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Hansruedi Weber, Praesident des Vereins Monetaere Modernisierung (MoMo), Mitte, zusammen mit als Berufsleute, Willhelm Tell, Helvetia und anderes verkleidete AktivistInnen reichen bei der Bundeskanzlei nach eigenen Angaben ueber 111'000 Unterschriften fuer die Vollgeld-Initiative ein, am Dienstag, 1. Dezember 2015, in Bern. Die Eidgenoessische Volksinitiative

Am 1. Dezember reichten die Initianten die Unterschriften ein.  Bild: KEYSTONE

Vollgeld-Initiative laut Bundeskanzlei formell zustande gekommen



Die so genannte Vollgeld-Initiative ist formell zustande gekommen. Von insgesamt 111'763 eingereichten Unterschriften sind deren 110'955 gültig, wie die Bundeskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Hinter der Volksinitiative mit dem Titel «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)» steht der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo). Sie fordert, dass allein die Nationalbank neben Münzen und Notengeld auch elektronisches Geld schaffen darf.

Im heutigen System schaffen Banken dauernd neues, eigenes fiktives Geld, so genanntes Buchgeld, indem sie Kredite vergeben, und sie können das praktisch beliebig tun. Buchgeld existiert nur elektronisch, erweitert aber die umlaufende Geldmenge. Sobald ein Kredit zurückgezahlt ist, ist das Geld wieder verschwunden.

Buchgeld kann aber auch für Spekulation eingesetzt werden. Rund vier Fünftel des von Banken geschaffenen Geldes fliesse in die Finanzmärkte und nur ein Fünftel in die Realwirtschaft, schrieb das Initiativkomitee. Mit einer Vollgeldreform könnten Banken nicht mehr «übermässig Geld herstellen», und das verhindere Finanzblasen. (sda)

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