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epaselect epa06560939 Skulls are seen at a recently found ancient Egyptian cemetery, in Minya province, 245 km south of Cairo, Egypt, 24 February 2018. According to the Ministry of Antiquities, an ancient Egyptian cemetery was discovered six kilometers north of Tuna al-Gabal archaeological site in Minya, containing a number of burial shafts dating to the late pharaonic period and early Ptolemaic era. The archaeological mission unearthed a mummy decorated with a bronze collar, 1000 figurines, some 40 sarcophagi, four canopic jars, and other funerary items.  EPA/IBRAHIM YOUSSEF

Die Totenstadt befindet sich im heutigen Minja Bild: EPA/EPA

Archäologen finden antike Totenstadt in Ägypten



Ägyptische und deutsche Archäologen haben am Nil eine antike Totenstadt mit Dutzenden Sarkophagen und Kunstschätzen entdeckt. Die in der Stadt Minja in Ägypten gefundene, über 2500 Jahre alte Nekropole enthalte 40 Steinsärge, etwa 1000 Statuen und eine Goldmaske. 

Das sagte Antikenminister Chaled al-Enani am Samstag am Ausgrabungsort. Zudem seien Keramik, Schmuck und andere antike Gegenstände gefunden worden.

Die Ausgrabungen begannen laut dem Ministerium im vergangenen Jahr und wurden von deutschen Forscherteams unterstützt. «Das ist erst der Anfang einer neuen Entdeckung und ich glaube, wir brauchen mindestens fünf Jahre, um die Arbeit an der Nekropole zu beenden», erklärte Al-Enani. Die Funde würden wichtige Einblicke in das Leben der Alten Ägypter geben. 

epa06560941 A sarcophagus that was discovered is displayed at the site of an ancient Egyptian cemetery, in Minya province, 245 km south of Cairo, Egypt, 24 February 2018. According to the Ministry of Antiquities, an ancient Egyptian cemetery was discovered six kilometers north of Tuna al-Gabal archaeological site in Minya, containing a number of burial shafts dating to the late pharaonic period and early Ptolemaic era. The archaeological mission unearthed a mummy decorated with a bronze collar, 1000 figurines, some 40 sarcophagi, four canopic jars, and other funerary items.  EPA/IBRAHIM YOUSSEF

Ein Sarkophag aus der neu entdeckten Totenstadt. Bild: EPA/EPA

In den vergangenen Monaten hatte das Antikenministerium in Ägypten eine Reihe von Entdeckungen aus der Hochkultur der Alten Ägypter präsentiert. Das Land will damit Touristen anlocken, die es wegen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise des Landes dringend als Einnahmequelle für ausländisches Geld braucht. 

Ägypten hat mit der Pharaonenstadt Luxor, den Pyramiden in Giseh bei Kairo und weiteren Orten entlang des Nils zahlreiche wertvolle Kulturstätten zu bieten. 

Ein italienisches Forscherteam hatte Ende Januar mit Messungen in der Grabkammer des Pharaos Tutanchamun in Luxor begonnen. Die Radarmessungen in der 1922 entdeckten Grabkammer des Kindkönigs (um 1330 v. Chr.) sollen Klarheit darüber bringen, ob sich – wie von einem Wissenschaftler vermutet – hinter der Nordwand ein weiterer, bislang unentdeckter Raum befindet. 

Erst Anfang des Monats hatten Wissenschaftler nahe der Pyramiden ein mehr als 4000 Jahre altes Grab gefunden. Die Kammer soll zu einer Priesterin mit dem Namen Hat Bet gehören. Nahe des einzigen noch erhaltenen Weltwunders der Antike soll Ende des Jahres das neue Ägyptische Museum eröffnen, dass das Ausstellungshaus im Stadtzentrum Kairos ablösen soll. (sda/dpa)

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