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Reaktionen auf CS-Deal

Den US-Medien ist die 2,5-Milliarden-Strafe der CS zu mild

Das Urteil gegen die Credit Suisse wird zwar als deutliches Zeichen der US-Regierung gegen Steuerhinterziehung gewertet. Doch hart genug ist es nicht allen.



Der Grundtenor ist eindeutig: Die Strafe gegen die Credit Suisse wird in den USA als Zeichen dafür gewertet, dass den Banken in Zukunft ein noch rauerer Wind entgegenweht. 

«Ein Zeichen gegen die schattenhafte Welt des Schweizer Bankgeheimnisses.»

New York Times

So schreibt die New York Times von einem «Richtungswechsel»: Der Entscheid sei ein Zeichen gegen ausländische Steuerhinterziehung und die «schattenhafte Welt des Schweizer Bankgeheimnisses».

Für die Washington Post bedeutet die Strafe der CS ein Wandel in der Beziehung zwischen den USA und der Schweiz. «Ein Wandel, der dazu führen könnte, dass das europäische Land den Einfluss auf seine Banken verliert.»

Für die Credit Suisse selbst habe die Einigung aber nur begrenzt Folgen, schreibt die «New York Times». Zwar werde ihr Image Schaden nehmen und die CS darum Kunden verlieren, ansonsten bliebe sie aber weitgehend unversehrt. 

Weniger optimistisch zeigt sich das Wall Street Journal. Andere Schuldeingeständnisse hätten in der Finanzwelt schon katastrophale Folgen gehabt. So sei etwa die Investmentbank Drexel Burnham Lambert zusammengebrochen, nachdem sie sich 1989 des Handels mit Ramschanleihen schuldig bekannt hatten.

«Die Ankläger haben es der CS leicht gemacht.»

Huffington Post

Der klare Gewinner sei Staatsanwalt Eric Holder, schreibt das Wirtschaftsmagazin Forbes: Er könne nicht mehr beschuldigt werden, bei einer weiteren Bank ein Auge zugedrückt zu haben, weil sie «too big to fail» sei. 

Milliardenbusse und Schuldeingeständnis: Sind die CS-Bosse Brady Dougan und Urs Rohner noch tragbar?

Doch es gibt auch Zweifel an der Aussagekraft des Deals: Er sei «zahnlos», schreibt die Huffington Post. «Es ist schwer vorstellbar, dass der Entscheid der US-Justiz zukünftige Verbrechen verhindert.» Die Ankläger hätten alles dafür getan, um es der Credit Suisse leicht zu machen: Die US-Regierung bestrafe die Aktionäre, nicht die Manager.

«Die CS hat das entscheidende Ziel erreicht: Sie darf weiterhin in den USA operieren.»

Forbes

Nur zwei der beschuldigten Manager – Andreas Bachmann und Josef Doring – würden sich einem Urteil stellen müssen, die übrigen sechs würden sich immer noch in der Schweiz «verstecken», kritisiert auch die Washington Post und verlangt mehr Transparenz. «Es ist mir ein Rätsel, warum die US-Regierung es nicht geschafft hat, dass die CS die Namen der Kunden mit geheimen Konten in der Schweiz herausgibt», zitiert die Zeitung US-Senator Carl Levin.

Auch das Magazin Forbes relativiert die Härte der Strafe: Die Credit Suisse habe das entscheidende Ziel erreicht – sie könne weiterhin in den USA operieren. (dwi)

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