Wirtschaft
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Virus siegt

Bild: watson/shutterstock

Analyse

Wie das Virus den Neoliberalismus killt



Blocher hat mit seiner peinlichen Rentenrückforderung nicht nur seine Würde verloren, er hat damit de facto auch eingestanden, dass er politisch am Ende ist. Der Siegeszug der Kombination von Neoliberalismus und Nationalismus, wie Blocher sie der SVP eingeimpft hat, ist vorbei. Dem Doyen aus Herrliberg bleibt nur noch kindisches Trötzeln.

Das Coronavirus hat die SVP-Krise nicht verursacht, aber es wirft ein grelles Licht auf die von Blocher propagierte Erfolgsformel. Doch zunächst eine kurze Rückblende:

ZUM 75. GEBURTSTAG VON CHRISTOPH BLOCHER AM SONNTAG, 11. OKTOBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES MATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Christoph Blocher posiert hinter einem Vorhang am Freitag, 9. Mai 2014, in seinem Buero in Maennerdorf, am Zuerichsee. Blocher tritt per Ende Mai 2014 als Nationalrat zurück. Dies gab der Zuercher SVP-Nationalrat und alt Bundesrat am Freitag, 9. Mai 2014 auf seinem Internetportal ''teleblocher'' bekannt..(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Politisch bankrott: Christoph Blocher. Bild: KEYSTONE

Die ersten 30 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg standen – zumindest im Westen – ganz im Zeichen des Sozialstaates. Als Dank für die grossen Opfer im Krieg wurden grosse Zugeständnisse an die Arbeiter gemacht: Die Gewerkschaften waren so stark und die Sozialleistungen so gross wie nie zuvor.

Nicht nur sozial, auch wirtschaftlich machte das alles Sinn. Die neue Kaufkraft war der Motor der entstehenden Konsumgesellschaft. Autos, TV-Geräte, Kühlschränke und Ferien am Mittelmeer wurden erschwinglich und selbstverständlich. Es herrschte die Periode der «goldenen dreissig Jahre».

In den Siebzigerjahren geriet dieses Modell in die Krise. Die USA sorgten mit der Aufhebung des Goldstandards für ein Währungs-Chaos. Die Golfstaaten verzehnfachten schlagartig den Ölpreis und würgten damit die Konjunktur ab. Der Verteilkampf wurde härter, Streiks waren an der Tagesordnung.

Vor allem in den angelsächsischen Ländern verluderte das Modell des Sozialstaates. Das Vereinigte Königreich taumelte von einer Streikwelle zur nächsten und verlotterte buchstäblich. In den USA versanken die Städte in einer bisher nicht gekannten Welle von Gewalt.

Miners come off the last shift at Kellingley Colliery in Knottingley, northern England, on the final day of production, Friday Dec. 18, 2015. Once, coal fueled the British Empire, employed armies of men and shook the power of governments. On Friday, workers at Britain's last operating deep coal mine finish their final shift. The last haul of coal from the pit is destined for a museum, as a once-mighty industry fades into history. (John Giles/PA via AP)  UNITED KINGDOM OUT  NO SALES NO ARCHIVE

Die ersten Opfer des Thatcherismus: britische Kohlenarbeiter. Bild: AP/PA

Aus den angelsächsischen Ländern erfolgte folgerichtig denn auch die Gegenreaktion: der Neoliberalismus. Basierend auf den Theorien von Friedrich Hayek und Milton Friedman machten sich Margaret Thatcher und Ronald Reagan in den Achtzigerjahren daran, die Gesellschaft umzukrempeln.

Der Staat, bisher Feindbild der Linken, wurde zum Buhmann der Rechten. Reagans Spruch: «Der gefährlichste Satz der Welt lautet: ‹Ich bin von der Regierung und will dir helfen›», wurde zum Bonmot des Jahrzehnts.

Zunächst galt es, die Macht der Gewerkschaften zurückzubinden. Dann wurde dem Staat eine Fitnesskur verabreicht, will heissen: Gesetze, welche den Markt behinderten, wurden gelockert oder abgeschafft. Das betraf vor allem den Arbeitsmarkt. Das Resultat waren sinkende Löhne und boomende Finanzmärkte.

Genauso wie der Sozialstaat erlebt der Neoliberalismus seit Beginn des 21. Jahrhunderts einen Niedergang. Höhepunkt bildete die Finanzkrise im Jahr 2008/09. Obwohl diese Krise durch ein beispiellos unverantwortliches Handeln von Bankern ausgelöst worden war, waren es ausgerechnet die Banken, die mit Staatsmilliarden gerettet wurden.

Das war das Signal für eine Populismus-Welle, die wiederum in den angelsächsischen Ländern besonders ausgeprägt war. In den USA schwemmte sie Donald Trump ins Weisse Haus. Das Vereinigte Königreich zerfleischte sich derweil im Brexit, bevor es sich Boris Johnson an den Hals warf.

FILE - In this July 1, 2019, file photo, a homeless man moves his belongings from a street near Los Angeles City Hall, background, as crews prepared to clean the area. The city of Los Angeles has embarked on an unprecedented effort to bring thousands of homeless residents off the streets and into hotels to protect the most vulnerable amid the coronavirus outbreak. (AP Photo/Richard Vogel, File)

Verarmt und auf die Strasse gestellt: Menschen ohne Wohnung in Los Angeles. Bild: AP

Wiederum in den angelsächsischen Ländern zeigen sich die Schäden des Neoliberalismus besonders ausgeprägt: Der Mittelstand verarmt, die Monopolisierung der Wirtschaft schreitet unaufhaltsam voran, die Ungleichheit erreicht absurde Ausmasse.

Es ist daher kein Wunder, dass das derzeit am meisten zitierte Buch den Titel trägt: «Death and Despair and the Future of Capitalism» (Tod und Verzweiflung und die Zukunft des Kapitalismus). Darin schildern die beiden mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Ökonomen Anne Case und Angus Deaton, wie der amerikanische Mittelstand an Alkohol, Drogen und sich häufenden Selbstmorden zugrunde geht.

Das Coronavirus hat, wie erwähnt, diese Entwicklung nicht verursacht. Es macht jedoch für jedermann sichtbar, wie hilflos der Neoliberalismus den aktuellen Problemen gegenübersteht. So schreiben Michael T. Osterholm und Mark Olshaker in der jüngsten Ausgabe von «Foreign Affairs»:

«Für die meisten der wichtigsten Medikamente funktioniert ein Ansatz, der sich auf den Markt und die Pharmaindustrie verlässt, ganz einfach nicht. Das Problem ist offensichtlich, beispielsweise bei der Produktion von Antibiotika. Wegen der wachsenden Resistenz – […] – macht es für ein Pharmaunternehmen wenig Sinn, ein neues und wirkungsvolles Antibiotikum zu entwickeln, das letztlich nur in einem sehr beschränkten Ausmass zur Anwendung kommt. Aber gerade in einer Grippen-Pandemie ist ein solches Antibiotikum entscheidend.»

Osterholm ist Professor an der University of Minnesota und ein führender Virologe, Olshaker Wissenschaftsjournalist.

epa08524059 A man poses for a picture as another one files a flag supporting US President Donald J. Trump at the Mt. Rushmore National Monument in Keystone, South Dakota, USA, 02 July 2020. US President Donald J. Trump is scheduled to visit Mt. Rushmore on 03 July to celebrate the Independence Day holiday, during which there will be a fireworks display. The monument features the stone carvings of US Presidents George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt, and Abraham Lincoln.  EPA/TANNEN MAURY

Weisse über alles: Kulturkrieg am Nationalfeiertag. Bild: keystone

Ebenfalls in «Foreign Affairs» macht der renommierte Politologe Francis Fukuyama auf das politische Scheitern des Neoliberalismus aufmerksam. Reagans einstiger Spott über den Staat ist zu einem schlechten Witz verkommen. «Niemand kann heute mehr plausibel machen, der Privatsektor oder Wohltätigkeit könnten während einer nationalen Krise einen kompetenten Staat ersetzen», hält Fukuyama fest.

Das Versagen von Nationalismus und Neoliberalismus in Zeiten der Coronakrise ist wiederum gerade in den angelsächsischen Ländern offensichtlich. Höchstens Brasilien und Russland haben diese Krise schlechter gemanagt als die beiden. Donald Trump spricht deshalb ganz einfach nicht mehr darüber.

Um von seinem Versagen abzulenken, setzt der US-Präsident immer offener auf die Karte Rassismus. So hat er den amerikanischen Nationalfeiertag dazu missbraucht, den Kulturkrieg gegen Schwarze und Latinos anzuheizen. Zum offenen Faschismus fehlt da nicht mehr viel.

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    Alle Leser-Kommentare
  • tss 07.07.2020 21:53
    Highlight Highlight Vieleicht wäre es an der Zeit, dass jeder gleich viel werd hat. Jeder braucht jeden um zu überleben. Vieleicht wäre es an der Zeit Geld und co. Abzuschaffen. Und nur noch das zu Produzieren was es wirklich braucht. Gleiches für alle. Teilen und miteinander. Was ist der Chef ohne siene Mitarbeiter. Wie leben wir ohne die, die Aufreumen.
  • B-Arche 07.07.2020 14:21
    Highlight Highlight Was fehlt ist dass der grassierende Rechtspopulismus an den Zuständen gar nichts ändern will. In diesen populistischen Parteien sitzen fast immer die Nutzniesser (besonders in den USA zu sehen).
    Damit der Wähler bei der Stange bleibt muss man den Eindruck erwecken der Ausländer, die nicht-konservativen, die Homosexuellen, die Kinderlosen, ... seien an den Zuständen schuld.

    Gleichzeitig gibt's dramatische Steuererleichterungen für die Top 1% Verdiener die am Neoliberalismus erst richtig verdienen.

    Beispiel SVP: Ausländer schuld. Aber weiter Holdings und Konzerne mit Geld zuschütten.
  • Kyle C. 07.07.2020 14:01
    Highlight Highlight Wobei man etwas differenzieren sollte. Man möge mich korrigieren, aber die Trickle-Down-Politik der 80er wurde wohl kaum als teuflischer Plan der Superreichen erarbeitet. Hinter der Idee steckten m.W. auch gute Absichten. Das Problem lag somit eher daran, was die Verantwortlichen daraus gemacht haben, nämlich sich selbst zu bereichern und niemand sonst. In der Theorie hätten sie aber die unteren Schichten daran teilhaben lassen müssen. Arbeitsplätze, Sozialleistungen etc.. Und da Geld auch Macht bedeutet, verschmelzte die Geld-Elite immer mehr mit der Politik. Insbes. im rechten Politflügel.
  • Ian Cognito 07.07.2020 13:36
    Highlight Highlight Äääähm Löpfe... Der Staat, das Feindbild der Linken??? Oboy, das ist auf so vielen Ebenen falsch, das ich gar nicht weiss wo anfangen
    • Liselote Meier 07.07.2020 15:58
      Highlight Highlight Na das kommt ganz drauf an was für Linke er im Kopf hat. Klassisch Marxistisch und Anarchismus ist der Staat eine abzuschaffende Institution denn ein Staat ist ein Herrschaftsverhältnis von Menschen über Menschen.


    • Philipp Löpfe 07.07.2020 16:22
      Highlight Highlight #Ian: Hängt vielleicht mit deiner Jugend zusammen. In den 60iger Jahren war die bürgerliche Hegemonie des Staates ein Megathema. Lies doch mal Gramsci.
    • Ian Cognito 07.07.2020 17:06
      Highlight Highlight @Liselotte Bei Anarchisten ja. Bei Marx würde ich das doch sehr bestreiten. Soweit ich verstehe, war das ja gerade der Hauptstreitpunkt zwischen Marxisten und Anarchisten, dass die Anarchisten mit der Revolution auch den Staat abschaffen, während die Marxisten einfach die Klassengesellschaft auflösen wollen. Ich meine man redet ja immer von der "Verstaatlichung" der Produktionsmittel. Aber vielleicht ist das mehr ein Problem der Begrifflichkeit...
      Und Danke Löpfe für die Idee mit Gramsci, muss aber zuerst noch Labriola lesen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blues 07.07.2020 13:12
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus ist sicher nicht Tot.
    Obwohl ich ihn zum Teufel wünsche.
    Dafür sorgen sicher die Geldbonzen.
    Sie werden lernen wie ihr Vermögen mit dem Unwissen Vieler sich nocheinmal Vervielfachen lassen.
  • Demetria 07.07.2020 13:07
    Highlight Highlight Im Niedergang? Seit 2008 geht es doch erst richtig los. Als ich 2007 für 12 Franken die Stunde mind. viermal die Woch 16stündige Schichten als Hausmädchen schob um mein Studium zu zahlen, tröstete ich mich damit dass man mir das was ich im Kopf habe nicht stehlbar ist. Dann kam die Justizreform und plötzlich konnte man an der Uni Bern ungeniert verlangen, dass ich Plagiate für höhere Sprösslinge schreibe. Jetzt zwingt mich die Sozialhilfe zurück an die Uni zahlt aber 3 Jahre die Rechnungen nicht, damit ich mich noch mehr verschulde. Was kommt als Nächstes? Sklavenmarkt? Verkauf meiner Organe?
  • Ian Cognito 07.07.2020 11:31
    Highlight Highlight Wacht auf verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt :)
  • Kaspar Floigen 07.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Ich empfehle Herrn Löpfe mal "Enlightenment Now" von Steven Pinker.
    Vergangenheit vergoldet und man kann immer meinen, dass unter dem momentanen Kapitalismus alles schlecht ist. Fakt ist aber, dass sich fast alle Punkte, die wirklich wichtig sind, während der kapitalistischen Globalisierung und der Pax Americana verbessert haben. Globale Bildung, Gleichberechtigung, Kindersterblichkeit, Anzahl Tode durch Gewalteinfluss, Glücksindex, Hunger und ja, auch Pandemietote.
    Corona jetzt als Gegenbeweis zu diesem Megatrend zu nutzen ist fraglich.
    • Demetria 07.07.2020 13:38
      Highlight Highlight Ich bin mitte Dreissig und das Einzige woran ich mich erinnere ist, dass es immer und ausschliesslich nur den Bach runter ging mit der Schweiz. Jeder Parlamentsbeschluss eine neue Bosheit gegen die Unterschicht, ständig Gebührenerhöhung usw. Schön dass in Afrika ein paar Kinder weniger an Malaria sterben und in Asien ein paar Bauern dank Telefonen Zugang zum Internet und damit Wetterbildern haben. Was nütz uns das? Das Hungernde-Kinderchen-In-Afrika Argument ist so billig und auch falsch: technischer Fortschritt gabs auch in der Sowjetzeit, das hat also mit Neoliberalismus nichts zu tun.
    • Ian Cognito 07.07.2020 13:42
      Highlight Highlight Ohne Vergleich lassen sich keine Vergleiche ziehen... Im Gegensatz zu was hat es sich verbessert?
      Ohne Nullgruppe oder Vergleichsmenge sind solche Aussagen einfach mal gar nix Wert, ausser um ein System zu entschuldigen, dass nur durch Ausbeutung bestehen kann..
      Ausserdem geht es zb der amerikanischen Arbeiterklasse insgesamt schlechter als je zuvor
      Zahlen zB hier:
      Play Icon
    • Kaspar Floigen 07.07.2020 14:51
      Highlight Highlight @Demeteria: "Was nützt uns das?" Dir ist wohl jedes bisschen Empathie entgangen. An was misst du denn Fortschritt, wenn nicht an der Lebensqualität der Weltbevölkerung? Und deine Wahrnehmung ist eben vollkommen subjektiv. Objektiv betrachtet sind die Wichtigsten Punkte im Schnitt besser geworden. Ein bisschen für Weisse Männer, aber hauptsächlich für alle. Vereinzelte negative Schicksale gibt es immer.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Vogel 07.07.2020 10:06
    Highlight Highlight Jede Epoche hat ihr System. Ohne den Neoliberalismus von damals wäre der heutige Wohlstand nie erreicht worden. Sehr schön am scheitern des Sozialismus zu sehen wo man es trotz grosser Bemühungen nicht schaffte mit dem Kapitalismus mitzuhalten. Nun muss massvoll Gegensteuer gegeben werden, so dass wir nicht wieder in Zustände wie um 1900 verfallen. Das Problem ist eher, dass die Gesellschaft jeweils vom einen Extremen ins andere pendelt statt einen klugen Mittelweg zu wählen.
    • Liselote Meier 07.07.2020 12:51
      Highlight Highlight Wo befindet sich dieses Märchen Land wo Milch und Honig fliesst? Die USA?

      Je mehr der Sozialstaat demontiert wird, je schlechter geht es dem Lohnarbeiter.

      Neo-Liberalismus hat mit Bestimmtheit nicht zu mehr Wohlstand für die breite Bevölkerung geführt. Schnelle Profite für einige wenige das ist Neo-Liberalismus.


    • Liselote Meier 07.07.2020 13:01
      Highlight Highlight Kommt dazu ohne die sozialistischen Staaten, auch wenn sie komplett degeneriert waren, wären wir jetzt noch im Zeitalter des Kolonialismus.

      Wer hat den all den Befreiungsbewegungen in den Kolonie unter die Arme gegriffen?
    • Peter Vogel 07.07.2020 13:56
      Highlight Highlight Hast du den Artikel überhaupt gelesen?
      Aufgrund deines Avatars gehe ich von einer starken Voreingenommenheit aus und lasse mich hier auf keine weitere Diskussion ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fandall 07.07.2020 09:43
    Highlight Highlight Hm, Blocher ist doch schon lange nicht mehr relevant in der SVP. Wenn jemand wie Glarner Topkandidat fürs Parteipräsidium der Partei ist, ist da viel mehr im Argen als nur ein alter Patron der im Hintergrund noch die eine oder andere Strippe bei der Zürcher Delegation zieht.
    Daher finde ich die geschlagene Brücke etwas weit hergeholt. Aber das ist halt die menschliche Tendenz, unsere Feindbilder mit anderem Schlechten zu assoziieren.
  • E7#9 07.07.2020 09:36
    Highlight Highlight „Aber gerade in einer Grippen-Pandemie ist ein solches Antibiotikum entscheidend.“

    Und ich dachte immer, dass Antibiotika nur gegen bakterielle Infektionen wirken und somit gegen Viruserkrankungen gar nichts bringen würde.
    • Relativ Subjektiv 07.07.2020 14:23
      Highlight Highlight Vielleicht geht es um die Folgen eines durch starke Grippesymptome nötig werdenden Spitalaufenthalts von gesundheitlich bereits angeschlagenen Menschen und nicht um die direkte Bekämpfung von Viren?! Offenbar kommen multiresistente Bakterien in Spitälern besonders oft vor, was für die beschriebenen entsprechend fatal enden könnte.
  • Ravel 07.07.2020 09:11
    Highlight Highlight Was mich dabei auch immer wieder fasziniert, ist, wie sich der Neoliberalismus auch in der Kunst niederschlägt. Ich bin zwar in den 80er geboren, höre aber gerne immer wieder "Best ofs" aus den 60er- bis 80er-Jahren. Wenn ich die Texte von damals mit den Texten von zeitgenössischen "Most played"-Musikern vergleiche, ist der Unterschied frappant. Wie erstaunlich oft heute das Bild von "Ich habe viel Geld und du nicht" abgefeiert wird, wie ganze Songs auf teure Autos geschrieben werden etc. ist echt krass. Sicher gab es sowas früher auch. Aber in dieser Menge und Popularität?
    • ast1 07.07.2020 11:55
      Highlight Highlight 1988 (Fast Car, Tracy Chapman):

      You got a fast car
      I want a ticket to anywhere
      Maybe we make a deal
      Maybe together we can get somewhere
      Any place is better
      Starting from zero, got nothing to lose
      Maybe we'll make something
      Me, myself, I got nothing to prove

      2020 (TROLLZ, 6ix9nine feat. Nicki Minaj):

      Yeah, she like how I throw them racks, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
      Keep on throwin' that cash, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
      Keep on throwin' that ass, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
      Benz truck in the back, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
    • Gopfidam 07.07.2020 12:22
      Highlight Highlight und ich fahre im Ferrari durch die Blocks von Saint Tropez, meine Rolex sagt mir im Sekundentakt Klick Klick Boom noch mehr lila Scheine auf dem Account.

      lol xD
  • Schneider Alex 07.07.2020 06:36
    Highlight Highlight "Nichts ist alternativlos, weder der Kapitalismus als solcher noch seine neoliberale Variante. Wer politisch agiert, sollte sich jedoch bemühen, genau zu sein. Die Masse der Menschen mit Systemüberwindung vor den Kopf zu stossen, ist gefährlich, wenn man eigentlich nur die Überwindung des Neoliberalismus anstrebt. Ich fürchte, bei vielen, die leichtfertig über den Kapitalismus reden, fehlt es einfach an Wissen über die enorme Flexibilität eines Systems, das man sowohl Kapitalismus wie auch Marktwirtschaft nennen kann.“ (H. Flassbeck in Infosperber vom 24.7.19)
  • S. L. 07.07.2020 02:52
    Highlight Highlight Die ganze Gesellschaft dem Kapitalismus unterzuordnen ist ein Fehler. Senioren oder Behinderte zu pflegen als Beispiel kann niemals wirtschaftlich sein, im absoluten Kapitalismus wäre aber kein Geld dafür da (in den USA wäre man dann z.B. einfach obdachlos). Auch ist eine Anstellung bis ins hohe Alter bei dem Arbeitskraftüberfluss global nicht realistisch. Da muss noch mal gewaltig an dem System gearbeitet werden, das die Grundlage unserer Gesellschaft sein soll.
  • Ökonometriker 07.07.2020 02:23
    Highlight Highlight Die SVP liberal? Die Partei fordert mehr Geld für Bauern, staatliche Regulation der Zuwanderung und fast schon einen Polizeistaat. Die SVP ist eine klar korporatistisch konservative Partei, selbst die SP ist da liberaler und setzt sich für mehr gesunden Wettbewerb ein.

    Der freiheitliche Staat ist zudem definitiv nicht am Ende. Die liberale Schweiz hat die Krise besser gemeistert als China, Russland, die Türkei, Venezuela usw. und selbst als die konservativen USA.

    Zudem wurde die Krise 2008 ja ebenfalls durch staatliche Eingriffe ausgelös. Sonst hätte keiner armen Leute Hypotheken gegeben.
    Benutzer Bild
    • Projektionsfläche 07.07.2020 08:06
      Highlight Highlight Die Aussage, die Finanzkrise ab 2007 sei durch staatliche Eingriffe ausgelöst worden, halte ich für unzutreffend. Natürlich kann man argumentieren, die Niedrigzinspolitik hätte die Immobilienblase überhaupt erst ermöglicht, aber letztlich waren es eben gerade fehlende Staatseingriffe, welche die Krise nicht verhindern konnten. Die Mär von der Wohneigentumsförderung als Ursache ist Unfug und inzwischen widerlegt worden.

      Wären die Banken und Schattenbanken sowie die Ratingagenturen und insbesondere auch Derivate stärker reguliert worden, hätte es die Krise in dieser Form nicht gegeben.
    • El Vals del Obrero 07.07.2020 08:07
      Highlight Highlight Kommt halt immer drauf an, ob "liberal" neoliberal oder gesellschaftsliberal oder wirtschaftsliberal oder linksliberal oder nicht autoritär oder gegen Aristokratie meint.
    • Kyle C. 07.07.2020 08:41
      Highlight Highlight Der Begriff Liberalismus ist in seiner historischen Entwicklung nicht dem heute gebräuchlichen Neoliberalismus gleichzusetzen. Wenn man von einer liberalen SVP spricht, ist das irreführend. Eine liberale Marktwirtschaft ist das eine, etwas anderes aber eine weitgehend deregulierte Wirtschaft.
  • grosnaldo 07.07.2020 00:42
    Highlight Highlight Muss die Polarisierung denn sein? Ich möchte weder in einer total individuell liberal rücksichtslos geprägten, noch kollektiv bevormundend erstickenden Gesellschaft leben. Gibt's keinen Mittelweg? Ich will zumindest daran glauben. Balance halten mag nicht einfach sein, aber ich mag keine Extremas und Extremisten. Gut ausgewogene Cocktails sind doch ok, nicht? Bisschen Selbstbestimmung und Freiheit, bisschen Kollektiv und Rücksicht. Top.
    • Fisherman 07.07.2020 13:58
      Highlight Highlight Stimme zu.
      Aber gegen die Beton Fraktion der SVP und FDP ist es manchmal schwierig.
  • MaskedGaijin 06.07.2020 23:26
    Highlight Highlight Sozialismus, Kommunismus und Neoliberalismus gehören auf den Müll der Geschichte. Es braucht wieder Soziale-Marktwirtschaft und jemanden wie Charles de Gaulle.
    • Ian Cognito 07.07.2020 11:36
      Highlight Highlight Und wieso gehört diese Soziale-Marktwirtschaft nun nicht auf den "Müll der Geschichte"? Anstatt solche nichtssagenden haltlosen Sprüche zu klopfen würdest besser einmal Marx oder Engels oder Smith lesen...
      #gefährlicheshalbwissen
    • Demetria 07.07.2020 13:47
      Highlight Highlight Einen Kolonialisten, der die Arabische Welt aus natonalistischer Aufgeblasenheit mit Krieg überzieht? Danke, ich glaube ich verzichte.
  • praxis 06.07.2020 22:36
    Highlight Highlight Thathers und Reagans Politik haben nicht zu sinkenden, sondern zu steigenden Löhnen geführt, Herr Löpfe. Kritik am Kapitalismus ist ja schön und recht und oft notwendig. Anti-Kapitalismus ist hingegen dumm.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 06.07.2020 23:21
      Highlight Highlight "Thathers und Reagans Politik haben nicht zu sinkenden, sondern zu steigenden Löhnen geführt."

      Warum sind dann ganze Bevölkerungsschichten verarmt? Verstehe ich nicht.
    • ulmo 06.07.2020 23:34
      Highlight Highlight Die Neoliberale Politik unter Reagan hat zu stagnierenden Löhnen bei den untersten 50 % der Einkommen geführt, während die obersten Einkommen explodierten. Typisch Neoliberale Umverteilung halt.
      Benutzer Bild
    • karl_e 07.07.2020 00:15
      Highlight Highlight Für gewisse Leute stiegen die Löhne durchaus, sogar in astronomische Höhen, nicht aber für das gemeine Volk.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 06.07.2020 22:31
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus killt sich selbst, das Virus wird daran aber gar nichts ändern. Dazu reicht es, anzuschauen welche Firmen in dieser Krise gewinnen.
  • Lupe 06.07.2020 22:29
    Highlight Highlight Ich erkenne dass hier so viele gegen den Kapitalismus, den Liberalismus, gegen unser System sind, hätten lieber wider den Sozialkommunismus, Antifaschismus. Ich denke hier wissen so viele über die Schande von Rechts, vom dritten Reich und Hitler, aber über Stalin und Lenin wissen kaum die meisten etwas, also ich möchte nicht im sozialen Kommunismus leben.
    • swisskiss 06.07.2020 22:54
      Highlight Highlight KnolleBolle: So richtig Ahnung hast Du wirklich nicht. Kritik am Libralismus ist NICHT Kritik am Kapitalismus, sondern dem Bestreben, der Liberalen, staatliche Ausgleichsmassnahmen zu torpedieren und abzubauen, die die negativen Folgen des Kapitalismus ausgleichen oder zumindest abfedern. Genauso falsch ist der Begriff des "sozialen Kommunismus", denn die kommunistischen Systeme waren alles, nur nicht sozial. Und bitte schliesse nicht von Deinem Unwissen auf Andere, denn zwischen Neoliberalismus abzulehnen und Kommunismus zu befürworten, brauchts noch einige grosse Schritte.
    • Samurai Gra 06.07.2020 23:18
      Highlight Highlight Was ist den bitteschön falsch am Antifaschismus?
      Man kann ja kaum Pro Faschismus sein 😳
    • boexu 06.07.2020 23:33
      Highlight Highlight Ja gell, wer will denn heutzutage schon gegen Faschismus sein? Alles Komponisten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lilamanta 06.07.2020 22:05
    Highlight Highlight Leider ist der Neoliberalismus noch immer sehr stark verwurzelt.
    Noch immer schaffen wir laufend Arme, denen wir die Gelder entziehen. Noch immer ist in vielen Kantonen der Sozialhilfe-Abbau im Gange, die EL-Revision bringt auch wenig Verbesserungen, dafür viele Verschärfungen. Noch immer arbeiten rund 30'000 Sozialhilfebezüger in unfreiwilligen Arbeitsprogrammen, die den Staat kosten und privaten Firmen Einnahmen generieren.
  • hgehjvkoohgfdthj 06.07.2020 22:02
    Highlight Highlight Der Artikel-Titel ist zu optimistisch. Gerade im Gesundheitswesen läuft der Neoliberalismus jetzt auf Hochtouren - Corona hin oder her. Immer mehr öffentlichrechtliche Spitäler werden bei uns in AGs umgewandelt.
    England hat diese Entwicklung schon lange hinter sich. Folge: Patienten werden z.B. unnötig sediert, um Personalkosten zu sparen. Das freut nur die Aktionäre. Für alle andern ist eine solche Entwicklung ziemlich ungesund.

    Bsp. aus dem Kt. LU:

    https://www.luzernerzeitung.ch/amp/schweiz/umwandlung-umstrittener-trend-zur-spital-ag-ld.83500
    • Stambuoch 07.07.2020 09:45
      Highlight Highlight Naja AG ist nicht gleich AG, das sollte man da schon wissen.
      Die (gescheiterte) Spitalfusion in der NW-Schweiz hätte eine öffentlich-rechtliche AG vorgesehen, welche es ermöglicht hätte, dass man später unkompliziert anderen Spitäler aus anderen Kantone mit aufnehmen hätte können (Rheinfelden, Dornach).
      Da machte die AG schon sinn. Man wollte dies nicht aus neoliberalen Gründen, sondern aus medizinischen Gründen: Fallzahlen und somit die Berechtigung für alle Eingriffe an den staatl. Spitälern. Dank dem Nein, sind die Speiseröhren jetzt beim privaten Claraspital und nicht am USB / KSBL.
  • swisskiss 06.07.2020 21:48
    Highlight Highlight Wer so konsequent Gesetze und Reguarien im eigenen Land abbaut wie Trump, sei es Umweltschutz, Arbeiterschutz, Bankenregulierung, Konsumentenschutz etc, hat eine liberale Agenda, dem Staat den Einfluss zu entziehen. Im Gegensatz zum Neoliberalismus, ist Trump nicht daran interessiert, Abkommen einzugehen, die BEIDE Seiten profitieren lassen. Trump arbeitet auf internationaler Ebene darauf hin, dass nur die USA profitieren. Da wird selbst die Verletzung internationaler Abkommen in Kauf genommen und die Schwächung der WTO. Neoliberalismus ist nicht tot, er mutierte nur zum Nationalliberalismus.
  • Share 06.07.2020 21:43
    Highlight Highlight Die goldenen Fünfziger Jahre beruhen auf dem Prinzip des Konsums, Gratisarbeit der Frauen v.a. der Mütter und der Kaufkraft, die die Ältesten mit dem gesetzlich verankerten Anspruch auf die Sozialwerke bediente. Mit den Jahrzehnten wurde die soziale Absicherung ausgeweitet und der zu bewirtschaftende Markt grösser, die Mär vom immerwährenden Wachstum analog den Erschwinglichkeitsmöglichkeiten a la Henry Ford und folglich den Renditeerwartungen eines Ackermanns.
    • Knacker 06.07.2020 22:15
      Highlight Highlight Was meinen Sie mit „Gratisarbeit der Frauen v.a. der Mütter“?
    • S. L. 07.07.2020 02:57
      Highlight Highlight Nein. In den 50ern gab es einfach nur grössere Märkte, die Haushalte die z.B. fliessend Wasser oder gar eine gespülte Toilette hatten waren global zu dieser Zeit einfach noch sehr wenige, entsprechend einfach war es ein Geschäft daraus zu machen. Heute ist der Markt bei fast allem was nicht digital ist gesättigt zum Vergleich.
    • Share 07.07.2020 07:41
      Highlight Highlight Das propagierte Ernährermodell zwingt eine Rollenverteilung auf, die Ähnlichkeit mit dem Feudalismus hat. In den seltensten Fällen und mit viel familiären Goodwill war es Frauen erlaubt, sich ausserhalb zu betätigen, im Arbeitsmarkt eher in einkommensschwachen Positionen, was bis heute seine Auswirkungen hat. Das Modell der Prokrastination verschiebt die Eigenständigkeit auf später ins paradiesische Rentenalter. Dabei werden Anzahl Kinder und stabile Familienverhältnisse belohnt. Der Rest ist 👏.
  • katerli 06.07.2020 21:20
    Highlight Highlight Dem Neoliberalismus weine ich nicht nach. Aber ich denke, dass dieser nur kurz gebremst wurde, sobald das Virus "im Griff" ist gehts weiter im Text.
    Für mich hat das BGE Abstimmungsresultat gezeigt, dass die Bürger/innen nicht bereit für eine Alternative sind.
  • Locutus70 06.07.2020 21:20
    Highlight Highlight Die Maßnahmen gegen das Virus killen gerade tausende KMUs in der Schweiz und weitere Millionen auf der Welt.
    Konzerne und Hedgefonds machen gerade das Geschäft ihres Lebens.

    Und Löpfe schwadroniert davon, das das Virus die Neoliberalen killt.

    Sorry sie greifen bei wirtschaftspolitischen Themen oft daneben, aber diesmal ist es schon arg.
    • PC Principal 06.07.2020 21:37
      Highlight Highlight Welche Konzerne machen das Geschäft des Lebens? Von den S&P500 haben ausnahmslos alle 500 Konzerne durch Corona im Februar/März an Aktienwert verloren. Ich würde wetten beim SMI sah es nicht anders auch.

      Inzwischen sieht die Situation wieder besser aus. Aber gewonnen hat durch das Virus wohl kein Konzern.
    • Locutus70 06.07.2020 21:52
      Highlight Highlight Amazon hatte vor der Krise am 19.2. sein bis dato ATH bei 2170 Dollar. Aktuell stehen sie bei 3044 Dollar.
      Apple stand am 12.2 (damaliges ATH) bei 327 Dollar, heute stehen sie bei 374 Dollar.
      Die Liste könnte ich beliebig fortsetzen.
    • Platon 06.07.2020 22:09
      Highlight Highlight @Locutus
      Das ist ein schlechter Scherz oder? Wer kämpft denn gerade für einen starken Staat, der den KMUs unter die Arme greift? Wohl nicht die Neoliberalen der SVP und FDP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sgt.Pepper 06.07.2020 21:12
    Highlight Highlight Wer ein Antibiotikum als entscheidend für eine Grippe-Pandemie erachtet sollte ev. nicht unbedingt als Experte auftreten. Einen solchen noch zu zitieren ist auch nicht sehr ernsthaft.
    • ulmo 06.07.2020 23:50
      Highlight Highlight Du unterstellst einem erfahrenen Biologen einfach mal, dass er irgendwie den unterschied zwischen einem Bakterium und einem Virus nicht kennt, statt davon auszugehen, dass dir da irgendeine Information fehlt.
      Hier wäre der ganze letzte Satz des Zitats, welcher in der Übersetzung leider schlampigerweise verstümmelt wurde: "But in a flu pandemic, such highly effective antibiotics would be essential, since a primary cause of death in recent flu outbreaks has been secondary bacterial pneumonia infecting lungs weakened by the virus."
    • Sgt.Pepper 07.07.2020 16:25
      Highlight Highlight Einverstanden - dann wurde es einfach sehr schlecht zitiert bzw. so, dass ein essenzieller Teil der Aussage verloren ging. Merci für das Originalzitat.
  • chr_bopp 06.07.2020 20:43
    Highlight Highlight Ein Punkt, der näherer Betrachtung wert wäre: Wie Reagan und in seinem Fahrwasser Thatcher die sogenannte „Ostpolitik“ in Europa sabotierten. Anstatt den Ausgleich zu suchen wollte man auf einmal den Kalten Krieg gewinnen. Was waren da die Triebkräfte? Die Waffenindustrie?
    • Hier Name einfügen 06.07.2020 20:58
      Highlight Highlight Und? Hat doch funktioniert.
    • chr_bopp 06.07.2020 23:35
      Highlight Highlight Offenbar doch nicht ganz nach Wunsch ... Man könnte sich auch andere Ausgänge vorstellen. Immerhin hat Gorbi die Panzer nicht fahren lassen, wie die Genossen in Berlin Ost es gerne gehabt hätten.
    • karl_e 07.07.2020 10:50
      Highlight Highlight Im Kalten Krieg herrschten immerhin einigermassen stabile Verhältnisse. Heute hingegen haben wir das Chaos in Syrien, den IS, Iran, Afghanistan, Libyen etc.. Schuld sind v.a. die USA, welche ihre Demokratie (Plutokratie) in den nahen Osten exportieren und sich nebenbei für Nine-Eleven rächen wollten.
  • Thom Mulder 06.07.2020 20:42
    Highlight Highlight Brillante Analyse. Danke Herr Löpfe.
  • -thomi- 06.07.2020 20:42
    Highlight Highlight Warum das Feindbild der Linken der Staat sein soll, das müssen Sie wohl noch etwas genauer erklären. Auch die Geschichte, dass die Banker 2008 gerettet wurden, ist etwas kurzsichtig formuliert, Herr Löpfe. Keinem von uns hat das damals besonders geschmeckt. Aber wissen Sie, was passiert, wenn von heute auf morgen 50% des Zahlungsverkehrs nicht mehr verarbeitet wird? Rechnungen? Löhne? All diesen plakativen Mist von wegen Bankern retten kann ich nicht mehr hören. Den meisten der Zunft gings mies, glauben Sie mir. Ich war da.
    • bokl 06.07.2020 21:03
      Highlight Highlight Wie definieren sie mies? Nur am Wochenende Champagner? First-Class statt Privat-Jet?
    • -thomi- 06.07.2020 21:14
      Highlight Highlight Wissen Sie, es gibt viele Banker, die verdienen sehr gut für das, was sie tun. Aber für mehr als ein Hüsli im Mittelland reichts auch nicht. Die Banker, denen Ihr Neid gilt, stehen noch nicht mal an der Spitze eines Finanzhauses. Und fliegen auch heute noch Privatjets und ich glaube der Bollinger fliesst in Strömen. Ihr Neid/Hass/Missgunst oder was auch immer trifft halt einfach die Falschen. Ansonsten gehen Sie doch zu einer Bank arbeiten. Herr Löpfe gefällt sich im Moment darin, den Untergang all dessen herbeizuschreiben, was er nicht mag. In sehr durchsichtiger Weise. Schade.
    • Share 06.07.2020 21:41
      Highlight Highlight Den Märkten gefallen Zuschreibungen wie Schwellen- und Entwicklungsland nicht, weil psychologische Ungleichheit ergo Rassismus. Politisches Patt wie nach der Ablehnung der gemeinschaftlichen Verfassung der Europäischen Union noch weniger. Währungsinterventionen verzerren die Märkte, ein psychologisches Gezeter noch mehr. Das ist kein Neoliberalismus, der lebt nämlich vom Teilen. Neudeutsch Share-Economy., im Sinne von Teilhaben, BGE. Und wo Verteilungsungleichheit ist die schiefe Ebene. Anschnallen bitte!
    Weitere Antworten anzeigen
  • merlins 06.07.2020 20:34
    Highlight Highlight Auch Milton Friedmann hat den Nobelpreis erhalten. Natürlich darf ein Kommentar Tendenzen aufweisen. Nur dünkt mich es mich nicht richtig, bei Befürwortern der eigenen Gedanken den Nobelpreis zu erwähnen, bei Gegnern nicht.

    Das gilt für mich ganz ungeachtet des übrigen Inhalts.

    • karl_e 07.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Den Nobelpreis hat kein Oekonom jemals erhalten. Es gibt nur einen "Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften", gestiftet von der schwedischen Reichsbank.
  • TheRealSnakePlissken 06.07.2020 20:22
    Highlight Highlight „Als Dank für die grossen Opfer im Krieg wurden grosse Zugeständnisse an die Arbeiter gemacht“ - aber es war auch die Furcht, dass der kommunistische „Block“ (Moskau, Peking etc.) den Westen überflügeln könnte und man daher die Arbeitnehmerschaft einbinden musste (Sozialpartnerschaft).

    Die Arbeiterschaft war ja gespalten in ein utopistisches Lager (Kommunisten, Anarchisten etc.) und ein gemässigtes (Sozialdemokraten, Christlich-Soziale), die ihrer Klientel ein Leben im bürgerlichen Stil (via Anteil am Produktivitätsfortschritt.) ermöglichen wollte. Erstere Variante scheiterte krachend...
    • _kokolorix 06.07.2020 21:37
      Highlight Highlight Zweitere wurde stillschweigend zugunsten eines immer reicheren Geldadels begraben...
    • Share 06.07.2020 21:51
      Highlight Highlight Das Modell fiel just in diesem Moment zusammen als die Kaufkraft der untersten Schicht nicht mehr bedient wurde und ein Steuerwettbewerb einsetzte, der jegliche Zukunftsperspektiven auf eine finanzkräftige Bildungselite ausrichtete. Teilen wurde verpönt, Ausbeutung kultiviert, der Staat ein Gerippe.
    • Firefly 06.07.2020 21:55
      Highlight Highlight @_kokolorix nicht stillschweigend, propagandistisch.
  • 97ProzentVonCH68000 06.07.2020 20:18
    Highlight Highlight Ein Artikel frei von Fakten... Staatsquoten von ca. 35%!(CH, ohne Pensionskassen, staatliche Betriebe wie SRF, SBB, Swisscom etc.) über 45% (D, EU-Schnitt) bis 55% (F) dürften alle nicht wirklich neoliberal sein. Und relevant gesunken ist sie auch nicht.
    Dann erledigt sich auch der Rest, ausser dass diese hohen Quoten es uns schwer machen werden, den Wohlstand zu halten oder zu steigern.
    • _kokolorix 06.07.2020 21:49
      Highlight Highlight Während bei uns vieles noch funktioniert, sind die angelsächsischen Staaten mit ihrer tiefen Staatsquote nur noch ausgehöhlte Geistergebilde. Die Infrastrukturen wurden von den privaten Akteuren regelrecht geplündert und ausgeblutet, die Regierungen unterscheiden sich nur noch in Nuancen von windigen Bananenrepubliken, und ein erheblicher Anteil der Bevölkerung leidet regelmässig Hunger oder lebt gar in Zelten und unter Brücken.
      Die ideale Staatsquote liegt irgendwo zwischen 40 und 60 %. Nur damit lässt sich ein Sozialstaat aufrechterhalten, der Gewaltexzesse wegen Ungleichheit verhindert
    • 97ProzentVonCH68000 06.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Staatsquote USA 35%
      UK 41%
      Beides nicht wirklich „ausgehöhlt“.
      Gibt es eine Studie, wonach die von dir genannten Staatsquoten von 40-60% langfristig (!) erfolgreicher Wohlstand schaffen?
      Das hiesse rund die Hälfte alles Wirtschaften soll direkt staatlich gelenkt sein, während typischerweise im Rest auch wesentliche Teile stark reguliert sein müssen (Gesundheitswesen, ÖV, Strom, Telecom etc.). Dann von freier Marktwirtschaft zu sprechen ist eigenartig.
      Und dann gibt’s Menschen, die sind überrascht, dass der Wohlstand kaum mehr steigt... 🤔
      PS: Staatsquote DDR in 60er Jahre: 60%
    • Raber 07.07.2020 15:11
      Highlight Highlight Das beste (negativste) Beispiel vom angelsächsischen Neoliberalismus ist für mich, das der Bahn in England. Zuerst staatlich, später privatisiert, somit nix mit Geld für Infrastruktur, da Gewinn per se an privat Personen ausgeschüttet wird. Dann kam ein riesen Unglück mit Toten wegen schlechter Geleise. Somit wurde der Staat dazu verdonnert, den Geleiseunterhalt zu zahlen, aber die Bahnen und die Gewinne blieben in privatem Besitz. So stellen sich das die Neoliberalen in ihren Träumen vor. Diese Corona Kreise hat schon gezeigt, dass die angelsächsischen Staaten unterdessen "failed States" sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBP 06.07.2020 20:17
    Highlight Highlight Die Artikel von Herrn Löpfe werden wieder lesenswerter. Für meinen Geschmack aber einfach zu kurz. Wenn ich mich auf mehr freue, dann ist meistens Schluss.

    Im Grundsatz einverstanden, es gibt aber eine Thematik die hier fehlt: Globalisierte Wirtschaft vs nationale Politik und Steueren. Dieses Ungleichgewicht reisst die Schere weiter auf und immer weniger Menschen können sich „oben“ halten. Oder anders gesagt: Der Wohlstand ist stetig gestiegen, nur können immer weniger Menschen davon profitieren.

    Vielleicht wird auch deswegen öfters von einer Weltregierung gesprochen 🤔
    • -thomi- 06.07.2020 22:47
      Highlight Highlight Herr Löpfe hat bis zum 3. November nur das Thema Trump. Insofern ist es begrüssenswert, dass er sich mal wieder wichtigeren Themen widmet, obschon der obligate Trump-Seitenhieb nicht ausbleiben darf. Aber immerhin. Ich verfolge die Artikel und halte diesen für immerhin etwas besser gelungen, als das ständige Werweissen über Trump. Ich wünsche mir mit Herrn Löpfe, dass wir am 3. Nov ein Glas heben können, wel Letzterer nicht mehr Präsi sein wird. Herrn Löpfes Artikel tragen aber leider nichts dazu bei.
    • eddie_c 07.07.2020 16:37
      Highlight Highlight Der Neoliberalismus hat Kosten gesunken und den gesamten Wohlstand der Menschheit gestiegen.
    • -thomi- 07.07.2020 20:30
      Highlight Highlight @eddie_c. Wie Sie vielleicht wissen, müssen Sie in einer seriösen Diskussion Ihre These untermauern. Sonst bleibt es eine Meinung, die Sie natürlich haben dürfen. Es sei Ihnen nur gesagt, dass vor ca. 300 Jahren Menschen genau auf Überprüfbarkeit gesetzt haben (Candide von Voltaire wäre eine schöne Lektüre für Sie). Dadurch wurde unser aller Leben nachweislich besser. Neoliberalismus kann nicht per se daran beteiligt sein, denn diesen gibt es erst so richtig seit vielleicht den 80ern letzten Jahrhunderts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lustiger Baum 06.07.2020 20:15
    Highlight Highlight Wunderbar zusammengefasst. Wir benötigen sicherlich mehr soziales Denken. Ob jedoch der Staat die absolute Lösung ist sei dahingestellt. Aber der Neoliberalismus ist sicherlich nicht eine gute Lösung. Das durften wir leider fast alle erfahren.
    • Superreicher 07.07.2020 07:33
      Highlight Highlight Immerhin ist der Staat demokratisch.
    • eddie_c 07.07.2020 16:33
      Highlight Highlight Buchempfehlung: F. A. Hayek - Der Weg zur Knechtschaft

      Dann verstehst du den Liberalismus.
  • Toni.Stark 06.07.2020 20:14
    Highlight Highlight Die Lösung ist eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft! Buchempfehlung: "Sozialer Kapitalismus" von Paul Collier.
    • eddie_c 07.07.2020 16:30
      Highlight Highlight Bitte nicht.
    • Toni.Stark 07.07.2020 19:31
      Highlight Highlight @eddie: was ist dein Vorschlag in dem Fall?
    • eddie_c 08.07.2020 16:56
      Highlight Highlight 1/
      - Freie Marktwirtschaft und Handel
      - Weniger Interventionismus und
      Staatsbeteiligungen, dafür nur dort wo nötig zB bei Marktversagen oder dort, wo der Markt nicht greift
      - Minimaler, aber weitgreifender Wohlfahrtsstaat, vorallem für die Bedürftigen
      - Der Staat sichert die Grundfreiheiten und den friedlichen Austausch in der ökonomischen und sozialen Sphären

      Sozialismus (Kollektivismus, Planwirtschaft) und Kapitalismus (Liberalismus, Individualismus) sind miteinander Unvereinbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mãozinha 06.07.2020 20:14
    Highlight Highlight Früher versuchten die Neoliberalen ihre Gier wenigstens noch so gut wie möglich zu kaschieren, heute tragen sie ihre kapitalistische Fratze offen zu Tage.
    Benutzer Bild
    • eddie_c 07.07.2020 16:10
      Highlight Highlight Willst du etwa lieber im Sozialismus leben?
      Benutzer Bild
  • Don Alejandro 06.07.2020 20:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Fisherman 07.07.2020 00:36
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Delg. 06.07.2020 19:43
    Highlight Highlight Danke Herr Löpfe
  • Noblesse 06.07.2020 19:41
    Highlight Highlight Und zum Schluss noch dies: Corona ist eine weltweite Gesundheitskrise und vom Klimawandel redet niemand mehr. Ohne intakte Umwelt nützt dann auch jegliches Wirtschaftskonstrukt nicht mehr viel. Für mich ginge es eher um diese Ecke...
  • IMaki 06.07.2020 19:39
    Highlight Highlight Teil II.
    Leider bin ich bezüglich der Ablösung des neoliberalen Terrors durch demokratische Entscheide nicht ganz so optimistisch wie Sie, Herr Löpfe. Ich erlaube mir Max Frisch in den Zeugenstand zu rufen:

    "Kann unsere Demokratie-Utopie, ausgesetzt der menschlichen Natur, also der Canaille, die der Mensch in der Mehrheit ist, zu etwas anderem
    führen als zu der real existierenden Demokratie der Lobbies, getarnt durch Folklore? Oder mit anderen Worten: Wieviel wirkliche Demokratie
    - Volk als Souverän - ist im real existierenden Kapitalismus überhaupt möglich?" (1987)
    • Dominik Treier 06.07.2020 22:43
      Highlight Highlight Ja wenn die finanziellen Machtverhältnisse ausgeschaltet werden.
    • eddie_c 07.07.2020 17:31
      Highlight Highlight Neoliberaler Terror?! Bitte führen Sie ihre Gedanken aus. Offensichtlich haben Sie zu viel Marx und zu wenig John Locke, John S. Mill, Hayek et al. gelesen.
    • IMaki 08.07.2020 09:05
      Highlight Highlight @eddie: Wenn der "Erfinder" des Neoliberalismus, F. Hayek, den chilenischen Diktator Pinochet für dessen neoliberale Wirtschaftspolitik lobt und berät, und darüber hinaus die Chicago-Boys unter Friedman den Idealzustand für die Umsetzung ihrer zynischen Ideologie in demokratiefernen Verhältnissen sehen, dann ist zumindest der Tatbestand der geistigen Terrorunterstützung erwiesen. Locke und Mill dürften doch wohl eher den Rang historischer Randfiguren einnehmen. Aber Marx wäre durchaus als Pflichtstoff in den Schulen empfehlenswert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IMaki 06.07.2020 19:35
    Highlight Highlight Lieber Herr Löpfe, wie fast immer teile ich Ihre Einschätzungen.Ttrotzdem würde ich von Fukuyama als Referenzgrösse abraten. Der Mann - eine Art selbst ernannter Erbverwalter Poppers - lag zu oft daneben. Ich würde mich eher an T. Piketty halten (scheint in Ihrem Kommentar im Hintergrund auf). Es geht um den Abbau der Ungleichheiten.
    Damit rückt das Problem der demokratisch basierten Umwandlung des herrschenden Neoliberalismus in eine sozial weniger ungleiche Gesellschaft in den Fokus. Demokartische Mehrheiten. Und dafür wäre staatsbürgerliche Bildung, unabdingbar.
    Teil I.

  • PC Principal 06.07.2020 19:31
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus hat viele Millionen Menschenleben gerettet. Dank Freihandel und Globalisierung sind Milliarden Menschen aus der Armut aufgestiegen.
    • Nino F. 06.07.2020 19:54
      Highlight Highlight Solche Kommentare illustrieren sehr schön, dass der Neoliberalismus nicht nur ein verheerendes politisches Programm ist. Vielmehr ist er auch eine Ideologie, die sich so sehr in den Köpfen festgekrallt hat, dass es fast schon religiös wirkt.
    • Schönbächler 06.07.2020 20:07
      Highlight Highlight Wenn Menschen aus der Armut aufsteigen aber gleichzeitig umso mehr, noch mehr Reichtum erlangen nennt der Neoliberalist dies eine Entwicklung. Sag mal, wo ist eigentlich die Grenze zwischen Armut und Reichtum? In einer Wirtschaft wo alles teurer, schneller und Wertvoller werden muss damit das Kartenhaus nicht zusammenbricht? Kann man da wirklich einfach eine Statische grenze ziehen? Oder siehst auch du ein das es um die Scheere geht und nicht um irgend eine Zahl?
    • Beta Stadler 06.07.2020 20:12
      Highlight Highlight Du meinst der Neoliberalismus hat ein paar Menschen viele Millionen gerettet...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 06.07.2020 19:25
    Highlight Highlight Rein objektiv sind bei uns die Regulierungsdichte gestiegen und der Sozialstaat gewachsen.
    • FrancoL 06.07.2020 19:33
      Highlight Highlight Regulierungsdichte ist fast immer eine Antwort auf mangelnde Selbstverantwortung und dass Selbstverantwortung Mangelware ist hat die Coronazeit eindrücklich gezeigt und zeigt es immer noch.
    • Töfflifahrer 06.07.2020 19:47
      Highlight Highlight Es stimmt, die Regulierung- und Verbotskultur ist massiv angestiegen. Das mag aber auch teilweise darauf zurückzuführen sein, dass heute Rücksichtnahme und Kompromissfähigkeit nur noch ein Schattendasein fristen.
    • IchSageNichts 06.07.2020 20:21
      Highlight Highlight Es hat auch damit zu tun das internationale oder grosse Unternehmen sich gerne vom Staat den Markt abschotten lassen bzw. Die Eintrittshürde erhöhen lassen.
      Z.B Bankenregulierung, CO2 steuer beim Import von Autos, Bauwirtschaft, Parallelimporte
      Ein paar VR Sitze für Politiker und ein Lobbyistenbüro sind günstiger als echte Innovation.

      Viele Sachen haben nichts mit fehlender Selbstverantw. zu tun sondern mit knallharter Klientelwirtschaft. 4 Mwst Sätze. Fast alle Steuerabzüge für Private und Firmen. Subventionen. Ideen spriessen von links bis rechts.

    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 06.07.2020 19:24
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus ist im Niedergang, verfügt aber weiterhin über gewaltige finanzielle Ressourcen und weit verzweigte Netzwerke in Wirtschaft, Politik, Militär und Geheimdienste hinein!
    Die "alte, fossile und atomare Raubbau-, Halbsklaverei- und Dreckschleuder-Wirtschaft" sperrt sich mit allem, was sie ins Feld führen können, gegen einen ökologischen- und sozialen Umbau, der mit sich verschärfenden Kriegen und Konflikten um sich verknappende Ressourcen und mit Klimawandels-Katastrophen immer dringender wird!
    Der "Green New Deal" bietet einen Ausweg für Alle!
  • FrancoL 06.07.2020 19:13
    Highlight Highlight Wenn der Virus etwas aufgezeigt hat, ist es für mich die Tatsache, dass Selbstverantwortung Mangelware ist und damit zeigt sich, dass der Staat offensichtlich viel wichtiger ist, als viele es gerne sehen wollen.

    Dies könnte indirekt auch einen Einfluss auf die Märkte haben, da könnten sich doch einige sinnvolle Regulierungen anbahnen, wenn denn die Mehrheit dies angehen will.
    • Effersone 06.07.2020 19:26
      Highlight Highlight Da habe ich aber ziemlich andere Erfahrungen gemacht. Klar einzelne Ignoranten gas immer mal wieder, aber der Grossteil der Schweizer Bevölkerung hielt sich an die vorgaben des Bundes. Oder wie erklährst du dir, dass unser "Lockdown" zu den effizientesten weltweit gehörte, und das ohne verordnete Ausgangssperre und ohne Maskenpflicht?
    • PC Principal 06.07.2020 19:36
      Highlight Highlight Klar muss der Staat die Leute vor dem Virus schützen, aber wieso leitest du daraus irgendwelche Aussagen über die Märkte ab?

      Märkte sind das effizienteste Mittel zur Ressourcenallokation. Zudem ist eine funktionierende Marktwirtschaft innovationsfördernd.

      Den Staat braucht es für die Sicherheit, ansonsten kann ein Markt gar nicht funktionieren. Dazu gehört soziale Sicherheit, physische Sicherheit und eben auch Sicherheit vor einem Virus.

      Der Neoliberalismus hat gezeigt dass das alles recht gut funktionieren kann.
    • Cpt. Jeppesen 06.07.2020 20:12
      Highlight Highlight Bei der Sache mit der Selbstverantwortung gebe ich Dir recht, aber ob der Staat das kompensieren sollte? IMHO nicht. Ich bin mit Dir, dass es eine Regulierung im Finanzsektor braucht. Für mich umschliesst das alles von Steuern bis hin zu Reichtum und der daraus sich ergebenden Verantwortung.
      Andererseits will ich nicht noch mehr Pseudo-Sicherheit vom Staat. Die Lebensrisiken können nicht vom Staatswesen abgedeckt werden. Wer sich das wünscht ist für Faschismus empfänglich.
      Wir bekommen als Gesellschaft jetzt die Rechnung für die letzten 50 Jahre serviert. Und ich weiss schon wer die zahlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stevemosi 06.07.2020 19:11
    Highlight Highlight Zu wünschen wäre es...
  • Steibocktschingg 06.07.2020 19:07
    Highlight Highlight Was ist die Lösung aus den Giftküchen der Marktfetischisten? "Mehr Markt, weniger Staat!"

    Feudale Gesellschaften sind ja so zukunftsfähig...

    Marx würde nun wahrscheinlich vor Freude allen erklären, wie laut ihm der Kapitalismus am Ende sei und nun langsam, dank Automatisierung und Digitalisierung, sich selbst obsolet mache. Was darauf folgen soll laut ihm, muss ich wohl nicht sagen, oder?
  • CalibriLight 06.07.2020 19:05
    Highlight Highlight Sie sprechen mir aus der Seele, Herr Löpfe!
    Was aber in dieser Entwicklung auch extrem entscheidend ist: Der Fall der Mauer, das Ende der Sowjetstaaten. So enorm wichtig und nötig dies auch war, hat es doch die westlichen "kapitalistischen" Länder ihres sozialen Gewissens entledigt. Man musste es jetzt nicht mehr besser als der "Osten" machen: Freie Bahn dem Neoliberalismus und der darin vermeintlichen totalen Freiheit.
    Und Tony Blair in England und Gerhard Schröder in Deutschland hatten kein Interesse daran, dem etwas entgegenzusetzen.
    • 7immi 06.07.2020 20:27
      Highlight Highlight @calibrilight
      Was war denn im Osten sozial? Die Gulags? Die gegenseitige Spionage der Nachbarn? Die perfekt funktionierende Planwirtschaft? Die Pseudoförderung der Frau? uvm. Diese ewige Verherrlichung der Sowjets verstört mich jedes Mal. Das war ein menschenverachtendes Regime mit hunderttausenden Ermordeten!
    • CalibriLight 06.07.2020 21:35
      Highlight Highlight @7immi -- leider haben Sie meinen Beitrag überhaupt nicht begriffen. So ein Unsinn, dass mein Beitrag die Sowjets verteidigt. Lesen Sie genau, bitte.
      Es ging darum, dass sich die beiden Blöcke gegenseitig beweisen mussten/ wollten, dass sie jeweils sozialer sind als der andere. Mit dem Wegfall des Sowjetregimes wurde das für den Westen immer obsoleter. Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgedrückt, aber vielleicht gibt es Ihnen eine kleine Chance zum Nachvollziehen, was ich meinte.
    • Stefan Sowieso 07.07.2020 21:07
      Highlight Highlight Die beiden waren auch nicht fähig und liessen sich korumpieren. Eine soziale Marktwirtschaft wäre dss Ziel. Aber mit der überbordenden Migration kann das nur scheitern.
  • tagomago 06.07.2020 19:04
    Highlight Highlight Wiedermal liegt Löpfe komplett daneben. Biden wird schon wieder Neoliberale in seinen Staff benennen. Was denn sonst?
  • Froggr 06.07.2020 19:04
    Highlight Highlight Blocher und der Neoliberalismus ist für Menschen wie Löpfe also erst jetzt gestorben? Sehr sehr interessant, so hats aber in den letzten Jahren nicht getönt. Es wird weitergehen wie vor Corona. Das zweifle ich nicht an.

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