Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Erektoteles Teaser

bild: watson

Erektoteles

1000 Küsse vom Sauschwanz – Mozarts brisante Briefe ans Bäsle



Wer oder was ist «Erektoteles»?

Der grüslige Halbstiefbruder von Anekdoteles, unserem Format für schmissige historische Anekdoten. Wie am weitergeführten – nach wie vor enorm gelungenen – Wortwitz erkennbar, führen die hier ausgewählten Geschichten in eher schmierige Gefilde, hier werden wir in fremde Betten steigen und verbotenem Nachtgeflüster lauschen.

«Verzeihen sie mir meine schlechte schrift, die ist schon alt, ich scheisse schon wircklich bald 22 jahr aus dem nemlichen loch, und ist doch noch nicht verissen! – und ich hab schon so oft geschissen – und mit den Zähnen den dreck abbissen.»

Mozart ans Bäsle aus Mannheim am 13.11.1777.

Am 13. Oktober 1762 um 15 Uhr erklingt im Spiegelsaal von Schloss Schönbrunn Musik. Ein Sechsjähriger sitzt am Klavier. Ein Wunderknabe, so erzählt man sich, sei dieser Wolferl. Und tatsächlich, er kann auf Wunsch der Kaiserin Maria Theresia auch mit verdeckter Klaviatur spielen. Ja, sogar mit nur einem seiner noch von kindlichem Speck ummantelten Finger vollführt er die grössten Kunststücke an dem Instrumente!

Und mitten durch dieses auch nach Verklingen der letzen Note weiterhin anhaltende erzherzögliche Staunen rast nun ganz wild geworden der kleine Mozart auf die Regentin zu, hopst ihr kurzerhand auf den Schoss und übersät den perlenbehangenen Hals mit Küssen.

Bild

Der kleine Mozart auf dem Schoss von Kaiserin Maria Theresia. bild: pinterest

Drei Jahre ging nun Leopold Mozart mit seinem Wolfgang und seiner fünf Jahre älteren Schwester Nannerl auf Konzertreise. Auch sie spielte virtuos Klavier, doch sie war ein Mädchen, und so musste sie im Schatten ihres kleinen Bruders unweigerlich untergehen. Er würde mit seinen Werken den Himmel erreichen, ihr aber blies man bloss den Hochzeitsmarsch.

Es war Wolferl, der vom Vater gefördert und von den königlichen Höfen in Frankreich, England und Holland vergöttert wurde. Wolferl, der sagte, nach dem lieben Gott komme gleich der Papa. Wolferl, der mit zehn Jahren seinen ersten bezahlten Kompositionsauftrag erhielt – und dafür das Oratorium «Die Schuldigkeit des ersten Gebots» vertonte.

Ein fröhlicher Junge, dessen kleiner Körper aber immer wieder von unbarmherzigen Krankheiten heimgesucht wurde. Rheumatismus, der seine Gelenke malträtierte, hitziges Fieber, das ihm den Schweiss aus jeder Pore trieb, und rasende Koliken, die ihn bis zur Unkenntlichkeit abmagern liessen.

Als dann die Pocken im Gesicht des zwölfjährigen Wolferls wüteten und seine zarte Haut mit einer solchen Schonungslosigkeit zerfrassen, sprach niemand mehr vom hübschen Jungen, dem Sohn des schönsten Salzburger Paars Leopold und Anna Maria.

Bild

Keines der Mozart-Porträts gibt ihn naturgemäss wieder, alle wurden geschönt. bild: wikimedia

Zwischen den harten Sitzen der Kutsche und den Konzertsälen Europas wurde Wolferl gross und immer grösser. Wie ein von seinem Talent Gehetzter komponierte er unaufhörlich Klavierkonzerte und Sinfonien ebenso wie leichte Divertimenti, Notturni und Serenaden. Sein Werk würde bald ins Unermessliche anschwellen.

Vielleicht weil er wusste, dass ihm nicht alle Zeit der Welt bleiben würde. Dass sich in seinem kranken Innern bereits der faulige Tod eingenistet hatte. Und so reihte er rastlos Note an Note, schöpfte, was ging, aus seinem verspielten Wesen, jenem unversiegbaren Quell an Einbildungskraft, sprudelte alles Lebendige hinaus und spülte es bis an die Ohren der Welt.

In diese drang sie schliesslich als vollendete Musik, als die unverkennbare Mischung aus Dramatik und Heiterkeit, die niemals ins unverdaulich Schwere kippte.

Mozart wollte unterhalten, seine Stücke sollten den Menschen Vergnügen bereiten. Dafür lebte er. In ihm finden wir einen jungen Mann, der gern lustig war, der herumalberte, fluchte und nach dem Vertilgen seiner geliebten Knödel mit Sauerkraut lauthals rülpste. Einen hochangesehenen Komponisten, der einen sechsstimmigen Kanon mit dem Titel «Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi!» schrieb.

Mozart

Das wohl berühmteste Mozart-Porträt, in Anlehnung an ein Familiengemälde, postum gemalt von Barbara Krafft im Jahr 1819. bild: wikimedia

Mozart liebte es, mit der Sprache zu spielen, er reimte und vertauschte, schuf falsche Partizipien und neue Redewendungen, formte Worte zu Witzen zusammen und entliess seine Adressaten gern mit «summa summarum 12345678987654321 Empfehlungen», 100'000'000'000 Küssen oder «333 Complimenten». Und über all diesen Blödeleien waberte der strenge Geruch seines ausgeprägten Fäkalhumors.

«... und wers nicht glaubt, der soll mich lecken ohne End, von nunan bis in Ewickeit, bis ich einmahl werd wieder gescheid. da hat er gewis zu lecken lang, mir wird dabey schier selbsten bang ...»

Mozart ans Bäsle aus Mannheim am 28.02.1778.

Ganz besonders gut riechen kann man diesen in Wolfgangs Briefen ans Bäsle, seine Cousine Maria Anna Thekla Mozart. Im Oktober des Jahres 1777 besuchte der 21-Jährige die zweieinhalb Jahre jüngere Tochter seines Onkels Franz Alois in Augsburg. 15 Tage verbrachten sie gemeinsam. Das sind 15 Tage, dessen wohl vergnüglicher Inhalt uns für immer verborgen bleiben muss. Einzig Wolfgangs Briefe, die er nach seinem Aufenthalt in Bayern an sie schrieb, sind die Zeugen einer dort geknüpften Verbundenheit der beiden jungen Leute. Marias Antworten sind bis heute verschollen.

Maria Anna Thekla Mozart

Das Bäsle – Maria Anna Thekla Mozart, Wolfgangs Cousine (1758–1841). bild: wikimedia

Doch welcher Natur war diese Verbundenheit? War es stürmische Verliebtheit? Ungezwungene körperliche Anziehung? Oder vielmehr eine hoch geschätzte Freundschaft, geknüpft durch eine Stil-Verwandtschaft, eine geteilte Vorliebe für die Witzigkeit menschlicher Verdauungsäusserungen jedweder Art?

An dieser Stelle mag der Leser selbst urteilen. Klingen diese Zeilen nach einem Liebesbrief, nach einem scharrenden Jüngling, der um seine Herzensdame wirbt?

«iezt muss ich ihnen eine tauerige geschichte erzehlen, die isch jetzt en augenblick ereignet hat. wie ich an besten an dem brief schreibe, so höre ich etwas auf der gasse. ich höre auf zu schreiben – stehe auf, gehe zum fenster – und – höre nicht mehr – ich setze mich wieder, fange abermahl an zu schreiben – ich schreibe kaum 10 worte so höre ich wieder etwas – ich stehe wieder auf – wie ich aufstehe, so höre ih nur noch etwas ganz schwach – aber ich schmecke sowas angebrandtes – wo ich hingehe so stinckt es. wenn ich zum fenster hinaus sehe so verliert sich der geruch wieder zu – endlich sagt Meine Mama zu mir: was wette ich, du hast einen gehen lassen? – ich glaube nicht Mama. ja, ja es ist gewis so. ich mache die Probe, thue den ersten finger im arsch, und dann zur Nase, und – Ecce Provatum est; die Mama hatte recht. Nun leben sie recht wohl, ich küsse sie 1000mahl und bin wie allzeit der alte junge Sauschwanz Wolfgang Amadé Rosenkranz.»

Oder:

«... leben sie wohl unterdessen, mein arsch brennt mich wie feüer! was muss das nicht bedeüten ! – vielleicht will dreck heraus? – ja, ja, dreck, ich kenne dich, sehe dich, und schmecke dich – und – was ist das? – ists möglich? – ihr götter! – mein ohr, betrügst du mich nicht? – nein, es ist schon so – welch langer, trauriger ton!»
Mozart ans Bäsle aus Mannheim am 5.11.1777.

Bild

Ein «oben ohne»-Portät von Anna Maria Thekla, das Mozart seinem Brief vom 25.10. 1777 beifügte.

Auch wenn wir nicht wissen, wie viel Intimität die beiden tatsächlich teilten, so wollen wir doch zumindest vermuten, dass Wolfgang das Bäsle mit seinen Briefen prächtig zu unterhalten pflegte. So viel Feingefühl mögen wir vorbehaltlos in ihn hineininterpretieren, in einen Künstler, der es verstand, in seinen Kompositionen auf den jeweiligen Interpreten einzugehen, und der fähig war, alle Arten und Stile musikalischer Werke anzunehmen, nachzuahmen, zu kombinieren und zu verfeinern.

Überhaupt schien nicht nur Mozart, sondern das gesamte 18. Jahrhundert wie besessen von seinem Stuhlgang und besonders seiner unschätzbaren Bedeutung für die Gesundheit. Die Sorge um sie galt seinem Vater als Gebot Gottes. Und so schrieb er seinem von einer Postkutschen-Fahrt wundgeriebenen Sohn voller Teilnahme die folgenden Zeilen:

«dass der Postwagen den armen Arsch erschröcklich zerstösst hab auch ich in meinem Leben nur ein einziges mahl erfahren, mich erwischt er auch nicht mehr ... mit dem Postwagen komme ich gewiss nicht, meine zween zwetschkenkern sind mir lieber.»
Leopold Mozart an seinen Sohn Wolfgang am 11.11.1780.

Doch zu Mozarts schwieligem Hintern gesellten sich bald immer ernstere Gebrechen.

Er habe vor Schmerzen nicht schlafen können, schreibt er 1790 an Leopold. Es ist das letze Mal, dass Mozart seinen Vater von einer seiner Krankheiten unterrichtet. Vielleicht weil sie ihm schon so zur Gewohnheit geworden sind, dass er sie nicht mehr für erwähnenswert hielt. Er ahnte seinen nahen Tod voraus, der ihn bei mildem und trockenem Wetter, am Montag dem 5. Dezember 1791 gegen ein Uhr früh in seinem Haus in Wien ereilte.

Mozart war 35 Jahre alt. Und noch bevor er ganz auf die andere Seite hinüberglitt, im fiebrigen Todesschlummer liegend gab er den Einsatz der Pauken in seinem unvollendet bleibenden Requiem bekannt.

Bild

Ausschnitt aus der autographen Partitur des Requiems. bild: wikimedia

«iezt wünsch ich eine gute nacht,
scheissen sie ins beet dass es kracht;
schlafens gesund,
reckens den arsch zum mund.»

Mozart an sein Bäsle am 5.11.1777.

Wahrheitsbox


Mozart – ein primitiver Grüsel? Die Verstümmelung seiner Briefe durch moralische Bedenken

Jede Epoche will sehen, was sie sehen will, und vor allem ausblenden, wofür sie kein Verständnis hat. Mozarts Frau Constanze, die sehr um ihr Ansehen bedacht war, liess die Bäsle-Briefe drucken, ihr Sohn Carl Thomas, der sie nach ihrem Tod erbte, beabsichtigte bereits, sie zu vernichten. Die Prüderie des 19. Jahrhunderts liess solchen «Schmutz» offenbar nicht zu.
Immer wieder wurden Mozarts Briefe und Werke von Herausgebern und Forschern beschnitten, die die als anzüglich empfundenen Stellen bedenkenlos herausstrichen. Mozarts 1782 verfasster Kanon «Leck mich im Arsch» bekam den Namen «Lasst froh uns sein» und noch in den 1960er Jahren schrieb der über Mozart promovierende Kirchenhistoriker Karl Hammer, dass «sein Wesen rein» gewesen sei. «Darum konnte er das Unreine nur abstossen – abstossen ohne besonderen Ekel und moralischen Abscheu davor, abstossen dafür mit Humor und Spass, aber doch von sich weisen.»

Als unrein wird Mozart seine Fäkalkomik nicht empfunden haben. Zu seiner Zeit mochte die Salzburger Mittelschicht, der er angehörte, zwar schon einen gewissen Standesdünkel entwickelt haben, die Umgangssprache war aber noch immer die raue der bäuerlichen Vorfahren. Die Wende zum 19. Jahrhundert brachte eine Verfeinerung der Sprache und Sitten, und bald wurde das, was Mozart noch so zu erheitern vermochte, als degoutant verpönt. Man verstand die angeblich derbe Redeweise nicht mehr und begann sie so allmählich auch misszudeuten.
Hinzu kommt, dass nicht nur Mozart sich solcher Verdauungswitze bediente, sondern ebenso sein Vater, seine Mutter und seine Schwester. Die Eltern lasen der damaligen Sitte entsprechend auch die Briefe ihrer Kinder. Mozart selbst schreibt dem Bäsle, dass seine Mutter ihn aufgefordert habe, doch mal was Gescheites zu schreiben. Hätte sie den Inhalt nicht gutgeheissen, wären die Briefe sicher niemals verschickt worden. Auf der anderen Seite ist anzunehmen, dass Anna Marias Eltern Mozarts Post in Empfang nahmen – und auch sie hatten offenbar nichts dagegen einzuwenden.

Mozart und das Bäsle – ein Liebespaar?
Manche glauben ja, manche glauben nein.
Die Argumente des Ja-Lagers:
• zwei junge Leute in ihren Zwanzigern in einem Zeitalter mässiger Sittenstrenge treffen sich ...
• Inzest auf Cousinen-Niveau war damals weder verboten noch besonders verpönt.
• Mozarts briefliche Anspielungen auf eine sexuelle Beziehung:
«und der Vetter giebt ihnen das was er ihnen nicht geben darf.»
«warum sollen sie mirs nicht thun? ich thue ihnens ja auch, wenn sie wollen.»
Und: «je vous baise vos mains, votre visage, vos genoux et votre – afin – tout ce que vous me permettés de baiser.»
Argumente des Nein-Lagers:
• Die Briefe klingen weder nach Liebe noch nach Analerotik, sondern nach astreinem Fäkalhumor.
• Der bereits 26-jährige Mozart schwört seinem Vater in einem Brief vom Dezember 1781, «dass er zu dieser Zeit noch mit keiner frauens-Person auf diese art etwas zu thun gehabt habe. Denn wenn es geschehen wäre, so würde ich es ihnen auch nicht verheelen.»
• Leopold Mozart erwähnt in einem Brief an seinen Sohn, dass «ein Domherr dem Bäsle ‹glück gemacht›» habe und bezieht sich dabei auf das uneheliche Kind, das Maria Anna im Jahr 1784 gebar.

Mozarts rätselhafter Tod
Für Dr. Closset, den Hausarzt der Familie, stand fest: Der Komponist starb an «hitzigem Frieselfieber» – die Kombination eines hoch fieberhaften Krankheitsverlaufs mit einem sichtbaren Hautausschlag. Andere tippten auf Schwindsucht, Syphilis, Herzversagen. Der russische Musikwissenschaftler Belsa war 1956 der Überzeugung, dass Mozarts grosser Konkurrent und Gegenspieler Antonio Salieri Mozart vergiftet habe, wofür es bis heute keine Beweise gibt. Der Heidelberger Privatdozent Dr. Aloys Greither kommt in seiner Studie über «Mozart und die Ärzte, seine Krankheiten und sein Tod» im selben Jahr zum Schluss: chronische Nierenkrankheit.

Das Versagen eines Ausscheidungsorgans würde zumindest in poetischer Hinsicht passen.

Und nun hört euch «Leck mich im Arsch» an und esst ein paar Mozart-Kugeln dazu, die in diesem Zusammenhang ganz besonders gut schmecken dürften.

abspielen

Video: YouTube/Am4d3usM0z4rt

History Porn Teil XLVIII: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Putin kann auch Piano spielen. Also er versucht es zumindest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Creutzfeld Minouch 02.05.2020 15:09
    Highlight Highlight Brainfood! Danke Anna
  • Alienus 01.05.2020 17:22
    Highlight Highlight Möchte darauf hinweisen, dass das Wolferl im realhistorischen Sinne kein Österreicher war.
  • IFIRIAINIZI 01.05.2020 07:24
    Highlight Highlight Ja kein Wunder, wenn die den ganzen Tag nur Sauerkraut essen!💩
  • Tamoio 01.05.2020 04:32
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel über eine Genie der Musik, aber immer noch harmloser als gewisse heutige Pop/Rockstars.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 01.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Ich frage mich, was wenn er einen twitteraccount gehabt hätte 🙈😂
    • Mia_san_mia 01.05.2020 14:32
      Highlight Highlight @Bartli: 😂👍🏻
  • ralfre 01.05.2020 02:53
    Highlight Highlight Das Fazit der Wahrheitsbox bringt mich um ;-) Besten Dank dafür!
  • Balikc 30.04.2020 23:40
    Highlight Highlight Ich mag ganz grundsätzlich Menschen, deren Talente so offensichtlich sind, dass sie ihr Niveau gar nicht erst durch vermeintliche Kultiviertheit oder Erfüllung gesellschaftlich erwarteter Konventionen unter Beweis stellen müssen.

    Verachtenswert wird's erst, wenn Provokation über fehlende Kompetenz oder den Mangel an Leidenschaft hinwegtäuschen will und Tabubrüche einzig dem heischen nach Aufmerksamkeit dienen.
    Play Icon
  • Lug 30.04.2020 23:32
    Highlight Highlight Mein Lieblingsspruch ist von Mozert:
    Beym Arsch ist finster... Aber nicht Windstill!
  • Telomerase 30.04.2020 22:51
    Highlight Highlight Cooler Artikel!
    Ein Tippfehler: "Der bereits 26-jährige Mozart schwört seinem Vater in einem Brief vom Dezember 1981..."
    Dann wäre er ja erst vor gut 30 Jahren gestorben ;)
    • Anna Rothenfluh 30.04.2020 23:16
      Highlight Highlight Ou hoppla, hab ihn sofort zwei Jahrhunderte nach hinten datiert, danke dir!
  • -thomi- 30.04.2020 22:04
    Highlight Highlight War auch dann noch so, als MIlosz Formans Film in die Kinos kam. Man wollte nicht glauben, dass ein Genie auch ein Mensch sein konnte. Ist ja aber auch egal. Wird Zeit, mal wieder eine CD aus der 225 Jahre Sammlung der Deutschen Grammphon rauszunehmen (und bei dieser Gelegenheit auch gleich zu digitalisieren - auch ein Jahrhundertwerk...
    • Joe Smith 01.05.2020 01:45
      Highlight Highlight Miloš Formans Film ist Geschichtsklitterung vom übelsten. Wer es wissen wollte, wusste es schon 1984.
  • Verträumte Pragmatikerin 30.04.2020 21:02
    Highlight Highlight Was mich einfach nicht mehr loslässt: was ist ein halber Stiefbruder?
    • Ylene 30.04.2020 21:57
      Highlight Highlight Haha, gute Frage - also Google und ich haben keine Ahnung! Andere mir neue Ausdrücke für Halbbruder sind halbbürtiger Bruder und Brüder von halber Geburt. (http://woerterbuchnetz.de/) Bei Stiefbruder ist es anscheinend so, dass damit früher je nach Dialekt auch ein Halbbruder gemeint sein konnte, heute im üblichen Sprachgebrauch bezeichnet das ja keinen Blutsverwandter mehr. Trotzdem weiss ich jetzt immer noch nicht, was ein halber Stiefbruder ist... 🤔
    • Verträumte Pragmatikerin 01.05.2020 08:17
      Highlight Highlight Ach, warte...
      Vielleicht, wenn der Stiefbruder adoptiert ist?
      Oder wäre das dann ein angenommener Stiefbruder? 🤔
    • bud! 01.05.2020 08:46
      Highlight Highlight Vielleicht ist eine Stiefschwester mit Igelfrisur gemeint? 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • retrogott 30.04.2020 20:52
    Highlight Highlight Kontroverses Kerlchen. Sein unvollendetes Requiem bleibt aber wohl unerreicht an musikalischer Genialität.

    Play Icon
    • Calvin Whatison 01.05.2020 21:42
      Highlight Highlight Passt irgendwie zu meiner heutigen Stimmung.! 🤔😞👍🏻
  • Brobdingnagisch 30.04.2020 20:43
    Highlight Highlight Österreicher und ihr Humor 🤷🏻‍♂️🥳

    Der hier ist von EAV:

    Wer riecht so streng
    durch Nacht und Wind?
    Die Windel ist's vom Findelkind!
    Du hält'st es fest,
    du hält'st es warm
    doch es riecht,
    dass Gott erbarm!
    Von Kopf bis Fuss
    mit Kot beschmiert
    das wär' mit Pampers nie passiert!
    • Scrj1945 30.04.2020 22:24
      Highlight Highlight Bist am ende du gebläht ist es meist sowieso zu spät.
      Ein geht um die welt.
      Es gibt keinen der ihm hält
    • Alienus 01.05.2020 09:50
      Highlight Highlight Bro

      Soll W.A. Mozart etwa Österreicher gewesen sein???
    • Brobdingnagisch 01.05.2020 19:24
      Highlight Highlight Zumindest ist er wohl auf dem Staatsgebiet des heutigen Österreichs geboren.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Jakob Fischbacher*. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus Syrien …

Artikel lesen
Link zum Artikel