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Lohndumping: Pole soll auf Baustelle in Sursee für 3.50 Franken geschuftet haben



Ein Kontrolleur prueft am 17. August 2005 auf einer Baustelle in Bern die Arbeitsbewilligung eines Arbeiters auf einer Baustelle. Damit soll die Garantie des Arbeitsnehmers auf Renten- und Versicherungsansprueche gewaehrleistet und Schwarzarbeit vorgebeugt werden. (KEYSTONE/Gaetan Bally)  === ,  ===

Bild: KEYSTONE

Ein polnischer Arbeiter soll auf einer Baustelle in Sursee LU im Dezember zu einem Stundenlohn von 3.50 Franken gearbeitet haben. Dies berichtete «Radio Pilatus» am Donnerstag unter Berufung auf die Gewerkschaft Unia. Die Bauherrin will die Vorwürfe abklären.

Vom Lohndumping-Vorwurf betroffen ist ein polnisches Subunternehmen auf einer Baustelle des Getränkeherstellers Ramseier Suisse. Dieser baut in Sursee für mehrere Millionen Franken unter anderem eine neue Abfüllanlage.

Gemäss Angaben des Radiosenders hatte der Angestellte der Elektrobranche für 84 Stunden Arbeit einen Lohn von 294 Franken erhalten. Dies entspricht einem Stundenlohn von 3.50 Franken. Insgesamt seien mindestens zehn Arbeiter von Dumpinglöhnen betroffen.

Den Angestellten des polnischen Subunternehmers würden nicht Schweizer Löhne gezahlt, wie es die flankierenden Massnahmen verlangten, sondern tiefere polnische Löhne, sagte Unia-Gewerkschaftssekretär Alex Granato. Der Pole hätte Anspruch auf einen Lohn von 2856 Franken.

Ramseier hatte bislang keine Kenntnis von angeblichen Dumpinglöhnen, wie Ramseier-Geschäftsführer Christian Consoni erklärte. Die Baustelle sei mehrmals von den kantonalen Arbeitsinspektoren geprüft worden. Dabei seien keine Verstösse festgestellt worden.

Die Anlagenbauer müssten sich an die Schweizer Gesetze halten, sagte Consoni weiter. Ramseier will die Vorwürfe an einem Treffen am Montag klären. Daran sollen Vertreter des Getränkeherstellers, des betroffenen Subunternehmens und der Gewerkschaft teilnehmen. (sda)

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