DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - This Dec. 16, 2014 file photo shows Twitter headquarters in San Francisco. Twitter reports quarterly financial results on Tuesday, Oct. 27, 2015. (AP Photo/Eric Risberg, File)

Twitter-Hauptsitz in San Francisco.
Bild: Eric Risberg/AP/KEYSTONE

Neuer Chef, alte Probleme: Twitter verliert an der Börse nochmals zwölf Prozent

Twitter wächst nach dem Geschmack der Anleger viel zu langsam und bleibt neben Facebook ein Zwerg. Wachsender Umsatz vermag die Enttäuschung nicht zu dämpfen.



Im ersten vollen Quartal unter dem Hoffnungsträger Jack Dorsey hat sich bei Twitter noch keine Trendwende eingestellt, obwohl das Unternehmen den Umsatz in den drei Monaten bis Ende September verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 58 Prozent auf 569 Millionen Dollar steigerte und damit sogar die Prognosen der Analysten übertraf.

Allerdings geht aus dem am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Finanzbericht auch hervor, dass die Nutzerzahlen niedriger als angenommen ausfielen. Die Zahl der User, die sich mindestens einmal im Monat bei Twitter einloggen, stieg zum Vorquartal gerade mal um 1,6 Prozent auf rund 320 Millionen. Das Wachstum kam damit fast zum Stillstand.

FILE - OCTOBER 12: According to reports August 12, 2015, Twitter has announce it will lay off up to 8%, or 336, of their employees. DETROIT, MI - Twitter Chairman and Square CEO Jack Dorsey moderates a panel discussion with Detroit entrepreneurs at Techonomy Detroit at Wayne State University September 17, 2013 in Detroit, Michigan.  The topic of the discussion was

Hoffnungsträger bei Twitter: Mitgründer und Wieder-Konzernchef Jack Dorsey
Bild: Getty Images North America

Das Unternehmen bleibt zudem mit einem Quartalsverlust von 132 Millionen Dollar in den roten Zahlen. Im Vorjahr hatte das Minus unter dem Strich allerdings noch bei 175 Millionen Dollar gelegen.

Die Werbeeinnahmen kletterten im dritten Quartal um 60 Prozent zum Vorjahr auf 513 Millionen Dollar. Das zeigt zwar, dass Twitter trotz magerem Nutzerwachstum reichlich Potenzial hat, Umsatz zu generieren, im Vorquartal hatte das Plus jedoch noch bei 63 Prozent gelegen.

Dorsey sieht Fortschritte

Der Ausblick auf das vierte Quartal fiel schwächer aus, als an der Wall Street erwartet. Twitter sagt einen deutlichen Umsatzanstieg auf 695 bis 710 Millionen Dollar voraus. Analysten hatten aber mit einem noch deutlich höheren Wert gerechnet.

Insgesamt kam der Quartalsbericht am Markt überhaupt nicht gut an – die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um fast zwölf Prozent. Auf Jahressicht notiert das Papier mit über 25 Prozent im Minus.

Twitter mache Fortschritte dabei, seine Services zu vereinfachen und den Wert der Plattform besser zu kommunizieren, erklärte Firmenchef Dorsey. Auch beim Konzernumbau komme man voran, die Strukturen seien vereinfacht worden.

Dorsey hatte die Unternehmensführung nach dem Rücktritt des stark kritisierten Vorgängers Dick Costolo Ende Juni zunächst interimistisch übernommen und sich Anfang Oktober als Dauerlösung verpflichten lassen. Investoren setzen grosse Hoffnungen auf Dorsey, der allerdings nebenher auch noch den vor dem Börsengang stehenden Bezahldienst Square leitet.

Sparen durch Stellenabbau

Dorsey hatte das bisherige Geschäftsmodell nach seinem Amtsantritt harsch kritisiert. Das Bemühen, neue Nutzer zu gewinnen, habe bislang keine nennenswerte Wirkung gezeigt, sagte er im Juli.

Nur wenige Tage nach seinem Engagement als ständiger Konzernchef hatte Dorsey Mitte Oktober einen massiven Stellenabbau in Gang gesetzt. Wegfallen sollen rund acht Prozent der Belegschaft, das wären maximal 336 Jobs. Die Einsparungen sollen in ein schnelleres Wachstum investiert werden.

Zu Twitter gehören neben dem Kurznachrichtendienst die Video-Streaming-App Periscope sowie das Videoportal Vine. Zuletzt hatte Twitter auch das maue Nutzerwachstum vor allem im Vergleich zu Facebook zu schaffen gemacht. Das soziale Netzwerk zählt weit mehr als eine Milliarde angemeldete Nutzer. (trs/sda/dpa/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

30 der witzigsten Corona-Tweets, die dein Wochenende etwas besser machen

Wie immer eine völlig subjektive Auswahl witziger (und leider auch nachdenklicher) Tweets, die unsere Gesellschaft in der Corona-Pandemie treffend beschreiben. Viel Vergnügen.

Hinweis für die geschätzten User und Userinnen: Wenn die Tweets in diesem Artikel nicht sofort angezeigt werden, klicke für unseren kompetenten IT-Support auf diesen Link, zähle wahlweise laut oder leise auf fünf und scrolle erst dann weiter.

Artikel lesen
Link zum Artikel