Wirtschaft
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Amazon glänzt im Weihnachtsquartal – «Prime»-Service boomt



FILE - This Sept. 6, 2012, file photo, shows the Amazon logo in Santa Monica, Calif.   Amazon employees say that the company has threatened to fire some workers for publicly pushing the company to do more to combat climate change. A climate change advocacy group founded by employees said Amazon sent letters to members telling them that they could be fired if they continued to speak out to the press.     (AP Photo/Reed Saxon, File)

Gute Zahlen bei Amazon. Bild: AP

Ein starkes Weihnachtsgeschäft und florierende Cloud-Dienste haben Amazon einen glänzenden Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal 2019 kletterte der Gewinn im Jahresvergleich um rund 8 Prozent auf 3.3 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz wuchs gar um ein Viertel auf 87.4 Milliarden Dollar. Die Zahlen überraschten die Analysten, die mit mehr Druck durch massive Investitionen in die Logistik gerechnet hatten. Die Aktie setzte zum Höhenflug an.

Der Konzern von US-Starunternehmer Jeff Bezos, dem mit einem geschätzten Vermögen von 116 Milliarden Dollar laut «Forbes» reichsten Menschen der Welt, hatte bereits das beste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte verkündet. Der Finanzbericht unterstrich dies nun. So gewann der «Prime»-Service, der unter anderem schnelleren Versand und Zugang zu Amazons Streaming-Angebot verspricht, laut Bezos so viele neue Kunden hinzu wie noch nie zuvor.

Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit

Video: srf

Amazon investierte dieses Jahr massiv in seine Versandlogistik, um möglichst vielen «Prime»-Kunden das Versprechen von Lieferungen innerhalb von 24 Stunden zu erfüllen. Die Ausgabeoffensive scheint sich bereits ausgezahlt zu haben.

Mittlerweile habe Amazon weltweit über 150 Millionen zahlende «Prime»-Abonnenten, so Bezos. «Wir haben Prime schneller gemacht», führte der Konzernchef aus - die Anzahl von Artikeln, die US-Kunden innerhalb von einem Tag oder noch am Tag der Bestellung erhielten, habe sich im vergangenen Jahr vervierfacht.

Cloudservices lassen Kasse klingeln

Zudem kann der Konzern sich weiter auf sein lukratives Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet verlassen. Die Web-Plattform AWS, Amazons Ertragsperle, die Cloud-Services an Unternehmen verkauft und in diesem Bereich Marktführer ist, steigerte die Einnahmen um 40 Prozent auf 10 Milliarden Dollar.

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Der operative Gewinn der Sparte kletterte um 19 Prozent auf 2.6 Milliarden Dollar, wie der weltgrösste Online-Händler am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Amazon steht im Cloud-Geschäft zugleich unter Konkurrenzdruck durch Microsoft und Google, die ebenfalls starkes Wachstum vorweisen können.

Mit dem Quartalsbericht übertraf Amazon die Markterwartungen bei Weitem. Analysten hatten angesichts der hohen Investitionen in die Liefer- und IT-Infrastruktur mit deutlich schlechteren Zahlen gerechnet. Anleger liessen die Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag um rund neun Prozent steigen. Damit wächst auch das Vermögen von Bezos, da er Grossaktionär ist.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 steigerte Amazon den Gewinn von 10.1 Milliarden auf 11.6 Milliarden Dollar. Die Umsätze des Konzerns kletterten von 232.9 Milliarden auf 280.5 Milliarden Dollar.

Damit verzeichnet der Online-Shopping-Gigant zwar nach wie vor ein sehr starkes Wachstum, bleibt jedoch noch immer weit entfernt vom weltgrössten Detailhändler Walmart. Dessen Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 zwar nur um knapp drei Prozent, lag mit 514.4 Milliarden Dollar aber weiter deutlich über dem von Amazon. (aeg/sda/awp/dpa)

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