Wirtschaft
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Die Credit Suisse baut um: 37 Filialen weg ++ Stellen fallen weg ++ Kahlschlag im Aargau

Die Grossbank Credit Suisse verkleinert ihr Filialnetz auf 109 statt wie bisher 146 Standorte. Die Hälfte der Schliessungen betreffen dabei den Aargau. Das Geschäft der Neuen Aargauer Bank (NAB) soll mit jenem der Credit Suisse zusammengeführt werden - die grösste Regionalbank der Schweiz verschwindet.



In einer «Neuausrichtung» ihres schweizweiten Filialnetzes, schliesst die Credit Suisse landesweit 37 Filialen. Die Hälfte der Schliessungen betrifft dabei den Kanton Aargau. Die Neue Aargauer Bank (NAB) – ein Institut mit über 200-jähriger Geschichte – soll komplett in der Credit Suisse aufgehen. Damit will die Grossbank das «Breitengeschäft mit Privatkunden weiter ausbauen, vereinfachen und effizienter gestalten», wie sie in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen schreibt.

CS-Konzernchef Thomas Gottstein will bis 2022 j

Die Grossbank Credit Suisse schliesst in einer «Neuausrichtung» landesweit 37 Filialen. Bild: sda

«Im Aargau, wo die Credit Suisse und ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft NAB heute zusammen 30 Geschäftsstellen haben, wird beabsichtigt, die NAB mit der Credit Suisse (Schweiz) AG zusammenzuführen», heisst es in der Mitteilung der CS.

Die NAB unterhält heute im Aargau vier eigene Filialen – in Aarau, Baden, Rheinfelden und Zofingen. Gemäss Informationen von CH Media ist geplant, die vier CS-Gebäude zu schliessen und dort die Geschäfte in den NAB-Gebäuden weiterzuführen – sie werden in «Credit Suisse» umfirmiert.

Stellenabbau sei «unvermeidlich»

Die Neue Aargauer Bank hat aktuell 530 Vollzeitstellen. Im Communiqué fehlen Angaben dazu, wie viele Jobs abgebaut werden. Dass es zu einem Abbau kommt, ist aber «unvermeidlich», heisst es darin.

Ein Sozialplan stehe zur Verfügung. «Oberstes Ziel ist es, dass möglichst alle von einem Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden eine interne oder externe Weiterbeschäftigung finden», schreibt die CS weiter.

Eine Grössenordnung gibt diesbezüglich das Einsparpotential: «Aufgrund der heute angekündigten Massnahmen, einschliesslich der geplanten Zusammenführung der NAB mit der Credit Suisse, werden jährlich wiederkehrende Synergien von brutto rund 100 Millionen Franken ab 2022 angestrebt», heisst es in der Mitteilung. (dpo/ch media)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 27.08.2020 06:01
    Highlight Highlight Ist das wirklich so schlimm? Wir brauchen in der Schweiz mehr Handwerker, Ingenieure und Gesundheitspersonal und weniger Bürohocker.
  • Fischra 25.08.2020 09:47
    Highlight Highlight Ich denke es wird wohl erst der Anfang sein. Viele Banken werden Filialen schliessen. CS wird einfach aktuell die erste davon sein. Heute wird alles Online abgewickelt und die Dame sm Schalter gibts bald nicht mehr.
  • Nicosinho 25.08.2020 08:58
    Highlight Highlight Eine Frechheit was sich die CS da leistet!

    Eine erfolgreiche Traditionsbank wie die NAB verschwindet und mit ihr hunderte Mitarbeitende verlieren ihren Job!

    Shame on you Profitgeile CS, ich wechsle sicher nicht zu euch!
    • Toni.Stark 25.08.2020 09:42
      Highlight Highlight NAB gehört der CS. Sie darf dies tun. Mit Nostalgie können Sie nach Hollywood.
    • infomann 25.08.2020 09:43
      Highlight Highlight Immer schön langsam.
      Wann warst du das letzte mal an einem Bankschalter, für etwas dass man sonst nicht hätte erledigen können?
      Man geht doch fast nie mehr an einen Schalter, warum also dieses Gemotze.
    • murrayB 25.08.2020 09:56
      Highlight Highlight @Nicosinho

      Geh mit der Zeit oder die Zeit vergeht...

      Schon mal etwas vom Megatrend Digitalisierung gehört?
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 25.08.2020 08:16
    Highlight Highlight „jährlich wiederkehrende SYNERGIEN von brutto rund 100 Millionen Franken ab 2022 angestrebt“... so kann man Profitsteigerung auch nennen...
  • Sagensturm 25.08.2020 08:03
    Highlight Highlight Die CS ist gegenüber den Onlinebanken viel zu teuer. Macht sie jetzt die Filiale vor Ort zu, ist sie die einzige Begründung teurer zu sein, los.
    • Wenzel der Faule 25.08.2020 12:11
      Highlight Highlight CS ist nicht die Bank des kleinen Mannes. Die sind nicht auf den Otto Normalverbraucher angewiesen.
      Die Kosten lohnen sich für gut betuchte, da dort ein hervorragender Service geboten wird.

  • malu 64 25.08.2020 08:00
    Highlight Highlight Leider werden durch die Digitalisierung noch viel mehr Branchen Personal abbauen. Überall wird abgebaut. Ich kann mir gut vorstellen, dass in ein paar Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt wird, aber bis zu diesem Zeitpunkt werden noch viele in der Sozialhilfe landen.
  • GetReal 25.08.2020 07:42
    Highlight Highlight Einmal mehr die Chance verpasst, den differenzierenden Faktor im Vergleich zu x-beliebigen Transaktionsabwicklern im Internet zu bewahren: Den direkten, persönlichen Kontakt mit den Kunden.
    • Pointer 25.08.2020 08:36
      Highlight Highlight Naja, bei vielen Banken muss man extra frei nehmen, damit man hingehen kann, weil die nur zu Bürozeiten offen haben.
    • Posersalami 25.08.2020 08:37
      Highlight Highlight Das Gelaber von meiner Bankberaterin zur Hypothekenvergabe war verschwendete Zeit^2. Gleiches Trauerspiel bei der Eröffnung der 3. Säule.

      Jetzt bin ich bei einer Bank mit nur wenigen Filialen im Land. Was im Ebanking nicht geht, erledigt man mit einem kurzen Anruf.
    • GetReal 25.08.2020 09:06
      Highlight Highlight @Pointer: Das ist korrekt - und gewisse Banken haben das auch bereits verstanden und bieten andere Öffnungszeiten an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 25.08.2020 07:40
    Highlight Highlight Das war schon längere Zeit voraussehbar. - Bill Gates 1990: Banking is essential, the banks are not.
    Mein Mitleid mit den entlassenen Bänklern hält sich in Grenzen, profitierten sie doch bis heute von völlig überrissenen Löhnen.
    Hoffentlich haben sie etwas gespart, denn sie werden nicht so schnell wieder einen Job finden, denn viele von ihnen sind schlecht vermittelbar, da overpaid and underworked.
    • Garp 25.08.2020 11:44
      Highlight Highlight Bei den Banken arbeiten viele kleine KVLer nicht nur gut bezahlte Manager. Seltsames Bild hast Du.
    • Wenzel der Faule 25.08.2020 12:20
      Highlight Highlight Die meisten sind gut ausgebildet und können einen guten Service bieten und
      Die meisten reden bestimmt auch nicht so viel Müll wie Sie.
    • Der Rückbauer 25.08.2020 15:03
      Highlight Highlight Garp: Auch die Maschinisten bei den Banken sind überbezahlt. Vergleiche mit anderen Berufsgruppen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • ursus3000 25.08.2020 07:27
    Highlight Highlight Ob die sich auch socialengneering machen?
  • bebby 25.08.2020 07:22
    Highlight Highlight In einer Zeit, wo kaum jemand noch eine Bankfiliale besucht, ist diese Entscheidung nicht überraschend. Und die Digitalisierung der Bankdienstleistungen steht erst am Anfang. Z B die Kreditvergabe und das Anlagegeschäft kann noch stark automatisiert werden. Schwierig für die Bachfachleute..

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