Wirtschaft
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Schwere Vorwürfe

«Boeing-Arbeiter, die den Dreamliner bauen, haben Angst, darin zu fliegen»



Schwere Vorwürfe gegen Boeing: Mitarbeiter unterstellen dem US-Flugzeughersteller, bei der Qualität seines 787 «Dreamliner» zugunsten des ambitionierten Zeitplans Abstriche zu machen. Dies geht aus einem Bericht des TV-Senders Al Jazeera hervor.

Broken Dreams: The Boeing 787

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video: youtube/Al Jazeera English

Am Produktionsstandort Charleston in South Carolina soll einiges im Argen liegen: Unqualifizierte Arbeiter, Drogenmissbrauch, laxe Qualitätskontrollen. Ein Boeing-Mitarbeiter hatte sich bereit erklärt, Arbeitskollegen mit einer versteckten Kamera zu befragen. 10 von 15 sagten, sie würden selbst nicht mit dem Dreamliner fliegen.

«Ich würde wahrscheinlich mit dem Dreamliner fliegen, aber ich habe auch Todessehnsucht.»

mitarbeiter im boeing-werk charleston

Ursache der Missstände sei die Konzernstrategie, die Fertigung der Komponenten weitestgehend an Lieferanten auszulagern und das Flugzeug nur noch selbst zusammen zu bauen. Als Boeing-Qualitätskontrolleure Probleme entdeckten, wurden sie vom Management zurückgepfiffen. «Der Zeitplan bedingt möglicherweise Abweichungen vom bevorzugten Prozess», heisst es in einem vertraulichen Memo, das Al Jazeera vorliegt.

Als der TV-Sender den Chef des 787-Programms mit den Anschuldigungen der eigenen Mitarbeiter konfrontiert, bricht der ebenfalls anwesende Kommunikationschef das Interview kurzerhand ab.

In einer Stellungnahme bestreitet das Unternehmen anschliessend sämtliche Vorwürfe und bezichtigt Al Jazeera, über die Stossrichtung des Beitrags gelogen zu haben. (kri)

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