Wirtschaft
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Swatch leidet – Schuld sind die Unruhen im Shoppingmekka Hongkong



Swatch hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt und auch weniger verdient als noch vor Jahresfrist. Dem weltgrössten Uhrenkonzern machten die Unruhen im Shoppingmekka Hongkong zu schaffen.

Der Konzern verkaufte im Jahr 2019 Uhren für insgesamt 8,24 Milliarden Franken. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 2,7 Prozent, wie Swatch am Donnerstag mitteilte. Um Währungseinflüsse bereinigt lag das Minus bei 1,8 Prozent.

epa06602852 Nick Hayek, CEO Swatch Group, President of the Swatch Group Executive Management Board speaks during a press conference of the year 2017 final results of Swiss watch company Swatch Group, in Biel, Switzerland, 14 March 2018. Swatch Group reported net sales for 2017 of 7.960 billion CHF, an increase of 5,4 per cent and net income of 755 million CHF, an increase of 27.3 per cent from previous year's 593 million CHF.  EPA/ANTHONY ANEX

Swatch-Chef Hayek hat Sorgen wegen den Unruhen in Hongkong. Bild: EPA/KEYSTONE

Swatch bekam wie die Konkurrenz die Krise am wichtigen Absatzmarkt Hongkong zu spüren. In der von Unruhen und Demonstrationen belasteten chinesischen Sonderverwaltungszone brachen die Verkäufe der Swatch Group allein in der zweiten Jahreshälfte um rund 200 Millionen Franken ein. Ohne Hongkong wäre der Gruppenumsatz in Lokalwährungen im zweiten Halbjahr gar um 5 Prozent gestiegen.

Die tieferen Verkaufszahlen wirkten sich auch auf die Profitabilität des Bieler Uhrenkonzerns aus: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 11 Prozent auf 1,02 Milliarden Franken und die Marge ging um 1,2 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent zurück.

Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 748 Millionen nach 867 Millionen im Jahr davor. Das ist ein Minus von 14 Prozent. An die Aktionäre will Swatch dennoch eine unveränderte Dividende von 8,00 Franken je Inhaber- und von 1,60 Franken je Namenaktie bezahlen. Mit den Kennzahlen hat Swatch die Vorgaben der Analysten verfehlt.

Im neu angelaufenen Jahr rechnen die Bieler mit einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld in Hongkong. Im Rest der Welt werde hingegen währungsbereinigt mit weiterem Wachstum gerechnet, hiess es. (awp/sda)

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