Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Versicherung von Flugzeugen wird massiv teurer



epa08892945 (FILE) - An aerial view of Boeing 737 Max 8 aircraft sitting parked at Boeing Field in Seattle, Washington, USA, 21 July 2019 (reissued 19 December 2020). According to US Senate investigators Boeing officials inappropriately coached test pilots during the 737 Max aircraft recertification process.  EPA/GARY HE   EDITORIAL USE ONLY  EDITORIAL USE ONLY *** Local Caption *** 55756093

Bild: keystone

Die Versicherung von Flugzeugen dürfte im neuen Jahr massiv teurer werden. Die Rückversicherungspreise in der Luftfahrt seien in der jährlichen Erneuerungsrunde um bis zu 250 Prozent nach oben geschnellt, berichtete der Versicherungsbroker Willis Re am Montag.

Die Gründe dafür seien zum einen die Folgen des Absturzes zweier Boeing-737-MAX-Maschinen vor zwei Jahren, zum anderen die coronabedingt massiven Reisebeschränkungen. Denn die Versicherer litten unter massiven Prämienverlusten, weil die Verträge mit den Fluggesellschaften in der Regel nach geflogenen Kilometern abgerechnet werden, sagte der Chef von Willis Re International, James Vickers, der Nachrichtenagentur Reuters.

Wegen der beiden 737-Max-Abstürze, die 346 Menschenleben gekostet haben, dürften auf Versicherer und Rückversicherer Schadenersatzansprüche aus Kasko- und Produkthaftungs-Policen von mehr als zwei Milliarden Dollar zukommen. Das sei viel Geld für eine relativ kleine Sparte, sagte Vickers weiter.

Der Grossteil der Rückversicherungsverträge wird jährlich zum 1. Januar neu verhandelt, vor allem jene für Europa und die USA. Dabei stellt Willis Re auch in anderen Sparten starke Prämiensteigerungen fest: In den riskantesten Bereichen der Schaden-Rückversicherung stiegen die Preise nach Angaben des Brokers um 25 bis 30 Prozent. Alles in allem hätten sie aber nicht so stark angezogen wie von den Rückversicherern erhofft, weil die Erstversicherer dank geringerer Schäden etwa bei Autopolicen in der Corona-Pandemie eine gute Verhandlungsposition gehabt hätten, sagte Vickers. (aeg/sda/awp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das ist der A380

20 Jahre nach dem Absturz der «Swissair 111»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Swiss-Piloten kritisieren ihre Airline – und hoffen auf einen Deal

Kilian Kraus, Präsident des Cockpit-Personalverbands, warnt vor einer Ungleichbehandlung des Standorts Schweiz durch den Lufthansa-Konzern. Er spricht über einen Deal, der die Swiss unter Druck bringt, über geimpfte Crew-Mitglieder – und Cockpit-Klischees.

Kilian Kraus ist seit knapp 20 Jahren Airline-Pilot und steht seit 2018 dem Aeropers-Verband als Präsident vor, der rund 1500 Swiss- und Edelweiss-Piloten vertritt. Er versucht, seine Mitglieder durch die schwierigste Krise der Luftfahrtgeschichte zu führen. Doch vor wenigen Tagen kam es zum Eklat. Die Swiss kündigte den Gesamtarbeitsvertrag per 2022, da man sich über Corona-Sparmassnahmen nicht einigen konnte. Gleichzeitig steht die europäische Aviatik praktisch still.

Wie oft fliegen Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel