlight Ich glaube es gibt derzeit eine Dynamik die man nicht vergessen sollte: Mit einem amerikanophoben Narrativ lässt sich einfach verdammt viel Kohle machen.

      Ob die Prognosen schlussendlich jeweils zutreffen oder nicht spielt dabei keine nachhaltige Rolle. Das wurde mit den US-Wahlen 2016 klar belegt.
    • ernst.haft 13.07.2020 00:29
      Highlight Highlight Öhm, ich würde eher denken, dass die Wahlen 2016 die amerikanophobe Haltung gestützt haben.
  • wasps 11.07.2020 20:59
    Highlight Highlight Die Diskussion über die Rolle des Greenbacks als globale Leitwährung ist mindestens seit 30 Jahren im Gang.
  • swisskiss 11.07.2020 20:55
    Highlight Highlight Du bist alt genug Philipp, um genau zu wissen (?) dass der Vegleichf grausam hinkt. Die treibende Kraft des Zusammenbruch der Sowjetunion, war eine wirtschaftliche Krise und der politische Umbruch (Perestrojka) von Gorbatschov. Der Zerfall war unausweichlich, als den "Bruderstaaten" klar wurde, dass Moskau keine Truppen mehr zur Durchsetzung ihres Machtanspruchs mehr entsenden wird. Dies ist in keiner Weise mit den USA zu vergleichen, die nicht in einer faktischen Diktatur leben, nicht eine heterogene Gesellschaft aus über 200 Völker mit mehr als 80 Sprachen, und keine Mangelgesellschaft sind.
    • _kokolorix 11.07.2020 21:47
      Highlight Highlight Ähh, keine Mangelgesellschaft? Ist dir nicht aufgefallen, dass in den USA grosse Teile der Bevölkerung keine Woche ohne Lohn überstehen? So schlimm war es in der UDSSR der 80er Jahre nicht. Das kam erst nach der Übernahme des Raubtierkapitalismus. Die Sowjetunion ging am Wettrüsten mit den USA zugrunde. Die Verantwortlichen dort haben nie begriffen, dass sie ihr repressives System unmöglich der ganzen Welt aufpfropfen können, weil sich das niemand leisten kann. Eine Diktatur ist einfach viel zu ineffizient, weil so viel Energie für sinnlose Überwachung verschwendet wird
    • chrissy_dieb 11.07.2020 22:30
      Highlight Highlight Ich glaube, Sie bringen hier Sachen durcheinander;

      Die USA ist definitiv nicht limitiert durch das Angebot und das Median-Haushaltseinkommen ist dort phänomenal hoch. Es resultiert daraus ein hoher Konsum und bekanntlich sparen die Amerikaner wenig, deshalb Ihre Beobachtung bei fehlendem Cash-flow.

      Die UdSSR litt unter einer Angebotslimtierung; Sehen Sie sich zum Beispiel die Wartezeit für komplexere Konsumgüter mal an.

      Zugegeben mag die Wohlstandsverteilung in der UdSSR anders (besser?) gewesen sein.
      Aber man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und dann historische Schlüsse ziehen.
    • Tunnel Rind 11.07.2020 22:49
      Highlight Highlight Finde ich auch schwierig als Vergleich. Die einzige Parallelen sind Untergang und Grossmacht. Dann hört es aber auch auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 11.07.2020 20:40
    Highlight Highlight Man muss schon ziemlich kreativ veranlagt sein, um Parallesen zwischen Wall Street und der Sowjetischen Planungsbehörde zu finden.

    Der Rest ist die in schöner Regelmässigkeit wiederkehrende Prognose des unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruchs der USA. Sie wird sich aus diesmal als Hirngespinst profilierungsneurotischer ex-experten herausstellen.
    • Ueli der Knecht 12.07.2020 01:30
      Highlight Highlight Nationalistischer Protektionismus im Stile der America-First-USA hat genauso wenig mit den Allerweltsheilmittel fairem Wettbewerb und freie Marktwirtschaft zu tun wie die Planwirtschaft. Insofern sind die Parallelen nicht zu übersehen.
    • Toerpe Zwerg 12.07.2020 10:19
      Highlight Highlight Wall Street. Planungsbehörde.
    • Philipp Löpfe 12.07.2020 10:40
      Highlight Highlight #Toerpe: Angesichts der absurden Börsenboom in einer sich abzeichnenden Depression ist der Vergleich von Wall Street und Gosplan nicht so abwegig - und Harold James ist kein Idiot.
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  • chrissy_dieb 11.07.2020 20:38
    Highlight Highlight Sehr bei den Haaren herbeigezogen, denn:

    Die UdSSR hatte
    1. eine Mangelwirtschaft
    2. ein Ein-Parteien System, welches dennoch zwischen Hardlinern und Progressiven gespaltet war.
    3. Schaden genommen von der (absolut nötigen & richtigen) Perestroika.

    Die USA hat zumindest unendlich viel mehr politische Freiheit. Eine Reformpartei tut vielleicht Not, nicht aber eine Spaltung. In was sollte die USA auch zerfallen? In die einzelnen Staaten (trotz viel längerer Geschichte wie die UdSSR)? In ethische Staaten (obschon sie rechf sehr gut über Ethien gemischt ist und ein Einwanderungsland ist?
  • De-Saint-Ex 11.07.2020 20:37
    Highlight Highlight „.... nicht mehr in der Lage, das Kapital so zu verteilen, dass es die reale Wirtschaft unterstützt....“
    Für mich die Kernaussage dieses spannenden Artikels.
    Dies, aber auch die Tatsache, dass die USA es nach dem II. Weltkrieg nie geschafft haben, eine westliche Hegemonie aufzubauen, weil sie nie daran interessiert waren (Henry Kissinger: die USA haben keine Freunde, die USA haben Interessen.) und lieber expansionistisch und imperialistisch unterwegs waren, wird wohl dazu führen, dass die USA bedeutungslos sein werden. Europa übrigens endgültig auch mit Ihnen.
    • Juliet Bravo 11.07.2020 21:01
      Highlight Highlight Wieso denkst du, dass Europa auch dazu verdammt ist?
    • De-Saint-Ex 11.07.2020 23:15
      Highlight Highlight Weil (West-)Europa seit dem 2. WK immer im Seitenwagen der USA mitgefahren ist und sich sogar heute nicht wirklich getraut, sich zu emanzipieren.
      Zudem hilft Europa den Chinesen eifrig dabei, die Schnellstrasse zu bauen, die es China erlauben wird, Europa einzunehmen.
    • ikbcse 11.07.2020 23:32
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex:
      Hier muss ich Dir mal wieder voll und ganz Recht geben.
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  • Lucida Sans 11.07.2020 20:35
    Highlight Highlight Wie kommt man auf die Idee, Menschen, die etwas mehr im Kopf haben als andere als Eierkopf zu bezeichnen! Ist es für gewisse Leute unerträglich, dass es noch gescheitere Köpfe gibt, als sie selber?
  • Juliet Bravo 11.07.2020 20:16
    Highlight Highlight «[...] bilden diese Institutionen ein immer stärker werdendes Gegengewicht zu UN, IWF, Weltbank, etc. Es sind dabei mehr als Schwatzbuden.»

    Diese Aussage, speziell das Wort „Schwatzbuden“ finde ich sehr fragwürdig. Im Artikel bezeichnen Sie den demokratischen Parlamentarismus (im Gegensatz zu Chinas autoritärem Regime und dessen luschen „Gegenorganisationen“) als «Schwatzbuden»?
  • Juliet Bravo 11.07.2020 20:06
    Highlight Highlight Der dortige Kapitalismus verbunden mit der Ideologie des schwachen Staates führt zu sozialen Verwerfungen und Infrastrukturen von gestern. Die Parallele zur UdSSR oder DDR ist: immer mehr Leute leben in immer prekäreren Verhältnissen. Und der Glaube an die Ideologie bröckelt.
  • Democracy Now 11.07.2020 19:38
    Highlight Highlight Schlussendlich bringt viele Jahre später der Zusammenbruch des Sozialismus auch die USA zum Einsturz.
    Als es noch zwei grosse Systeme gab, wurde der Bevölkerung der Kapitalismus mit guten sozialen Leistungen, hohen Löhnen, Altersvorsorge usw. schmackhaft gemacht.
    Mit dem Ende der Sowjetunion wurde dies im den USA als obsolet empfunden und es entstand dank dem neoliberalen Sozialabbau und abbau von Regulierungen eine neue Feudalherrschaft. Vielen Abgehängten bleibt nur noch ihr Rassismus und sonstiger Hass übrig, was Trump nutzen konnte und nun das Land komplett an die Wand fährt.
  • Arbo Retum 11.07.2020 19:35
    Highlight Highlight Alle Achtung! Selbst am Wochenende haut Herr Löpfe eifrig in die Tasten. Bei so viel Hingabe MUSS Trump einfach scheitern!
    • petrolleis 11.07.2020 23:20
      Highlight Highlight Warum? Angst, dass ihr Idol doch noch strauchelt? 😉
  • Ursus der Rächer 11.07.2020 19:34
    Highlight Highlight Russland scheint aber auch schon wieder kurz vor einem gewaltigen Umbruch zu sein. Putin ist auf dem absteigenden Ast!
    • Peter Vogel 11.07.2020 21:19
      Highlight Highlight Er hat sich gerade die Präsidentschaft praktisch bis 2036 verlängert. So schlecht geht es ihm wohl nicht.
    • Smörebröd 11.07.2020 22:14
      Highlight Highlight @Vogel: Ja klar, einer der vor den Wahlen jeweils viele Oppositionspolitiker grundlos einbuchten lässt damit sie nicht gewält werden können, dem geht's nicht schlecht. Ich möchte nicht wissen wie er's hingekriegt hat, dass diese Verfassungsreform angenommen wurde.
    • Peter Vogel 12.07.2020 16:06
      Highlight Highlight Was zählt ist das Resultat. Putin sitzt fest im Sattel.
  • Skeptischer Optimist 11.07.2020 19:26
    Highlight Highlight Die USA waren nie stark genug für die hegemoniale Rolle, die die sich selbst erteilt haben.

    Die grössten Fehler hat Bill Clinton gemacht, der diesen Anspruch aufgebaut hat, indem er im Kosovo Krieg Russland gedemütigt hat und gleichzeitig die chinesische Botschaft bombardieren liess.

    Damit standen die Zeichen auf Sturm.
    • Juliet Bravo 11.07.2020 20:22
      Highlight Highlight Ich denke, die USA sind nicht wegen Serbien oder Russland auf dem absteigenden Ast. Dafür ist Russland zu schwach.
      Das ist eher eine tiefe innere Krise. Die ganze Selbstverständlichkeit dieser „grossartigsten Nation“ bröckelt.
    • Peter Vogel 11.07.2020 21:20
      Highlight Highlight Die Russen sind seit 30 Jahren nicht mehr relevant. Ein alter bellender Hund der nie beisst.
    • Smörebröd 11.07.2020 22:17
      Highlight Highlight @Vogel: Ja, hat man bei der Annexion der Krim und den Aktionen in Syrien gut gesehen. Kopfschüttel.
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  • Democracy Now 11.07.2020 19:21
    Highlight Highlight Ich muss Cooley/Nexon recht geben. Es sieht wirklich düster aus für die USA. Dazu braucht es nicht mal einen äusseren Feind, sondern die grenzenlose Gier des völlig entfesselten neoliberalen Kapitalismus, die nur Superreichen dient und den Rest der Gesellschaft zerstört. Die Jahre als Supermacht sind gezählt, was eigentlich gar nicht schlecht ist - nur ist die neue Supermacht China noch schlimmer...
    Die einzigen die das Steuer innenpolitisch noch zum Guten herumreissen könnten, wären die progressiven, doch diese müssen sowohl gegen die Reps, wie auch die Dems kämpfen, was fast unmöglich ist.
    • Lucida Sans 11.07.2020 20:43
      Highlight Highlight Was ich mich frage, wie lange geht es, bis wir hier bei uns die gleichen Zustände haben. Ich glaube gewisse Anzeichen fü den amerikanischen Raubtierkapitalusmus auch hier zu beobachten.

      Seltsame Vorstellung: die Glückskette sammelt für Amerika.
    • Ana64 12.07.2020 07:44
      Highlight Highlight Und wer genau sind diese " progressive"?
    • Democracy Now 12.07.2020 12:53
      Highlight Highlight @Ana64: Bernie Sanders, AOC usw. der linke Flügel der Democrats, der sich nicht von grossen Spendern wie Milliardären und Konzernen bestechen lässt und nur Kleinspenden aus der Bevölkerung annimmt.
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  • tss 11.07.2020 19:17
    Highlight Highlight Sparta? Griechenland, Spanien, Grossbritanien, Alexandria, Ägipten, Rom, Ivan der grosse, Napoleon, Cesar, A.H. etc.
    Nichts ist von dauer, wenn habgier die oberhand ergreift. Es ist schade, dass die Menschen, die die Aufgabe haben zu führen, führungslos werden / sind.
    • Booboo 11.07.2020 20:32
      Highlight Highlight Was heisst hier: Führungslos werden? Absolut verantwortungslos ist das, was der grösste Präsident aller Zeiten tut, beziehungsweise lafert.
    • Ueli der Knecht 12.07.2020 01:41
      Highlight Highlight Es gibt da eine Untersuchung, welche die Ursachen des Untergangs solcher weit entwickelter Kulturen auf den Grund ging.

      https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800914000615

      Kurzfassung: Stetig wachsende Ausgaben für notwendige Sicherheit führen zu einer immer weniger nachhaltigen, bzw. nicht produktiven Ressourcen-Verbrauch (bzw. -Verschwendung) und zu wachsender sozialer Ungleichheit, bis dass eine so "überzivilisierte" Kultur kollabiert, weil die Ressourcen nicht mehr zum System-Erhalt ausreichen.
  • kerisma 11.07.2020 19:12
    Highlight Highlight Die Implosion der Sowjetunion kam meines Wissens überraschend. (?)
    Werden nun Thesen wie die von James etc. veröffentlicht, dass den USA ähnliches blüht, könnte das doch genau dem entgegenwirken, oder?
    • _kokolorix 11.07.2020 22:02
      Highlight Highlight Überraschend war an dem Vorgang einzig die Tatsache, dass die Leute die an den Hebeln der Macht sassen, es nicht schafften genügend gewaltbereite Anhänger zu mobilisieren, um ein grenzenloses Blutbad anzurichten.
      Wenn die Anarchie in den USA um sich greift, bin ich ziemlich sicher, dass es nicht so glimpflich ausgehen wird. Die Bevölkerung der USA hat schon öfter bewiesen, dass sie keinerlei Hemmungen vor brutalsten Gewaltakten hat. Das war bei der Abnabelung von GB, der Enteignung der Ureinwohner, dem Bürgerkrieg und dem offenen Rassismus in den Südstaaten so
    • Ueli der Knecht 12.07.2020 01:47
      Highlight Highlight "Die Implosion der Sowjetunion kam meines Wissens überraschend. (?)"

      Nein, die Implosion der Sowjetunion war eine Folge von Reagans (SDI) und Kohls/Strauss (Pershing) Politik. was den Warschauer Pakt zur Aufrüstung nötigte. Die Sowjetunion wurde dadurch bewusst in den wirtschaftlichen Ruin und in die Abhängigkeit des Westens getrieben.

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