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«Superfoods»: Goji-Beeren und Chia-Samen können laut Uni Bern Ungeborene schädigen

Körperfremde Stoffe können dem Ungeborenen schaden, auch wenn sie pflanzlichen Ursprungs sind. Forschende der Universität Bern und des Inselspitals warnen daher davor, die Einwirkung solcher Stoffe zu unterschätzen.



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Goji-Beeren stellen für Ungeborene ein potenzielles Risiko dar, so ein Forscher-Team der Universität Bern und des Inselspitals. Bild: shutterstock

«Superfoods» wie Chia-Samen, Goji-Beeren und Quinoa werden allerlei gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Dabei stellen auch pflanzliche Stoffe, die Schwangere über die Ernährung aufnehmen, ein potenzielles Risiko für das Ungeborene dar. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Universität Bern und des Inselspitals, wie es in einer Mitteilung am Montag heisst.

Die Plazenta biete dem Fötus nur einen partiellen Schutz vor mikrobiellen Stoffwechselprodukten, die von der Darmflora der Mutter abstammen. Dies gelte auch für die Einnahme von «Superfoods», die gerade in der Schwangerschaft als besonders gesund gelten.

Vorsicht bei grossen Mengen

«Obwohl es sich bei pflanzlichen Produkten um natürliche Stoffe handelt, sind es immer noch sogenannte xenobiotische, also körperfremde Substanzen, mit denen sehr vorsichtig umgegangen werden sollte», sagt der Biomediziner Andrew Macpherson in der Mitteilung. «Gerade wenn Schwangere Produkte auf pflanzlicher Basis in grossen Mengen einnehmen».

Die Forscher empfehlen weiter, dass zukünftige Studien untersuchen sollten, wie und welche Substanzen sich förderlich oder negativ auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirken und welchen Einfluss Unterschiede in der mütterlichen Darmflora auf diesen Prozess haben können. (dpo/chmedia)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Useurbrain 27.05.2020 07:52
    Highlight Highlight Welcher Trottel hat eigentlich den Begriff Superfood etabliert!? … und welche Deppen fallen auf dieses Marketing herein? Tell someone in a 3rd world country that we have Superfood…and they dont…even…have…“normal“ one! Möchte zudem nicht wissen wieviele Quinoa Importeure am Friday fors Klima gehen…
  • what_else? 25.05.2020 19:44
    Highlight Highlight Ist schon gut - wenn man keine Facts in einen Artikel schreibt, braucht es keine Quellenangabe! Bei elektronische Medien gibt es zwar keine Papierverschwendung, aber der hier war wirklich für nix...
  • bernd 25.05.2020 16:38
    Highlight Highlight Stark, wie ihr die Superfoods aus dem letzten Abschnitt der Medienmitteilung, wo sie beiläufig als Beispiel genannt wurden in den Titel geholt und so zur Hauptaussage der Studie verdreht habt. Im Abstract kommt das Wort Superfood nichtmal vor. Ging wohl eher nicht darum.
  • Phrosch 25.05.2020 15:45
    Highlight Highlight Sorry, aber der Informationsgehalt ist etwas dünn. Gibt es konkrete Hinweise, dass Chia, Goji oder Quinoa schädlich sind? Wenn ja, was sind die Gefahren? Komnt es auf die Menge an? Immerhin werden diese Nahrungsmittel in anderen Ländern seit langem regelmässig konsumiert, sicher auch von Schwangeren.
  • Dirty Sanchez 25.05.2020 15:14
    Highlight Highlight Es herrscht der Irrglaube bei vielen, dass alles was "aus der Natur" kommt prinzipiell gut und gesund ist, im Gegensatz etwa zu synthetisch hergestellten Substanzen. Dies ist aber nicht nur unpräzis, sondern falsch. Es gibt kein "gut" oder "böse" in der Natur, und alles wirkt über dieselben Mechanismen auf den menschlichen Körper, egal woher es kommt. Die stärksten Gifte sind rein natürlich, und wie andere Kommentatoren erwähnten, macht die Dosis sehr oft den Unterschied. Aber leider kapieren das viele nicht..
  • Cirrum 25.05.2020 14:16
    Highlight Highlight Die Menschen sollten sich lieber gesund ernähren, dann bräuchte man auch keinen Superfood von anderen Ländern, die unser Körper eh nicht vetragen und die anschliessend zu unvorhersehbaren negativen Folgen führen. Wir hätten genügend Pflanzen, Kräuter, Gemüse usw. die alles abdecken, man müsste sich nur ein wenig informieren.
    • quallbum 25.05.2020 14:56
      Highlight Highlight Ausserdem kann ein plötzliches Interesse aus westlichen Ländern zu einer enormen Verteuerung des Produktes führen, wodurch es sich die Menschen in den Anbaugebieten nicht mehr leisten können. Handelt es sich dort um ein Grundnahrungsmittel, richten wir mit unseren Trends erheblichen Schaden an.
    • blueberry muffin 25.05.2020 15:01
      Highlight Highlight Weil Pflanzen aus anderen Laendern anders sind als Pflanzen aus unseren Laendern? Das hat die Studie zB. nicht gesagt.
  • lu_ch 25.05.2020 14:14
    Highlight Highlight Es ist mit allem das Gleiche: Übermass ist immer gesundheitsschädlich.

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